Cover-Bild Silent Victim

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau TB
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 14.06.2019
  • ISBN: 9783746635521
Caroline Mitchell

Silent Victim

Thriller
Wolfgang Thon (Übersetzer)

Manches ist schlimmer als Mord.

Emma ist eine liebende Ehefrau – und eine Mörderin. Vor Jahren hat sie ihren Lehrer, der sie als Teenager verführte, erschlagen und auf dem Grundstück ihres Elternhauses vergraben – so glaubt sie zumindest. Als ihr Ehemann Alex eine neue Stelle annimmt, muss Emma ihr Elternhaus verkaufen. Zuvor will sie die Leiche verschwinden lassen. Doch das vermeintliche Grab ist leer. In ihrer Not offenbart sie sich ihrem Ehemann und löst damit etwas aus, das ihre Familie zu zerstören droht.

Psychologische Spannung vom Feinsten – der Bestseller aus Großbritannien.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 17 Regalen.
  • 8 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.10.2019

Viel Drama und überzeichnete Charaktere

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Caroline Mitchell hat eine durchaus spannende Geschichte geschrieben - mit vielen Wendungen, die manchmal tatsächlich überraschten und manchmal an den Haaren herbeigezogen waren. Wer lügt, wer sagt die ...

Caroline Mitchell hat eine durchaus spannende Geschichte geschrieben - mit vielen Wendungen, die manchmal tatsächlich überraschten und manchmal an den Haaren herbeigezogen waren. Wer lügt, wer sagt die Wahrheit? Und wer glaubt wem? Hier gab es ein paar Überraschungen, die für einen recht guten Spannungsaufbau gesorgt haben. Aber der richtige Thrill, den ein Thriller durchweg haben sollte, hat mir gefehlt.

Die Geschichte wird erzählt aus den Perspektiven von Emma, ihrem Mann Alex und ihrem ehemaligen Lehrer Luke, teilweise in Rückblicken. Emmas Geschichte empfinde ich als größtenteils gut getroffen. Die Autorin zeigt anschaulich, wie Emma nach dem Missbrauch durch ihren Lehrer leidet, wie die Erfahrung ihr Leben Jahre später noch beeinflusst und wie sie auch an sich selbst zweifelt. Komplett konnte mich der Thriller aber leider nicht überzeugen. Die Charaktere und ihre Handlungen sind teilweise überzeichnet, besonders Luke ist ein ziemlich extremer Charakter, aber auch Emma trifft merkwürdige Entscheidungen und irgendwie führt alles immer zu einer Unmenge überflüssigem Drama. Emmas Mann Alex habe ich wiederholt als zu kontrollierend seiner Frau gegenüber empfunden - selbst bevor Emma durch ihr Verhalten beispielsweise ihren gemeinsamen Sohn in Gefahr bringt, kann er ein egoistisches Arschloch sein. Direkt am Anfang sucht er etwa Verkäufer für ihr gemeinsames Haus, in dem Emma aufgewachsen ist, ohne seine Frau auch nur darüber zu informieren, und zwingt ihr damit den Umzug nach Leeds auf. Dabei rechtfertigt er sein Handeln immer damit, dass er ihr ja auch was Gutes tut. Damit nimmt er ihr aber die Möglichkeit eines selbstbestimmten Lebens. Und ein Mann, den es ernsthaft schockiert, dass seine Frau vor ihm möglicherweise mit einem anderen geschlafen hat, lebt im falschen Jahrhundert.

Auch sprachlich haben sich viele Klischees eingeschlichen. Da riecht jemand "wie ein frischer Pfirsich an einem warmen Somemrtag", jemand fühlt sich von einer Person "angezogen wie eine Motte von der Flamme" oder es wird jemand getröstet mit den abgegriffenen Worten "Alles wird gut. Wir werden das hinkriegen, das verspreche ich." Das liest sich teilweise holprig. Generell hätte es der Geschichte gut getan, wenn sie gekürzt worden wäre. Das Thema ist wirklich wichtig, hätte für meinen Geschmack aber besser umgesetzt werden können.

Veröffentlicht am 09.09.2019

super Anfang, schales Ende

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Meine Meinung zum Buch:
Emma ist heute eine liebevolle Mutter und Ehefrau, ist selbstständig mit einem gut florierenden Brautmodengeschäft – sieht nach außen alles ganz harmonisch und schön aus, aber in ...

Meine Meinung zum Buch:
Emma ist heute eine liebevolle Mutter und Ehefrau, ist selbstständig mit einem gut florierenden Brautmodengeschäft – sieht nach außen alles ganz harmonisch und schön aus, aber in der Vergangenheit war nicht immer alles so perfekt. Während ihrer Schulzeit hatte Emma eine Beziehung zu einem Lehrer, die dann ausgeartet ist. Emma glaubt, dass sie ihren Lehrer im Affekt erschlagen und auf ihrem Grund vergraben hat, aber als sie nun erneut nach der Leiche sucht, kann sie diese nicht mehr finden. Emmas Leben ist erneut aus den Fugen geraten und ihre Essstörungen sind auch deutlich damit in Verbindung zu bringen. Soweit hat mir das Buch sehr gut gefallen, aber das letzte Drittel wird zunehmend unrealistischer und verworrener, sodass es für mich einen schalen Nachgeschmack hinterlassen hat. Hier wäre weniger mehr gewesen.

Mein Fazit:
Hier wäre, wie in vielen Büchern, weniger mehr gewesen – zu Beginn sehr spannend aufgebaut, aber der Schluss überzogen und unrealistisch. Schade!

Veröffentlicht am 03.09.2019

Der Titel ist Programm

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Emma, perfekte Ehefrau, glückliche Mutter und Inhaberin eines Brautmodengeschäfts: das perfekte Beispiel für „der Schein trügt“. Sie leidet an Bulimie und ist eine Mörderin – allerdings ohne Leiche. Denn ...

Emma, perfekte Ehefrau, glückliche Mutter und Inhaberin eines Brautmodengeschäfts: das perfekte Beispiel für „der Schein trügt“. Sie leidet an Bulimie und ist eine Mörderin – allerdings ohne Leiche. Denn als ein Umzug bevorsteht, will sie die verschwinden lassen, und muss feststellen, dass das Grab leer ist. Sie beginnt, an sich selbst zu zweifeln, und ihr Ehemann Alex ebenso. Es beginnt ein pefektes Verwirrspiel um Verführung, Unschuld und Mord.

Dabei erzählt Emma aus zwei zeitlich versetzten Perspektiven, und auch ihr ehemaliger Lehrer – die fehlende Leiche – beschreibt die Ereignisse aus seiner Sicht. Da zeigt sich schon, dass die Wahrnehmung oft verzerrt ist. Wem kann man glauben? Emma, die davon überzeugt ist, dass der Lehrer sie manipuliert hat? Luke, der felsenfest behauptet, dass Emma übertreibt? Und als Leser stellt man sich irgendwann die Frage: war das Grab jemals gefüllt? Oder hat Emma sich eingeredet, den Lehrer umgebracht zu haben?

Ein Psychothriller, der mich mitgerissen und in Atem gehalten hat. Ein ums andere Mal kommt eine überraschende Wendung. Auch die angeschnittenen Themen, wie sexueller Missbrauch und Manipulation, lassen mich mit Emma mitfühlen. Zumindest meistens. Dennoch steigt die Spannung stetig an und gipfelt in einem spannenden Finale. Der Titel könnte nicht besser passen und insgesamt kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen!

Veröffentlicht am 20.08.2019

Spannendes Thema mit Schwächen in der Umsetzung

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Die Spannung, die der Klappentext verspricht, hat mir leider oft gefehlt. Die Kapitel werden unter anderem aus den Perspektiven von Alex, Emma und ihrem Lehrer erzählt. Im Laufe des Buches bekommt man ...

Die Spannung, die der Klappentext verspricht, hat mir leider oft gefehlt. Die Kapitel werden unter anderem aus den Perspektiven von Alex, Emma und ihrem Lehrer erzählt. Im Laufe des Buches bekommt man Einblicke in deren Vergangenheit und in ihre Gegenwart und es wird immer schwieriger zu erkennen, wer Täter und wer Opfer ist. Man lernt Emma als verzweifelte Ehefrau und Mutter kennen, die versucht mit ihrer Tat umzugehen und man erlebt sie als junge Schülerin, die vom verliebten Teenager zur vermeintlichen Mörderin wird. Ihre Tat, ihre Krankheit, ihre Familienprobleme aus der Kindheit und ihr jetztiges Leben waren mir manchmal einfach viel zu viel und haben mich überfordert. Weniger wäre hier wirklich mehr gewesen. So viel Drama wäre gar nicht nötig gewesen. Bis auf Emma fand ich alle anderen Charaktere einfach nur unsympathisch, vor allem ihrem Mann konnte ich nichts abgewinnen. Von der Thematik her ist das Buch sehr interessant, nur konnten mich die kleinen Details nicht überzeugen. Schade.

Veröffentlicht am 07.08.2019

Spannung pur

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Vom ersten Satz an ist man von der Geschichte gefesselt. Obwohl man zu Beginn kaum etwas über Emma weiß und nicht genau klar ist, wie es zum Tod von Emmas Lehrer kam, ist sie einem sofort sympathisch. ...

Vom ersten Satz an ist man von der Geschichte gefesselt. Obwohl man zu Beginn kaum etwas über Emma weiß und nicht genau klar ist, wie es zum Tod von Emmas Lehrer kam, ist sie einem sofort sympathisch. Man versteht sie und kann ihre Gedanken gut nachvollziehen. Durch ihre Perspektive erfährt man ihre Überlegungen direkt von ihr und spürt ihre Angst.

Die Autorin spielt mit den Perspektiven und beleuchtet so jede Seite und jeden Beteiligten in der Geschichte. Zum einen verfolgt der Leser Emma in der Gegenwart, als sie keine Leiche im Grab findet. Zum anderen begleitet man Emmas Ehemann Alex, der total überrascht von ihrem Geständnis ist und sich fortan viele Gedanken über seine Frau und sein Leben macht. Durch Rückblenden bekommt der Leser hautnah mit, wie die Beziehung zwischen Emma und ihrem Lehrer in ihrer Jugend beginnt und sich entwickelt. Nicht nur Emmas Sichtweise wird beleuchtet, sondern auch die des Lehrers, wodurch man seine Absichten und Gefühle unmittelbar erfährt. Das Buch geht unter die Haut und ist etwas Besonderes.

Nicht nur die Erzählperspektive, sondern auch der Plot ist fantastisch und klug aufgebaut. Die Autorin sät Hinweise, die eigene Rückschlüsse zulassen und man dadurch umso mehr von dem Buch gefesselt ist. Teilweise zweifelt man an dem, was man bisher erfahren hat oder an dem, was die Charaktere für ihre Wahrheit halten. Mit jeder Seite taucht man mehr und mehr in das Leben von Emma, Alex und ihrem Lehrer ein und gräbt tiefer und tiefer in die Vergangenheit und die Abgründe der Charaktere. Das ganze Ausmaß der Geschichte haut einen um.

Fazit

Grandioses Buch, das unfassbar spannend ist und die Geheimnisse und Abgründe der Figuren zutage bringt. Einer der besten Psychothriller, die ich je gelesen habe.