Cover-Bild Der Alte muss weg
(14)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Humor
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 08.07.2019
  • ISBN: 9783453423152
Carla Berling

Der Alte muss weg

Roman
Steffi, Mitte fünfzig und Reihenhausbewohnerin, ist unzufrieden. Mit ihrem Job. Mit ihrem Aussehen. Mit ihrem Mann Tom und seinem Faible für Kreuzworträtsel. Und mit ihrem Sexualleben. Das Highlight der Woche: Jeden Montag trifft Steffi sich mit ihrer Schwester und ihren Freundinnen im Brauhaus. Außer einer Single-Frau sind alle unglücklich und würden ihre Männer lieber heute als morgen loswerden – Haus, Auto, Sparbuch und Designerküche können aber gerne bleiben! An einem langen Kölsch-Abend entsteht ein perfider Plan, wie eine unauffällige Entledigung der Gatten gelingen könnte. Doch die Umsetzung ist komplizierter als gedacht…

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.07.2019

"Lobet die Herren"

0


Bislang kannte ich nur die Krimis der Autorin, aber dieser Roman macht deutlich, dass CARLA BERLING weitaus mehr kann. Nämlich gute Unterhaltung, nein, sehr gute Unterhaltung. Der lockerleichte Schreibstil, ...


Bislang kannte ich nur die Krimis der Autorin, aber dieser Roman macht deutlich, dass CARLA BERLING weitaus mehr kann. Nämlich gute Unterhaltung, nein, sehr gute Unterhaltung. Der lockerleichte Schreibstil, die bildhaften Beschreibungen machen es dem Leser einfach, sich in die Protagonistinnen zu versetzen. Manches erscheint nachvollziehbar, anderes einfach wunderbar überspitzt dargestellt.

Wer auf Sarkasmus steht, wird diesen Roman lieben und sich vielleicht sogar ein kleines bisschen wiedererkennen. Steckt nicht in jeder von uns eine kleine Steffi?

Veröffentlicht am 10.07.2019

Der Alte muss weg

0

Der Alte muss weg, von Carla Berling

Cover:
Witzig, aber ich finde das passt nicht zur Geschichte.

Inhalt:
Steffi, Mitte fünfzig ist unzufrieden mit sich und ihrem Leben.
Was wäre WEN, DANN………. Ist ...

Der Alte muss weg, von Carla Berling

Cover:
Witzig, aber ich finde das passt nicht zur Geschichte.

Inhalt:
Steffi, Mitte fünfzig ist unzufrieden mit sich und ihrem Leben.
Was wäre WEN, DANN………. Ist ihr Mantra.

Das Highlight der Woche ist ihr Treffen mit ihren Freundinnen (die unterschiedlicher nicht sein könnten) und ihrer Schwester.
Dabei wird gelästert was das Zeug hält.
Und plötzlich ist da die Überlegung: Der Alte muss weg………….

Meine Meinung:
Eine Geschichte, die einfach nur herrlich schräg ist.
Alltägliche Dinge (nach 30 Jahren Ehe) werden so oft genau auf den Punkt gebracht.
In vielem konnte ich mit der Protagonistin mitfühlen, habe einiges selber so oder ähnlich schon erlebt und dieselben Gedanken gehabt.
Hier im Buch können die Damen dann so einiges ausleben, was in der Realität eben nicht möglich ist oder ich mir nicht vorstellen kann.
Bei manchem bleibt mir dann einfach h die Luft weg.
Alles ist herrlich schräg, witzig, skurril und eben recht überzeichnet, aber dadurch eben irre komisch.

Der kölsche Dialekt macht das ganze so richtig authentisch und bringt mich noch mehr zum Lachen.

Was wäre WEN, DANN: wird bitterer Ernst und es kommt zu mehreren „Mordversuchen‘‘.
Was daraus wird………..sollte jeder selber lesen.

Zitat:
Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst was dafür zu tun, ist, als stünde man am Bahnhof und würde auf ein Schiff warten. ☺

Autorin:
Carla Berling, unverbesserliche Ostwestfälin mit rheinländischem Temperament, lebt in Köln, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Bevor sie Bücher schrieb, arbeitete Carla Berling jahrelang als Lokalreporterin und Pressefotografin. Sie tourt außerdem regelmäßig mit ihrer Comedyreihe Jesses Maria durch große und kleine Städte.

Mein Fazit:
Da geht echt die Post ab.
Von mir eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

Veröffentlicht am 07.07.2019

Wenn ich nicht (mehr) verheiratet wäre, dann ...

0

Wer stellt sich nicht manchmal das Leben ohne seinen Partner vor, aber deswegen auf Haus, Auto, Sparbuch und Einbauküche verzichten? „Nie im Leben!“ denken Steffi und ihre Freundinnen beim montäglichen ...

Wer stellt sich nicht manchmal das Leben ohne seinen Partner vor, aber deswegen auf Haus, Auto, Sparbuch und Einbauküche verzichten? „Nie im Leben!“ denken Steffi und ihre Freundinnen beim montäglichen Klönen. Schließlich sind sie seit über 30 Jahren verheiratet und würden bei einer Scheidung nur verlieren: „Man kriegt doch nie im Leben wieder raus, was man mal investiert hat.“ (S. 17). Also gibt’s nur eine Lösung: „Der Alte muss weg“! Und hat nicht erst neulich ein Spezialist im Fernsehen erzählt, dass die meisten Morde gar nicht als solche erkannt werden? Da müsste sich doch was Todsicheres finden lassen ...

Carla Berling hat mich sehr überrascht. Was als lockerer, sehr sarkastischer Frauenroman beginnt, wird schon bald zur bitterbösen, selbstreflektierenden, tiefsinnigen und sehr spannenden Dramödie. Denn natürlich gehen die bierseligen Pläne schief und trotzdem sind am Ende Opfer zu beklagen „Wäre Elfi an diesem verhängnisvollen Montag nicht so betrunken gewesen, wäre vieles anders gelaufen. Vielleicht würden zwei Menschen heute noch leben.“ (S. 22).

Doch nicht nur die Frauen, auch Steffis Mann Tom scheint einen Plan zu haben. Der verhält sich plötzlich komisch, hat Geheimnisse vor ihr und optimiert sein Äußeres. Hat er etwa eine Geliebte? Will er sie abservieren, bevor sie ihn loswerden kann? So war das aber nicht geplant! Und auch bei Elfi und Babette läuft es völlig anders als erwartet.
Vor allem die Szenen mit Babettes Mann haben mich etwas schockiert und ich habe mich gefragt, ob die Autorin sie vielleicht selbst in der Bekanntschaft erlebt, gehört oder gelesen hat, denn sowas kann man sich fast nicht ausdenken. Ein sadistischer Fiesling par Excellence. Aber ist Babette wirklich so unschuldig, hilflos und naiv, wie ihr Blick aus den großen brauen Augen vermuten lässt?

Neben der Situationskomik und den spannenden Momenten lebt das Buch vor allem von den überspitzten Charakteren. Steffi bezeichnet sich selbst und ihre Garderobe als langweilig „leberwurstfarben“, Babette blüht auf, sobald sie das Haus verlässt und Elfi hat sich über die Jahre eine dicke Schutzschicht angefressen, weil ihr Mann sie immer nur als „zweite Wahl“ bezeichnet hat. Nur die unverheiratete Zita genießt das Leben in vollen Zügen und hält ihnen einen Spiegel vor: „Ein Leben, dass ihr nicht wollt, einen Typen, den ihr nicht liebt und Dinge, die man ersetzen kann.“ (S. 42)

Mein Tipp für alle Fans von Tatjana Kruse!

Veröffentlicht am 27.08.2020

Der Alte muss weg von Carla Berling

0

Ist das noch Liebe? Oder kann das weg?
Die Freundinnen Elfie, Babette, Steffie, Marion und Zieta treffen sich jeden Montag im „Brauhaus“. Jede von Ihnen ist grundverschieden, aber sie harmonieren super ...

Ist das noch Liebe? Oder kann das weg?
Die Freundinnen Elfie, Babette, Steffie, Marion und Zieta treffen sich jeden Montag im „Brauhaus“. Jede von Ihnen ist grundverschieden, aber sie harmonieren super miteinander. Sie tauschen sich über das Für und Wieder ihrer Beziehungen aus und trinken dabei oft heftig. So geschieht es das Steffie von einer Fernsehreportage erzählt, in der ein Professor der Kriminologie erwähnte dass viele Morde im persönlichen Umfeld, gar nicht als solche entdeckt werden. Das gibt der einen oder anderen Freundin zu denken.
So beginnt der Roman von Carla Berling mit der Frage, „Sollte man sich des Ehemanns entledigen? Und würde das auffallen?“.
Am Anfang fand ich in diese Story etwas schleppend rein. Es wurde viel sinniert, ob und wie sich die Frauen ihrer Männer entledigen könnten. Als es dann aber richtig losging, konnte ich mich kaum noch trennen. Wie Carla Berling das Leben und die Ehequirälen der Charaktere beschreibt, ist im Großen und Ganzen realitätsbezogen dargestellt. Das Alles wird mit sehr viel Witz und auch etwas Ironie beschrieben.
Fazit: Ein toller Roman, mit Krimi potenzial und Witz, fast aus dem Leben gegriffen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.04.2020

Welche Veränderung macht das Leben lebenswerter?

0

Eine Gruppe von Kölnern Frauen in den Fünzigern beschließt, dass ihr Leben zu langweilig ist und es an ihren Männern liegt. Sie beschließen beim Kölsch trinken, dass sie ihre Männer umbringen wollen, um ...

Eine Gruppe von Kölnern Frauen in den Fünzigern beschließt, dass ihr Leben zu langweilig ist und es an ihren Männern liegt. Sie beschließen beim Kölsch trinken, dass sie ihre Männer umbringen wollen, um deren Geld zu erben und ein beschwerdefreies Leben leben zu können.
Die Frage des Buches ist es, ob es das Leben lebenswerter macht, wenn man seinen eigenen Ehemann umbringt oder ob es sinnvoller ist, das Leben mit dem Mann zu verändern ohne zur Möderin zu werden.
Das Buch gibt einen Eindruck in das Leben der Kölner High Society. Einige Passagen sind sogar mit dem kölschen Dialekt geschrieben.
Der Schluss des Buches gefällt mir leider nicht so gut, da nicht alles aufgeklärt wurde und das Ende so unvervollständigt wirkt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere