Cover-Bild Den Sommer kannst du auch nicht aufhalten
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14,99
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  • Verlag: Freies Geistesleben
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: erzählerische Themen, Stoffe, Motive
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 28.05.2019
  • ISBN: 9783772544101
Dimitri Verhulst

Den Sommer kannst du auch nicht aufhalten

Rainer Kersten (Übersetzer)

Können wir vermeiden, was nicht aufzuhalten ist? Pierre konnte es nicht. Er konnte der Leidenschaft und vor allem der Liebe nicht entkommen. Aber
Pierre kann und will davon erzählen. Und so schenkt er dem behinderten Sonny zum 16. Geburtstag bei einem Trip in die Provence die Geschichte der wildzärtlichen und alles ändernden Liebe zu dessen Mutter und reist mit ihm dabei an die Ränder des Lebens.
Gefühlvoll und provokant – mal überbordend, mal frech im Ton erzählt Dimitri Verhulst die schmerzlich-schöne Gesichte einer wilden tiefen Liebe und nimmt uns dabei mit auf einen Road Trip durch die Schönheit der Provence und das Leben selbst.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2021

"Zu guter Letzt leiden wir alle an uns selbst"

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Zu seinem 16. Geburtstag wird Sonny, ein Junge mit schweren körperlichen Beeinträchtigungen aus dem Pflegeheim von Pierre abgeholt. Diesmal wird es kein kurzer Spaziergang, sondern ein ganz besonderer ...

Zu seinem 16. Geburtstag wird Sonny, ein Junge mit schweren körperlichen Beeinträchtigungen aus dem Pflegeheim von Pierre abgeholt. Diesmal wird es kein kurzer Spaziergang, sondern ein ganz besonderer Ausflug. Pierre "entführt" Sonny an einen seiner Lieblingsorte in die Provence, um dem Jungen und dem Leser eine bewegende Geschichte zu erzählen.

Dimitri Verhulst macht es dem Leser im Einstieg nicht leicht. Seine Erzählung startet mit Beleidigungen gegenüber einem körperlich stark beeinträchtigten Jungen, der vom Hauptprotagonisten Pierre mehr als verletzend behandelt wird.

" 'Vegetativer Idiot?' Nun ja, das Etikett, das er diesem Produkt eines reichlich schieläugigen Schöpfers damit verpasste, war vielleicht nicht das wissenschaftlich korrekteste.'"

Hier hätte ich tatsächlich fast abgebrochen, weil mich die Worte sehr abgestoßen haben. Dann beginnt aber erst die eigentliche Reise und mit ihr die Geschichte.

Pierre holt Sonny regelmäßig im Pflegeheim ab, um ihn im Rollstuhl durch den Park zu schieben. Der Junge kann nicht sprechen, sich nicht durch Mimik verständlich machen. Zum 16. Geburtstag, den Sonny laut Diagnose gar nicht erreichen sollte, fährt Pierre mit ihm nach Avignon. Die Fahrt wirkt ungeplant, spontan. Weder ist das Heim informiert, noch gibt es Medikamente oder notwendige Hygieneartikel. Nichtsdestotrotz sucht Pierre eine Unterkunft für die Nacht und kümmert sich recht unprofessionell um die Bedürfnisse des Jungen.

Ausgerechnet auf einen Berg zieht es Pierre. Da es mit dem Rollstuhl undenkbar ist, trägt er Sonny hinauf, um anschließend noch einmal zurückzugehen, um den Rollstuhl zu holen. Hier auf dem Berg beginnt Pierre von Sonnys Mutter zu erzählen. Plötzlich wird dieser grobe Zyniker weich und zeigt Emotionen. Der ewige Schwerenöter, dem die Liebe bis dahin fremd war, verliebte sich in eine deutlich jüngere Frau. Dieses Kennenlernen, Abtasten und Aufsicheinlassen ist sehr klar und spürbar beschrieben. Sie waren glücklich, hatten Zukunftspläne, liebten die Provence und das Leben. Und doch spürt man diesen Schatten, der sich in den Sätzen verbirgt. Obwohl er sie so liebt, erwähnt er niemals ihren Namen.

Je länger er erzählt, desto vertrauter ist der Umgang mit Sonny, er nimmt den Jungen klarer wahr, achtet auf dessen wenige Bewegungen und nimmt ihn als Person wahr.

Die Handlung schlägt eine unerwartete Richtung ein, weckt beim Leser Gefühle und macht nachdenklich. Dieses "Was wäre wenn", was jeder im Leben schon erlebt hat, ist plötzlich sehr präsent.

Mich hat diese kurze Erzählung unerwartet bewegt


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Veröffentlicht am 26.01.2021

Ungewöhnlicher Schreibstil, belanglose Geschichte

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Pierre holt den schwer behinderten Sonny am Vorabend seines sechzehnten Geburtstages wieder einmal aus dem Heim ab. Doch anstatt den Jungen, der weder sprechen, noch durch Mimik und Gestik seine Wünsche ...

Pierre holt den schwer behinderten Sonny am Vorabend seines sechzehnten Geburtstages wieder einmal aus dem Heim ab. Doch anstatt den Jungen, der weder sprechen, noch durch Mimik und Gestik seine Wünsche äußern kann, wie sonst in den Park zu bringen, fährt Pierre mit ihm die französische Provence und schleppt Sonny am nächsten Tag auf einen Berg. Sozusagen als "Geburtstagsgeschenk" erzählt er dem Jungen die Geschichte seiner vergangenen, intensiven Liebe zu Sonnys Mutter.

"Den Sommer kannst du auch nicht aufhalten" ist das erste Buch, das ich von Dimitri Verhulst gelesen habe - und es wird wohl auch das letzte bleiben. Denn mir waren weder der zynische, verbitterte Pierre, noch seine Geschichte sonderlich sympathisch. Sicher braucht es nicht unbedingt einen freundlichen Protagonisten, um ein Buch lesenswert zu machen, doch diese Lektüre habe ich tatsächlich als Verschwendung meiner Zeit empfunden. Vielleicht liegt es daran, dass ich dazu neige, das Leben durch die rosarote Brille zu betrachten und ich mit Menschen wie Pierre wenig anfangen kann, auch wenn er im Lauf der Handlung etwas mehr emotionale Tiefe zeigt.

Zu Beginn zieht Pierre in seinen Gedanken und Äußerungen bitterböse über den behinderten Sohn seiner früheren Liebe her, später als er in zärtlichen Erinnerung an dessen Mutter schwelgt, sieht er auch Sonny mehr als fühlendes Wesen an und nimmt seine Bedürfnisse teilweise wahr. Doch das rettet die Erzählung für mich nicht wirklich, obwohl mich die Geschichte nicht direkt gelangweilt hat, habe ich doch während der gesamten Lesezeit darauf gewartet, dass die Handlung beginnt oder sich mir der Sinn des Buches erschließt - bis es plötzlich zu Ende war und mich ratlos zurück gelassen hat. Deshalb kann ich für diesen (recht kurzen) Roman keine Leseempfehlung aussprechen.

Fazit: Nach Beendigung des Buches habe ich mir zwei Wochen Zeit gelassen, ehe ich die Rezension begonnen habe, trotzdem habe ich immer noch keine Ahnung, was mir der Autor mit dieser Geschichte sagen wollte, die Erzählung ist nicht direkt langweilig, aber ich habe sie als belanglos empfunden.

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Veröffentlicht am 21.01.2021

✎ Dimitri Verhulst - Den Sommer kannst du auch nicht aufhalten

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"Den Sommer kannst du auch nicht aufhalten" wird unter 'Liebesroman' oder 'Gegenwartsliteratur' geführt. Ich habe mich während des Lesens die ganze Zeit gefragt, ob man nicht besser 'Satire' dran schreiben ...

"Den Sommer kannst du auch nicht aufhalten" wird unter 'Liebesroman' oder 'Gegenwartsliteratur' geführt. Ich habe mich während des Lesens die ganze Zeit gefragt, ob man nicht besser 'Satire' dran schreiben sollte. Dann hätte ich das Werk von Anfang an nicht gelesen, denn es ist nicht mein Genre. So habe ich gedacht, es ist etwas Gefühlvolles, vielleicht was fürs Herz. Aber da lag ich voll daneben.

Die Geschichte ist mit ihren knapp 140 Seiten recht kurz. Dennoch kam sie mir unendlich lang vor, weil ich mich stellenweise ein wenig durch sie durchquälte.

Dimitri Verhulst benutzt auf der einen Seite eine wirklich liebevolle Sprache. Wenn er über Sonnys Mutter spricht, merkt man richtig, was damals zwischen ihnen war.

Auf der anderen Seite kommen derbe und vulgäre Worte, die für mich nicht in das Gesamtkonzept gepasst haben. Im Gegenteil, ich wurde teilweise richtig wütend über das, was geschrieben stand, weil es mir schier das Herz zerbrach. Weil es um einen 16-jährigen, behinderten Jungen geht, der auf eine Weise vorgeführt wird, die ich einfach nicht akzeptieren kann.

Ich fühlte mich letzten Endes ratlos. Zwar ist der Schluss in meinen Augen nochmal richtig emotional, aber der Weg dorthin gefiel mir überhaupt nicht. Daher bekommt Buch von mir auch keine Leseempfehlung. Es sei denn, man kann über diese herablassende Art hinwegsehen ...

©2021 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 17.01.2021

Gefühlvoll

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Eine wunderschöne Geschichte, die durch die verschiedenen Gefühle der Hauptfigur nie langweilig wird. Besonders gefallen hat mir der Schauplatz der Handlung, der sehr schön und detailliert mit einem tollen ...

Eine wunderschöne Geschichte, die durch die verschiedenen Gefühle der Hauptfigur nie langweilig wird. Besonders gefallen hat mir der Schauplatz der Handlung, der sehr schön und detailliert mit einem tollen Schreibstil beschrieben wurde. Auch das Cover wurde dazu passend gestaltet. Die Figuren sind extrem und besonders, haben Tiefe und wirken sehr authentisch. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, weshalb ich es gerne empfehle.

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Veröffentlicht am 29.12.2020

Egotrip

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„Den Sommer kannst du auch nicht aufhalten“ von Dimitri Verhulst erzählt die Geschichte eines Liebespaares, das sich spät kennenlernt und die Zeit um so intensiver erlebt. Pierre holt Sonny, den behinderten ...

„Den Sommer kannst du auch nicht aufhalten“ von Dimitri Verhulst erzählt die Geschichte eines Liebespaares, das sich spät kennenlernt und die Zeit um so intensiver erlebt. Pierre holt Sonny, den behinderten Sohn seiner großen Liebe, aus dem Heim ab und fährt mit ihm an den Ort, wo er und die Mutter des Jungen sich kennen- und lieben gelernt haben. Sehr grob und plump beschreibt er seine Geschichte, nur die Momente mit der Frau sind von Herzlichkeit gezeichnet.
Das Buch lässt sich schnell und flüssig lesen, aber ich konnte leider keinen roten Faden finden. Der Titel und die Story passen perfekt zusammen – alles Nichts aussagend. Vielleicht verstehe ich auch den Sinn dieser Geschichte nicht, deshalb kann ich auch nur 1 Stern vergeben.

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