Cover-Bild Rote Sonne, schwarzes Land
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 768
  • Ersterscheinung: 11.11.2011
  • ISBN: 9783596192830
Barbara Wood

Rote Sonne, schwarzes Land

Roman
Manfred Ohl (Übersetzer), Hans Sartorius (Übersetzer)

Von der Bestsellerautorin Barbara Wood
Kenia 1963: Deborah flieht aus einem brennenden Land vor einer verbotenen Liebe. Einst war ihre Familie nach Kenia gekommen, um den Eingeborenen die Segnungen der modernen Medizin zu bringen. Doch die angesehene und gefürchtete Medizinfrau Wachera kämpfte entschlossen um die Erhaltung afrikanischer Traditionen. 15 Jahre später kehrt Deborah nach Kenia zurück und fragt nach dem Scheitern ihrer Familie, die Teil der Seele Afrikas war. Und sie stellt sich auch ihrer eigenen Vergangenheit ...
Die schicksalhafte Familiensaga über eine weiße Siedlerfamilie und einen afrikanischen Stammesverband.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2020

Freud und Leid, Aufstieg und Fall einer Familie in Kenia (1918-1988)

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1918 erwirbt der englische Lord Valentine Treverton im damaligen Britisch-Ostafrika in der Nähe von Nairobi eine Farm, auf der er eine Kaffeeplantage errichtet - später kommen seine schwangere Frau Rose ...

1918 erwirbt der englische Lord Valentine Treverton im damaligen Britisch-Ostafrika in der Nähe von Nairobi eine Farm, auf der er eine Kaffeeplantage errichtet - später kommen seine schwangere Frau Rose und seine Schwester, die Ärztin Dr. Grace Treverton, nach. Rose entbindet in Nairobi ein Mädchen, das den Namen Mona erhält und Grace beginnt eine Kranken- und Missionsstation für die Eingeborenen vom Stamme der Kikuju aufzubauen. Valentines drei Millionen Kaffeebäume wachsen gut an und bald wird ein prächtiges Farmhaus errichtet, das den Namen „Bellatu“ erhält und zu dessen Einweihung die Prominenz Kenias geladen wurde. Da Valentine in seiner Gier immer mehr Land beansprucht, und dafür die Hütten der Kikujus weichen mussten und sogar ein heiliger Feigenbaum gefällt wurde, zieht er sich den Zorn des Häuptlings Mathenge und dessen Hauptfrau Wachera zu. Wachera ist die Medizinfrau und Schamanin des Stammes und steht mit ihrem Gott Ngai, dem Herren des Mount Kenia, in direkter Verbindung. Sie belegt Valentine, seine Familie und alle Nachkommen, mit einem Fluch – und tatsächlich beginnen sich die Probleme und Schicksalsschläge zu häufen …

Die US-amerikanische Schriftstellerin Barbara Wood wurde 1947 in England geboren und lebt seit 1954, als ihre Familie auswanderte, in den USA. Sie ist international als Bestsellerautorin bekannt, zu Recherchen reist sie mit ihrem Mann George meist um die ganze Welt. Ihre Romane, deren Heldin oft eine emanzipierte Frau ist, wurden in über 30 Sprachen übersetzt, einige davon verfilmt, und erreichten alleine im deutschsprachigen Raum eine Gesamtauflage von weit mehr als 13 Millionen Exemplaren. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann in den USA in Kalifornien.

„Rote Sonne, schwarzes Land“ ist ein großartiges, drei Generationen umspannendes Familienepos und gleichzeitig ein ausgezeichnetes Lehrstück der Geschichte Kenias von der britischen Kolonialzeit zur heutigen Republik. Macht und Intrigen, Unterdrückung und Aufstand, Reichtum und bittere Armut, heimliche Liebe und verbotene Gefühle sind die großen Themen dieses einzigartigen, dramatischen, mitreißenden und spannenden Romans. Breiten Raum nimmt auch der Unterschied zwischen der Mentalität britischer Kolonialisten und der afrikanischen Bevölkerung mit ihren überlieferten Traditionen ein. Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und das Geschehen bleibt trotz ca. 750 Buchseiten durchweg interessant. Unerwartete Wendungen und überraschende Verwicklungen halten die Spannung aufrecht. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, den Figuren Leben einzuhauchen, alle Personen einprägsam und unverwechselbar zu präsentieren und den Handlungsablauf flüssig zu gestalten, so dass man als Leser nie den Überblick verliert. Eine Aufstellung mit Kurzbeschreibung der Protagonisten, ein Stammbaum der Familien und eine Chronologie der wichtigsten Ereignisse in Kenia von 1824 bis 1987 findet man am Schluss des Buches.

Fazit: Ein interessanter, spannender Roman, der bereits 1988 geschrieben wurde, aber wegen der geschilderten Problematik dennoch sehr gut in die heutige Zeit passt. Meine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 15.09.2016

Mein Leseeindruck

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Ich habe dieses Buch nun im Rahmen einer Challenge zum zweiten Mal gelesen und bin immer noch total begeistert.

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Die Autorin schafft es immer wieder, mich mit ihren Worten und dem Schreibstil an die ...

Ich habe dieses Buch nun im Rahmen einer Challenge zum zweiten Mal gelesen und bin immer noch total begeistert.

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Die Autorin schafft es immer wieder, mich mit ihren Worten und dem Schreibstil an die Geschehnisse zu binden. Einfühlsam, aber nicht als Liebesroman verpackt, wird dem Leser das Leben im damaligen Kenia dargebracht. Damals als die Kolonialzeit noch gelebt wurde, mit all ihren Ausbeutungen.

Sehr präzise wird das nicht gerade anheimelnde Leben der "Schwarzen" unter der Herrschaft der "Weißen" beschrieben. Ein Leben, das oft nicht wirklich lebenswert war. Ausbeutungen, Okkultismus.... um nur ein paar Schlagworte zu verwenden.

Begeistert war ich von der Beschreibung des Landes und der Menschen. Die Beschreibungen sind so detailliert, dass ich fast schon den Duft von Hibiskus in der Nase hatte.

Wunderschöne Beschreibungen, aber nie zu schnulzig.

- FAZIT -

Wer hier einen reinen Liebesroman erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Wer jedoch einen Roman erwartet, in dem Emotionen, fremde Kulturen und Gebräuche sich abwechseln, wird seine wahre Freude an dem Buch haben.

Für mich ist dieses Buch, auch nach zweimaligen lesen, noch immer 5 Sterne wert.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein klassischer Wood!

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Eine klassische Missionsgeschichte über eine Frau, die sich selbst und auch ihren Weg im kolonialisierten Afrika finden will. Tief in ihr schwehlt die Unruhe und das Leben scheint auf dem schwarzen Kontinent ...

Eine klassische Missionsgeschichte über eine Frau, die sich selbst und auch ihren Weg im kolonialisierten Afrika finden will. Tief in ihr schwehlt die Unruhe und das Leben scheint auf dem schwarzen Kontinent als weiße Frau nicht leicht. Hindernisse die die dortige Kultur mitsichbringen, scheinen manchmal nur schwer überwindbar. Ein klassicher Wood!

Veröffentlicht am 04.07.2018

Fesselnde Familiensaga aus Kenia mit Einblicken in Stammesrituale und Okkultismus

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Die Familie Treverton hat mit ihrer Kaffeeplantage eine koloniale Machtstellung und interessanterweise wird die Familie noch von einem alten Fluch belegt und diese Darstellung hat wie gesagt, Voodoo-Charakter. ...

Die Familie Treverton hat mit ihrer Kaffeeplantage eine koloniale Machtstellung und interessanterweise wird die Familie noch von einem alten Fluch belegt und diese Darstellung hat wie gesagt, Voodoo-Charakter. Neben Lord und Lady Treverton zieht auch Grace Treverton nach Kenia, um dort als Ärztin zu arbeiten. Sie gründet später eine Missionsschule und bildet Krankenschwestern aus.
Grace Nichte Deborah erfährt mit Hilfe von Graces Tagebuch aus dem Leben der Tante und von ihrer Liebe zu einem Schwarzen.

Dieses Buch ist keine reine Familiensaga, sondern es zeigt anschaulich die Entwicklung Kenias von der Kolonialzeit bis zur Gegenwart der 80er Jahre. Dabei wird keine romantisches Bild gezeichnet, es geht mit althergebrachten Ritualen nach okkultem Vorbild im afrikanischen Stammesverband recht grob zur Sache. Wer etwas zartbesaitet ist oder eine romantische Liebesgeschichte vor derm Hintergrund der Serengeti erwartet, dem möchte ich von diesem Buch lieber abraten.

Es wird deutlich beschrieben, wie der afrikanische Stamm im Konflikt zu den weißen Siedlern steht und die beschriebenen Sitten, Traditionen und abergläubischen Bräuche sind klar zu erkennen. Man bekommt ein Gefühl von afrikanischem Spirit und den Voodoo-Handlungen und auch das Thema Beschneidungen von Mädchen ist im Roman eingebunden. Die politische Ebene zeigt die berüchtigten Mau Mau Aufstände, die den Wandel der Gesellschaft anzeigen.

Ansonsten ist dieser Roman teilweise zu ausführlich, die Personenfülle und die verschiedenen tragischen Lebensgeschichten sind mir etwas zu viel.



Ein Roman über eine weiße Siedler-Familie in Kenia, über die Schwarzen und deren Lebensgewohnheiten und eine Liebe, die mit Schwierigkeiten belegt ist. Ein interessanter Einblick in Herz und Seele Afrikas.