Cover-Bild Der Alte muss weg

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 08.07.2019
  • ISBN: 9783453423152
Carla Berling

Der Alte muss weg

Roman
Steffi, Mitte fünfzig und Reihenhausbewohnerin, ist unzufrieden. Mit ihrem Job. Mit ihrem Aussehen. Mit ihrem Mann Tom und seinem Faible für Kreuzworträtsel. Und mit ihrem Sexualleben. Das Highlight der Woche: Jeden Montag trifft Steffi sich mit ihrer Schwester und ihren Freundinnen im Brauhaus. Außer einer Single-Frau sind alle unglücklich und würden ihre Männer lieber heute als morgen loswerden – Haus, Auto, Sparbuch und Designerküche können aber gerne bleiben! An einem langen Kölsch-Abend entsteht ein perfider Plan, wie eine unauffällige Entledigung der Gatten gelingen könnte. Doch die Umsetzung ist komplizierter als gedacht…

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.07.2019

Humorvolle Konfliktbewältigung

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Ach, war das herrlich. Und erschreckender Weise habe ich mich doch tatsächlich in dem Buch wieder gefunden. Das muss ich ja gleich zu Beginn meiner Rezension gestehen. Erschreckend, weil ich ja meinen ...

Ach, war das herrlich. Und erschreckender Weise habe ich mich doch tatsächlich in dem Buch wieder gefunden. Das muss ich ja gleich zu Beginn meiner Rezension gestehen. Erschreckend, weil ich ja meinen Mann doch liebe und ich mir niemand Besseren an meiner Seite vorstellen kann. Aber hin und wieder denkt man doch manchmal daran. An dieses „Wenn, dann“. Was wäre wenn ich mal was Anderes wagen würde, dann… Aber das sind immer nur Hirngespinste. Doch die Autorin Carla Berling lässt diese Gedankengänge in ihrem Roman „Der Alte muss weg“ doch ein Stück weit real werden. Und wie schon erwähnt, hier und da muss man sich dann an seine eigene Nase fassen. Der Roman „Der Alte muss weg“ sprüht vor Witz, ist gespickt mit unglücklichen Umständen, etwas Dramatik und – ja, ich nehme es vorweg – einem wunderbaren Happy End, was einem als Leser dann doch alle Zweifel nimmt. Wenn mein Mann ab und zu mal ein Buch lesen würde, würde ich ihm am liebsten den Roman mal unterschieben, damit er manches versteht, wie wir Frauen denken. Auf jeden Fall hat es Carla Berling auf humorvolle Art und Weise geschafft, dass Konfliktpotential zwischen Mann und Frau in einer langen und gewohnheitsmäßigen Ehe aufzuzeigen. Und ich denke, die Autorin appelliert auch ein bisschen an unsere Vernunft. Schließlich ist nicht immer nur der andere an der Langeweile in einer Beziehung schuld.

Veröffentlicht am 16.07.2019

Gruselig spießig

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Hier geht es wirklich spießig zu und das in der angeblich so lockeren Domstadt Köln - meiner Heimat also! Ich war ganz schon erstaunt über die Damen in meinem Alter, bei denen das Wort "eingefahren" in ...

Hier geht es wirklich spießig zu und das in der angeblich so lockeren Domstadt Köln - meiner Heimat also! Ich war ganz schon erstaunt über die Damen in meinem Alter, bei denen das Wort "eingefahren" in bezug auf die Lebenssituation eigentlich zu mild ausgedrückt wäre. Steffi Herren trifft ihre Freundinnen jeden Montag im Brauhaus, sie trinken immer dasselbe, jede hat einen eigenen Trinkspruch und die Witze - spießiger geht`s nicht. Einzig Steffis große Schwester Marion und eine andere Saufkumpanin - die Einzige, die ledig ist - schlagen gelegentlich mal über die Stränge - sehr zur Verwunderung der anderen.

Wenn diese - und vor allem Steffi - sich wünschen, dass alles anders wäre. Einfach aufregender. Denn bei ihnen ist es so absehbar, dass sie sogar am Wochenende vorher weiß, wann sie und ihr Mann Tom aufstehen - und Sex haben.

Also soll was getan werden - Tom soll um die Ecke gebracht werden. Doch dieser verhält sich neuerdings auch ganz anders und völlig unvorhersehbar.

Um es klar zu sagen - ich liebe die Autorin Carla Berling, zumindest ihre Krimiserie um Ira Wittekind. Und die ist auch alles andere als spießig. Aber wenn das Ausreißen aus dem Spießertum bei Männern mit Bart und Tattoo und bei Frauen mit zweifarbigen Haaren und teuren Klamotten und Schuhen getan ist - beides der absolute Inbegriff des Spießertums für mich - dann passt es nicht so ganz. Oder die hier angesprochene Welt ist so weit von mir weg (obwohl es geographisch gesehen weniger als zehn Kilometer sind), dass ich sie einfach nicht begreife.

Das wird es sein! Ich lege also Steffi Herren und ihr Umfeld ad acta und freue mich auf den nächsten Band mit Ira Wittekind!

Veröffentlicht am 14.07.2019

Wie werde ich meinen Mann los?

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Steffi führt ein geregeltes Leben mit Mann, Reihenhaus, Job und erwachsenem Sohn. Ausbrüche oder besondere Ereignisse gibt es eigentlich keine. Das einzige Highlight der Woche stellt der montägliche Mädelsabend ...

Steffi führt ein geregeltes Leben mit Mann, Reihenhaus, Job und erwachsenem Sohn. Ausbrüche oder besondere Ereignisse gibt es eigentlich keine. Das einzige Highlight der Woche stellt der montägliche Mädelsabend dar, an dem sich Steffi mit ihren Freundinnen und ihrer Schwester im Brauhaus trifft. Obwohl Steffi eigentlich alles hat, was sie braucht, ist sie unzufrieden und unglücklich. Ihr Leben ist langweilig und festgefahren. Und damit ist sie nicht alleine. Auch ihren Freundinnen geht es ähnlich. Was wäre, wenn sie nochmal neu anfangen würden? Träume verwirklichen könnten? Schwung in ihr Leben bringen würden? Dazu müssten aber die Männer weg. Nur wie?

Wie beseitigt man unauffällig den eigenen Gatten? Gemeinsam hecken sie Pläne aus und stellen dabei fest, ganz so einfach ist es dann wohl doch nicht…

Das Buch ist ein tolles Gute-Laune-Buch, das bei mir passend zu einer Leseflaute ankam. Schnell hatte ich mich festgelesen. Der Wortwitz der Autorin traf genau meinen Geschmack und so schmökerte ich abends auf der Couch noch lange, ehe mich die Uhrzeit und mein schlechtes Gewissen ins Bett zwangen.

Steffi ist eine sympathische Mitfünfzigerin, die in ihrem Leben festgefahren ist. Sie möchte gerne daran etwas ändern, weiß aber noch nicht so recht wie und heckt daher mit ihren Freundinnen und ihrer Schwester einiges aus. Vieles davon geht natürlich schief und bildet damit die Grundlage für viel Situationskomik und einem dauergrinsen bei mir.

Im Laufe der Geschichte macht Steffi eine Entwicklung durch, die der Leser verfolgen darf. Nicht nur ihr Äußeres, auch ihre Überlegungen und Gedanken verändern sich.

Leicht überzogen, herrlich absurd mit einem Touch warum-denn-nicht?, katapultiert sich dieses Buch einem meiner Sommerhighlights.

Der Schreibstil ist locker, flüssig, ironisch und dabei spannend. Langweile kommt definitiv nicht auf, dafür passiert einfach viel zu viel.

Fazit:

Ein witziges, unterhaltsames und spannendes Gute-Laune-Buch, das mir nicht nur sehr gut gefallen hat, sondern sogar zu einem Sommerbuchhighlight wurde.

Veröffentlicht am 14.07.2019

Empfehlenswert, amüsant und tiefsinnig

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Das spitz gezeichnete Cover hat mich sofort auf den Roman aufmerksam gemacht und der Klappentext beschreibt die Gedanken, die einem selbst auch so manchmal im Kopf herumspuken…
-Der Alte muss weg - ist ...

Das spitz gezeichnete Cover hat mich sofort auf den Roman aufmerksam gemacht und der Klappentext beschreibt die Gedanken, die einem selbst auch so manchmal im Kopf herumspuken…
-Der Alte muss weg - ist der erste Roman von Carla Berling, den ich gelesen habe und ich kann sagen, er hat es in sich und verstand es, mich von Beginn an zu fesseln. Locker und leicht geschrieben, mit einer guten Portion Humor und sehr gut gelungenen Situationskomik. Die Charaktere sind überspitzt gezeichnet, dennoch entdeckt der Leser unter Umständen Parallelen zu sich selbst, oder auch Freunden und Bekannten.
Die Handlung entbehrt nicht einer gewissen Ironie und was zu Beginn ein lockerer eher sarkastischer Roman ist, entpuppt sich beim weiteren Lesen immer mehr als ein tiefsinniges komödiantisches Drama, bei dem alle Federn lassen müssen und eine der Frauen den anderen auch gerne mal einen Spiegel vorhält…
Nichts läuft wie geplant und die so sicher scheinenden perfiden Pläne gehen, Ironie des Schicksals, so nicht auf… und doch sind Opfer zu beklagen, aber auch ein happy-end der etwas anderen Art und Weise.
Mir hat der Roman sehr vergnügliche Lesestunden beschert, schwarzer Humor und ein wenig Krimi Feeling inklusive und vielleicht auch ein wenig Wiedererkennen in den einzelnen Figuren.
Von mir eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 11.07.2019

"Lobet die Herren"

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Bislang kannte ich nur die Krimis der Autorin, aber dieser Roman macht deutlich, dass CARLA BERLING weitaus mehr kann. Nämlich gute Unterhaltung, nein, sehr gute Unterhaltung. Der lockerleichte Schreibstil, ...


Bislang kannte ich nur die Krimis der Autorin, aber dieser Roman macht deutlich, dass CARLA BERLING weitaus mehr kann. Nämlich gute Unterhaltung, nein, sehr gute Unterhaltung. Der lockerleichte Schreibstil, die bildhaften Beschreibungen machen es dem Leser einfach, sich in die Protagonistinnen zu versetzen. Manches erscheint nachvollziehbar, anderes einfach wunderbar überspitzt dargestellt.

Wer auf Sarkasmus steht, wird diesen Roman lieben und sich vielleicht sogar ein kleines bisschen wiedererkennen. Steckt nicht in jeder von uns eine kleine Steffi?