Cover-Bild Wie sagt man ich liebe dich

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 15.06.2020
  • ISBN: 9783442490837
Claudia Winter

Wie sagt man ich liebe dich

Roman
Für die gehörlose Maelys Durant wird ein Traum wahr, als sie ein Kunststudium in Paris beginnt. Doch dann erkrankt ihre Tante Valérie, und Maelys muss auf dem Montmartre Touristen porträtieren, um Geld zu verdienen. Dort macht ihr eines Tages ein geheimnisvoller Fremder ein erstaunliches Angebot: für eine stattliche Summe soll sie seinen Großvater in Lissabon malen. Maelys‘ Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf die Reise in die weiße Stadt am Tejo. Dort stößt sie auf die Spuren einer herzergreifenden Liebesgeschichte, die bis ins Paris der 1960er Jahre zurückreicht – und ahnt nicht, welch besondere Rolle sie selbst darin spielt …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.06.2020

Wie sagt man ich liebe dich

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Inhalt: „Für die gehörlose Maelys Durant wird ein Traum wahr, als sie ein Kunststudium in Paris beginnt. Doch dann erkrankt ihre Tante Valérie, und Maelys muss auf dem Montmartre Touristen porträtieren, ...

Inhalt: „Für die gehörlose Maelys Durant wird ein Traum wahr, als sie ein Kunststudium in Paris beginnt. Doch dann erkrankt ihre Tante Valérie, und Maelys muss auf dem Montmartre Touristen porträtieren, um Geld zu verdienen. Dort macht ihr eines Tages ein geheimnisvoller Fremder ein erstaunliches Angebot: für eine stattliche Summe soll sie seinen Großvater in Lissabon malen. Maelys‘ Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf die Reise in die weiße Stadt am Tejo. Dort stößt sie auf die Spuren einer herzergreifenden Liebesgeschichte, die bis ins Paris der 1960er Jahre zurückreicht – und ahnt nicht, welch besondere Rolle sie selbst darin spielt …

„Wie sagt man ich liebe dich“ ist eine wunderschöne Lesereise nach Paris und Lissabon. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, humorvoll, emotional und bildhaft schön – vor allem Paris und Lissabon lassen umwerfende Bilder im Kopf entstehen. Das Buch möchte man nach der ersten Seite kaum wieder aus der Hand legen, die Handlung hat mich total vereinnahmt, so dass ich fast in einem Rutsch gelesen habe.

Die Geschichte ist in zwei Zeitebenen geschrieben und jeweils aus mehreren Perspektiven. Stück für Stück lernen wir in der Vergangenheit die junge Valerie und ihr Leben in Paris kennen, erst ganz zum Schluss lassen sich sämtliche Fäden in der Gegenwart zusammenknüpfen. Dabei bleibt der Handlungsverlauf spannend und geheimnisvoll.

Claudia Winter sind tolle, authentische Charaktere gelungen. Die gehörlose Kunststudentin Maelys ist mir gleich ans Herz gewachsen, genau wie Antonio, der Maelys ein sehr verlockendes Angebot macht, seinen Großvater Eduardo de Alvarenga zu malen. Das Angebot ist mehr als großzügig und sie kann es echt gebrauchen. Kurzerhand packt sie ihre erkrankte Tante Valerie buchstäblich mit ins „Gepäck“ und begibt sich auf eine geheimnisvolle Reise, die ganz anders verlaufen soll, als sie es je geahnt hat.

Ausgesprochen gut gefallen hat mir das Thema Gehörlosigkeit. Claudia Winter bringt das richtig gut rüber, man achtet plötzlich in den Dialogen mit Maelys auf eine korrekte, deutliche Aussprache. Maelys Empfindungen, Stimmungen sind hier toll eingefangen. Man erliegt völlig ihrem Charme.

Das Buch selbst hat ein sehr schönes, erfrischendes Cover mit einer Prise Leichtigkeit. Es ruft förmlich nach Lesern und schafft sich spielerisch Gehör. Am Ende des Buches hat Claudia Winter noch die leckersten Rezepte hineingepackt, die zum Nachbacken einladen.

“Wie sagt man ich liebe dich“ bereitet schönste Lesestunden, ich gebe dafür eine klare Kaufempfehlung und natürlich volle Punktzahl.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2020

Bewegende Schicksale meisterhaft erzählt

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In ihrem neuen Roman nimmt uns die Autorin Claudia Winter mit auf eine spannende Reise nach Portugal und in das Paris der 60er Jahre. In zwei Zeitebenen begleiten wir in der heutigen Zeit die gehörlose ...

In ihrem neuen Roman nimmt uns die Autorin Claudia Winter mit auf eine spannende Reise nach Portugal und in das Paris der 60er Jahre. In zwei Zeitebenen begleiten wir in der heutigen Zeit die gehörlose Maelys nach Portugal, wo sie ein Bild malen soll. Die Reise an sich ist ein großes Abenteuer für sie, aber auch ihr Auftraggeber und sein Enkel, der sie mehr beschäftigt, als gedacht. Begleitet wird sie von ihrer Tante Valérie, die ihre eigene Vergangenheit noch aufarbeitet muss und deren Geschichte enger mit der Maelys verwoben ist, als man zunächst denkt.

Zwei bewegende Frauenschicksale werden in diesem Roman erzählt, die einen berühren und so schnell nicht mehr loslassen. Die Autorin versteht es dabei meisterlich, die beiden Erzählstränge und Zeitebenen zu verweben, sodass man trotzdem gut im Lesefluss bleibt. Der Schreibstil ist fesselnd und melodisch und passt zu den bildlichen Beschreibungen, wenn man mit der gehörlosen Maelys Portugal noch einmal auf ganz andere Weise entdeckt. Die Kultur und das Leben im Land wird schön beschrieben und auch die Kulinarik kommt nicht zu kurz. Die Autorin verwöhnt ihre Leser zudem wieder, wie auch bei ihren anderen Büchern, mit passenden regionalen Rezepten zum Nachkochen.

Ein zauberhaftes Buch, welches die Leichtigkeit der Länder und des Reisens ebenso gut vermittelt, wie die Schicksale der beiden Frauen, welche alles andere als leicht und gewöhnlich sind. Die Autorin vermag es, viele Aspekte in ihrem Buch anzusprechen und dennoch eine gut lesbare und fesselnde Geschichte zu präsentieren, welche Sehnsucht weckt nach Leben. Eine unbedingte Empfehlung!

Veröffentlicht am 27.06.2020

Schöne Geschichte

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Vielen Dank an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal Randomhouse für die Bereistellung eines Rezensionsexemplars. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung. Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ...

Vielen Dank an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal Randomhouse für die Bereistellung eines Rezensionsexemplars. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung. Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich auf den Klappentext.

Rezension: Dies ist mein zweites Buch von Claudia Winter. Durch einen gefühlvollen, flüssigen und leicht verständlichen Schreibstil gelang mir der Einstieg schnell. Orte und Situationen wurden bildlich und detailliert dargestellt ohne dabei zu ausschweifend zu werden. Generell empfand ich bei Lesen ein ganz besonderes Flair, oftmals fühlte ich mich so, als sei ich selbst dabei. Ganz besonders haben mir die Beschreibungen von Paris mit all seinen Sehenswürdigkeiten gefallen. Die Erzählungen finden in verschiedenen Zeitebenen und aus unterschiedlichen Perspektiven statt, dies fand fließend statt, sodass ich hier nie durcheinander kam. Auch wurde dadurch der Spannungsbogen gehalten, denn auch wenn die Geschichte irgendwie vorhersehbar war, wurden immer neue Geheimnisse und Erkenntnisse aufgedeckt. Mein absolutes Highlight in diesem Buch war allerdings Hauptprotagonstin Maelys, ich fand es großartig welch einen starken Charakter die Protagonistin verkörperte. Ich muss zugeben das ich mit Valerie wirklich meine Probleme hatte, auch wenn es nach und nach, gute Erklärungen für ihre Art oder ihr Verhalten gab, konnte ich mit ihr nicht warm werden. Nebencharaktere wurden authentisch mit eingebracht. Das Cover gefällt mir sehr gut.

Mein Fazit: Eine tiefgründige Geschichte mit tollen Schauplätzen und einer Protagonistin die mir lange im Kopf bleibt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.06.2020

Ein unglaublich schönes Buch

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Inhalt:

Eigentlich hatte sich die gehörlose Maelys ihr Leben anders vorgestellt, als sie ein Kunststipendium in Paris angeboten bekam. Doch als ihre Tante erkrankt und die Mietschulden immer höher werden, ...

Inhalt:

Eigentlich hatte sich die gehörlose Maelys ihr Leben anders vorgestellt, als sie ein Kunststipendium in Paris angeboten bekam. Doch als ihre Tante erkrankt und die Mietschulden immer höher werden, bleibt ihr nichts anderes über, als ihr Talent auf dem Montmartre Touristen anzubieten.

Dort begegnet sie jedoch dem charismatischen António, der ihr prompt ein Angebot macht, das sie nicht ausschlagen kann. In Lissabon soll sie ein Porträt von seinem Großvater zeichnen.

Gemeinsam mit Valérie tritt sie diese Reise an und wandelt plötzlich auf den Spuren einer Liebesgeschichte, die nicht nur ihr Herz in Aufruhr versetzt … .

Meine Meinung:

Bücher von Claudia Winter sind seit ihren „Aprikosenküssen“ ein absolutes Muss für mich. Deshalb habe ich auch ihr neuestes Werk „Wie sagt man ich liebe dich“ sofort begonnen.

Von Maelys erfährt man ja schon ein kleines bisschen in „Die Wolkenfischerin“ und ich freute mich sehr, als ich erfuhr, dass sie einen eigenen Roman bekommen würde. Denn auch, wenn es in der Wolkenfischerin eigentlich um ihre Schwester ging, fand ich sie schon da wirklich interessant und wollte mehr über sie erfahren.

Im Prolog trifft man zunächst auf einen älteren Mann, der in Frankreich einer jungen Malerin mit einem gelben Mantel und einer Brosche begegnet, die ihn an jemanden erinnert. Schnell wird klar, dass es sich dabei wohl um Antónios Großvater und um Maelys handeln muss. Doch was wirklich dahinter steckt bleibt erst einmal geheim.

Danach findet man sich in Antónios Sicht wieder und erlebt, welch enge Beziehung er zu seinem Großvater Eduardo hat. Trotzdem ist es wohl für den jungen Mann nicht immer leicht, den Anforderungen gerecht zu werden. Ich fand António jedenfalls sehr sympathisch. Er liebt seinen Großvater und würde alles für ihn tun, selbst, wenn es noch so verrückt ist. Deshalb macht er sich auch sofort auf den Weg nach Paris und trifft dort auf Maelys. Sofort wird klar, dass zwischen den beiden eine besondere Magie besteht. Der junge Mann scheint keinerlei Berührungsängste mit der Gehörlosigkeit von Maelys zu haben, stattdessen ist er vom ersten Augenblick von ihr fasziniert. Ich fand es richtig schön, wie Claudia Winter diese erste Begegnung geschildert hat. Mit so viel Gefühl wird dem Leser sofort klar, dass es genau diese besondere Begegnungen sind, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen, die in einem nachhallen und das Leben von Grund auf verändern können.

Solch eine Begegnung hatte auch Valérie vor vielen Jahren. Wir erfahren, wie Maelys Tante in Paris gelandet ist und warum sie nie geheiratet hat. In diesem Buch bekommt man nämlich nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern gleich zwei, was ich sehr schön fand, denn auch Valéries Geschichte hält so viele schöne Momente bereit, dass man sie auf keinen Fall verpassen darf.

Als Leser springt man zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit, zwischen Maelys Geschichte und der von Valérie hin und her. So wird es niemals langweilig, weil man immer nur kurze Ausschnitte bekommt, die man dann nach und nach zusammensetzen muss, um die gesamte Geschichte zu erfahren. Es hat mir großen Spaß gemacht die einzelnen Puzzleteile zusammenzufügen und so immer tiefer in das Leben von Valérie einzutauchen, doch ich kann nicht wirklich sagen, welche Geschichte ich lieber gelesen habe. Dafür sind die beiden Protagonistinnen auch einfach zu unterschiedlich. Während die junge Valérie so einnehmend ist, dass sie jeden um sich herum einfach mitreißt (sogar den Leser), überzeugt Maelys ganz wie es zu ihr passt, eher mit den leisen, gefühlvollen Tönen.

Und Gefühle gibt es in diesem Roman wirklich viele und nicht nur die Liebe zwischen Mann und Frau. Wir versuchen mit Valérie ihre Träume zu leben und begleiten sie bei ihrem Versuch auf eigenen Beinen zu stehen. Mit Maelys erleben wir die Enttäuschung, wenn etwas nicht so gelingt, wie man es sich wünscht und die Frage, wohin einen die Zukunft führen wird. Mit António kämpfen wir gegen die Erwartungen, die seine Umgebung an ihn stellt und gemeinsam mit Eduardo werden wir von der Vergangenheit eingeholt. Dieses Buch ist wie eine Malerpalette voller Gefühle, bunt gemischt und manchmal kommt am Ende etwas anderes heraus, als man zu Beginn gedacht hat. Es hat großen Spaß gemacht, sich in diese Gefühlsvielfalt zu stürzen.

Doch „Wie sagt man ich liebe dich“ wäre kein Roman von Claudia Winter, wenn sie es neben ihren einzigartigen Protagonisten nicht auch schaffen würde, ihren Lesern die Liebe zu ihren Handlungsorten nahezubringen. Auch hier bekommt man dieses Mal einen Doppelpack. Zum einen findet man sich mit Valérie in Frankreich wieder, zum anderen mit Maelys in Portugal. Beide Orte werden dabei von der Autorin mit so viel Leben gefüllt und so liebevoll beschrieben, dass man sich selbst an diese versetzt fühlt. Gemeinsam mit Valérie genoss ich das Nachtleben und besucht all die Touristenorte, die man sehen muss, wenn man zum ersten Mal in Frankreich ist, während ich mich mit Maelys am Tejo wiederfand und dort die Farben in aller Ruhe bewundert habe. Ich liebe es, wenn ich in Büchern an verschiedene Orte reisen kann und diese in meinem Kopf lebendig werden. Genau das schafft Claudia Winter mit ihren Büchern jedes Mal und auch mit diesem Roman hat sie mein Fernweh wieder geweckt und mir einen Urlaub für Geist und Seele beschert. Die Rezepte, die es im Anhang gibt, waren dann noch das i-Tüpfelchen auf meiner Reise.

Sehr spannend fand ich, dass die Gehörlosigkeit von Maelys zwar thematisiert wird, aber nicht im Mittelpunkt steht. Die Autorin sensibilisiert ihre Leser zwar für dieses Thema, aber ohne es unnötig aufzubauschen. Es gehört einfach zur Protagonistin dazu, es ist Teil ihrer Welt, aber eben nur ein kleiner Teil. Das hat Claudia Winter in meinen Augen wirklich sehr schön gemacht.

Natürlich weiß man bei diesem Genre schon, wie die Geschichte enden wird, aber dieses Mal hat mich die Autorin mit Valéries Sicht wirklich überrascht, denn da ist nicht alles, wie ich gedacht habe und trotzdem passt es am Ende doch perfekt zusammen.



Fazit:

„Wie sagt man ich liebe dich“ von Claudia Winter ist ein Buch, das mich wirklich berührt hat. Ich habe mir unglaublich viele Stellen markiert, denn diese Geschichte ist wie eine Malerpalette voller Gefühle, bunt gemischt und manchmal kommt am Ende etwas anderes heraus, als man zu Beginn gedacht hat. Es hat großen Spaß gemacht, sich gemeinsam mit den Protagonisten in diese Gefühlsvielfalt zu stürzen. Denn es sind diese besonderen Begegnungen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen, die in einem nachhallen und das Leben von Grund auf verändern können. Und genau so eine Begegnung ist dieses Buch.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.06.2020

Mitreißende Geschichte über das Leben, die Liebe und die Schatten der Vergangenheit, die ein halbes Jahrhundert andauern

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Die gehörlose Kunststudentin Maelys Durant arbeitet als Malerin auf dem Montmartre, um ihre Existenz und die ihrer erkrankten Tante Valérie zu sichern. Als sie von einem Portugiesen dazu eingeladen wird, ...

Die gehörlose Kunststudentin Maelys Durant arbeitet als Malerin auf dem Montmartre, um ihre Existenz und die ihrer erkrankten Tante Valérie zu sichern. Als sie von einem Portugiesen dazu eingeladen wird, seinen Großvater, Eduardo de Alvarenga, zu malen, nimmt sie auch aus Neugierde den lukrativen Auftrag an, schließlich war sie noch nie außerhalb Frankreichs. Ihre Tante reagiert misstrauisch auf das Angebot, da sie in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit einem Portugiesen gesammelt hat, reist aber notgedrungen mit ihrer Nichte nach Lissabon.
Während Maelys in Portugal sichtlich aufblüht und ihr Herz nicht nur an das Land, sondern auch an Eduardos Enkel verliert, erfährt sie erstmalig von der tragischen Liebesgeschichte ihrer Tante, die sich im Winter 1966/1967 in Paris ereignete und ihr weiteres Leben prägte.

Der Roman handelt auf zwei Zeitebenen und in zwei ganz unterschiedlichen Städten Europas. Dabei wird er wechselnd aus verschiedenen Perspektiven der Hauptfiguren erzählt.
Valérie verlässt mit 21 Jahren ihr Elternhaus in der Bretagne, um in Paris ihr Glück zu versuchen und wird dabei von der Liebe bitter enttäuscht. Sie ist ein vielschichtiger Charakter, eine mutige, neugierige, aber auch etwas unbedarfte junge Frau, die selbstbewusst ihren Weg geht. Im Alter ist sie immer noch eine starke Frau, die aber auch furchteinflößend und verbittert wirkt. Nach und nach erfährt man, was sie in der Vergangenheit erlebt hat und weshalb sie sich aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen Sorgen um ihre Enkelin macht.
Maelys steht trotz ihrer Gehörlosigkeit mit beiden Beinen im Leben und lässt sich durch ihre Behinderung in keinster Weise einschränken. Durch ihre offenherzige und verträumte Art wirkt sie aber dennoch im Vergleich zu ihrer Tante schutzbedürftig.
Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist flüssig, wobei Valérie der rote Faden der Geschichte ist. Der Schreibstil ist sehr anschaulich, weshalb man sich nicht nur in die authentischen Charaktere hineinversetzen kann, sondern auch die Atmosphäre der unterschiedlichen Städte Paris und Lissabon spüren kann. Auch die Zeitgeschichte wird durch Aspekte zur Historie Portugals und zur Frauenbewegung in Paris mühelos mit der fiktiven Geschichte verbunden.

Beide Zeitebenen fesseln auf ihre Weise. Während in der Vergangenheit die tragische Liebesgeschichte berührt, ist es in der Gegenwart spannend zu erfahren, welche Rolle Eduardo de Alvarenga spielt und wie letztlich alle losen Fäden zusammengeführt werden.

"Wie sagt man ich liebe dich" ist eine mitreißende Geschichte über das Leben, die Liebe und die Schatten der Vergangenheit, die ein halbes Jahrhundert andauern. Zudem ist es ein Buch, dass einer Gehörlosen eine Stimme gibt und das zeigt, dass gehörlos nicht gleich taubstumm ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere