Cover-Bild Lord of Shadows

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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 848
  • Ersterscheinung: 18.03.2019
  • ISBN: 9783442489008
Cassandra Clare

Lord of Shadows

Die dunklen Mächte 2
Franca Fritz (Übersetzer), Heinrich Koop (Übersetzer)

Die Schattenjägerin Emma Carstairs hat ihre Eltern gerächt, doch sie findet keinen Frieden. Denn sie hat sich in ihren Parabatai Julian verliebt – eine Beziehung, die nach den Gesetzen der Schattenjäger fatale Konsequenzen hat. Um sie beide zu schützen, lässt Emma sich daher ausgerechnet auf Julians Bruder Mark ein. Mark, der lange bei den Feenwesen lebte und dessen Loyalität nicht wirklich geklärt ist. Schlimmer noch: Die Feenwesen, hart getroffen von den Vereinbarungen nach dem Dunklen Krieg, begehren auf, Unruhe herrscht in der Unterwelt. Emma, Julian und Mark müssen für all das kämpfen, was sie lieben – bevor ein neuer Krieg ausbricht ...

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2019

etwas langatmig

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Eigentlich verbietet der Parabatei-Fluch es Emma und Julian, dass sie einander lieben dürfen. Dies versuchen sie auch zu unterdrücken. Mark empfindet immer noch etwas für Kieran. Und da gib es auch noch ...

Eigentlich verbietet der Parabatei-Fluch es Emma und Julian, dass sie einander lieben dürfen. Dies versuchen sie auch zu unterdrücken. Mark empfindet immer noch etwas für Kieran. Und da gib es auch noch Christina und Diana. Ja, es gibt eigentlich auch noch die Fantasygeschichte neben all dem Beziehungschaos. Eine Geschichte voller Wasserdämonen, Flüchen, gefährlicher Bücher und ähnlichem. Aber wenn ich das neue Buch von Cassandra Clare in ein Genre einordnen sollte, dann tendierte es für mich tatsächlich eher zum Liebesroman, denn es wird sehr viel Zeit und sehr viele Seiten darauf verwendet, die Gefühle und Gefühlsverwirrungen der zahlreichen Protagonisten darzustellen.

Ähnlich wie Zazzles sehe ich das auch mit dem Geheimnis von Diana – ohne hier allzu genau darauf eingehen zu wollen, fand ich den Fokus darauf etwas störend, da er mit dem eigentlichen Fantasyplot ja gar nichts zu tun hatte.

Am besten gefiel mir Kieran und seine Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Hier sehe ich auch noch großes Potential für den abschließenden Band der Trilogie. Neben der Auflösung diverser Rätsel, die mehr als einen Cliffhanger verursacht haben. Ich hatte das starke Gefühl, dass „Lord of Shadows“ ein typischer Mittelteil ist, der sich teilweise etwas gezogen hat und in dem einfach viele Fragen und Geheimnisse aufgeworfen wurden, die dann im nächsten Buch tatsächlich zu einer spannenden und etwas actionreicheren Story führen könnten.


Dann bitte mit etwas weniger Herz-Schmerz-Wirrwarr, dann wäre ich wieder restlos glücklich.

Veröffentlicht am 29.01.2019

Wunderbarer zweiter Teil - mit reichlich Beziehungschaos

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Emma und die Blackthorns haben den Mord an Emmas Eltern aufgeklärt und Mark Blackthorn ist wieder in ihre Mitte zurückgekehrt. Jetzt bahnt sich jedoch das nächste Problem an. Meeresdämonen werden vermehrt ...

Emma und die Blackthorns haben den Mord an Emmas Eltern aufgeklärt und Mark Blackthorn ist wieder in ihre Mitte zurückgekehrt. Jetzt bahnt sich jedoch das nächste Problem an. Meeresdämonen werden vermehrt an der Küste gesichtet, Tote kehren zurück und alles scheint mit dem verschollenen schwarzen Buch der Toten zusammenhängen. Doch Emma plagen viel schlimmere, persönlichere, Probleme. Um Julien zu schützen hat sie ihrer Liebe zu ihm abgeschworen und ihn regelrecht von sich gestoßen. Zwar sind sie immer noch Parabatai und leben und kämpfen immer noch Seite an Seite, doch die Beziehung zwischen ihnen hat sich verändert. Emma ist nun eine gespielte Beziehung mit Mark eingegangen und hofft, dass daraus mehr werden könnte und sie Julien irgendwann nicht mehr lieben würde. Mark hat sich zwar ebenfalls darauf eingelassen, jedoch muss er dauernd an Christina denken, was die ganze Sache natürlich verkompliziert. Und dann wäre da noch Kieran, der Mark immer noch liebt.

Dieses ganze Beziehungsdrama, und das vor allem all das Ungesagte und die Geheimnisse habe ich bereits zu Beginn des Buches mit einem unguten Gefühl gesehen. Da kann schließlich nichts Gutes heraus kommen. Gleichzeitig reden wir hier aber von einem Cassandra Clare-Buch. Und da gehören verworrene Beziehungen einfach dazu. Wobei es mir in diesem Buch teilweise schon etwas zu viel geworden ist, und teilweise auch konstruiert wirkte.

Für die Königin des Lichten Hofes sollen Emma und Julien die wieder zum Leben erweckte Annabel Blackthorn und mit ihr das schwarze Buch der Toten finden. Ein Handel, der sich nicht vermeiden ließ, bei dem sich mir aber von Anfang an die Nackenhaare aufgestellt haben. Insbesondere wenn man bedenkt, dass sie sich vor nicht allzu langer Zeit mit Sebastian Morgenstern verbündet war. Aus Anabell wurde ich bis kurz vor Ende einfach nicht schlau. Und die Machenschaften den Elbenkönigs haben auch nicht gerade zum Wohlergehen aller beigetragen.

Problematisch war auch die Spaltung des Rates und die extreme Einstellung einiger Gruppierungen darin gegenüber den Schattenweltlern. Insbesondere Zara war mit dabei sehr unsympathisch und jedes Mal, wenn sie aufgetaucht ist, musste ich erst einmal tief durchatmen. Mit den Zenturionen im allgemeinen hatte ich wirklich meine Probleme, genauso wie mit den Feenwesen (aber das war schon in den anderen Büchern so).

Wunderbar fand ich hingegen das Dreierteam um Livvy, Ty und Kit. Insbesondere Ty und Kit sind hierbei über sich selbst hinaus gewachsen und haben wunderbare Detektivarbeit geleistet. Oder wie Ty es ausdrücken würde: Wie Sherlock Holmes und John Watson. Kit, den ich von Anfang des ersten Buches an sehr mochte, ist hier Stück um Stück in sein neues Leben als Schattenjäger hineingewachsen und hat es gleichzeitig geschafft, Ty aus seinem Panzer zu locken.



Abschließend lässt sich sagen, dass sich das Buch, trotz seiner 800+ Seiten, sehr schnell liest. Cassandra Clares Schreibstil ist wie gewohnt sehr angenehm und flüssig und man fliegt regelrecht über die Seiten. Besonders habe ich die Familiendynamik und allgemein die Interaktion der Figuren miteinander sehr genossen. Manche Stellen waren mir jedoch zu langatmig. Das kann aber auch daran liegen, dass ich die anderen Cassandra Clare Bücher erst vor kurzem wieder gelesen habe und mit den ganzen Informationen zu Gesetzen, Personen und der Welt im allgemeinen noch sehr vertraut war.

Im Großen und Ganzen hat mir Lord of Shadows sehr gut gefallen hat. Nur die ganzen Beziehungsdramen haben sich etwas gezogen, was jedoch auch immer Ansichtssache ist. Dennoch würde ich dem Buch gute 4 Sterne geben und freue mich jetzt schon auf den dritten Band.