Cover-Bild John of John
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26,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 560
  • Ersterscheinung: 21.04.2026
  • ISBN: 9783446285828
Douglas Stuart

John of John

Roman
Sophie Zeitz (Übersetzer)

Der neue Roman von Booker-Preisträger Douglas Stuart: »Menschliche Wärme, die seltsam schöne Atmosphäre eines unwirtlichen Insellebens, eine große innere Spannung: Ein Roman, wie er nur alle zehn, fünfzehn Jahre vorkommt.« (Daniel Schreiber)

Cal ist zurück und all das, vor dem er nach Edinburgh geflüchtet war, ist wieder da: das karge Leben auf den Hebriden, der windgepeitschte Kreislauf aus Schafzucht und Nächten am Webstuhl, die Enge der Inselgemeinschaft. Sein Vater John hat ihn nach Hause beordert, dem er all sein Wissen über Farben und Wolle verdankt, dessen Hingabe als Tweed-Weber er liebt und dessen presbyterianische Strenge er hasst. Sie sind einander so nah und kennen sich so wenig – blind für das wohlgehütete Geheimnis des anderen. Niemals könnte Cal dem Vater von seiner Sehnsucht nach einem Partner erzählen, wo dieser schon seine langen Haare als Sünde ahndet. Stattdessen sucht Cal immer mehr die Nähe von Innes, Johns sanftem bestem Freund ...
Ein großer Roman über Verpflichtung und Verblendung, Liebe und Scham und die verwandelnde Kraft der Wahrheit.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.05.2026

Interessante aber eigenwillige Geschichte

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Nach seinem Studium wird Cal von seinem Vater nach Hause, auf eine kleine schottische Insel, beordert. Seiner Oma Ella ginge es nicht gut und sein Vater John benötige Hilfe mit den Schafen. Cal folgt dem ...

Nach seinem Studium wird Cal von seinem Vater nach Hause, auf eine kleine schottische Insel, beordert. Seiner Oma Ella ginge es nicht gut und sein Vater John benötige Hilfe mit den Schafen. Cal folgt dem Aufruf nur widerstrebend, da sein Vater und er sich schon lange nicht mehr gut verstehen.

John of John ist sowohl das erste Buch, das ich von Douglas Stuart gelesen habe, als auch mein erstes Familiendrama.
Der Schreibstil war definitiv mal was anderes. Es hat etwas gebraucht, bis ich richtig in die Geschichte reingekommen bin, dann hat mir der Stil aber gut gefallen. Was ich nicht so sehr mochte war der ständige Wechsel der Erzählperspektive, auch innerhalb eines Kapitels.

Die Geschichte selbst hat mich nicht so richtig überzeugen können. Die Charaktere haben alle ihr Päckchen zu tragen. Das wird durch die vielen Perspektivwechsel gut deutlich und man bekommt viele Einblicke in verschiedene Handlungsstränge. Immer wenn ich mich aber gerade eingewöhnt hatte kam etwas bei dem ich mir dachte: „Wo kommt denn das jetzt her?“.
Ansonsten ist die Geschichte insgesamt sehr vor sich hingeplätschert. Es gab keine großen Überraschungen oder Wendepunkte. Dadurch habe ich das Buch teils doch als eher langweilig und langatmig empfunden. Ein paar Ideen wurden angeschnitten, die für mich viel Potential für tiefere Emotionen geboten hätten. Leider wurden diese jedoch auch sehr schnell wieder verworfen. Auch die sehr starke religiöse Komponente hat mich eher irritiert als interessiert.

Insgesamt habe ich mir von „John of John“ viel erhofft, wurde aber nicht wirklich überzeugt. Vielleicht ist das aber auch dem Genre geschuldet, das anscheinend nicht so ganz meins ist.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Schwierig

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Also dieses Buch hat mir so einiges abverlangt. So richtig warm geworden bin ich damit nicht.

Die raue Landschaft, die Abgeschiedenheit, die Macht der Religion und der schwierige Alltag auf einer schottischen ...

Also dieses Buch hat mir so einiges abverlangt. So richtig warm geworden bin ich damit nicht.

Die raue Landschaft, die Abgeschiedenheit, die Macht der Religion und der schwierige Alltag auf einer schottischen Insel sind eindringlich dargestellt. Die Charaktere passen in diese Umgebung und sind gut beschrieben. Zwänge und Härte, aber auch Liebe begleiten das Dasein.

Aus der Stadt Edinburgh wird Cal zurück zu seinem Vater und seiner kranken Großmutter auf die Insel zurückgerufen. Hier erwartet ihn die schlichte Existenz seiner Familie und die harte Arbeit, die aus Schafzucht und Weberei besteht. Schon in Edinburgh war das Leben für Cal kein Zuckerschlecken, kein Geld und ein Dasein am Rande der Obdachlosigkeit. Im Gepäck seiner Rückkehr befinden sich jede Menge Schulden. Hinzu kommt, dass Cal homosexuell ist, was auf der Insel weder akzeptiert noch geduldet wird. Das Miteinander von Cal und seinem Vater ist geprägt von Kompromisslosigkeit, Schärfe und Unverständnis, was es nicht einfach macht. Hinzu kommt die konservative Einstellung der Inselbewohner, die einige Probleme in sich birgt.

Mein Buch war es nicht, dennoch bin ich überzeugt davon, dass es seine Leser finden wird.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Tolles Buch, viel zu ausführlich

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„John of John“ ist ohne Zweifel ein richtig gutes Buch zu einem wichtigen Thema, in toller Sprache verfasst, leider hat es mir überhaupt nicht gefallen.

Cal wird von seinem Vater nach Falabay zurück geordert, ...

„John of John“ ist ohne Zweifel ein richtig gutes Buch zu einem wichtigen Thema, in toller Sprache verfasst, leider hat es mir überhaupt nicht gefallen.

Cal wird von seinem Vater nach Falabay zurück geordert, einer Insel im hintersten Irland, wo die Uhren anders ticken. Dort ist man nicht nur streng gläubig sondern presbyterianisch, züchtet Schafe, webt Tweed noch mit der Hand nach uralten Mustern und verachtet Katholiken für ihre losen Sitten.

In dieser Gesellschaft ist kein Platz für Homosexuelle. Cal hatte versucht, in Edinburgh neu anzufangen, aber sein Kunststudium ist dafür eine schwierige Basis. Frustriert und abgebrannt fährt er zurück nach Hause und ringt mit sich selbst. Soll er sich einfach fügen, sich an das streng reglementierte Leben anpassen wie früher? Soll er sich outen und die Wut seines Vater ertragen?

Das Buch ist wunderbar geschrieben, plastisch, eindringlich, oft brutal aber mit sehr feinem, bitterem Humor. Es breitet Cals Verzweiflung aus, lässt einen teilhaben an seinem inneren Ringen. Aber auch Cals Vater leidet, weil es sich schwer lebt mit solch strengen Regeln, genau wie Innes, der Nachbar und Freund der Familie.

Man bekommt hier blanke Tristesse und ganz viel Leid, die über 560 Seiten lang höchst eindringlich ausgebreitet werden. Es passiert nicht sehr viel, aber das Leid ist groß und das ist einfach schwer erträglich. Douglas Stuart schreibt toll aber auch unglaublich ausführlich. Auf die Hälfte gekürzt wäre das ein grandioses Buch zu einem tragischen Vater-Sohn-Konflikt. In dieser Form hat es deutliche Längen und das ist wirklich schade.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Nicht meins

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Zum Inhalt:
Cal ist zurück auf den Hebriden, zurück bei all dem wovor er vor einiger Zeit nach Edinburgh geflüchtet war. Sein Vater hat zurück beordert. Von ihm weiß er alles, was es über Farben und Wolle ...

Zum Inhalt:
Cal ist zurück auf den Hebriden, zurück bei all dem wovor er vor einiger Zeit nach Edinburgh geflüchtet war. Sein Vater hat zurück beordert. Von ihm weiß er alles, was es über Farben und Wolle zu wissen gibt, den er dafür bewundert, mit wieviel Hingabe er Tweed-Weber ist, den er hasst für seine Strenge. Sie sind sich nah und kennen sich doch so wenig.
Meine Meinung:
Das ist so ein Buch, dass vermutlich tatsächlich grandios ist mit der schwierigen Geschichte von Vater und Sohn und dem ganzen Drumherum, des nicht Verstehens des Anderen und schon gar nicht Erzählens von was man eigentlich wirklich träumt. Das Buch ist auch richtig gut geschrieben, aber mich hat das Buch einfach nicht erreicht, vielleicht war mir auch alles viel zu sehr in die Länge gezogen, ich war am Ende froh, dass ich es endlich durch hatte. Ich bin aber davon überzeugt, dass das Buch begeistere Leser finden wird, ich war es leider nicht.
Fazit:
nicht meins