Cover-Bild Vom Präsident zum Hartz IV

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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Benevento
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Humor
  • Genre: Weitere Themen / Humor, Satire, Kabarett
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 18.03.2021
  • ISBN: 9783710901072

Vom Präsident zum Hartz IV

Roman, Bratan

Präsident, Frauenheld, Gangster: Das ist Slavik Junge, Blyat!

Absurd, selbstironisch und absolut lesenswert: Mark Filatovs Biografie gleicht einer verrückten Hollywoodstory. Das Multitalent (Produzent, Musiker, YouTuber, Instagramer, TikToker, Autor und Schauspieler) tritt in der Öffentlichkeit hauptsächlich als Slavik Junge auf – und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund, HAAA!

In seinem autobiografischen Roman erzählt er von gefälschten Adiletten, von Meetings mit Wladimir Putin im Shishacafé und von dem Moment, als er wusste, dass er für Großes bestimmt ist: bei seiner Geburt, als er die Krankenschwester angepisst hat. »Das roch schon damals nach Erfolg, Blyat!«

Wenn Sie sich jetzt fragen, was denn »Blyat« eigentlich bedeutet, dann sind Sie wohl nicht in Berlin-Marzahn aufgewachsen. »Blyat« macht alles cooler und heißt so viel wie »F*ck!« oder »Sch**ße!«. So sind Slavik Junge und seine Community – authentisch, unverstellt und voll schrägem Humor.

- Phänomen und Multitalent: von der Kindheit im Berliner Plattenbau zum erfolgreichen Deutschrapper, YouTuber und Comedy Preisträger

- »Wer redet so, Blyat?« – Jugendsprache, Slang oder doch Hochliteratur?

- Sarkastisch und selbstironisch: Slavik Junge lässt kein Klischee über »Almans« und »Bratans« aus 

Aus dem Leben eines YouTube-Stars: So einen Roman haben Sie noch nie gelesen!

Mark Filatov kam im Alter von fünf Jahren aus Kirgisistan nach Deutschland. Er finanzierte sich durch den Handel mit Autos ein Schauspielstudium, ehe er ab 2016 mit der YouTube-Serie »Ost Boys« vom Leben im Plattenbau erzählte. Seine Serie »Slavik – Auf Staats Nacken« wurde mit dem Comedypreis ausgezeichnet. Er dreht Videos mit dem YTITTY-Star Phil Laude, wirkt in Musikvideos von Capital Bra mit und veröffentlichte 2019 seine erste Single »Als wenn’s gestern war«.

In seinem autobiografischen Roman gibt er exklusive Einblicke in sein Leben: ein Must-Read für alle Fans von Slavik Junge!

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2021

Vom Experten für Kenner, die Ästhetik des Authentischen

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Inhalt:

Mark Filatov, einem breiten Publikum besser als Slavik Junge bekannt, ein kreativer Kopf und ein Tausendsassa der Unterhaltungsformen, ist unter die Autoren gegangen. Mit “Vom Präsident zum Hartz ...

Inhalt:

Mark Filatov, einem breiten Publikum besser als Slavik Junge bekannt, ein kreativer Kopf und ein Tausendsassa der Unterhaltungsformen, ist unter die Autoren gegangen. Mit “Vom Präsident zum Hartz IV“ legt er eine fiktive Autobiografie vor.

In dieser beantwortet er die Frage, was wäre, wenn ein Mitglied des Prekariats, dem Zufall oder Schicksal geschuldet, plötzlich Präsident von Kasachstan ist. Jemand, der kein milieuspezifisch angeeignetes kulturelle Kapital mitbringt, der kein Geld, keine politische Bildung, dafür aber Jogginghose und Adiletten besitzt. Jemand, der streetsmart und nicht booksmart ist.

Von dem Moment an, als er bei seiner Geburt die Krankenschwester angepisst hat („das roch schon damals nach Erfolg, Blyat!“) zeigt der Gang des Lebens, was ihm von Geburt an vorbestimmt ist: Erfolg.

Ein Leben, das von gefälschten Adiletten, über Meetings mit Wladimir Putin, zum E-Shisha rauchen mit der Queen führt.



Meinung:

Den Streit gibt es wohl schon so lange wie es Bücher gibt. Die einen verachten Dichtung als Legenden, die vorsätzlich Unwahres verbreiten, die anderen bewundern sie als fantasievolle Kunst.

Mark Filatov, 2020 Gewinner Deutscher Comedypreis für die beste Comedy-Serie für Slavik – Auf Staats Nacken, nimmt diese Differenzierung zwischen Wirklichem und Möglichem in seinem Erstlingswerk bewusst auf die Hörner. In “Vom Präsident zum Hartz IV“ bleibt am Ende nichts unklarer als die Grenze der Fiktion.

Als Mark Filatov im vergangenen Jahr den Preis erhielt, nahm er ihn im Jogginganzug entgegen. „Um ein Zeichen zu setzen, dass man die Leute, die anders sind, nicht sofort verurteilen muss. Und dass die auch mich sehen, in diesem Jogginganzug – und verstehen, das kannst du auch schaffen.“

Das Buch spiegelt diese Philosophie. Am Ende läuft es im Leben meistens auf eine sehr einfache Wahrheit hinaus: Der Gewinner gewinnt, der Verlierer verliert. Wenn einem das Glück von Beginn an weniger hold ist, dann kann man generell in unser Gesellschaft nur sehr wenig dagegen machen. Man hat sich dem ungewollten Ausgang zu fügen. Das sind die Spielregeln, das ist der Lauf der Dinge in unser Gesellschaft.

Denkste! Durch den durchaus gelungenen Dreh der Story stellt Mark Filatov klar, dass es nicht so sein muss.



Fazit:


Geht man davon aus, dass Kunst keinen unmittelbaren Zweck erfüllt und immer nur auf sich selbst verweist, kann „Vom Präsident zum Hartz IV“ als authentische Groteske überzeugen. Will man hingegen diesem Werk eine zentrale These entnehmen, so wird man auch nicht enttäuscht. Viele gehen davon aus, dass Sozialverbände aus strukturellen Gründen immer zu einer Elitenbildung führen. Ob diese Annahme stimmt, hinterfragt Mark Filatov auf humorvolle Weise.

Bevor Sie zu dem Buch greifen, noch ein Wort der Warnung: Im besten Fall teilt man den Humor des Verfassers. Auch die linguistische Rebellion des Autors, der harte Worte für schwierige Zeiten liefert, könnte Normdeutsch gewöhnten Lesern die Lust am Buch verderben. Die ästhetische, sprachliche und soziale Verortung des Werks stellt eine Einstiegsbarriere dar.

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