Cover-Bild How to kill your family
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15,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Ersterscheinung: 27.06.2022
  • ISBN: 9783641284756
Bella Mackie

How to kill your family

Roman
Stephan Glietsch (Übersetzer)

PLATZ 1 DER SUNDAY TIMES BESTSELLERLISTE»Seit Beginn der Pandemie hatte ich Mühe, meine Leselust wiederzufinden. Dieses Buch hat sie wieder zum Leben erweckt ...« Jojo MoyesGrace ist eine Serienmörderin und sie mordet aus gutem Grund. Grace rächt sich bei ihrer Familie. Dafür dass sie beiseitegeschoben wurde, weil sie unehelich ist. Dafür dass sie nicht reingepasst hat in die feine, reiche Familie ihres Vaters. Aber noch mehr rächt Grace ihre Mutter, die es nie verkraftet hat, zuerst mit allen Mitteln verführt und dann schäbig vergessen worden zu sein. Eine ebenso zynische wie umwerfende Antiheldin, die scharf beobachtet und noch schärfer urteilt. Und manchmal mordet. Doch egal, was sie anstellt, unsere Sympathie ist ihr sicher.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.11.2022

Jahreshighlight

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Das Buchcover ist schlicht und treffend und ich finde es Klasse wie der Klappentext aufgebaut ist. Die Erwartungen waren bereits vor dem lesen hoch und ich wurde keineswegs enttäuscht.


Die Art wie die ...

Das Buchcover ist schlicht und treffend und ich finde es Klasse wie der Klappentext aufgebaut ist. Die Erwartungen waren bereits vor dem lesen hoch und ich wurde keineswegs enttäuscht.


Die Art wie die Autorin schreibt und die Geschichte erzählt ist konnte mich sofort in ihren Bann ziehen. Ab der ersten Seite wollte ich nicht mehr von der Geschichte lassen und habe das Buch daher binnen kürzester Zeit beendet.

Grace konnte mich ebenfalls auf Anhieb überzeugen. Sie ist mir trotz allem sympathisch und eine einzigartige Protagonistin zu der ich schnell einen guten Draht finden konnte.

Das Ende kam überraschend. Es passt sehr gut zum gesamten Buch und eigentlich ist es perfekt. Dennoch hätte ich mir gerne etwas mehr gewünscht. Ich wollte dir Geschichte einfach noch nicht verlassen und wäre froh gewesen wenn ich noch ein paar Seiten mehr hätte lesen können.

Es schmälert aber keineswegs wie gut mir dieses Buch ansonsten gefallen hat. Ich habe jede einzelne Seite genossen und mich hin und wieder dabei erwischt wie ich an der ein und anderen Stelle zustimmend nicken oder lachen musste.


Für mich ist dieses Buch ein absolutes Highlight auch wenn es sich etwas von dem unterscheidet was ich normalerweise so lese. Der Autorin ist es einfach total gelungen meinen Humor und Geschmack zu treffen.

Veröffentlicht am 18.07.2022

Verschenktes Potential

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Was wünscht sich Grace - jung, hübsch, klug - mehr als alles andere? Nein, es ist weder die Tasche von Prada im Schaufenster von Macys noch den sexy Typen in ihrem Bett auf der anderen Seite der Londoner ...

Was wünscht sich Grace - jung, hübsch, klug - mehr als alles andere? Nein, es ist weder die Tasche von Prada im Schaufenster von Macys noch den sexy Typen in ihrem Bett auf der anderen Seite der Londoner Straße. Grace wünscht sich nur eine Sache - und das ist die Rache an ihrem Vater, der ein höchst erfolgreiches Unternehmen leitet und in der High Society logiert - und der Grace’ Dasein immer ignoriert hat. Schließlich ist es ja das Problem ihrer Mutter, wenn sie nicht acht gibt bei der Affäre und schwanger wird. Damit haben weder Simon, noch seine Ehefrau oder ein anderes Familienmitglied etwas zu tun.

Grace erzählt den Roman aus der Ich-Perspektive auf zwei Zeitebenen in einer höchst amüsanten Sprache. Man könnte meinen, sie würde sarkastische Anekdoten zwischen einem schaumigen Latte mit Freundinnen tratschen. Doch weit gefehlt, Grace hockt in einem Gefängnis, für einen Mord, den sie nicht begangen hat - und erzählt dem werten Leser detailliert von Morden, die sie auf jeden Fall begangen hat - nämlich die an Simons Familie, den sie einem nach dem anderen um die Ecke gebracht hat.

Der Plot hat mich sehr gereizt. Das Motiv - Rache - findet man ja in vielen Romanen, aber selten aus der Perspektive der Täterin (ich habe es jedenfalls selten aus ihrer Perspektive gelesen). Also auf ins fröhliche Morden! Die ersten zwei, drei Morde habe ich mit Vergnügen gelesen (nicht so wie ihr denkt!), dann aber wurde mir die Aneinanderreihung zu viel. Die Varianten, wie das Mädchen jemanden um die Ecke bringt, waren zwar einfallsreich, aber mir hat die emotionale Tiefe gefehlt. Grace, obwohl ich die ganze Zeit in ihrem Kopf war, blieb mir unnahbar, beinahe nüchtern, wie sie über die Morde schrieb. Beinahe hatte ich das Gefühl, sie schreibt über einen Zahnarztbesuch. Mir fehlten die Abgründe, die sie mit Sicherheit durchlaufen haben muss, damit sie beschließt, eine ganze Blutlinie auszulöschen. Eine Begründung, warum sie die Rache will, wurde zwar gegeben. Aber ich habe es nie richtig gefühlt. Die Emotionen blieben immer wohl dosiert an der Oberfläche. Ich habe Grace selten als berührt empfunden. Oder als sympathisch. Schade! Ich hätte so gerne mit ihr gefühlt, mit ihr gezittert, oder hätte ihren Zorn gespürt. Irgendetwas empfunden. Aber diese Ebene übermittelte die Autorin mir leider nur unzureichend.

Lachen musste ich über die überaus sarkastisch gewählte Sprache. Der Wortwitz, der gern in besonders dunklen Ecken lauerte, traf mich oft überraschend unvorbereitet und entlockte mir ein Grinsen. An Mut und Witz mangelt es unserer Protagonistin nicht, das könnt ihr mir glauben! Sie manövriert im Laufe der Mordgeschichte durch so manche skurrile Situation.

Was soll ich sagen nach der Reihe von Morden, die mich nur mäßig schockiert haben? Der Plot war richtig gut, die Sprache triefte vor Sarkasmus und das Buch hatte die emotionale Tiefe einer flachen Pfütze. 3,5 Sterne gibt es von mir.

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Veröffentlicht am 12.12.2022

Viel zu viel gewollt

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Grace hat einen großen Plan. Nachdem ihre Mutter so ziemlich alles gegeben hat, damit Grace eine schöne Kindheit hat, will Grace jetzt Rache. Ihre Mutter ist schon lange tot, von ihrem Vater hat sie nie ...

Grace hat einen großen Plan. Nachdem ihre Mutter so ziemlich alles gegeben hat, damit Grace eine schöne Kindheit hat, will Grace jetzt Rache. Ihre Mutter ist schon lange tot, von ihrem Vater hat sie nie Unterstützung bekommen, obwohl er mehr als genug Geld hätte.
So fängt sie also an, einen großen Teil ihrer Familie nach und nach umzubringen. Nach dem sechsten ‚tragischen Unfall‘ hat noch keine*r etwas gemerkt, Grace scheint mit allem durchzukommen. Ihr Leben hat aber Humor, denn plötzlich landet sie im Gefängnis. Für einen Mord, den sie nie begannen hat. Sie beginnt, ihre Geschichte aufzuschreiben, während sie für ihre Freiheit kämpft.

Mein erstes Problem ist der Aufbau des Buches. Diese ganze Gefängnis storry wird immer wieder eingeschoben. Grace erzählt von einem Mord und dann sitzen wir wieder mit ihr in der Zelle und schlagen uns mit ihrer Mittbewohnerin rum. Mich hat das immer wieder ziemlich rausgerissen und wirklich nicht gut unterhalten.


Das größte Problem ist aber Grace. Sie ist einfach unausstehlich und das nicht auf die gute Art. Ich liebe es, wenn Protas nicht super sympathisch sind. Grade komplexe Frauen faszinieren mich, sie dürfen auch gern das Böse in Person sein. Und Anfangs fand ich Grace auch noch ganz interessant.
Sie ist sehr von sich und ihren Fähigkeiten überzeugt, umso weniger von anderen Menschen. Leider wird das ganze Ding schnell plump und einfach anstrengend. Grace hat unheimlich viel Glück mit verdammt dummen Ideen und spielt sich auf, als hätte sie gerade was krasses gerissen.

Ihre Oberflächlichkeit, die Vorurteile und dass sie alle Menschen so stark abwertet, könnten interessant sein, schnell wirkt das alles aber einfach zu gewollt. Ein bisschen wie ein Teenager, der gerade seine Anti Alles Phase durchmacht, nur viel dümmer.

Jedes Klischee wird bedient und Grace kommt mit Sachen durch die einfach absurd sind. Ich habe nicht besonders viel Fantasie, sein wir ehrlich, aber auch wenns anders wäre, müsste man hier mindestens ein Auge zu kneifen..

Ich mochte ihre feministischen Ansichten. Ihre Eat the rich Einstellung und dass sie viel Kritik am Patriarchat äußert. Leider bleibt das auch das einzige wirklich positive.

Die Geschichte verliert sich für mich in der Mitte ein bisschen. Zu viele Details, zu wenig Inhalt. Ich habe es trotzdem beendet, weil ich manchmal vielleicht auch ein bisschen dumm bin, dafür kann ich euch jetzt immerhin davon abraten.


Weniger Details und weniger Doppelmoral von Grace hätten dem Buch wirklich gut getan, an sich gefällt mir die Idee dahinter immer noch total gut Schade Schokolade.

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