Cover-Bild Die geliehene Schuld

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Diana
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Ersterscheinung: 05.03.2018
  • ISBN: 9783641209223
Claire Winter

Die geliehene Schuld

Roman
Berlin, Sommer 1949: Die Redakteurin Vera Lessing hat während des Zweiten Weltkrieges ihre Eltern und ihren Mann verloren. Sie will vor allem eines – die traumatischen Erlebnisse für immer hinter sich lassen. Doch als ihr Jugendfreund und Kollege Jonathan auf mysteriöse Weise ums Leben kommt, wird sie unweigerlich in seine Arbeit hineingezogen. Jonathan hat Recherchen über ehemalige Kriegsverbrecher betrieben. Gleichzeitig stand er im persönlichen Kontakt mit einer jungen Frau namens Marie Weißenburg, eine Sekretärin im Stab Konrad Adenauers. Vera geht den Spuren nach, die sie bis in die mächtigen Kreise der Geheimdienste führen.Inklusive aufklappbarem Lesezeichen mit Personenverzeichnis

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2019

Die geliehene Schuld

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Bin wieder mal durch eine Leseempfehlung auf das Buch von Claire Winter gestossen und fand die Geschichte so spannend,das ich sie innerhalb eines Wochenendes gelesen habe ?

Inhalt : Vera Lessing ist ...

Bin wieder mal durch eine Leseempfehlung auf das Buch von Claire Winter gestossen und fand die Geschichte so spannend,das ich sie innerhalb eines Wochenendes gelesen habe ?

Inhalt : Vera Lessing ist Journalistin und geht auf Spurensuche,um den plötzlichen Unfalltod ihres Kollegen und Freundes Jonathan aufzuklären. Er war in einer geheimen Recherche unterwegs und im Laufe der Ermittlungen gerät auch Vera in gefährliche Situationen! Die Erzählung beschreibt die Geschichte von vier jungen Menschen im Jahr 1949 ,die in der erzählweise immer wieder zwischen den einzelnen Personen hin und hergeht ! Anfangs hat mir das etwas Schwierigkeiten gemacht,aber im Laufe des Buches kam ich immer besser klar. Vera Lessing versucht den Unfalltod ihres Freundes und Kollegen Jonathan aufzuklären,der ihr noch ein kleines Päckchen mit Informationen zukommen ließ und sie bat ,die Ermittlungen weiterzuführen! Sie merkt recht schnell,das es sich um eine brisante Ermittlung gehandelt hat und gerät sehr schnell auch in die Schusslinie einiger Personen,die auf keinen Fall wollen, das sie weitermacht ! Im Laufe ihrer Recherchen stößt sie auf eine Marie,für die Jonathan scheinbar mehr Gefühle gehabt hat und Lina einer Jüdin,die bis auf ihren Bruder und einer Tante die ganze Familie im Krieg verloren hat ! Auch Vera hat Verluste innerhalb der Familie und Kriegserfahrungen die verarbeitet werden mussten. Vera macht mehr und mehr Entdeckungen um hochrangige Kriegsverbrecher,die nach dem Krieg versucht haben unterzutauchen und ihre Spuren zu verwischen und gerät zum Schluss noch in Lebensgefahr!

Fazit:
das Buch steigerte sich in der Spannung zum Schluss hin immens und das Ende der Geschichte war für mich doch etwas überraschend und zugleich etwas enttäuschend,weil ich gehofft hatte,das die Gerechtigkeit siegt ! Claire Winter hat mich auf jeden Fall begeistert in der erzählweise und ich bin nun gespannt auf weitere Bücher von ihr!

Das Buch bekommt 5/5 Sterne

Veröffentlicht am 26.08.2018

Was für ein grandioses Buch!

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Cover: perfekt passend zu der Gescichte. Die Verschmelzung von alt und neu ist perfekt in Szene gesetzt.

Schreibstil: So angenehm. Die Seiten flogen nur so dahin und jede Information war perfekt gesetzt ...

Cover: perfekt passend zu der Gescichte. Die Verschmelzung von alt und neu ist perfekt in Szene gesetzt.

Schreibstil: So angenehm. Die Seiten flogen nur so dahin und jede Information war perfekt gesetzt und gut gewählt.

Meinun: Ich bin einfach begeistert. Nachde ic "DIe Schwestern von Sherwood" geliebt habe, habe ich erst vor kurzem "Die verbotene Zeit" gelesen die mich nicht so begeistern konnte. Ich fand das hier alles sehr vorhersehbar war und ein leichter abklatsch der sherwood schwestern.
Bei deisem Buch waren die Erwartungen also nun immer noch hoch und wurden noch weit übertoffen.
Es gab so viele überraschende Wendungen die der Leser nicht kommen sieht, erschütternde Informationen die mich einige male mit offenem Mund haben dasitzen lassen und eine Menge Geheimnisse.
Immer wieder war ich überrascht wieviele Menschen und Leben in dieser Geschichte miteinander verstrickt waren. Sei es die die Freundin des Burders, die Sekräterin des Büros, ein Mann in Italien, ein geheimnisvoller Resieführer und so viele mehr. Unglaublich viele Leben wurden in diesem Buch berührt umd angeführt und dennoch hatte man einen Überblick. Immer mal wieder wurde aus verschiedenen Perspektiven erzählt, nach und nach eine neue erstaunende Information preisgegeben oder an spannenden und teilweise niederschmetternden Stellen in der Zeit gesprungen.
Ich bin immer noch begeistert wie tief und verzweigt das alles ging. Politik, Geschichte, Gefühle und Taten sind auf unglaubliche Art und Weise miteinader verstrickt und ich kann nur zum tausendsten Malw iederholen dass das Buch mich umgehauen hat.

Fazit: EInfach wow!

Veröffentlicht am 27.03.2018

Eine beeindruckende Geschichte mit einem wichtigen geschichtlichen Hintergrund

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Berlin 1949: Als die Redakteurin Vera Lessing vom Tod ihres Kollegen und engen Freunds Jonathan Jacobsen erfährt, ist sie zutiefst erschüttert. Kurz darauf hält sie die letzten Recherchen von Jonathan ...


Berlin 1949: Als die Redakteurin Vera Lessing vom Tod ihres Kollegen und engen Freunds Jonathan Jacobsen erfährt, ist sie zutiefst erschüttert. Kurz darauf hält sie die letzten Recherchen von Jonathan in den Händen: er war ehemaligen Kriegsverbrechern auf der Spur, deren Spuren über die Alpen bis zu dem Gefangenenlager in Rimini führen. Eigentlich wollte Vera das alles und die damit verbundenen persönlichen traumatischen Erfahrungen hinter sich lassen, aber ihr ist klar, dass sie es ihrem toten Freund schuldig ist, dessen Aufgabe zu Ende zu bringen. Noch weiß Vera nicht, dass ihre Nachforschungen sie in die höchsten Geheimdienstkreise führen werden. Zeitgleich versucht Vera Marie Weißenburg finden, mit der Jonathan in Kontakt stand.

Mit Spannung habe ich den dritten Roman von Claire Winter erwartet – und meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Der Autorin gelingt es hervorragend, historische Fakten mit Fiktion zu verbinden und dadurch eine komplexe Handlung auferstehen zu lassen. Das Ergebnis ist eine tragische und spannende Geschichte mit Thriller-Elementen, die einen Einblick in unsere eigene Vergangenheit gibt. Sie ist um die Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland angesiedelt, mit der die NS-Diktatur ein für alle mal überwunden und ein politischer Neuanfang auf demokratischen Prinzipien eingeleitet werden sollte.

Der Roman zeichnet sich durch zwei mutige Frauen aus: zum einen Vera Lessing in Berlin, die während des Krieges ihren Mann und ihre Familie verloren hat und die ihrem Freund Jonathan das Leben verdankt. Daher ist für sie schnell klar, dass sie den letzten Willen ihres toten Freundes erfüllen möchte, auch wenn sie dazu in Abgründe steigen muss, aus denen es kein Zurück mehr gibt. Vera ist sehr mutig, zumal sie nicht weiß, wem sie überhaupt trauen kann, aber sie geht ihren Weg und setzt schlussendlich alles auf eine Karte.

Zum anderen haben wir die junge Marie Weißenburg, die in Bonn als Sekretärin im Parlamentarischen Rat unter Adenauer arbeitet, der die neue Verfassung für die junge Republik ausarbeiten soll. Marie und ihrer Familie geht es verhältnismäßig gut, auch wenn sie immer noch unter dem Verlust ihres geliebten Vaters leidet, der im Krieg gefallen ist. Über Politik hat sie sich bis zur ihrer Arbeit für den Rat nicht allzu viele Gedanken gemacht, bis sie eines Tages aus der Zeitung davon erfährt, dass ein alter Kollege und Freund ihres Vaters in den Nürnberger Prozessen unter Anklage steht. Marie plagen zunehmend Zweifel und Fragen über die frühere Tätigkeit ihres Vaters im Reichsicherheitshauptamts. Diese Fragen werden für sie immer drängender, je mehr sie auf eine Mauer des Schweigens und der Ablehnung innerhalb ihrer Familie trifft.

Als Marie bei den Nürnberger Prozessen Lina Löwy kennenlernt, eine junge Jüdin, die beinahe ihre komplette Familie im Holocaust verloren hat, will sie unbedingt die Wahrheit herausfinden und ist nicht mehr gewillt, wegzusehen. Die Freundschaft zwischen den beiden jungen Frauen ist so berührend beschrieben, zumal die Autorin verraten hat, dass es für diese ungewöhnliche Freundschaft ein reales Vorbild gibt.

Die Handlung ist in zwei sich abwechselnde Erzählstränge aufgeteilt: im ersten Strang begleiten wir Vera, wie sie den Spuren von Jonathan und seinen Recherchen folgt. Der zweite Erzählstrang spielt einige Monate und Wochen vorher und begleitet Jonathan und Marie, was mir sehr gut gefallen hat, denn nach den Erinnerungen von Vera an ihren alten Freund hatte ich es anfangs bedauert, nicht mehr von ihm erfahren zu haben.

Neben diesen beiden Frauen, die sich gegen alle Widerstände mutig der Vergangenheit stellen, bekommt der Leser auch einen Einblick in historische Fakten, die in ihrer Gesamtheit erschütternd und einfach nur skandalös sind. Es geht um ehemalige Kriegsverbrecher, die sich über die sogenannte Rattenlinie über die Alpen nach Italien abgesetzt haben und deren Spuren sich dort entweder verloren haben oder deren Akten nachträglich beschönigt wurden, so dass diese Menschen plötzlich mit einer weißen Weste dastanden und es ihnen damit möglich war, mächtige Positionen in der jungen Republik einzunehmen. Und das alles mit dem stillschweigenden Einverständnis der Alliierten bzw. der Unterstützung der italienischen katholischen Kirche, welche damals äußerst zweifelhafte Prioritäten setzte, um eine Machtergreifung der Kommunisten zu vermeiden.

Es handelt sich dabei nicht um Einzelfälle, sondern um Zahlen, die mich einfach sprachlos zurücklassen. Um politische Interessen zu wahren, wurde die Moral mit Füßen getreten und das Schlimme dabei ist, dass das kein Einzelfall war bzw. sein wird. Zudem fragt man sich, inwiefern die Übernahme der alten Welt- und Feindbilder in die Geheimdienststrukturen der jungen Republik sich auch heute noch auswirken.

Ein tolles und wichtiges Buch, das aufwühlt und zum Nachdenken anregt. Auch wenn wir erst März 2018 haben, so wage ich doch zu behaupten, dass dieses Buch eines meiner Highlights dieses Jahres darstellen wird.