Cover-Bild Mathilda oder Irgendwer stirbt immer

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16,90
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 12.03.2020
  • ISBN: 9783423262491
Dora Heldt

Mathilda oder Irgendwer stirbt immer

Roman

Willkommen in Dettebüll!

Mathilda liebt ihr Dorf Dettebüll in Nordfriesland, seine Einwohner und ihre Familie. Na ja, bis auf Ilse, ihre Mutter, vielleicht. Ilse ist – im Gegensatz zu Mathilda – eine Ausgeburt an Boshaftigkeit und Niedertracht. Veränderungen sind Mathilda ein Gräuel, und so kämpft sie seit vierzig Jahren um Harmonie in der Familie. Doch dann gerät Mathilda und mit ihr ganz Dettebüll in einen Strudel von Ereignissen, die den Frieden in ihrem Dorf gründlich aus den Angeln heben: Dubiose Männer in dunklen Anzügen interessieren sich plötzlich für die endlosen Wiesen von Dettebüll. Unruhe macht sich breit unter der Dorfbevölkerung. Und noch bevor Mathilda sich auf all das einen Reim machen kann, gibt es die erste Tote: Ilse kommt bei einem tragischen Unfall (unter Einwirkung von Tiefkühlkost) ums Leben. Und sie wird nicht die einzige Tote bleiben.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.05.2020

Landleben

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Die Autorin schreibt hier einen sehr humorvollen, sympathischen Roman. Die Geschichte spielt in einem kleinen Dorf. Die Hauptfigur Mathilda, eine liebenswerte Frau, bringt ihr Familienleben in Ordnung. ...

Die Autorin schreibt hier einen sehr humorvollen, sympathischen Roman. Die Geschichte spielt in einem kleinen Dorf. Die Hauptfigur Mathilda, eine liebenswerte Frau, bringt ihr Familienleben in Ordnung. Alles dreht sich um ihre Familie, da ist Oma Ilse, eine alte gemeine Hexe, der Bruder, das schwarze Schaf der Familie, die Tochter, die Beziehungsprobleme hat, der Sohn der frisch verliebt ist, die neugierigen Nachbarn, die Tratschtanten, der hinterhältige Nachbar, der einsame Schwager und der korrupte Bürgermeister, und durch Fügung des Schicksals und den ein oder anderen Tod wendet sich alles zum Guten.
Das Buch ist super geschrieben und eine Mischung aus Krimi und einer humorvollen Erzählung. Durch die zwei parallel Erzählten Handlungen, die Tödesfälle rund um Matilda und die Krimigeschichte rund um Pit, wird es nie langweilig und die Seiten fliegen an einem vorbei. Mit Beginn von Seite 1, entwickelt man sofort Sympathien und fühlt sich als wohne man selbst in dem kleinen Dorf.

Fazit
Ein tolles Buch, dass wirklich Spaß macht und mit den überraschenden Wendungen immer interessant bleibt. Man taucht ein ins Landleben, und wenn man selbst auf dem Land lebt, erkennt man Charaktere wieder, die jedes Dorf hat. Die Figuren sind lebhaft und glaubhaft geschrieben. Absolute Lesempfehlung, super Buch für den Urlaub.

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Veröffentlicht am 15.05.2020

Gute Geschichte ganz nach Dora Heldts Art

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Inhalt

Mathilda lebt im beschaulichen, ruhigen Örtchen Dettebüll in Nordfriesland. Man kennt sich, man hilft sich, man tratscht über dies und das am Zaun und eigentlich passiert nicht viel. Was sich erstmal ...

Inhalt

Mathilda lebt im beschaulichen, ruhigen Örtchen Dettebüll in Nordfriesland. Man kennt sich, man hilft sich, man tratscht über dies und das am Zaun und eigentlich passiert nicht viel. Was sich erstmal nach Bullerbü aus Kinderbüchern anhört, entpuppt sich dann aber doch ganz anders. Denn Mathilda gerät in die ein oder andere verzwickte Situation, die mit Mord endet.
Mathildas Mutter Ilse ist scheußlich macht nicht nur Mathilda das Leben schwer, sondern allen um sich herum – ein Biest, wie es im Buche steht. Doch Mathilda ist viel zu Harmoniebedürftig um gegen Ihre Mutter anzukommen. Gunnar, Mathildas Mann, erträgt es mit Schweigen, Max der Sohn traut sich nicht mal seine neue Freundin zu Hause vorzustellen und Nele, die Tochter, will erst gar nicht von Ihrer Trennung mit Ihrem Mann erzählen. Mathilda leidet sehr unter der Situation, sie ist ein Familienmensch durch und durch. Bei einer verheerenden Station, wo eine eingefrorene Gans und auch Mathilda eine nicht ganz unschuldige Rolle bei spielen, kommt Ilse ums Leben. Jetzt könnte böse gesagt, alles so schön sein - wären da nicht noch die ein oder anderen Probleme im Dorf, die für Chaos in Mathilda Leben sorgen und es nicht nur bei Ilses Tot bleibt.

Meine Meinung

Die Geschichte hat unglaublich Spaß gemacht zu lesen, es ist irgendwas zwischen Roman und Krimi und dabei unglaublich unterhaltsam.

Wichtige Charakter im Buch sind natürlich zum einem Mathilda aber auch einen Großteil des Buches spielt Pit, ihr Bruder, der aus dem kleinen Dörfchen Dettebüll schon früh geflohen ist. Raus aus dem Dörfchen und rein ins Großstadtleben – mit weniger als mehr Erfolg. Pit betreibt in Hamburg eine kleine, schäbige Bar, mehr Kneipe als Bar. Sein einziger Gast ist Herrmann, der einsam und verlottert Tag für Tag bei Pit sein Bierchen trinkt (aber Achtung, Herrmann wird noch zur Überraschung im Buch). Pit ist schon des Öfteren auf die ein oder andere schiefe Bahn gekommen, aber nun ist er plötzlich auf einen nicht gerade kleinen Beutel Koks gestoßen und ahnt nun das ganz große Geld. Natürlich wollen diejenigen, denen der Stoff tatsächlich gehört, wieder an den Beutel herankommen. Pit flüchtet nach Dettebüll und das nächste Chaos nimmt seinen Lauf, nicht ganz irrelevant ist dabei auch eine kleine Chinesin, die plötzlich sowas wie Pits Freundin ist.

Ihr merkt, die Geschichte hat so einige Baustellen, man lernt neben Mathilda und Pit so Einige andere Leute aus dem Dörfchen kennen. Alle mit ihren Sorgen und Problemen, was auf den ersten Blick nach Bullerbü aussieht, ist auf den zweiten Blick alles andere als Unkompliziert. Geheimnisse, Intrigen und noch vieles Mehr werden in dem Buch aufgedeckt und doch dabei bleibt es drum herum eine Nachbarschaftsgeschichte. Toll geschrieben und erzählt.

Kleines Manko, sind die viele Namen bzw. Personen die im Buch auftauchen, bei denen ich mir schwer getan habe erstmal den Überblick zu bekommen. Auch die eine oder andere Situation ist schon sehr überspitzt. Wären wir hier im echten Leben, kann ich nur so viel sagen, Mathilda wäre nicht so mir nichts dir nichts davon gekommen. Dafür war sie in den prekären Situationen zu präsent.

Ich mag Dora Heldt sehr, sehr gerne und ihren Schreibstil sowieso, deswegen war es für mich ein Muss dieses Buch zu lesen und ich wurde mal wieder nicht enttäuscht. Es ist nicht unbedingt eine Geschichte für jedermann, es ist eine Geschichte ganz nach Dora Heldts Art, daher lesenswert für alle die schon das eine oder andere Buch der Autorin kennen. Für alle anderen, lasst euch mal drauf ein – könnte gut werden.

Fazit

Ich mags. Die Geschichte, das Setting und sowieso Dora Heldt. Ganz unvoreingenommen bin ich daher nicht, aber ich kann euch sagen man hat bei dieser Geschichte Spannung und Spaß. Daher spreche ich eine Leseempfehlung aus und freue mich schon auf das nächste Dora Heldt Projekt.

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Veröffentlicht am 17.04.2020

Vergnügliche Geschichte mit kriminellen Handlungen

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Die Titelfigur „Mathilda“ im gleichnamigen Roman von Dora Heldt nimmt im Prolog der Geschichte Rückblick auf die vergangenen turbulenten Monate und verrät dabei einiges, was in dieser Zeit geschehen ist. ...

Die Titelfigur „Mathilda“ im gleichnamigen Roman von Dora Heldt nimmt im Prolog der Geschichte Rückblick auf die vergangenen turbulenten Monate und verrät dabei einiges, was in dieser Zeit geschehen ist. Ein wenig lässt auch der Untertitel des Buchs „Irgendwer stirbt immer“ vermuten, dass die Dorfidylle von Dettebüll, dem Ort, in dem Mathilda nun schon über 60 Jahre lebt, durch unerwartete Ereignisse gestört wurde. Noch vor Aufblättern der ersten Seiten führt das Cover mit einer beschaulichen Szene des Landlebens stimmungsvoll in die Erzählung ein.

Gemeinsam mit ihrem Mann Gunnar, der inzwischen in Rente ist, wohnt Mathilda in einer Haushälfte, die ihrer Mutter Ilse gehört. Sie hat zwei erwachsene Kinder, die nicht mehr vor Ort leben. Obwohl sie gern im Dorf lebt, muss sie sich mit einigen Dingen, die ihr weniger oder gar nicht gefallen, arrangieren. Dazu gehört zum Beispiel ihre in der anderen Hälfte des Hauses wohnende Mutter, der sie zwar Respekt zollt, die sich aber auf ihre eigene Weise in sämtliche Belange einmischt, ihre Meinung kundtut und dabei immer auf der Suche nach einer wenig konstruktiven Auseinandersetzung zu sein scheint. Mathilda liebt Frieden und ist immer bereit, einzulenken und Streit beizulegen. Und eines Tages geschieht ein Unfall, der für Ilse nicht gut endet, aber für Mathilda vieles verändert. In der Zwischenzeit kehrt ihr Bruder Pit, ein Kneipenwirt in Hamburg, ohne ihr Wissen in besonderer Mission in sein Heimatdorf zurück. Er ahnt nicht, dass er selbst seinen Teil dazu beitragen wird, dass ungewöhnliche Ereignisse im Dorf geschehen, mit denen niemand gerechnet hat.

Mathilda ist ein sympathischer Charakter. Liebevoll kümmert sie sich sowohl um die ihr anvertrauten Menschen wie auch die ihr übertragenen Aufgaben. Viele Erledigungen sind für sie Routine und werden selten von ihr hinterfragt. Die Beziehungen innerhalb der Dorfgemeinschaft haben sich über Jahre herausgebildet, Freundschaften werden gepflegt, Widersacher gemieden. In Dettebüll kennt jeder jeden und weil so wenig geschieht, tragen sich Neuigkeiten schnell weiter, denn alle freuen sich über neue Gesprächsthemen. Dora Heldt schafft Figuren, denen sie einen eigenwilligen, nicht immer liebenswerten, manchmal überspitzt dargestellten Charakter verleiht, der sich aber im Laufe der Ereignisse auch ändern kann. Die Absichten einiger Personen sind schwierig vorherzusehen und tragen zu den ereignisreichen Begebenheiten bei. Mit der Zeit erhält die Handlung einige kriminelle Elemente. Über allem liegt ein durchgehend amüsanter Unterton, auch durch die Verknüpfung von Handlungen, die über den Zufall hinausgehen. Allerdings führte der gekonnt konstruierte Handlungsablauf mit immer neuen Verwicklungen zum Ende hin zu wenigen Längen.

In ihrem Roman „Mathilda“ schildert Dora Heldt zwar ein lauschiges Landleben, doch demgegenüber stellt sie auch die Vorteile des Wohnens in einer Stadt. Sie vermischt eine vergnügliche Geschichte mit kriminellen Handlungen, die sie aber passend zur Story als unerheblich erscheinen lässt. Gerne empfehle ich das Buch an Leser, die nach einer Erzählung für unterhaltsame Stunden suchen.

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Veröffentlicht am 01.04.2020

Mörderische Idylle

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Mathilda liebt ihr nordfriesisches Dörfchen Dettebüll und das geruhsame Leben mit ihrem Mann Gunnar. Eigentlich könnte alles so schön sein, wenn nicht ihre ewig nörgelnde und zeternde Mutter Ilse wären ...

Mathilda liebt ihr nordfriesisches Dörfchen Dettebüll und das geruhsame Leben mit ihrem Mann Gunnar. Eigentlich könnte alles so schön sein, wenn nicht ihre ewig nörgelnde und zeternde Mutter Ilse wären und die nervige, neugierige, ständig tratschende Nachbarin Irene. Aber Mathilda hat ja ein extrem ruhiges Gemüt und lächelt alles Störende weg.
Ihre erwachsenen Kinder Max und Nele können nicht verstehen, dass ihr Vater das die ganzen Jahre ausgehalten hat – aber Gunnar liebt Mathilda und Mathilda will hier nicht weg. Aber als Ilse plötzlich anfängt, mit dem Nachbarn zu klüngeln, der Bürgermeister wertloses Land aufkauft, Männer in teuren Anzügen durchs Dorf streifen und Mathildas Bruder Pit nach Jahren wieder im Dorf auftaucht, wird es Mathilda dann doch zu bunt. Auch Oma Ilse plötzlicher Tod ändert nichts an der Situation, dazu müssen noch ein paar andere Dorfbewohner sterben … „Mama, wach mal auf, die Bullerbü-Zeiten sind auch hier vorbei.“ (S. 192).

Ich mochte Mathilde und Gunnar sofort. Sie ist eine nette ältere Dame mit einem Faible fürs englische Königshaus, die die Familie zusammenhält und versucht, es jedem recht zu machen. Wenn sie sich aufregt, putzt sie, bügelt oder geht mit ihren Hund George Gassi. Manchmal träumt sie von einer Kreuzfahrt, aber eigentlich ist es in Dettebüll ja auch ganz schön. Gunnar ist eine treue Seele, der sie aus dem Hintergrund unterstützt, ihr den Rücken frei- und ihre Geheimnisse für sich behält. Beide freuen sich, als ihnen ihr Sohn Max endlich seine neue Freundin vorstellt und ihre Tochter Nele wieder öfter zu Besuch kommt, auch wenn der Grund dafür kein schöner ist. Mit anderen Worten, eine ganz normale, typische Familie – mit einer Leiche im Garten.
Pit ist eine Klasse für sich. Er hatte noch nie im Leben kein Glück und seine Kneipe in Hamburg läuft nicht wirklich gut. Da fällt im wahrsten Sinne des Wortes etwas Glück für ihn vom Himmel – leider will es der Besitzer zurück. Pit flüchtet in die alte Heimat und zieht seine Familie und seinen besten Kumpel mit rein. Begleitet wird er von seiner neuen Freundin, einer jungen Chinesin, die keiner kennt und der niemand traut.
Ilse und die aufdringliche Nachbarin hätte ich persönlich bestimmt mit der Bratpfanne erschlagen, wen sie am Sonntagmorgen wieder ohne zu klingeln in der Küche auftauchen oder ihr Gift verspritzen. In diesen Situationen habe ich Mathilde um ihren Langmut beneidet, obwohl die Stellen zum Teil auch sehr humorvoll waren.

„Mathilda oder Irgendwer stirbt immer“ ist der neue Roman von Dora Heldt und hat mich wieder von der ersten Seite an bestens unterhalten. Mit spitzer Feder und feinem Humor nimmt sie das ach so idyllische Dorfleben aufs Korn und lässt es dabei auch nicht an Spannung fehlen.
Da meint man, seine Nachbarn zu kennen, das Dorf ist ja klein, und dann tun sich doch Abgründe auf: Freunde werden zu Feinden, Familienkonstellationen offenbaren sich, diskrete Affären fliegen auf und Mathilda versucht verzweifelt, ihre heile Welt wiederherzustellen. 5 Sterne und meine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.03.2020

Endlich wieder Dora Heldt

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Ich bin seit Jahren ein großer Fan ihrer Schreibweise und den geschaffenen Figuren.
Wie auch alle anderen Bücher spielt es mal wieder im Norden, nur nicht auf einer Insel, sondern einem idyllischen Dorf. ...

Ich bin seit Jahren ein großer Fan ihrer Schreibweise und den geschaffenen Figuren.
Wie auch alle anderen Bücher spielt es mal wieder im Norden, nur nicht auf einer Insel, sondern einem idyllischen Dorf.
In diesem Dorf ereignet sich normalerweise nicht viel, bis mysteriöse Dinge passieren und das Dorfleben nicht mehr ist, wie es einst war.
Sehr passend in der momentanen Situation.

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