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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Kriminalromane und Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 28.10.2022
  • ISBN: 9783751728119
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Arttu Tuominen

Was wir verbergen

Kriminalroman
Anke Michler-Janhunen (Übersetzer)

Auf einen Nachtclub, den queere Partyleute gerne besuchen, wird ein Anschlag verübt. Ein Fanatiker, der sich in einem Bekennervideo als "Abgesandter" bezeichnet, hat Handgranaten in den Nachtclub geworfen. Fünf Menschen werden getötet und viele schwer verletzt. Kommissar Henrik Oksman von der Kripo in Pori übernimmt die Ermittlungen. Oksman war kurz vor dem Anschlag jedoch auch in dem Club - wovon niemand etwas wissen darf. Der Anschlag sorgt für große mediale Aufmerksamkeit. Im Internet verbreitet sich das Bekennervideo wie ein Lauffeuer, und die Foren quillen über vor Mutmaßungen, ob der Täter weiter morden wird. Und genau das muss Oksman verhindern: einen weiteren Anschlag.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.01.2023

spannend bis zum Schluss

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Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Die Farben, vor allem die Polarlichter machen das Buch zu einem Blickfang und der türkise Buchschnitt perfektioniert das Gesamtbild noch.
Der Schreibstil des Autors ...

Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Die Farben, vor allem die Polarlichter machen das Buch zu einem Blickfang und der türkise Buchschnitt perfektioniert das Gesamtbild noch.
Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen, man konnte das Buch flüssig lesen. Durch die bildhaften Beschreibungen konnte man der Handlung problemlos folgen. Von der ersten bis zur letzten Seite war ich ans Buch gefesselt, so hat mich die Geschichte mitgerissen. Der Wechsel der Erzählperspektiven zwischen den Ermittlern und dem Täter hat die Spannung nochmal gesteigert.
Der Fall war mega spannend und auch sehr gut durchdacht. Die Ermittlungen und die Auflösung wirkten richtig authentisch und man konnte sie gut nachvollziehen.
Ich mochte es auch besonders gerne, dass die Charaktere vor allem natürlich die Ermittler, Oksman und Paloviita, mit der richtigen Portion Privatleben versehen wurden. Mit ihren Ecken und Kanten wirkten sie viel authentischer und lebendiger. Ich mochte das Team sehr gerne. Auch der Titel passte perfekt zum Buch.
Ich würde mich über weitere Fälle mit diesem Team sehr freuen. Für mich war es ein sehr gutes, spannendes Buch, das auf alle Fälle 5 von 5 Sterne verdient.

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Veröffentlicht am 29.11.2022

Fanatismus und was daraus entstehen kann

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Das 2. Buch von Arttu Tuominen erzählt eine Geschichte, die nicht aktueller sein kann.

Beginnend mit einem Anschlag auf einen Nachtclub der von Homosexuellen hauptsächlich besucht wird. Diese Tat bewegt ...

Das 2. Buch von Arttu Tuominen erzählt eine Geschichte, die nicht aktueller sein kann.

Beginnend mit einem Anschlag auf einen Nachtclub der von Homosexuellen hauptsächlich besucht wird. Diese Tat bewegt die Bevölkerung aus Pori und landesweit aufs äusserste. Eine schwierige Aufgabe, die die auf die Polizei zu lösen hat. Unter der Leitung von Susanna Manner gestalten sich die Ermittlungen äusserst schwierig.

Sehr eindrücklich und tiefgründig beschreibt Tuominen Szenen, die mir als Leser sehr unter die Haut ging. Wie intolerant viele mit ihren Mitmenschen umgehen. Dies hat mich öfters sehr nachdenklich gestimmt. Und wie es so schön heisst «hinter einer hübschen Fassade verbergen sich Schmutz, Kälte und totes Laub».

Die einzelnen Protagonisten sind hervorragend ausgearbeitet betr. ihrer Einstellung und Ansicht, allen voran das Kommissaren-Duo Oksman und Paloviita. Die Zerrissenheit, die in Oksman wütet, da er selber schwul ist und niemand davon wissen darf. Sein angespanntes Verhältnis zu seinem dominanten Vater, bei dem seit seiner Kindheit die harte Faust regiert und gegen die er bis heute nicht ankommt. Paloviita, den wir schon aus dem ersten Buch kennengelernt haben, mit seinen persönlichen sowie privaten Problemen, die ihn immer wieder an den Rand der Verzweiflung bringen.

Fazit: Auch das zweite Buch hat mir wiederum sehr gut gefallen, düster und spannungsgeladen. Klare Leseempfehlung. Ich freue mich schon auf das 3. Buch.

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Veröffentlicht am 01.11.2022

Spannender Krimi

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Meinung:

Es wird die Delta-Serie des Autors fortgesetzt, und das auf großartige Weise.
Das Buch ist eine Kombination aus sympathischen Protagonisten, einer fesselnden Handlung und Aktualität.
Der intensive ...

Meinung:

Es wird die Delta-Serie des Autors fortgesetzt, und das auf großartige Weise.
Das Buch ist eine Kombination aus sympathischen Protagonisten, einer fesselnden Handlung und Aktualität.
Der intensive und aussagekräftige Text brachte mir das Böse und die dunkle Seite der Menschheit nahe.
Die Herangehensweise war notwendig, um die Themen des Buches besser zu verstehen.
Die Themen des Buches, die extreme Rechte, die Rechte von geschlechtlichen und sexuellen Minderheiten, das Christentum, fand ich interessant.

Aus diesen Zutaten zaubert Tuominen einen guten Krimi

Fazit:

Ein wirklich spannender und zeitgemäßer Krimi.
Tuominens Stärke liegt in seinen überzeugenden und authentischen Charakterisierungen.
Ich wurde nicht enttäuscht.
Dieser Krimi ist interessant und spannend, ich habe ihn gerne gelesen und empfehle ihn sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 08.12.2022

Fesselnder Krimi mit aktuellem Thema

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Im zweiten Band der Reihe liegt der Fokus dieses Mal auf Kommissar Henrik Oksman. Er und sein Team untersuchen einen Anschlag auf einen queeren Nachtclub. Der fanatische Attentäter hat Handgranaten in ...

Im zweiten Band der Reihe liegt der Fokus dieses Mal auf Kommissar Henrik Oksman. Er und sein Team untersuchen einen Anschlag auf einen queeren Nachtclub. Der fanatische Attentäter hat Handgranaten in den Club geworfen, wobei fünf Besucher getötet und etliche verletzt wurden. Henriks Problem dabei: Er war kurz vor dem Anschlag ebenfalls im Club, was auf keinen Fall herauskommen darf. Gleichzeitig macht im Internet das Bekennervideo des Täters die Runde und die Menschen fragen sich, ob es noch weitere Morde geben wird. Henrik gibt alles dafür, sein Geheimnis zu wahren und gleichzeitig den Mörder zu stoppen.

Das Cover finde ich toll, es passt zum ersten Band der Reihe und die Farben der Nordlichter strahlen einen richtig an. Außerdem ist es nicht das typische Cover eines Skandinavien-Krimis mit Hütte, Schnee und See, und der dreieckige Ausschnitt mit den verdunkelten Farben hebt das Ganze hervor.

Der Schreibstil ist wieder sehr flüssig und angenehm. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, darunter die der einzelnen Ermittler und eines Unbekannten. Handlungen aus der Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich ab, was mir ebenfalls immer gut gefällt. Henriks Dilemma ist eindrücklich beschrieben und man kann ihn gut nachvollziehen. Was mir besonders gut gefallen hat, war die Rede des Pastors Mikael über die vielen Verfehlungen der Kirche. Unerwartete Ereignisse bringen die Geschichte immer mehr in Fahrt und der Nervenkitzel des Zeitdrucks ist auch für den Leser spürbar. Nicht nur die Aufklärung des Falles ist gelungen, sondern auch, dass dieser zweite Krimi nicht wie der erste aus Jari Paloviitas Sicht geschildert wird, sondern aus der seines Kollegen.

Ich kann diesen Kriminalroman nur empfehlen und freue mich schon auf den dritten Band. 4 Sterne

Veröffentlicht am 17.11.2022

ein düsterer Krimi, der durch seine psychologische Tiefe überzeugt

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Mit „Was wir verbergen“ setzt Arttu Tuominen seine außergewöhnliche Krimireihe um eine finnische Ermittlergruppe fort. In dieser auf 6 Bände ausgelegten Serie steht jeweils ein anderer Ermittler im Mittelpunkt, ...

Mit „Was wir verbergen“ setzt Arttu Tuominen seine außergewöhnliche Krimireihe um eine finnische Ermittlergruppe fort. In dieser auf 6 Bände ausgelegten Serie steht jeweils ein anderer Ermittler im Mittelpunkt, diesmal ist es Polizeioberkommissar Henrik Oksman, der als Person in den Fokus rückt.
Als in der Hafenstadt Pori auf einen besonders bei queeren Partybesuchern beliebten Nachtclub ein Bombenanschlag verübt wird, bei dem 5 Menschen ums Leben kommen und viele verletzt werden, übernimmt Henrik Oksman mit einem mulmigen Gefühl die Ermittlungen. Am Abend des Anschlags war er selbst Besucher des Nachtklubs, ein Geheimnis, dass er um jeden Preis wahren möchte.
Kurz nach dem Anschlag wird im Internet ein Bekennervideo veröffentlich, indem ein Mann, der sich selbst „der Gesandte“ nennt, seinen Hass gegen Homosexuelle und die gleichgeschlechtliche Ehe propagiert. Er spricht im Namen Gottes, droht mir dessen Zorn und fordert die Menschen auf, ihn in seinem Feldzug gegen sexuelle Minderheiten zu unterstützen. Das Video verbreitet sich rasant in den sozialen Medien und findet nicht zuletzt in der rechten Szene Unterstützer.
Auch dieser Band überzeugt wieder durch seine psychologische Tiefe und die fein gezeichneten Charaktere. Henrik Oksman versucht in seinem Job eine Katastrophe durch einen weiteren Anschlag zu verhindern, während privat sein Leben kurz vor dem Kollaps steht. Es darf auf keinen Fall ans Licht kommen, dass er der Mann ist, der in Frauenkleidern den Nachtklub kurz vor dem Anschlag verlässt und den die Polizei als wichtigen Zeugen sucht. In kleinen Szenen wird deutlich, wie sehr seine Erziehung ihn geprägt hat und wie tief die Scham sitzt, die ihn hindert, sich zu seinen Gefühlen zu bekennen. Interessant sind hier die subtilen Parallelen zwischen Oksman und dem Täter.
Der Krimi ist düster und zugleich beklemmend aktuell. Der Autor bezieht eine klare Stellung und verurteilt den Hass gegen Fremde und die queere Community, die geschürt durch die sozialen Medien und deren Druck schnell in Gewalt und Attentate ausufern kann.
Mir gefällt auch in diesem Band wieder die Mischung aus inneren und äußeren Konflikten, die die Geschichte lebendig und authentisch wirken lassen, die persönliche Verstrickung der Ermittler in die Ereignisse trägt zusätzlich zu der Spannung bei. Und auch wenn „Was wir verbergen“ nicht ganz die Komplexität seines Vorgängers erreicht, werde ich die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen und kann sie Fans von skandinavischer Spannungsliteratur sehr empfehlen.

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