Cover-Bild The Black Coats - ... denn wir vergeben keine Schuld

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16,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Julius Beltz GmbH & Co. KG
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 397
  • Ersterscheinung: 15.08.2019
  • ISBN: 9783407789983
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Colleen Oakes

The Black Coats - ... denn wir vergeben keine Schuld

Thriller
Friederike Levin (Übersetzer)

Die Frauen des mysteriösen Geheimbundes »Black Coats« haben sich geschworen, gewalttätigen Männern eine Lektion zu erteilen. Als Thea eine Einladung erhält, sieht sie endlich ihre Chance gekommen, sich am Mörder ihrer Cousine zu rächen. Doch die Vergeltungsaktionen eskalieren und Thea zweifelt am Sinn ihrer Mission: Sorgt Rache wirklich für Gerechtigkeit? Kann sie noch aussteigen – oder ist es längst zu spät?
Ein atemberaubender Mädchenthriller um Schuld, Rache und Gerechtigkeit.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 32 Regalen.
  • 1 Mitglied liest dieses Buch aktuell.
  • 21 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2019

Die Geschichte ist nicht ausbalanciert, denn der Anfang ist viel zu trocken

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Klappentext
„Die Frauen des mysteriösen Geheimbundes »Black Coats« haben sich geschworen, gewalttätigen Männern eine Lektion zu erteilen. Als Thea eine Einladung erhält, sieht sie endlich ihre Chance ...


Klappentext
„Die Frauen des mysteriösen Geheimbundes »Black Coats« haben sich geschworen, gewalttätigen Männern eine Lektion zu erteilen. Als Thea eine Einladung erhält, sieht sie endlich ihre Chance gekommen, sich am Mörder ihrer Cousine zu rächen. Doch die Vergeltungsaktionen eskalieren und Thea zweifelt am Sinn ihrer Mission: Sorgt Rache wirklich für Gerechtigkeit? Kann sie noch aussteigen – oder ist es längst zu spät?
Ein atemberaubender Mädchenthriller um Schuld, Rache und Gerechtigkeit.“

Gestaltung
Das Cover ist hauptsächlich in den Farben Schwarz und Grau gehalten, sodass der gelbe Titelschriftzug richtig leuchtet. Die schwarze Farbe passt sehr schön zu der im Buch wichtigen Frauengruppe mit ihren schwarzen Mänteln. Die vier Mädchengesichter greifen auch die Rolle der Frauen und die Protagonistinnen auf. Allerdings sind es im Buch fünf Mädchen, die ein Team in der Gruppe bilden, sodass ich hier ein Gesicht vermisse.

Meine Meinung
Da ich gerne Jugendthriller lese und der Klappentext von „The Black Coats“ sehr spannend klang, wollte ich die Geschichte von Thea gerne lesen. Thea hat ihre Cousine verloren und ist seitdem ein Schatten ihrer selbst. Bis sie von der Geheimgesellschaft der „Black Coats“ eine Einladung erhält. Sie schließt sich der Frauengruppe an, die dafür sorgt, dass Frauen, denen Verbrechen widerfahren sind, Gerechtigkeit erfahren. Im Team Banner wird Thea gemeinsam mit anderen Mädchen trainiert, sie führen Vergeltungsaktionen durch und dabei wachsen in Thea nach und nach Zweifel. Ist die Organisation wirklich das, was sie vorgibt zu sein?

Ich muss sagen, dass mir der Einstieg in die Geschichte ungemein schwer gefallen ist. Ich habe ein wenig die Spannung vermisst, denn es dauert wirklich gut die Hälfte bis die Geschichte in Fahrt kommt. So ist gerade der Anfang des Buches eine Einführung von Thea, ihrem Freund Drew und den Black Coats. Es passiert einfach nicht viel außer Training und Gespräche. Ich musste hier wirklich durchhalten und mich anstrengen, weiterzulesen.

Ich war dabei froh um den wirklich angenehmen Schreibstil der Autorin, denn Colleen Oakes schreibt mit leicht verständlichen Sätzen und sie bringt das Wichtigste auf den Punkt. So gibt es nicht allzu viele Beschreibungen oder ausschweifende und detailreiche Erklärungen, worum ich wirklich froh war. Auf diese Weise konnte ich dem personalen Erzähler, der Theas Erlebnisse schildert gut folgen. Dabei ist der Stil der Autorin eher kühl und sachlich, denn die Gefühlsebene wird zwar angeschnitten, aber nicht so eingehend beschrieben.

Die Handlung empfand ich als nicht ganz ausbalanciert, denn sie ist in zwei Teile gegliedert und während im ersten Teil lange Zeit auf die Einführung von allem verwendet wird, ist die gesamte Spannung im zweiten Teil gelagert. Ich war wirklich froh, dass ich nach anfänglichen Schwierigkeiten durchgehalten hatte, denn ich wurde mit einiger Spannung belohnt. Es gab einige spannende Vergeltungsaktionen der Mädchen, die aufgelockert wurden durch Theas Beziehung zu Drew, die für süße Momente sorgten. Zudem gab es eine interessante Verschwörung und einige Geheimnisse, die das Ende des Buches zu einem atemlosen Showdown gemacht haben.

Manches ist für mich zwar im Eifer des Gefechts etwas untergegangen und so nicht ganz verständlich geworden, aber die Idee der Geheimorganisation, die für Rechte von Frauen kämpft und vor allem all die damit verbundenen Gefahren und Verschwörungen im zweiten Teil haben dies wettgemacht. Das Ende war ziemlich brutal und vor allem gefährlich, sodass beim Lesen ein Sog entsteht, der für Spannung sorgt. Dies hätte ich mir schon eher gewünscht, damit auch der erste Teil mich überzeugt hätte.

Die Figuren fand ich interessant, denn gerade die Mädchengruppe um Protagonistin Thea hat einiges durchgemacht, da jedes Mädchen eine Bürde aus ihrer Vergangenheit mit sich trägt. Diese herauszufinden, fand ich spannend. Thea konnte ich zwar verstehen und ich mochte ihren Mut, aber ihr Verhalten gegenüber Drew hat mir persönlich nicht gefallen. Drew ist ein unheimlich netter Junge, der vor Lebensfreude sprüht und Thea stößt ihn immer wieder vor den Kopf. Versetzt ihn einfach so, stellt ihre Bedürfnisse über seine und erst am Ende konnte ich ihr verzeihen, weil sie sich dann endlich Drew gegenüber so verhalten hat, wie ich es mir von Anfang an gewünscht habe. Es mag sein, dass ich ein wenig zu streng mit Thea bin, weil ich Drew von der ersten Sekunde an so gerne mochte, aber wenn ihr „The Black Coats“ lest, werdet ihr bestimmt noch besser verstehen, wieso Drew solche Gefühle in mir auslöst.

Fazit
Der Einstieg in „The Black Coats“ fiel mir wirklich schwer, weil sich die Handlung in meinen Augen im ersten Teil nur so dahinschleppt. Der zweite Teil ist dafür ungemein spannend und feurig vor lauter Gefahren. So fand ich die Geschichte nicht ganz ausbalanciert, da ich gerne schon eher etwas von dem Nervenkitzels des Endes gespürt hätte. Die Figuren waren spannend und vor allem Drew hat mir richtig gut gefallen, weil er wie ein Lichtblick in all dem Dunkel ist. Im zweiten Teil gab es einige überraschende Enthüllungen, die zu einem brenzligen und dramatischen Ende geführt haben, was mir echt gut gefallen hat.
Ganz knappe 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 08.09.2019

Ein gelungener Thriller

1

Inhaltsangabe:
Die Frauen des mysteriösen Geheimbundes »Black Coats« haben sich geschworen, gewalttätigen Männern eine Lektion zu erteilen. Als Thea eine Einladung erhält, sieht sie endlich ihre Chance ...

Inhaltsangabe:
Die Frauen des mysteriösen Geheimbundes »Black Coats« haben sich geschworen, gewalttätigen Männern eine Lektion zu erteilen. Als Thea eine Einladung erhält, sieht sie endlich ihre Chance gekommen, sich am Mörder ihrer Cousine zu rächen. Doch die Vergeltungsaktionen eskalieren und Thea zweifelt am Sinn ihrer Mission: Sorgt Rache wirklich für Gerechtigkeit? Kann sie noch aussteigen – oder ist es längst zu spät?

Cover:
Das Buchcover ist mir direkt ins Auge gestochen, dadurch dass es in dunklen Farben gehalten ist. Dadurch wirkt es sehr düster und irgendwie auch geheimnisvoll.

Charaktere:
Thea ist die Protagonistin der Geschichte, die ein schweres Schicksal erlitten hat und erst nach und nach wieder ins Leben zurückfinden kann, da ihr nicht wirklich etwas den richtigen Antrieb dazu geben kann, zumindest bis sie eine Einladung erhält, die ihr ganzes Leben verändern könnte. Mir hat Thea als Protagonistin gut gefallen. Sie ist mutig, schau und Kämpferin. Sie lässt sich nicht so leicht von irgendwas abbringen und bleibt an einer Sache dran. Ich konnte während der ganzen Geschichte mit Thea mitfühlen und auch mit fiebern. Sie ist ein gebrochenes Mädchen, das versucht sich selbst wieder zusammen zu setzen und zu heilen und das verdient definitiv Anerkennung. Gleichzeitig ist sie aber auch niemand, der sich blind von ihren Zielen leiten lässt, ohne dabei ihren inneren moralischen Kompass außer Acht zu lassen.

Die Nebencharaktere haben gut ins Gesamtbild hineingepasst. Als Leserin habe ich die gröbsten Informationen von ihnen erhalten, um mir ein Bild von ihnen machen zu können. Insgesamt haben sie aber eine gute Ergänzung zu Thea dargestellt und für frischen Wind in der Handlung gesorgt. Keine gleicht der anderen und jede hat eine eigene Geschichte bekommen. Jede von ihnen ist auf eine einzigartige Art und Weise besonders. Ihre einzelnen Fähigkeiten fand ich dabei besonders spannend und interessant.

Handlung:
Ich als Leserin konnte mich definitiv nicht darüber beschweren, dass die Handlung keine Fahrt aufnimmt. Durch den Prolog wurde ich direkt ins Geschehen geworfen und fand mich einer äußerst brutalen Szene wider, die viele Fragen aufgeworfen, aber gleichzeitig auch sehr viel Interesse in mir geweckt hat. Und auch der Einstieg in Theas Geschichte ist sehr gut gelungen. Ich habe mich tatsächlich während des Lesens keine Minute gelangweilt, da ich immer wissen wollte, wie es weitergeht und was als nächstes passiert. Die Handlung war geprägt durch Training, Missionen und Gewalt. Aber auch durch viel Action, Freundschaft, Mut und auch Moral. Für mich war das eine gute und gelungene Mischung für einen Thriller, der auf eine bestimmte Altersklasse zugeschnitten ist. Die Geschichte ist teilweise recht brutal, aber altersentsprechend. Die Story hat trotzdem auch sehr viele positive Aspekte beinhaltet, wie die Knüpfung der Freundschaften, die in einem anderen Setting gar nicht möglich gewesen wären. Den Mut, den jedes einzelne Mädchen immer wieder bewiesen hat und nicht nur bei den Missionen, sondern auch im Umgang mit sich selbst und der Arbeit an sich selbst.

Fazit:
Mir hat das Buch gut gefallen. Es hat viele wichtige Themen angesprochen, wie z.B. Gewalt gegen Frauen, den Umgang damit, Selbstjustiz, emotionale Genesungsprozesse und Freundschaft. Das sind alles wichtige Themen, die nicht unerwähnt bleiben sollten. Mich hat das Buch definitiv zum Nachdenken gebracht. Zwischendurch hat es mich wütend und ohnmächtig zurückgelassen im Angesicht der Gewaltbereitschaft vieler Menschen und das nicht mal speziell nur auf Gewalt gegen Frauen bezogen. Das Buch ist keine leichte Lektüre für zwischendurch und das ist auch gut so, denn man sollte die Augen vor diesen brisanten Themen nicht verschließen.

Veröffentlicht am 05.09.2019

Spannend erzählt, über Rache, Gerechtigkeit und das Weiterleben, und was all das mit uns macht

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Rache wird keinen Schmerz nehmen, denn der Schmerz wird trotzdem bleiben. Was also macht Rache und Selbstjustiz mit einem Menschen? Verändert es Menschen? Was passiert wenn alles verschwimmt, wenn es ausartet? ...

Rache wird keinen Schmerz nehmen, denn der Schmerz wird trotzdem bleiben. Was also macht Rache und Selbstjustiz mit einem Menschen? Verändert es Menschen? Was passiert wenn alles verschwimmt, wenn es ausartet? Das Buch wirft fragen auf, ist spannend und mitreißend, löst Gefühle aus und regt zum Nachdenken an. Zu guter Letzt ist es aber auch einfach eine sehr tolle Geschichte, die jeder lesen kann und sollte, sofern er bereit für diesen Lesestoff und diese Themen ist.

The Black Coats ist ein wirklich spannendes und gutes Buch, dass mir sehr gut gefallen hat. Die Idee einer Organisation, die im Verborgenen Rache übt, und dort für Gerechtigkeit sorgt, wo das System es nicht tut. Es klingt verlockend, es klingt gut und toll und aufrichtig. Nach Superhelden. Es klingt nach etwas, bei dem man selbst mit machen wollen würde. Es kann das Gefühl auslösen, dass es genau das wäre was man braucht. Was einem helfen könnte. Was einfach nur richtig ist. Gleichzeitig kann es irgendwann sehr abschreckend sein. Es kann einfach unheimlich viel schief laufen. Es kann so viel passieren. Es kann ausarten. Am Ende ist Rache keine Gerechtigkeit, denn auch so funktioniert das Ganze nicht. Jede Gewalttat kann auch für viele andere Menschen das Leben drastisch verändern, weit über das eigentliche Opfer hinaus. Es zieht einfach immer so viel nach. Und das hat das Buch meiner Meinung nach durchaus auch gezeigt. Aber das ist nur das, was ich aus den Ereignissen des Buches mitnehme. Ich frage mich hier; nehmen andere das auch so mit? Das Rache eben keine Lösung ist, und Gewalt andere Gewalt erzeugt?

Dieses Buch konnte mich einfach nur fesseln und spricht gleichzeitig sehr wichtige Themen an. Ich weiß nicht, ob jeder eine Botschaft aus diesem Buch mitnimmt, oder welche. Aber für mich ist das ein wichtiges Buch und ich denke, so bekommt man auch einen Eindruck, was Gewalt eigentlich alles auslösen kann. Es ist ein Buch, was man gelesen haben sollte.

Veröffentlicht am 23.08.2019

Ein nervenaufreibender Jugendthriller

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Beschreibung

Der Geheimbund der »Black Coats« hat es sich zur Aufgabe gemacht, gewalttätige Männer, die durch die Justiz keiner gerechten Bestrafung zugeführt werden, eine Lektion zu erteilen. Die begabte ...

Beschreibung

Der Geheimbund der »Black Coats« hat es sich zur Aufgabe gemacht, gewalttätige Männer, die durch die Justiz keiner gerechten Bestrafung zugeführt werden, eine Lektion zu erteilen. Die begabte junge Läuferin Thea erhält nach dem Tod ihrer Cousine eine Einladung der mysteriösen Vereinigung und sieht damit ihre Chance gekommen, Rache an Natalies Mörder zu nehmen. Je weiter Thea im Bund der »Black Coats« eintaucht, desto mehr stellt sich ihr die Frage, ob Rache wirklich für Gerechtigkeit sorgen kann? Mit den ersten Zweifeln kommt bei ihr der Gedanke auszusteigen auf. Doch da ist es längst zu spät, um der gut vernetzten Organisation entkommen zu können.

Meine Meinung

Durch eine mysteriöse Einladung aus dem Hause Beltz & Gelberg wurde ich auf den Jugendthriller »Black Coats…denn wir vergeben keine Schuld« von Colleen Oakes aufmerksam. Genau wie Thea wusste ich überhaupt nichts über den Orden der Black Coats und folgte neugierig der Einladung…

Zwischen den Buchdeckeln erwartete mich eine nervenaufreibende Geschichte über Verlust, Trauer, Rache und Gerechtigkeit, die ein geheimnisumwobener Orden durch Selbstjustiz herzustellen versucht. Genauer gesagt geht es um Gewalt an Frauen und Frauen die es satt haben länger tatenlos zuzusehen, wie die Täter ungestraft davonkommen. Nach einem kurzen Prolog lernt man auf wenigen Seiten die junge Hauptprotagonistin Thea kennen, welche sich nach dem Mord an ihrer Cousine Natalie erst nach der Aufnahme im Orden der Black Coats wieder richtig lebendig fühlt.

Nach und nach lernt man zusammen mit der Hauptprotagonistin die Strukturen der »Black Coats« von der Anwerbung über das Training bishin zu den unterschiedlichen Balancings kennen und beginnt zu ahnen, welchen große Ausmaße das Wirken des Ordens überhaupt hat. Der Sitz der Black Coats befindet sich in einem altehrwürdigen Haus, das mindestens genauso viele Geheimnisse wie der Orden selbst zu beherbergen scheint und somit der perfekte Schauplatz für actionreiche Szenen bietet.

Gemeinsam in einem Team mit anderen frisch angeworbenen Mädchen, deren Stärken ganz unterschiedlicher Natur sind, stellt sich Thea dem harten Training der »Black Coats«. Die Existenz des Ordens und ihre Mitgliedschaft muss sie strengstens geheimhalten, auch vor ihren Eltern und einem anständigen Jungen, in den sie sich von Tag zu Tag mehr verliebt. Die Gemeinschaft des Ordens und vor allen Dingen die eingeschworene Freundschaft und der Zusammenhalt untere ihren Teamkameradinnen geben Thea Halt und die nötige Kraft um über den Tod ihrer Cousine hinwegzukommen und ein neues Leben zu beginnen.

Der temporeiche Handlungsablauf und der flüssige Schreibstil Oakes tragen zu der unglaublichen Sogwirkung des Romans bei, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ehrlich gesagt hat man das Gefühl, dass sich die nervenaufreibende und dichte Atmosphäre der Geschichte auf einen selbst überträgt und mit angehaltenem Atem mitverfolgt, wie Thea immer mehr dem Rausch ihrer Macht als Black Coats Team erliegt.

Die Autorin hat sich eine PoC als Romanheldin auserkoren und lässt an einigen Stellen Theas sensibilisierte Haltung zum Thema Rassismus mit einfließen. Ich persönlich finde es durchaus sehr wichtig, dass diese Thematik in Jugendbüchern angesprochen wird, doch mehr wie ein kurzes Aufleuchten davon gibt es in dieser Geschichte nicht. Deshalb stellt sich mir die Frage, ob die Autorin sich nicht besser in einem extra dafür vorhergesehenen Roman damit beschäftigen sollte, anstatt es hier halb gar zu servieren.

Sehr gut gefallen hat mir, dass sich die Autorin in ihrem Jugendroman mit dem Thema Selbstjustiz auseinandersetzt und der Protagonistin nach einer gewissen Zeit das Saatkorn des Zweifels über ihr Tun einsät. Zunächst werden die fragwürdigen Gedanken von dem guten Gefühl, das die Organisation in Thea auslöst überlagert. Colleen Oakes läutet den Plottwist recht spät ein und spitzt den Spannungsbogen zu einem grandiosen Showdown-Finale zu, dass für meinen Geschmack sogar etwas zu viel des Guten bereithält.

Fazit

Ein nervenaufreibender Jugendthriller über Gewalt an Frauen und dem schmalen Grat zwischen Rache und Gerechtigkeit.

Veröffentlicht am 18.10.2019

Durchweg fesselnd

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Klappentext: Die Frauen des mysteriösen Geheimbundes »Black Coats« haben sich geschworen, gewalttätigen Männern eine Lektion zu erteilen. Als Thea eine Einladung erhält, sieht sie endlich ihre Chance gekommen, ...

Klappentext: Die Frauen des mysteriösen Geheimbundes »Black Coats« haben sich geschworen, gewalttätigen Männern eine Lektion zu erteilen. Als Thea eine Einladung erhält, sieht sie endlich ihre Chance gekommen, sich am Mörder ihrer Cousine zu rächen. Doch die Vergeltungsaktionen eskalieren und Thea zweifelt am Sinn ihrer Mission: Sorgt Rache wirklich für Gerechtigkeit? Kann sie noch aussteigen – oder ist es längst zu spät?

Meine Meinung:

Der Schreibstil der Autorin ist leicht verständlich und lässt sich flüssig lesen. Erzählt wird die Geschichte dabei aus der Sicht der Hauptprotagonistin, wodurch man sie näher kennenlernen kann.

Die Charaktere wurden soweit ganz gut herausgearbeitet, auch wenn man von vielen nur einen kleinen Einblick erhält und sie dadurch auch nur ansatzweise kennenlernt. Doch für diese Geschichte fand ich es durchaus ausreichend und hatte nicht das dringende Bedürfnis, sie noch näher kennenlernen zu müssen.

Die Grundidee an sich fand ich wirklich interessant und diese wurde von der Autorin im großen und ganzen eigentlich auch richtig gut umgesetzt. Die Handlung ist fesselnd und spannend, an manchen Stellen aber vielleicht auch etwas zuviel des Guten.

Ein erschütternder Prolog führt den Leser in die Geschichte, dennoch wird man eigentlich direkt ins Geschehen hineingeworfen und es geht ohne Umschweife sofort los. Das störte mich hier aber irgendwie nicht. Auch wenn ich die Geschehnisse eher aus der Entfernung betrachtet habe statt mittendrin zu sein, konnte mich die Handlung durchweg fesseln und die unerwarteten Wendungen konnten ebenfalls überzeugen.

Selbst das Ende wurde insgesamt gut durchdacht und ließ mich eigentlich auch mit keinen offenen Fragen zurück.

Fazit:

Ein fesselnder Thriller um Schuld, Gerechtigkeit und Rache, der mir insgesamt sehr gut gefallen hat und mich durchaus überzeugen konnte, auch wenn vereinzelte Szenen vielleicht etwas zuviel des Guten waren. Von mir gibt es daher 4 Sterne.