Cover-Bild Die Störung
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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER Tor
  • Themenbereich: Belletristik - SciFi: Weltraumforschung
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Science Fiction
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 27.01.2021
  • ISBN: 9783596700479
Brandon Q. Morris

Die Störung

Roman
Ein Blick auf den Anfang des Universums: »Die Störung« ist der neue, harte Science-Fiction-Roman von Brandon Q. Morris.

Weiter als die vier Astronauten der Shepherd-1 ist noch nie jemand ins All vorgestoßen. Das Ziel ihrer Mission: die Entstehung des Kosmos zu beobachten. Ein Schwarm von Sonden soll so ausgerichtet werden, dass mithilfe der Sonne als Linse der Moment des Urknalls sichtbar wird.

Für die Astronomin Christine geht damit ein Traum in Erfüllung. Um so größer ist die Enttäuschung, als über den ersten Bildern ein Schleier liegt, der jede Erkenntnis verhindert. Wie besessen arbeitet sie an einer Lösung, doch als es ihr tatsächlich gelingt, den Schleier zu lüften, sieht sie etwas, das besser verborgen geblieben wäre …

Ein realistischer Space-Thriller für Leser von Andreas Brandhorst, Andreas Eschbach, Andy Weir, Cixin Liu und Phillip P. Peterson.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2021

Ein Buch, dass etwas anders war als erwartet

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„Die Störung“ von Brandon Q. Morris handelt von einer Weltraummission, die einen Blick auf den Urknall werfen möchte. Erschienen ist der Roman bei Fischer Tor im Februar 2020.

2094: 20 Jahre sind die ...

„Die Störung“ von Brandon Q. Morris handelt von einer Weltraummission, die einen Blick auf den Urknall werfen möchte. Erschienen ist der Roman bei Fischer Tor im Februar 2020.

2094: 20 Jahre sind die vier Astronaut*innen zu ihrem Ziel geflogen. Kein Mensch hat sich bisher weiter von der Erde entfernt. Sie wollen mithilfe exakt ausgerichteter Sonden einen Blick auf die Entstehung des Universums erhaschen, doch bei einem ersten Test ist ein Schleier auf dem Bild zu sehen. Für die Astronomin Christine ist dies eine herbe Enttäuschung. Sie macht sich an die Arbeit eine Lösung zu finden. Doch was sie dann findet, erschüttert sie zutiefst.

Meine Reise in der Welt der Science-Fiction geht weiter und ich habe mich erneut an Hard Science-Fiction gewagt. Für mich persönlich klingt ein Blick auf den Urknall einfach spannend und was könnte man dabei möglicherweise entdecken? Theorien hierzu gibt es bestimmt genug.
Ich habe mich mit diesem Buch zu Anfang etwas schwer getan und ich gebe zu, zuerst dachte ich, ich bin einfach zu dumm für dieses Buch. Gerade am Anfang wird recht viel mit Fachbegriffen und Theorien um sich geworfen und ich musste mich daran gewöhnen, bestimmte Dinge einfach hinzunehmen, dennoch war zumindest für mich alles noch faszinierend genug, dass ich dem Ganzen auf den Grund gehen wollte und ich wurde mit Fortschreiten des Buches mit befriedigenden Erkenntnissen belohnt.
Den Schreibstil empfand ich als sehr nüchtern. Die Dinge werden so beschrieben wie sie sind, man ist bei Beobachtungen dabei und schließt seine Schlüsse daraus und dennoch hat das Ganze irgendwie Spannung erzeugt. Ich bin durch einige Emotionen mit diesem Buch gegangen: Verwirrung, Angst (Grusel), Erleichterung, Faszination. Dieses Buch war auf jeden Fall eine interessante Leseerfahrung für mich, gerade auch im Hinblick darauf, dass so etwas Ähnliches in Zukunft möglich sein wird. Wer entscheidet sich dafür sein Leben aufzugeben und mit lediglich drei anderen Personen für die nächsten 20 Jahre durchs Weltall zu fliegen? Das ist ja nicht wie Star Trek, wo viele Menschen auf einem Schiff leben und sich Beziehungen entwickeln können.
Wir bekommen in diesem Buch auf jeden Fall einen Einblick wie so eine Raumfahrtmission aussehen könnte. Wir sind dabei, wie mit der Erde über eine weite Strecke kommuniziert wird, sind bei der Entscheidungsfindung dabei, wenn sich Probleme ergeben, erleben wie Reparaturen im Weltall erledigt werden, die Wichtigkeit der Zusammensetzung der Raumschiffcrew und noch vieles mehr.
Es ist recht schwierig etwas zu dem Buch zu schreiben, ohne zu viel zu verraten. Die Geschichte ist deutlich anders verlaufen als ich es erwartet habe. Das hatte für mich positive als auch negative Aspekte. Es gibt auch einen Teil der Geschichte, der rein auf der Erde spielt, der aber im Verlauf wichtige Erkenntnisse zu dieser Raumfahrtmission beiträgt.
Ich war bei den Personen und den Ereignissen dabei, aber eine wirkliche tiefe Verbindung zu jemanden hatte ich nicht. Ich war ein Beobachter von außen, der zwischendrin versucht hat sich vorzustellen, wie man selber mit den Dingen, die im Buch passieren umgehen würde. Meine Lieblingsserie Fringe hat an mancher Stelle dazu beigetragen, dass ich dem ein oder anderen Phänomen besser folgen konnte.
Die Crew an Bord hatte eine spannende charakterliche Zusammensetzung. Jeder hatte seinen eigenen Antrieb bei dieser Mission dabei zu sein, die eine Person ist optimistischer ran gegangen als jemand anderes, jeder hat spezielles Wissen mitgebracht. Am meisten beeindruckt hat mich dennoch Rachel als CapCom dieser Mission auf der Erde. Sie hat immer das Wohl der Crew im Sinn, obwohl diese 4,3 Lichtjahre von ihr entfernt ist.
Das Buch hat einen ausführlichen Anhang, der einige Phänomene erklärt, die auch im Buch eine Rolle spielen. Mit über 30 Seiten ist dieser wirklich sehr lang und die Erklärungen sind ganz gut, aber ich bin dennoch an der ein oder anderen Stelle ausgestiegen. Mit Quantenphysik ist doch einiges möglich, was irgendwie nicht so recht logisch erscheinen möchte, der Autor beweist hier aber einen exquisiten Humor und man begegnet hier einigen Begriffen, die man auf jeden Fall schon mal gehört hat.

Fazit: Ein Roman, der anders war als erwartet und der für mein Empfinden, der Inbegriff eines Science-Fiction-Romanes ist. Einen Science-Fiction Neuling würde ich diesen Roman nicht empfehlen, da das glaube ich eher abschreckend wirken würde. Man sollte den Klappentext spannend finden und sich grundsätzlich für wissenschaftliche Themen und den Weltraum interessieren.

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Veröffentlicht am 02.02.2021

Hard Science Fiction – laienkompatibel, rätselhaft, informativ, faszinierend

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Beim Griff zu diesem Roman sollte man wissen, dass Brandon Q. Morris einen nüchternen Erzählstil verkörpert, welcher ein gewisses Interesse an naturwissenschaftlichen, insbesondere astrophysikalischen ...

Beim Griff zu diesem Roman sollte man wissen, dass Brandon Q. Morris einen nüchternen Erzählstil verkörpert, welcher ein gewisses Interesse an naturwissenschaftlichen, insbesondere astrophysikalischen Phänomenen und Astronautik voraussetzt. Ich habe schon viel von ihm gelesen und war mir dessen bewusst. Auch wenn ich Gefühle in Romanen grundsätzlich wichtig finde, lasse ich mich immer wieder gern in Morris‘ realistische „Was wäre, wenn …?-Szenarien“ inklusive hohem Informationsgehalt entführen.

Am Anfang braucht es Geduld. Dies ist eben keine vor Action sprühende Space Opera. Bei stets akkurater, anständiger Sprache und Political Correctness wird die Mission am Rande des Universums beschrieben. Man lernt die Hauptfiguren - abwechselnd die vierköpfige Astronautencrew und ihr CapCom Rachel in Houston - ein bisschen kennen und baut eine Beziehung zu ihnen auf. Keine innige, aber doch so, dass ich sie unterscheiden kann und Individuen vor dem inneren Auge sehe, deren Schicksal mich interessiert.

Ich bin nicht vom Fach (Diplom-Verwaltungswirtin) und fand sehr angenehm: a) überschaubare Anzahl relevanter Figuren, b) Namensgebung für die Figuren und deren Habitate, c) Sinnabschnitte, die in kurzen Abständen sinnvolle Lesepausen ermöglichen. Das ist sehr anwenderfreundlich und hat geholfen, mir viel von den Geschehnissen und den physikalischen und technischen Erläuterungen einzuprägen.

Ab Seite 80 zieht die Spannung merklich an. Ab der Mitte freute ich mich dann über mehrere krasse und
letztendlich erklärbare Wendungen. Die Spannung wird auf eine neue Ebene gehoben, wo sie angenehm zum Rätseln und Mitfiebern animiert und sich bis zum gelungenen und abgeschlossenen Ende konstant hält. Trotz der anspruchsvollen Materie empfand ich das Lesen gar nicht mehr als anstrengend.
Als Fan habe ich mich über beiläufige Querverweise zu The Hole, Enceladus, Proxima usw. gefreut.
Herzlichen Dank auch für das erklärende Nachwort und die umfangreichen Erläuterungen zur Quantentheorie im Anhang. Ich war nie ein Freund von Physik, aber so lasse ich mir das gefallen.

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