Cover-Bild Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte
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16,99
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  • Verlag: FISCHER Tor
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Episch
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 576
  • Ersterscheinung: 29.12.2017
  • ISBN: 9783596297269
Bernhard Hennen

Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte

Roman
Der Beginn eines neuen magischen Zeitalters – die neue Bestseller-Serie von Deutschlands Fantasy-Autor Nr. 1: Bernhard Hennen!
Der junge Milan Tormeno ist dazu ausersehen, seinem Vater Nandus in das Amt des Erzpriesters zu folgen: Er soll einer jener mächtigen Auserwählten werden, die die Geschicke der Welt Azuhr lenken.
Doch Milan kann nicht akzeptieren, dass sein Schicksal vorherbestimmt ist. Er rebelliert – und verstrickt sich mit der Meisterdiebin Felicia und der geheimnisvollen Konkubine Nok in ein gefährliches Netz von Intrigen.
Gemeinsam geraten sie in den Bann einer alten Prophezeiung – einer Prophezeiung, nach der die Ankunft des »Schwarzen Mondes« in Azuhr ein neues Zeitalter der Magie einläuten wird ...
»Man nennt ihn auch den ›Herrn der Elfen‹: Bernhard Hennen ist der zurzeit erfolgreichste Fantasy-Autor im deutschsprachigen Raum.« Express

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.08.2020

Interessante Charaktere und eine noch spannendere Welt, in der Mären lebendig werden

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„Ich habe einen Troll von hinten erstochen“, sage Nandus müde. „Was für ein Ruhm liegt darin?“
„Nur Dummköpfe versuchen einen Troll von vorne zu erstehen.“ Seite 323


Inhalt:

Milan Tormeno ist der Sohn ...

„Ich habe einen Troll von hinten erstochen“, sage Nandus müde. „Was für ein Ruhm liegt darin?“
„Nur Dummköpfe versuchen einen Troll von vorne zu erstehen.“ Seite 323


Inhalt:

Milan Tormeno ist der Sohn des Erzpriesters Nandus und dessen Erbe. Doch Milan wehrt sich gegen die Vorbestimmung seines Schicksals, mehr noch, als er auf die Meisterdiebin Felicia trifft. Sie zeigt ihm, die Welt aus der Sicht derjenigen, die sein Vater mit aller Macht bekämpft. Und dann häufen sich die seltsamen Vorfälle in. Kreaturen erwachen aus den Schatten, Legend erhalten Körper aus Fleisch und Blut. Die Welt Azhur wandelt sich und die Mären erhalten eine Macht, der die Menschen vielleicht nichts entgegenzusetzten haben.


Meinung:

Auf den ersten 100 Seiten war ich abgrundtief verwirrt, weil keine der Personen vom Klappentext auftauchte =D Danach versteht man aber, dass es sich quasi um den Epilog handelte, eine Vorgeschichte, die für das Buch sehr wichtig war. Es geht um die Stadt Arbora in der eine schrecklich Krankheit ausbricht, weswegen der Erzpriester diese Stadt, Lucio Tormeno eine schwerwiegende Entscheidung trifft, die seiner Familie noch lange nachhängen wird.
Der Einstieg war leicht, aber brutal, denn es geht sofort von null auf hundert und bei den lebhaften Beschreibungen und der spannenden Handlung, hatte ich nicht nur Gänsehaut, sondern echt Tränen in den Augen!

Dann gibt es einen Zeitsprung von etwa 50 Jahren und jetzt taucht auch der Protagonist von dem Klappentext auf, Milan Tormeno, Sohn von Nandus und Enkel von Lucio . Weil sein Vater ihn zwingen will ebenfalls Erzpriester zu werden und dafür eine harte Ausbildung im roten Kloster zu machen, weil er mit Training und Übungen erstickt, will Milan den Namen seines Vaters in den Dreck ziehen. Als Krähenmann, eine Märengestalt, verkleidet unterbricht er die Messe seines Vaters und stielt ein wertvolles Objekt. Die Flucht gelingt ihm nur knapp und verletzte. Ausgerechnet jetzt läuft er der Diebin Felicia und ihrem Gefährten Rainulf in die Arme. Die Beiden kidnappen ihn kurzerhand und nehmen ihm das Objekt ab.

Als sie aber erfahren wer er ist und den Hintergrund seiner Tat lassen sie ihn wieder frei. Felicia gefällt der junge Priestersohn und sie wittert eine Chance ihre Ziele durch ihn schneller zu erreichen. Denn Felicia ist eine Schwertherzogin und ihr Volk liegt mit dem Milans in einem erbitterten Kampf, der jedoch schon fast verloren scheint, weil die Arme der Liga mit Milans Vater zum letzten Schlag ausholen.

Die Charaktere sind in dieser Geschichte schwer zu durchschauen. Für Milan ist sein Vater der unterbitterliche Böse, aber nach dem Ende des Buches war ich mir da gar nicht mehr so sicher. Milan selbst wirkt mal, wie ein verliebter Knallkopf, dann wieder wie jemand, der das Zeug zum Helden hat. Rainulf, der Bogenschütze, ist ein knurriger Robin Hood und dann ist da noch Nox, eine geheimnisvolle Konkubine, die sehr viel mehr ist, als man auf den ersten Blick glaubt.
Der Aufbau der Protagonisten macht auf jeden Fall Lust auf mehr und in einem zweiten Band könnte das Ganze noch ziemlich grandios werden.

„Ich bin doch nur ein Junge kein Held. Was für eine Geschichte sollte man sich über mich schon
erzählen?“ Seite 75

Was ich unheimlich cool an dieser Geschichte fand, war die ganze Mythologe und all die Bezeichnungen und Hintergründe. Ein Schiff namens „Atem des Himmels“, eine Spionin, die den Weißen Tigerinnen angehört, eine legendäre Königin, die ihrem Volk in höchster Not zu Hilfe eilen soll, Mär Gestalten, die plötzlich lebendig werden, eine Silber Prinzessin, die ein Ungeheuer liebt. Sowas macht für mich richtig gute High Fantasy aus! <3


Was mir leider gar nicht gefallen hat, war der „Game of Thrones Einfluss.“ Damit meinte ich nicht, dass irgendwie die Story ähnlich war, überhaupt nicht, sondern unnötige Gewalt, zu viel Sex Kram und ... Bei einer Szene ist mir wirklich einfach nur noch schlecht geworden, als eine Figur Fäkalien essen sollte. Tut mir Leid, aber sowas brauche ich wirklich nicht in Geschichten. Klar gehört auch Sex dazu, aber in dem Maß, wie es in dieser Geschichte war, war es mir echt zu doof. Das ist allerdings auch mein einziger großer Kritikpunkt, neben der Handlung zu einer Figur, die ich super schade fand.

Ich wollte dem Buch eigentlich drei Bücher geben, aber die letzten 200 Seiten haben mich so mitgerissen, dass es doch vier werden. Was genau hier passiert, kann ich euch leider nicht Spoiler frei sagen, aber ich freue mich riesig auf den zweiten Teil und bin super gespannt, was passiert <3

„Es gibt sie! Ich weiß nicht, warum sie plötzlich da sind, aber sie sind nicht mehr nur in unseren Köpfen. Sie sind daraus ausgebrochen“ Seite 359

Urteil: Ein guter Auftakt zu einer Reihe von der ich mir sehr viel erhoffe! Interessante Charaktere und eine noch spannendere Welt, in der Mären lebendig werden. Grausamkeit und Sex Gedöns schmälern das Ganze ein bisschen, nichts desto trotz gibt es von mir vier Bücher und ich hoffe sehr auf Band II ^-^

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Veröffentlicht am 14.06.2020

spannende, interessante Einführung auf die Insel Cilia - düster, magisch, ohne leichtes schwarzweiß Denken

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Der bekannte Autor Bernhard Hennen, welchen man vor allen durch seine Elfenbücher kennt, hat eine neue Fantasy Reihe mit dem Titel „die Chroniken von Azhur“ geschrieben. Das erste Buch der Reihe lautet ...

Der bekannte Autor Bernhard Hennen, welchen man vor allen durch seine Elfenbücher kennt, hat eine neue Fantasy Reihe mit dem Titel „die Chroniken von Azhur“ geschrieben. Das erste Buch der Reihe lautet „die Verfluchten“ und ist am 29.12.2017 im Fischer Torverlag erschienen und umfasst 570 Seiten. Das Buch ist in der dritten Person Singular geschrieben, hauptsächlich aus Milans Sicht, aber man erfährt die Geschichte auch aus den Blickwinkeln anderer Charaktere.



Die Hauptperson im Buch ist Milan ein junger Mann der seinen eigenen Weg gehen möchte. Er hat zwei ältere Brüder und diese sind daran gescheitert in die Fußstapfen des Vaters, Erzpriester Nandus, zu treten und nun muss er dies tun. Dabei möchte er einen anderen Weg für sich und so hasst er seinen Vater, welcher nach dem Tod der Mutter noch gnadenloser im Umgang mit ihm wurde. So versucht er seinen Vater in Misskredit zu bringen und dabei erwacht seine Gabe, aber bis er die Erlebnisse, welche in der Stadt passieren mit sich selbst in Verbindung bringt wird es lange dauern. Er ist mutig, klug und aufgeschlossen und will das Richtige tun. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht ihn durch das Buch zu begleiten und mein Weg an seiner Seite wird auf jeden Fall weitergehen.



Ganz besonders gut hat mir im Buch gefallen, dass ich an den typischen Schubladen gut und böse gescheitert bin. Lange Zeit war in der bösen Schublade der Erzpriester Nandu drin, aber später musste ich ihn raushalten, aber in die gute konnte ich ihn auch nicht legen. Es sind Charaktere die sowohl gut wie auch böse sind und je nach Blickwinkel überwiegt die eine oder andere Seite. Neben Milan hat die Diebin Felicia mein Herz erobert. Ich mochte diese kluge, interessante Frau einfach und je mehr ich über sie erfahren habe, umso mehr habe ich sie bewundert. Nok, ist ebenfalls ein sehr interessanter Charakter. Sie ist eine Konkubine aus dem Khanat und sehr mysteriös. Auch nach dem Ende des ersten Buches weiß ich nicht ob man sie nun fürchten sollte oder ob man ihr doch vertrauen kann. Ich hoffe, dass sie in weiteren Büchern auftauchen wird, denn sie bringt Spannung und einen anderen Blickwinkel in die Geschichte.



Der größte Teil des Buches spielt in der Hafenstadt Dahlia, welche man am ehesten wohl dem Mittelalter zuordnen kann. Religion ist dort sehr wichtig und mächtig, zudem gibt es Sklaven aus dem Schwertwald. Doch so einfach wie es nun erscheint ist dieses weiß und schwarz nicht. Man lernte durch die Charaktere verschiedene Völker kennen und die Insel Cilia wurde mit den einzelnen Charakteren bereist. Schön fand ich wie langsam die Magie in die Geschichte eingeführt wurde und wie man erst langsam begriff wie dies alles zusammenhängt. Grandios fand ich dabei die Vorstellung, dass die Legenden aus dem Schwertwald langsam zum Leben erwachen. So hat mir das Kapitel im weißen Wald am besten gefallen, aber die Stadt Arbora fand ich ein wenig gruselig, was auch genial war. Schlachtszenen gab es nur sehr wenige, aber diese wurden gut beschrieben und waren nicht allzu blutig, ich vermute dies kommt erst in den nächsten Büchern. Es gibt im Buch auch eine schöne Liebesgeschichte, welche jedoch gut dazu passt und für mich das Buch gut abgerundet hat.



Das Buch hat mir sehr gefallen, so dass ich dieses Fantasy Lesern gern ans Herz legen möchte. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterlesen.

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Veröffentlicht am 25.10.2019

Der Verfluchte

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Dieser Reihenauftakt lag nun schon ein knappes Jahr auf meinem SuB und daher war es höchste Zeit das Buch endlich davon zu erlösen. Ich wünschte ich hätte das schon viel viel früher getan. Für mich war ...

Dieser Reihenauftakt lag nun schon ein knappes Jahr auf meinem SuB und daher war es höchste Zeit das Buch endlich davon zu erlösen. Ich wünschte ich hätte das schon viel viel früher getan. Für mich war es zugleich das erste Werk von Bernhard Hennen.

Der Autor fackelt nicht lange rum und bereits nach wenigen Seiten befindet man sich mitten im Geschehen. Im weiteren Verlauf der Handlung musste ich leider feststellen, dass Bernhard Hennen wohl nicht allzu sehr an seinen Figuren hängt, denn kaum hat man einen Liebling stirbt dieser...Das war manchmal ganz schön fies und man kann es sich ähnlich wie in GoT vorstellen.

Hauptfigur ist der junge Milan Tormeno, der zwar mit einem goldenen Löffel im Mund aufgewachsen ist, allerdings ständig unter den Ausbrüchen und der Strenge seines Vaters leiden muss. Milan fällt es schwer sein vorherbestimmtes Schicksal anzunehmen. Er lernt die Meisterdiebin Felicia kennen und damit eine ganz neue Weltansicht. Sein bislang sehr beschauliches Leben verändert sich schlagartig und in ihm reift der Wunsch nach Rebellion.
Für mich war es großartig seine Entwicklung verfolgen zu können. Anfangs war er sehr unsicher und beinahe ungelenk, aber mit jeder weiteren Szene scheint er an Erfahrung zu gewinnen und über sich hinaus zu wachsen. Ich freue mich schon sehr auf die weitere Zeit mit ihm in den nächsten Bänden.

Die Welt die Bernhard Hennen geschaffen hat erinnert stark an unser Mittelalter so um 1300 rum und trifft daher genau meinen Geschmack. Die Städte, Gassen, Märkte und Details werden dabei so ausführlich beschrieben, dass man das Gefühl hat selbst durch die Straßen zu schlendern oder über die Dächer der Stadt zu blicken.

Eine wichtige Rolle in der Geschichte spielen die verschiedenen Mären. Dabei geht es um Trolle, Riese, einen Krähenmann und viele andere teilweise sehr furchterregende Gestalten. Mit der Zeit stellt sich heraus, dass hinter diesen Erzählungen weit mehr steckt als nur Schauergeschichten für Kinder. Doch was es damit auf sich hat, findet ihr am besten selbst heraus!

Veröffentlicht am 13.03.2019

Volltreffer

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Die Chroniken von Azuhr: Der Verfluchte ist der Auftaktband einer neuen Reihe von Bernhard Hennen einem meiner absoluten Lieblingsautoren.

Was mir an dem Buch gefallen hat:

Es handelt sich um ein Rundrum-Wohlfühl-Paket. ...

Die Chroniken von Azuhr: Der Verfluchte ist der Auftaktband einer neuen Reihe von Bernhard Hennen einem meiner absoluten Lieblingsautoren.

Was mir an dem Buch gefallen hat:

Es handelt sich um ein Rundrum-Wohlfühl-Paket.

Angefangen bei dem ansprechendem Cover und dem azurblauen Buchschnitt; beides weckt die Kauflust des Lesers. Und von der ersten Seite an hat mich die Geschichte gefangen genommen. Milan, der jugendliche Held, besticht mit einem sympathischen Wesen und einer aufgeweckten Art, die ihn im Laufe des Buches zu einem richtigen „Helden“ heranwachsen lassen. Hennen schickt aber eine große Anzahl starker Charaktere in den Ring, die jenseits jeder schwarz-weiß Zeichnung durch verschiedene Stärken und Schwächen bestechen und allesamt für so manche Überraschung gut sind.

Die Fantasywelt ist an ein historisches Setting angelehnt welches aber ziemlich schnell durch eine Vielzahl magischer und märchenhafter Wesen bereichert wird. Bekannte und unbekannte Gestalten kreuzen den Weg und auch wenn man immer wieder als Leser denkt, ach so, ein Riese, eine Hexe…. so kommt es dann doch meistens etwas anders als man denkt. Hennen spielt mit den gängigen Mustern und gibt überall mehr als eine Prise Neues hinzu, wodurch es immer wieder zu unerwarteten Wendungen kommt.

Das ist überhaupt die größte Stärke dieses Buches. Das alles anders kommt, als gedacht, gehofft, befürchtet. Das Ende dieses ersten Bandes ist eine runde Sache – und dennoch gibt es so einige vielversprechende Zukunftsaussichten für den zweiten Band.


Was mir an dem Buch nicht gefallen hat:

Eine der Figuren überlebt diese Geschichte leider nicht. Darüber war ich etwas traurig. Aber für die Handlung ist es ein Katalysator und dramaturgisch durchaus nachvollziehbar, deshalb alles richtig gemacht, lieber Bernhard Hennen.


Fazit:

Volltreffer – unbedingt kaufen und lesen.

Veröffentlicht am 04.01.2019

Berechtigterweise der erfolgreichste Fantasy-Autor im dt.-sprachigen Raum!

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Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich lernte den Autor auf der Frankfurter Buchmesse bei der Vorstellung des zweiten Bandes der Chroniken von Azuhr kennen und wurde dadurch auf das Buch aufmerksam.

Cover:
Irgendwie ...

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich lernte den Autor auf der Frankfurter Buchmesse bei der Vorstellung des zweiten Bandes der Chroniken von Azuhr kennen und wurde dadurch auf das Buch aufmerksam.

Cover:
Irgendwie fiel mir das Cover nie auf, auch wenn ich Fan von Tieren bin. Ich fand die Krähe vermutlich daher, weil sie weiß ist nicht allzu auffällig. Bei genauerem Hinsehen finde ich das Cover aber gut. Schön finde ich vor allem, dass sich der runde Bereich mit der Krähe und der Titel haptisch vom übrigen Bereich unterscheidet. Besonders auffällig ist eigentlich der blaue Schnitt des Buches, was man aber leider im Internet auf den Buchübersichten nie sieht.

Inhalt:
In einer Zeit politischer Unruhen stellt sich der Beginn eines neuen Zeitalters heraus. Milan Tormeno ist mittendrin. Als Sohn des Erzpriesters ist er dazu bestimmt, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Dies ist aber nicht in seinem Sinne. Eine Diebin und eine Konkurbine sorgen dafür, dass Milan klar wird, was er tun will und muss.

Handlung und Thematik:
Die Handlung hat mich dadurch, dass sie klar und logisch aufgebaut ist, gleich gefesselt. Zu Beginn fühlte ich mich eher wie in einem Mittelalter-Szenario. Die Fantasy-Elemente waren dezent aber dennoch gut gewählt und vorerst ausreichend. Dadurch, dass vieles nur am Rande erwähnt wurde, bin ich natürlich gespannt auf Teil 2 und erwarte dort ein wahres Fantasy-Feuerwerk! Bernhard Hennen hat gut dargestellt, dass Sachen wirklich wahr werden, wenn nur genug Menschen daran glauben. Besonders der Handlungsstrang um Milan hat mich sehr gefesselt. Es kamen auch einige militärische Züge usw. vor, obwohl ich sowas eher weniger mag, fand ich es trotzdem gut, da das Buch damit nicht überladen wurde. Das Ende war irgendwie unerwartet, mysteriös und macht neugierig auf die Fortsetzung.

Charaktere:
Anfangs war mir die Familie Tormeno sehr sympathisch, da sie sich offensichtlich für das Wohl der Stadt interessieren. Leider ändert sich meine Einstellung schnell. Allein Milan konnte meine Sympathie erhalten. Seine rebellische und kämpferische Art macht ihn zu einem Unikat in seiner Familie. Er akzeptiert nicht einfach das, was ihn vorbestimmt zu sein scheint, sondern kämpft darum selbst seine Zukunft zu schreiben. Felicia ist mehr als sie zu sein scheint und das gefällt mir an ihr. Sie ist der Wolf im Schafspelz und eigentlich mein Favorit in diesem Buch gewesen.

Schreibstil:
Bernhard Hennen schafft es, dass sich Fantasy gar nicht wie Fantasy anfühlt, sondern ganz normal. Seine Beschreibung der Welt ist total toll. Ich bin gleich gut ins Buch reingekommen und fühlte mich anfangs wie in einem Mittelalter-Roman. Die Story nahm schnell Fahrt auf und besonders das hintere Drittel habe ich regelrecht gefressen. Es gibt mehrere Handlungsstränge die an verschiedenen Orten passieren. Eine Karte am Anfang des Buches hilft, dass man sich gut orientieren kann. Einzig und allein an einer Stelle weiter hinten (als Milan vom weißen Wald zum Krähenmann gezogen ist) ging es mir ein bisschen zu schnell. Es gibt vor allem am Schluss eine unerwartete, überraschende Wendung, die total Lust auf die Fortsetzung macht.

Persönliche Gesamtbewertung:
Großartiger Trilogie-Auftakt mit vielversprechenden Charakteren. Die Beschreibung der Welt und der Einsatz der Fantasy-Elemente ist perfekt. Ich freue mich mega auf die Fortsetzung (die schon in meinem Bücherregal auf mich wartet ). Klare Leseempfehlung für Fantasy-Fans!