Cover-Bild Die Marveller – Magie aus Licht und Dunkelheit - Das gefährliche erste Jahr
(19)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: cbj
  • Genre: Kinder & Jugend / Kinderbücher
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 26.04.2022
  • ISBN: 9783570179666
Dhonielle Clayton

Die Marveller – Magie aus Licht und Dunkelheit - Das gefährliche erste Jahr

Der Start der fantastischen Abenteuerreihe ab 10 Jahren
Doris Attwood (Übersetzer)

Fünf Sinne – fünf Paragone. Drei Freunde, zwei Welten und eine Magie so vielfältig wie das Leben.

Ella Durand hat es geschafft: Als erste Fabuliererin erhält sie einen Platz am Arkanum, dem magischen Marveller-Internat über den Wolken. Doch sie merkt schnell, wie schwer es ist, gegen die alten Vorurteile anzukommen, die die Marveller ihrem Volk gegenüber haben.
Als Ellas Lieblingsmeister auf mysteriöse Weise verschwindet und die Fabulierer in Verdacht geraten, muss Ella eine schwere Entscheidung treffen. Zusammen mit ihren neuen Freunden Jason und Brigit macht sie sich auf eine gefährliche Suche zwischen Licht und Dunkelheit. Um die Unschuld ihrer Familie zu beweisen und ihren Mentor zu retten – bevor es zu spät ist …

Ein packender Reihenstart, der Fantasy-Fans atemlos zurücklassen wird.

Ausstattung: Mit s/w Vignetten

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2022

Die Marveller

0

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich zurückversetzt fühle. Zurückversetzt in die Anfangszeit von Harry Potter, als die Bücher nach und nach erschienen und diese so sehr gefeiert wurden. Für mich ...

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich zurückversetzt fühle. Zurückversetzt in die Anfangszeit von Harry Potter, als die Bücher nach und nach erschienen und diese so sehr gefeiert wurden. Für mich selber war das immer wieder ein extrem freudiges Erlebnis ein neues Buch aus diesem wunderschönen Universum in den Händen halten zu dürfen. Ich liebe Bücher, die in Schulen bzw. Internaten spielen. Und wen dann auch noch ein wenig Fantasy im Spiel ist, dann bin ich absolut zu begeistern.
Als ich den Klappentext von “Die Marveller” gelesen habe, war ich hin und weg. Das ist genau mein Wohlfühl-Thema und ich wusste einfach, dass es ein absolutes Highlight für mich werden würde. Ich weiß, dass ich sowas nicht von einem Buch denken sollte, bevor ich es gelesen habe, aber dieses Gefühl war einfach da. Es passte perfekt. Und jetzt nachdem ich das Buch verschlungen habe, kann ich es absolut bestätigen. Ich liebe es!

Dieses Buch wird als Kinderbuch ab 10 Jahren ausgezeichnet, allerdings kann man es locker als Erwachsene lesen. Vielleicht sogar sinnvoll es als Erwachsene wenigstens mit zu lesen, denn der Kern in dem Buch ist etwas, dass Kinder vielleicht noch nicht direkt greifen können. Sie lesen eine Geschichte, die marvelhaft, also großartig ist. Mit viel Magie, tollen Freundschaften, einem Bösewicht und viel Spannung. Aber ich als Erwachsene sehe, dass Rassismus ein großes Thema ist und dass die Autorin das ganz scharf kritisiert. Und dafür feiere ich diese mega Autorin. Auch das Buchcover zeigt es offen und dafür feiere ich den Verlag. So ein wunderschönes Mädchen wird auf dem Cover gezeigt! Zwei verschiedene “Magier”-Schichten, die sich auseinander gelebt haben, aber wieder zusammenfinden müssen. Die Hautfarbe wird nur unterschwellig erwähnt und ich gehe davon aus, dass Kinder das wirklich nicht wahrnehmen werden. Und das ist auch okay. Wichtig ist, dass alle gleich sind, egal was sie können oder woher sie kommen.

Die Autorin habe ich bereits schon mal gelesen und da hat sie mich auch schon mit ihrer Schreibweise begeistert. Sie übt Kritik, aber das auf eine unglaublich charmante Weise, die mir unheimlich gut gefällt. Bereits bei dem anderen Buch hat sie mich als Fan gewonnen und ja, auch als ihren Namen auf dem Cover gelesen habe war klar, dass ich das Buch lesen muss.

Die Geschichte, die Charaktere und das ganze Marveller-Universum ist so zauberhaft und toll geschrieben, dass ich gar nicht anders kann als zu schwärmen.

Ein kleiner Cliffhanger an Ende diesen Buches darf natürlich nicht fehlen. Und deswegen freue ich mich einfach wahnsinnig auf den 2. Band.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 19.06.2022

Ein fantastischer und magischer Auftakt

0

Mein Eindruck:
In der Verlagsvorschau habe ich das Buch entdeckt und sofort auf meine Wuli gesetzt. Als es dann endlich hier ankam, konnte ich es kaum erwarten und habe ziemlich bald mit dem Lesen begonnen. ...

Mein Eindruck:
In der Verlagsvorschau habe ich das Buch entdeckt und sofort auf meine Wuli gesetzt. Als es dann endlich hier ankam, konnte ich es kaum erwarten und habe ziemlich bald mit dem Lesen begonnen.

Der Einstieg in die Geschichte gelang mir sehr gut und ich war ziemlich schnell mitten drin. Ella freut sich riesig darüber, dass sie es geschafft hat am Arkanum einen Platz zu bekommen. Allerdings wird ihr, durch die Vorurteile ihr gegenüber, die Zeit nicht wirklich angenehm gemacht und sie wird für alles, was auf der Schule passiert, doch irgendwie verantwortlich gemacht.

Die Autorin schafft es mit ihrem Schreibstil nicht nur die jüngere Generation (Altersempfehlung ab 10 Jahren) einzufangen, sondern auch ältere Leser wie mich mit meinen 44 Jahren. Durch den leichten und lockeren Schreibstil liest sich das Buch fast wie von selbst und ich kam dadurch ziemlich schnell voran. Auch die Stimmung trug dazu bei, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte, denn während des Lesens hatte man das Gefühl, es prickelt magisch und geheimnisvoll. An manchen Stellen kam auch etwas Düsternis dazu, das ich auch sehr mochte.

Die Harry Potter Reihe habe ich nicht ganz gelesen, sondern nur den ersten Band und die Hälfte des zweiten Bandes, aber trotz allem kann ich sagen, dass mich das Buch sehr an Harry Potter erinnert hat. Daher gehe ich stark davon das Harry Potter Fans diese Reihe wahrscheinlich auch verschlingen werden.

Die Darstellung und die Entwicklung der Charaktere hat mir auch gut gefallen. Alle waren auf ihre eigene Art sympathisch und kamen vollkommen authentisch rüber.
Ella fand ich nicht nur sympathisch, sondern auch liebreizend. Dazu ist sie mutig und fürsorglich anderen gegenüber.
Ellas Freunde, Jason und Brigit, fand ich auch sehr sympathisch und mochte beide auch auf Anhieb. Auch wenn Brigit am Anfang eher so die Rebellin unter den Schülern war, hat sie das Gewisse Etwas und ich hoffe, ich bekomme in Band 2 noch viel mehr von ihr zu lesen.

Fazit:
Ein wundervolles magisches Buch mit sympathischen und liebevollen Charakteren, das nicht nur junge Leser begeistert. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle begeisterte Fantasyleser.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.06.2022

Magischer Reihenauftakt

0

Die 11-jährige Ella Durand schafft es als erste Fabuliererin einen Platz im magischen Marveller-Internet zu erhalten.
Schon bald bekommt sie die alten Vorurteile der Marveller ihrer Gemeinschaft gegenüber ...

Die 11-jährige Ella Durand schafft es als erste Fabuliererin einen Platz im magischen Marveller-Internet zu erhalten.
Schon bald bekommt sie die alten Vorurteile der Marveller ihrer Gemeinschaft gegenüber zu spüren und wir schwer es ist, gegen diese anzukommen.
Der Platz im magischen Marveller-Internet war heiß begehrt und so freuen sich nicht alle über den Neuzugang von einer Fabuliererin.
Als dann Ellas Lieblingsmeister auf mysteriöse Weise verschwindet, werden gleich die Fabulierer beschuldigt.
Um Schlimmeres zu verhindern und um ihren Mentor zu retten, macht sie sich zusammen mit ihren Freunden Jason und Brigit auf eine gefährliche Suche. Werden sie es schaffen?

Mit diesem Buch entführt uns Autorin Dhonielle Clayton in eine tolle Fantasy Reihe, welches sich an Kinder ab einem Alter von 10 Jahren richtet.
Allein das detailreiche Cover hatte mich besonders neugierig gemacht und ich in keiner Weise enttäuscht. Auch die im Buch in schwarz-weiß abgebildete Karte vom Außengelände wurde sehr schon dargestellt.
Die Protagonistin Ella ist mir auf Anhieb sympathisch gewesen und es hat Freude gemacht, sie auf ihrer Reise in eine fremde Welt zu begleiten
Sie erfährt viel Ablehnung von anderen, dennoch strahlt sie unheimliche Stärke aus. Schön ist es, dass sie in Jason und Brigit zwei Freunde gefunden hat,
mit denen sie versucht, alle Anschuldigungen zu widerlegen.
Der Schreibstil ist locker und konnte mich direkt. Ich konnte wunderbar in die Welt eintauchen und bin so durch die Seiten geflogen.

FAZIT
Wer gerne ein wenig in eine außergewöhnliche Welt eintauchen und die Zeit um sich herum vergessen möchte, sollte „Die Marveller“ unbedingt lesen. Ein toller Auftakt in eine Fantasy Buchreihe, welche für Jung und Alt gleichermaßen lesenswert ist.
Ich bin nun schon sehr auf die Fortsetzung gespannt.
Von mir gibt es 5 von 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.06.2022

Absolut Großartig - mit viel Liebe zum Detail, einer magischen Welt, aber auch ernsten Themen

0

Meine Meinung

Das Cover hat mich zuerst angezogen. Ich mag den Zeichenstil, die vielen Details und dass es so perfekt zur Geschichte passt. Auch die Innengestaltung ist wunderschön. Ein rundum schönes ...

Meine Meinung

Das Cover hat mich zuerst angezogen. Ich mag den Zeichenstil, die vielen Details und dass es so perfekt zur Geschichte passt. Auch die Innengestaltung ist wunderschön. Ein rundum schönes Buch.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht, detailreich und sehr bildhaft, manchmal ist die Beschreibung von Essen vor allem Süßigkeiten etwas viel. Aber wer The Belles gelesen hat, kennt das schon von ihr. Trotzdem ist die Welt sehr stimmig aufgebaut. Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive erzählt und begleitet hauptsächlich die Protagonistin Ella. Aber es gibt auch noch ganz viele andere Eindrücke in Form von Briefen, Nachrichtenerstattung und Ausschreibungen, sodass man einen tollen Einblick in das Arkanum erhält, von allen Seiten ohne das man zu viele Perspektivwechsel hat.

Ich habe schon länger kein Buch mehr gelesen bei dem die Protagonisten jünger sind, aber hier bei der Geschichte hat es mich gar nicht gestört. Ella ist, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, elf Jahre alt und benimmt sich natürlich ihrem Alter auch entsprechend. Sie ist schnell begeisterungsfähig, manchmal etwas eifersüchtig und begegnet der Welt mit offenen Augen. Sie hat so eine erfrischende Art an sich, die mich gleich mitnehmen konnte. Auch ihre Freunde Brigit und Jason sind herzallerliebst, auch wenn Brigit zu Beginn etwas schwierig ist.

Mir hat die Geschichte ganz viele Harry Potter Vibes gegeben. Versteht mich nicht falsch, die Geschichte ist kein bisschen wie Harry Potter, aber magische Schule, junge Protagonisten und der Kampf gegen das Böse. Und trotzdem ist die Geschichte ganz anders als Harry Potter, aber das Feeling war da. Ich mochte den Weltenaufbau sehr gerne, die unterschiedliche Magie, die magische Schule und die Städte in den Wolken. Alles summt vor magischem Potential und hat mich ins Arkanum gezaubert. Die drei Freunde sind sehr unterhaltsam, müssen aber gegen viele Vorurteile und auch Diskriminierung ankämpfen. Als wenn das alles nicht schon genug wäre, kämpfen die drei noch gegen das Böse. Die Handlung ist von Anfang an faszinierend und spannend.

Ich habe von der Geschichte gar nicht so viel erwartet, aber ein wundervolles Universum der Magie erhalten. Mit Themen wie Diskriminierung und Vorurteile verpackt die Autorin eine spannende Welt der Magie, die so manches Mal auch an Voodoo Magie erinnert.

Mein Fazit

Die Marveller: Magie aus Licht und Dunkelheit: Das gefährliche erste Jahr ist ein spannender Auftakt mit einer magischen Schule, Städte in den Wolken und interessanter Magie. Die Geschichte summt nur so vor Magie und tollen Charakteren, einem Trio, dass gegen das Böse kämpft. In der Geschichte werden auch Themen wie Diskriminierung und auch Vorurteile verarbeitet. Alles in allem hat mich die Geschichte total überrascht, denn ich habe nicht mit so einer bildgewaltigen Geschichte gerechnet, die sowohl spannend ist, als auch wichtige Themen behandelt. Und dann ist das Buch auch noch so liebevoll gestaltet. Ich hoffe doch auf mehr von den Marvellern.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.05.2022

Kinderbuch mit viel Liebe zum Detail und ernstem Hintergrund

0

Vielen lieben Dank an den cbj-Verlag und das Penguin Random House-Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!
Meine Rezension spiegelt selbstverständlich trotzdem meine ehrliche Meinung wider.


Aufmachung:
Also, ...

Vielen lieben Dank an den cbj-Verlag und das Penguin Random House-Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!
Meine Rezension spiegelt selbstverständlich trotzdem meine ehrliche Meinung wider.


Aufmachung:
Also, Freunde. „Die Marveller“ gibt es offensichtlich auch als ebook. Aber bitte, bitte kauft euch das Print!!!!! Es ist einfach so wunderschön!!!!!
Alleine schon die goldenen Highlights auf dem Cover im Titel und den Details sind ein absoluter Blickfang, ganz zu schweigen davon, dass das Cover wirklich ein Glanzstück für sich ist.
Aber auch die Innengestaltung ist die volle Punktzahl wert! Im Buchdeckel findet man den Grundriss des Außengeländes des Instituts, auf den ersten Seiten eine Übersicht über die Paragone mit ihrem jeweiligen Logo, das auch unter die einzelnen Kapitelüberschriften abgedruckt ist.
Zu Beginn der einzelnen Teile, in die das Buch gegliedert ist, ist eine Zeichnung eines Flaschenbaums abgebildet, und nach den Kapiteln finden Ausschnitte aus Ellas „Sternenpost“, sich Zeitungsausschnitte, teilweise kleine oder größere Zeichnungen, wie das Institutsgebäude von vorne oder ein Fahnungsposter.
Das Buch ist mit so viel Liebe aufgemacht, dass es unabhängig vom Inhalt alleine deshalb schon unheimlich viel Spaß macht, es durchzublättern. Dafür, dass das Buch nur 16,00 € kostet, bekommt man hier also mehr, als man verlangen kann.


Meine Meinung:
Meine Meinung zum Inhalt fällt ähnlich begeistert aus. Zwar ist „Die Marveller“ mit einer elfjährigen Protagonistin eindeutig an wesentlich jüngere Leser*innen gerichtet, aber auch ich als Erwachsene hatte beim Lesen unglaublich viel Spaß und war gleichzeitig positiv überrascht davon, wie viel ich hieraus mitnehmen konnte. Falls ihr also skeptisch seid, ob das Buch angesichts der Zielgruppe etwas für euch ist: braucht ihr definitiv nicht. Wenn ihr gerne (Urban) Fantasy lest, werdet ihr auch an „Die Marveller“ viel Freude haben!


Vor allem anfangs sind mir beim Lesen noch einige Parallelen zu Harry Potter aufgefallen, was aber aufgrund der Zauberschule für Kinder als Setting auch nicht weiter verwunderlich ist. So ist die Protagonistin Ella wie Harry in ihrem ersten Jahr elf Jahre alt, die „Zauberer“, hier „Marveller“ genannt, werden in fünf „Paragone“ aufgeteilt, was an die vier Häuser von Hogwarts erinnert, es gibt eine starke Zauberin, die vor einigen Jahren in Ungnade gefallen ist und hier die Rolle des Bösewichts einnimmt, und die Protagonistin stellt sich allen Gefahren zusammen mit ihren beiden Freunden.
Das Grundgerüst ist also sehr ähnlich, je nach Ansicht vielleicht sogar so sehr, dass es schon ins Negative fällt. Mich hat es allerdings gar nicht gestört, denn abgesehen von der gleichen Basis haben Harry Potter und „Die Marveller“ nichts gemeinsam.


Das fängt schon mit dem Magiesystem an, das außer der Aufteilung in die fünf Paragone nichts mit dem aus Harry Potter gemein hat.
So sind die einzelnen Paragone nochmals in gefühlt unendlich viele Unterformen der Magieausprägungen unterteilt, deren Besitzer alle jeweils Unterschiedlichstes können. Daneben gibt es noch die Fabulierer, die anders als die Marveller, die bereits Vorhandenes manipulieren, Dinge zum Wachsen und Entstehen bringen können. So ganz habe ich die Funktionsweise der unterschiedlichen Magiearten noch nicht verstanden, und angesichts der vielen verschiedenen Möglichkeiten ist es auch sehr schwierig, da den Überblick zu behalten, aber der Grundstein ist gelegt und bietet sehr viel Potenzial für die Folgebände, dieses auszuschöpfen.


Darüber hinaus geht auch das gesellschaftliche System, das dem Buch zugrunde liegt, weit über alles hinaus, was man jemals in allen sieben Harry Potter-Bänden jenseits von Hogwarts erfährt. Zum einen, weil es in jeder Hinsicht divers ist, zum anderen, weil damit (auch in der Realität bestehende) soziale Strukturen hinterfragt werden, und man sich im Laufe der Handlung zwangsläufig fragt, ob die Einteilung in „gut“ und „böse“, wie sie vorgenommen wird, wirklich sinnvoll und überhaupt erst möglich ist.

„‚Unsere Welt tut so, als sei sie allem und jedem gegenüber offen, dabei ist sie das in Wahrheit nur für die wenigsten. Für diejenigen, die sich an die Grenzen halten, die ihnen auferlegt werden. Unsere Geschichte ist turbulant. Wir haben nicht immer problemlos zueinandergefunden. Nicht so, wie wir es gerne behaupten. Mit Worten sind wir ganz groß. Aber es ist eine Sache, gesagt zu bekommen, dass man dazugehört, und eine völlig andere, es auch gezeigt zu bekommen. […].‘“ (S. 442)


So haben alle beteiligten Parteien ihre eigenen Motive, die per se vielleicht alle nicht unbedingt schlecht sind. Durch Ellas Aufmerksamkeit und Aufgewecktheit erkennt man schnell, dass die Entscheidungen, die die Marvellergesellschaft getroffen hat und weiterhin trifft, nicht alle so richtig sein können, wie sie es darstellen, und dass das Arkanum möglicherweise vieles verdeckt. Trotzdem muss man anerkennen, dass die dahinterstehenden Motive für sich genommen durchaus berechtigt sind; bloß an der Umsetzung hapert es vielleicht.
Auf der anderen Seite bekommt man durch kurze Kapitel zwischendurch aus der Sicht einer mysteriösen Frau, deren Identität erst mit fortlaufender Handlung klar wird, einen Blick auf die vermeintlich „böse“ Seite. Auch hier stellt man fest, dass sie mit ihren Motiven vielleicht nicht unbedingt so falsch liegt, wie das Arkanum es darstellt, aber die Art, wie dessen Gegenspieler versuchen, ihre Ziele zu erreichen, ebenso wenig „richtig“ ist, wie die Weise der Marveller, ihre Werte zu schützen.
„Die Marveller“ stellt hier die Einordnungen in „schwarz“ und „weiß“ infrage und zeigt auf, dass es eigentlich nur Grautöne gibt und es viel wichtiger ist, miteinander zu kommunizieren und sich in den anderen hineinzuversetzen, als seine Handlungen von vornherein zu verurteilen. Die Autorin hat es dabei geschafft, diese Aussage so subtil in den Konflikt des Buches einzubauen, dass dem Leser zwar deutlich wird, worauf sie hinaus möchte, ohne dabei jedoch den mahnenden Zeigefinger zu heben.

Das hat mir sehr gut gefallen, ebenso die Einarbeitung des Alltagsrassismus in die Geschichte, mit dem die Protagonistin regelmäßig konfrontiert wird. Ella stammt aus einer Fabulierer-Familie, ebenfalls Zauberer, aber nach dem gesellschaftlichen System, in dem die Marveller buchstäblich über den Fabulierern stehen und leben, nicht die „richtige“ Art Magiebegabter. Auch hier findet sich also zum einen die eben angesprochene Gegenüberstellung von „gut“ und „böse“, aber damit werden auch Parallelen zum real existierenden Rassismus gegenüber PoC gezogen; ebenfalls wieder ohne symbolischen Fingerzeig, aber so deutlich, dass der Leser die Ungerechtigkeiten nachempfinden kann.


Das liegt zum Teil auch an der Protagonistin Ella, die für ihre elf Jahre zwar noch sehr jung ist, in die man sich aber trotzdem auch als Erwachsener nicht weniger gut hineinversetzen kann. Zwar verhält sie sich insbesondere in Bezug auf Emotionalität und guten Glauben ihren Mitmenschen gegenüber ihrem Alter entsprechend, dennoch niemals etwa unkontrolliert impulsiv oder naiv.
Natürlich macht sie Fehler, wie jedes andere Kind auch, aber sie ist reflektiert, wächst an ihren Fehltritten und Aufgaben und ist darüber hinaus überaus aufgeweckt, clever und handelt zudem sehr überlegt. Ich denke, vor allem als jüngere Leserin hätte ich in ihr ein großartiges Vorbild gesehen, aber auch jetzt war ich sehr beeindruckt vor allem davon, wie besonnen und reif sie in jede Situation geht und wie viel sie bemerkt, was mir selbst beim Lesen gar nicht aufgefallen ist. Sie stellt Verbindungen her, auf die ich niemals gekommen wäre und die mich jedes Mal überrascht haben. Dabei kann sie vor allem die Art, wie insbesondere die Erwachsenen, aber auch ihre Mitschüler mit ihr umgehen, sehr gut einschätzen und lässt sich nichts weismachen.
Ella ist eine tolle Protagonistin, über die ich gerne noch mehr lesen möchte!


Zuletzt hat mich auch das Erzähltempo der Autorin zu 100 % überzeugt! Sie versteht es, schnellere Szenen, in denen viel passiert und Ella in Gefahr ist, mit langsameren Momenten, in denen Geheimnisse aufgedeckt oder neue Fragen aufgeworfen werden oder die dem Characterbuilding dienen, so abzuwechseln, dass man stets gefesselt ist, mitfiebert und weiterlesen will. Sehr raffiniert fand ich hier die oben bereits erwähnten kurzen Kapitel aus der Sicht der mysteriösen Frau oder die Einschübe zwischendurch in Form von Zeitungsartikeln oder Interviews, in denen dem Leser ein Überblick auf das gewährt wird, was außerhalb von Ellas Wahrnehmung passiert. So wird nicht nur die Gestaltung des Buches in die Geschichte integriert, man hat auch gleich ein größeres Bild von dem Geschehen als die Protagonistin und weiß ein wenig mehr als sie. Dennoch verrät die Autorin damit nicht so viel, dass man sich die großen Twists vorher erschließen kann; im Gegenteil steigert sich die Spannung durch die eigenen Theorien, die von den Zusatzinformationen gefüttert werden, nur weiter.
Insgesamt wird dadurch die Erzählung rund und in sich schlüssig, es wird ein Universum geschaffen, das so tatsächlich existieren könnte. Man glaubt der Autorin jedes Wort, das sie schreibt.
Ich freue mich auf die Fortsetzung!


Fazit:
Wir alle kennen mindestens eine Geschichte über eine Zauberschule für Kinder, und obwohl „Die Marveller“ an einigen Stellen (die fünf Paragone aka Häuser, das verzauberte Gebäude, der magische Unterricht) sehr stark an Harry Potter erinnert, steht diese Geschichte doch fest auf eigenen Beinen!
Das Magiesystem, die gesellschaftlichen Strukturen der Marveller und Fabulierer und die einzelnen Figuren sind mit so viel Liebe zum Detail ausgearbeitet, dass man sich schon nach wenigen Seiten im Arkanum verliert und gar nicht mehr weg möchte.
Darüber hinaus bietet „Die Marveller“ einen ernsten Hintergrund, der zum Nachdenken anregt, ohne den Finger zu erheben, und überzeugt mit einer hohen Plotdichte und vielen Überraschungen, die definitiv auch Erwachsene begeistern können. Ich habe nichts auszusetzen und freue mich auf die Fortsetzung!
5/5 Lesehasen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere