Cover-Bild Die Insel der Zitronenblüten

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Blanvalet
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 19.03.2018
  • ISBN: 9783734104336
Cristina Campos

Die Insel der Zitronenblüten

Roman
Michaela Meßner (Übersetzer)

Eine kleine Bäckerei auf Mallorca, der Duft des Sommers und ein geheimnisvolles Erbe …


Als Marina von ihrem Erbe erfährt, ahnt sie nicht, dass es ihr ganzes Leben verändern wird. Vor langer Zeit verließ sie ihre Heimat Mallorca und brach den Kontakt zu ihrer Schwester Anna ab. Niemals mehr wollte sie zurückkehren. Doch jetzt wurde ihnen beiden die kleine Bäckerei in Valldemossa vermacht. Auf der Insel angekommen, kann Marina dem Duft von Zitronenbrot nicht widerstehen. Sie weiß, sie sollte das alte Anwesen einfach verkaufen, aber irgendetwas hält sie davon ab – ein Geheimnis, das nur darauf wartet, gelüftet zu werden ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.08.2018

Gelungenes Debüt, wenn auch nicht die leichte Sommerlektüre, die das Cover vermittelt

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Der Eindruck von Leichtigkeit, Urlaub und Sommerfreude, der entsteht, wenn man das Cover betrachtet, täuscht, denn der Roman ist recht problembeladen. Es geht um die ungleichen Schwestern Marina und Anna. ...

Der Eindruck von Leichtigkeit, Urlaub und Sommerfreude, der entsteht, wenn man das Cover betrachtet, täuscht, denn der Roman ist recht problembeladen. Es geht um die ungleichen Schwestern Marina und Anna. Während Marina ihre Heimat Mallorca schon früh verließ und in verschiedenen Ländern für "Ärzte ohne Grenzen" tätig war, hat Anna einen Mann geheiratet, für den das Geld an erster Stelle steht. Dafür scheut Armando auch nicht vor krummen Touren zurück. Anna scheint er nicht wirklich für voll zu nehmen, und seiner Schwägerin gegenüber benimmt er sich unfreundlich und manchmal schon beleidigend, denn Marina lässt sich nichts von ihm vormachen. Marina mochte ich von Anfang an, während ich mit Anna oft meine Schwierigkeiten hatte, denn vor allem zu Beginn benimmt sie sich sehr angepasst und oberflächlich, möchte ihrem Mann um jeden Preis gefallen und mimt das Luxusweibchen. Dabei erfüllt sie so ziemlich alle Klischees, die einem beim Gedanken an eine gelangweilte Hausfrau der besseren Gesellschaft einfallen.
Als die beiden Schwestern ein altes Haus mit Bäckerei von einer Unbekannten erben, erwacht Marinas Neugier. Während Armando alles daran setzt, die Schwestern zu einem raschen Verkauf des Anwesens zu überreden, möchte Marina unbedingt herausfinden, was es mit der Erbschaft auf sich hat. Sie lässt sich im Dorf nieder und öffnet die kleine Bäckerei. Die Anwohner begegnen ihr freundlich aber schweigsam. So sehr sie sich auch bemüht, keiner lüftet das Geheimnis um die verstorbene Lola und ihren Nachlass. Marina entdeckt einige rätselhafte Dinge, die sie nicht versteht und die in irgend einem Zusammenhang mit der Erbschaft stehen müssen, aber sie kann sich keinen Reim darauf machen. Während sie die Spuren der Vergangenheit verfolgt und das Rästel um die geheimnisvolle Erbschaft lösen möchte, gibt es weitere Probleme. Da geht es um eine kleine Waise in Äthiopien, die mit Hilfe Marinas und ihres Geliebten Mathias das Licht der Welt erblickt hatte, da geht es um eine schwere Krankheit und um das Wiederfinden einer alten Liebe.
Der Roman ist flüssig geschrieben und kann mit interessanten Themen aufwarten. Die Charaktere, ganz gleich ob die sympathischen oder auch die weniger sympathischen, hat die Autorin ausdrucksstark und plastisch gezeichnet. Anfangs hatte ich mit den vielen Gedankensprüngen ein paar kleine Probleme. Die Rückblicke zu ganz verschiedenen Zeiten in der Vergangenheit waren manchmal nicht problemlos einzuordnen, und ich habe eine Weile gebraucht, mich an die ständigen Wechsel zu gewöhnen. Aber letztendlich hat sich alles gefügt und war auch schlüssig dargelegt. Das Flair der Insel Valldemossa, welches das Coverbild eigentlich recht gut widerspiegelt, kommt in der Geschichte meiner Meinung nach nur ansatzweise zur Geltung. Alles in allem ist Cristina Campos' Debüt jedoch durchaus gut gelungen und sehr lesenswert.

Veröffentlicht am 25.05.2018

Die Insel der Zitronenblüten

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Marina hilft einem kleinen Mädchen auf die Welt und kann sie nie vergessen, auch nicht als sie zurück in Mallorca ist und genug mit ihrem Erbe und ihrer Schwester zu tun hat. Als das Thema Adoption zur ...

Marina hilft einem kleinen Mädchen auf die Welt und kann sie nie vergessen, auch nicht als sie zurück in Mallorca ist und genug mit ihrem Erbe und ihrer Schwester zu tun hat. Als das Thema Adoption zur Sprache kommt, ist Mathias nicht begeistert und Marina versucht es alleine. Nebenbei versucht sie herauszufinden, warum ausgerechnet sie und Anna diese Bäckerei geerbt haben…
Marina war mir von der ersten Seite an sympathisch und ihre Abschnitte im Buch habe ich am liebsten gelesen. Man spürt ihre Liebe für ihrem Beruf unglaublich stark und sie ist die perfekte Entwicklungshelferin.

Mathias ist der jüngere Freund von Mariana und die beiden gehen schon einige Jahre als Entwicklungshelfer und Ärztepaar durch die Welt. Aktuell sind sie gemeinsam in Afrika, als Marina nach Mallorca aufbricht. Sie lebt ihr Leben dort und Mathias seins in Afrika.
Er trifft Entscheidungen ohne sie und stellt ihre Beziehung auf die Probe.
Mathias scheint ein netter Kerl zu sein, doch ich zweifelte lange an seinen Gefühlen zu Marina, da ich sie bei ihm nicht erkennen konnte.

Anna ist die ältere Schwester von Marina, die immer auf der Insel geblieben ist und einen reichen Mann geheiratet hat. Nur mit dem Kind wollte es nicht so klappen, doch irgendwann hatten sie Anita, die die beiden aber nur enttäuscht hat. Besonders Armando kann nichts mit diesem Kind anfangen. Inzwischen leben die beiden Eheleute nur noch nebeneinander her und als Anna die Chance für eine Affäre hat, ergreift sie diese.
Anna ist ein Mensch, der nur an sich selbst denkt, und alles tut, um ihrem Mann zu gefallen. Sie lässt sich die Brüste vergrößern, nur damit er wieder mit ihr schläft – das sagt doch so ziemlich alles. Im Laufe der Geschichte – und dank einem Schicksalsschlag – beginnt sie sich zu verändern, doch das kam zu spät.

Armando ist der Mann von Anna und immer auf Achse. Früher hat er gutes Geld gemacht, doch inzwischen haben sie Schulden. Außerdem hat er Affären am laufenden Band und eine Frau, die ihn mehr als abstoßend findet. Aber da er genau weiß, wie er sie unter seinem Pantoffel halten kann, würde sie ihn nie ohne besonderen Grund verlassen. Weil sie überhaupt nicht alleine entscheiden kann, was sie überhaupt will.
Armando ist wirklich ein übler Zeitgenosse, den ich überhaupt nicht leiden konnte.

Anita ist die Tochter von Armando und Anna, die sich mit ihrem Leben überhaupt nicht wohl führt. Sie will nur noch weg von der Insel und ihrer Mutter, für die sie nie gut genug sein wird…
Anita tat mir so leid – kein Wunder, das sie die Insel verlassen will. Bei der Mutter kann man nur flüchten. Anna zwingt das Kind zum Ballett, übt das richtige Laufen und versucht sie zu einer Frau zu machen, die ein Abziehbild von der Mutter ist. Nur weil es von ihr so erwartet wird. Niemand schert sich um die Gefühle des Kindes, bis Marina auftaucht.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne grobe Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird hauptsächlich aus der Sicht von Marina und Anna, was einen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt gibt. Außerdem kommen einige Nebencharaktere zu Wort.

Der Klappentext hat mich auf eine Geschichte hoffen lassen, die leider nicht bekommen habe. Nur ca. ein Viertel des Buches handelt von der Bäckerei und Marinas Spurensuche um das Geheimnis der Verstorbenen zu lüften. Leider kam die Auflösung erst recht am Ende und wurde so nebenbei abgehandelt. Die drei anderen Nebengeschichten waren einfach wichtiger, zumindest was das mein Eindruck.
Hauptsächlich dreht sich der größte Teil der Geschichte um Anna und die Probleme mit ihrem Mann und ihrer Tochter. Armando hat das Geld aus seinem Unternehmen verloren und die Familie hat nur noch ein bisschen Geld von Anna, die sich mit diesem Zustand sehr schwer tut. Botox ist zu steuer, das Hausmädchen muss gehen und sie kann sich keine hochwertigen Produkte mehr leisten. Anita, die gemeinsame Tochter, ist ihr für nichts zu gut und eine reine Enttäuschung. Im Laufe der Kapitel trifft sie ihre Jugendliebe wieder und beginnt eine Affäre. Auch hier wird ein neuer Erzählstrang aus Gegenwart und Vergangenheit aufgemacht.
Der letzte Erzählstrang handelt von Marina, Mathias, ihrem Leben als Entwicklungshelfer und der versuchten Adoption – für mich war dieser, neben der Mainstory, der interessanteste Part. Man spürt ihre Liebe zu ihrer Lebensaufgabe.
Für mich gab es einfach viel zu viel Handlung rund um die Sache mit der Bäckerei, sodass ich manchmal das Gefühl hatte, dass die Autorin vollkommen vom Weg abgekommen ist. Die Auflösung rund um Ursula, die keine Romane mehr schreibt und plötzlich wieder einen Gedankenblitz hat, wirkte für mich deplatziert.
Auch der Aufbau der Erzählweise hat mir nicht zugesagt, denn es wurde ohne Sinn und Verstand zwischen den ganzen Charakteren und den Zeitebenen hin und her gesprungen. Vorne beginnt Marina, dann geht es auf Anna über und am Ende ist es Anita. Alles in einem Absatz, in dem man ewig braucht, um zu verstehen, wer gerade was erzählt. Und ob es überhaupt wichtig ist, denn vieles ist einfach unnötig lange erzählt.

Würde man den Klappentext anders gestalten, hätte ich andere Erwartungen an die Geschichte gehabt und hätte sie mit Sicherheit auch besser gefunden.
Was mir aber sehr gut gefallen hat, war die Darstellung der Insel, der Einheimischen, ihre Eigenarten und dem Jahreszyklus auf der Insel. Da erwacht doch gleich die eigene Reiselust wieder.

??? Sterne

Veröffentlicht am 11.05.2018

Wunderschön aber auch sehr traurig

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Meine Meinung:
In jungen Jahren verläßt Marina ihre Heimat Mallorca, brach den Kontakt zu ihrer Schwester ab und wollte eigentlich nie mehr nach Hause zurückkehren.
Doch da erben die beiden von einer ...


Meine Meinung:
In jungen Jahren verläßt Marina ihre Heimat Mallorca, brach den Kontakt zu ihrer Schwester ab und wollte eigentlich nie mehr nach Hause zurückkehren.
Doch da erben die beiden von einer unbekannten Frau namens Lola die kleine Bäckerei in Valdemossa samt Mühle.
Marina läßt es keine Ruhe, warum soll eine fremde Frau ihnen einen so wertvollen Besitz vererben und beginnt nachzuforschen. Doch die Bewohner sind zwar voll des Lobes für Lola, wollen aber nicht mehr über sie verraten.....

So wunderschön wie das Cover, am liebsten würde ich in diesem Gäschen spazierengehen, fand ich auch die Geschichte.
Cristina Campos bietet uns so viel mehr, als der Klappentext vermuten läßt. Es gibt soviele Geschichten in der Geschichte.
Wir lernen die beiden Schwestern kennen, die sehr unterschiedlich sind. Marina ist sehr selbstständig und arbeitet bei Ärzte ohne Grenzen. Hier wird ihr alles abverlangt und ich kann sie nur bewundern, wie sie mit ihrem Freund Mathias alle Einsätze bestreitet.
Anna ist eher zurückhaltend, hat in Armando einen sehr jähzornigen und raffgierigen Ehemann, der sie auch noch nach seinen Vorstellungen geformt hat.
In Rückblicken dürfen wir an dem Leben der beiden Schwestern teilhaben, wie sie noch klein waren, wie jede ihren Partner kennengelernt hat und wie deren Leben nach ihrer Trennung weiterverlaufen ist.
Alle Protagonisten sind sehr lebendig gestaltet und durch den bildhaften Schreibstil, der einem die Schönheit des Landes nahebringt und auch deren Einwohner, hat man das Gefühl, selber Teil der Geschichte zu sein.
Man kann so richtig schön in der Geschichte versinken, die auch sehr traurig ist und richtig Tiefe hat. Ich konnte auch Marinas Zweifel sehr gut nachvollziehen, ob sie die Mühle verkaufen oder behalten soll. Ich habe die Stunden in der Backstube sehr genossen und kann das Zitronenbrot richtig auf meiner Zunge schmecken.
Für mich ein rundum gelungenes Buch, das mir schöne Lesestunden geschenkt hat und daher auch 5 Sterne verdient hat.

Veröffentlicht am 10.05.2018

Schwestern

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Die 45jährige Marina arbeitet bei der Organisation Ärzte ohne Grenzen, sie ist in ihrem dritten Jahr in Äthiopien und Eritrea eingesetzt, als sie eine Nachricht ihrer Schwester Anna erreicht. Die beiden ...

Die 45jährige Marina arbeitet bei der Organisation Ärzte ohne Grenzen, sie ist in ihrem dritten Jahr in Äthiopien und Eritrea eingesetzt, als sie eine Nachricht ihrer Schwester Anna erreicht. Die beiden Schwestern haben eine Bäckerei geerbt. Also macht sich Marina auf den Weg in ihre alte Heimat , nach Mallorca. Nur dass sie diese gar nicht mehr als Heimat betrachtet. Denn bereits als Teenager hat sie die Insel verlassen und seit dem ein nomaden-artiges Leben geführt. Noch unter den Einflüssen der letzten Arbeitstage stehend setzt Marina von Barcelona über nach Mallorca und wird von neuen Einflüssen wie Flashbacks aus ihrer Vergangenheit konfrontiert. Ihre Schwester Anna sieht inzwischen aufgeregt der Ankunft ihrer Schwester entgegen.

Völlig fasziniert lese ich dieses Buch, mit ihrem Schreibstil zieht mich die Autorin völlig in ihren Bann. Obwohl ich nur kurz hinein stöbern wollte, kann ich nicht mehr aufhören zu lesen. Voller Gefühle erzählt Cristina Campos die Geschichten starker Frauen, tiefer Familienbunde und außerordentlicher Freundschaften. Eindringlich mit wunderbarem Gespür für Kleinigkeiten und ebenso große Situationen und in herrlicher Sprache (herzlichen Dank auch an Michaela Meßner für die gelungene Übersetzung). Die Figuren sind mit viel Liebe angelegt. Zudem strotzt das Buch vor wunderbaren Landschaftsbeschreibungen und erzählt von den unterschiedlichsten Lebensweisen, mit denen mich die Autroin ganz besonders berühren kann.

Meine Bewertung: fünf von fünf möglichen Sternen und eine absolute Leseempfehlung. Mit ihrem Debütroman „Die Insel der Zitronenblüten“ beweist Cristina Campos welch außerordentliche Geschichtenerzählerin in ihr steckt und mit welch unglaublicher Inbrunst und Warmherzigkeit für die Story selbst und für ihre Charaktere sie diese an uns Leser weiter geben kann. Valldemossa, das malerische Städtchen im Nordwesten der Insel Mallorca liegend, ist der Hauptschauplatz des Romans und ich bekomme direkt Lust, ihn wieder einmal zu besuchen. Ganz nebenbei sind den Kapiteln herrliche Rezepte vorangestellt, die Inspiration und Einladung sind, sie auszuprobieren.

Veröffentlicht am 04.05.2018

Ein gefühlvoller Roman, der von seinen Gegensätzen lebt.

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Die spanische Ärztin Marina ist gemeinsam mit ihrem deutschen Freund Mathias in Äthiopien unterwegs, wo sie für die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ tätig ist. Ein Einsatz, der ihr viel abverlangt, ...

Die spanische Ärztin Marina ist gemeinsam mit ihrem deutschen Freund Mathias in Äthiopien unterwegs, wo sie für die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ tätig ist. Ein Einsatz, der ihr viel abverlangt, sie aber gleichzeitig sehr glücklich macht. Deshalb fällt es Marina auch unheimlich schwer, in ihre Heimat zurückzukehren, wo sie gemeinsam mit ihrer Schwester Anna das Erbe einer Unbekannten antreten soll. Doch kaum ist Marina dort angekommen, verliebt sie sich in die alte Bäckerei und plötzlich kann sie dem Duft des Zitronenbrotes nicht widerstehen, während sie einem alten Familiengeheimnis auf die Schliche kommt.

"Die Insel der Zitronenblüten" ist das Romandebüt der aus Barcelona stammenden Castingagentin Christina Campos, die neben ihrer Arbeit für Film und Fernsehen leidenschaftlich gerne schreibt. Mit ihrer Geschichte um die engagierte Ärztin Marina, die nach einer Erbschaft ihre Liebe fürs Backen entdeckt, gelingt es ihr, einen anfänglich sehr ernsten und bewegenden, später dann aber eher unterhaltsamen Familienroman zu Papier zu bringen. Dabei sind es vor allem die Schilderungen über ihre Arbeit in Äthiopien und der ständige Kampf gegen Armut und Elend, der betroffen macht, während die Aufarbeitung der Familiengeschichte in Mallorca angenehm leicht und ein wenig geheimnisvoll in Erscheinung tritt.

Die Figuren selbst sind sehr gegensätzlich. So lernt der Leser zum einen Marina und Mathias kennen, die ein karges Leben in Kauf nehmen, um den Ärmsten der Welt medizinische Hilfe zu bieten. Und zum anderen trifft er auf Anna und ihren Mann Armando, die sehr oberflächlich sind und sich nur über ihren äußeren Schein und ihre Besitztümer definieren. Kein Wunder also, dass es zu Reibereien kommt, als sich die beiden Schwester nach Jahren der Funkstille wiedersehen und über die Verwendung des erhaltenen Erbes entscheiden müssen. Ein Konflikt, der authentisch geschildert ist und dazu führt, dass Marina und Anna einander näherkommen.

Fazit:
Ein gefühlvoller Roman, der von seinen Gegensätzen lebt und neben einigem Tiefgang auch eine gewisse Leichtigkeit besitzt.