Cover-Bild Solange wir lügen
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Ravensburger Verlag GmbH
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 21.06.2017
  • ISBN: 9783473585120
E. Lockhart

Solange wir lügen

Alexandra Rak (Übersetzer)

Eine wohlhabende und angesehene Familie. Eine Privatinsel vor der Küste Massachusetts. Ein Mädchen ohne Erinnerungen. Vier Jugendliche, deren Freundschaft in einer Katastrophe endet. Ein Unfall. Ein schreckliches Geheimnis. Nichts als Lügen. Wahre Liebe. Die Wahrheit.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.06.2018

Ganz anderer Schreibstil

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Dieses Buch hat mir nach dem Lesen ziemliches Kopfzerbrechen beschert. Ich würde mal sagen es sticht aus den üblichen Büchern, die ich lese, hervor.

Zum Inhalt:

Johnny, Mirren, Gat und Cadence. Das sind ...

Dieses Buch hat mir nach dem Lesen ziemliches Kopfzerbrechen beschert. Ich würde mal sagen es sticht aus den üblichen Büchern, die ich lese, hervor.

Zum Inhalt:

Johnny, Mirren, Gat und Cadence. Das sind die Sinclair-Kinder. Naja fast. Gat ist da irgendwie mit reingerutscht. Seit sie klein sind verbringen sie ihre Sommer auf der Insel ihres Großvaters. Auf ihr stehen vier Häuser. Für jede der drei Töchter von Harris Sinclair eines plus dem, in dem er wohnt.

Gat und Cadence verbindet noch mehr als die Erinnerungen und Abenteuer, die sie mit den anderen teilen. Gat liebt Cadence und Cadence liebt Gat. Eine Sinclair zu sein ist jedoch nicht einfach. Überall wird gelogen, betrogen, ausgespielt. Im Sommer fünfzehn geschieht etwas, dass die Familie verändert. Etwas über das keiner reden will. Cadence jedoch erinnert sich nicht. Ihre Kopfschmerzen sind alles, was ihr geblieben sind. Was ist in dem Sommer passiert? Und warum erzählt es ihr keiner?



Zum Buch:

An den Schreibstil von E. Lockhart in diesem Buch musste ich mich erst gewöhnen. Die Autorin nutzt viele Metaphern, Hauptsätze und Wiederholungen und verleiht der Geschichte somit einen ganz eigenen Charakter. Cadence wirkt an vielen Stellen für mich als unzuverlässige Erzählerin, die zwischen Vergangenheit und Gegenwart springt. Es ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, passt aber wirklich gut zu der Geschichte. Durch den Stil schafft die Autorin es alles besonders undurchsichtig erscheinen zu lassen. Ich habe wirklich bis zuletzt nichts geahnt.

Dadurch, dass man immer wieder in Frage stellt, was Cadence oder die anderen erzählen, entstand für mich unheimlich viel Spannung.



„Aasfressende Vögel picken an meinem herausquellenden Hirn herum, das aus meinem zerdrückten Schädel tropft.“ (S. 129)



Die Sinclairs sind eine Familie in sich und man kann durchaus nachempfinden, warum die Kinder die Stimmung auf der Insel zwischen den Tanten und dem Großvater als so bedrückend empfinden.

Man lernt Johnny, Mirren, Gat und Cadence von Kindesbeinen an kennen. Einiges erscheint manchmal etwas verquer, anderes passt so gut zu den vieren, dass man sich als Leser wünscht man könnte in ihre Welt mit eintauchen. Sie werden die Lügner genannt und ich denke jeder Leser kann sich schlussendlich seine eigene Meinung bilden, was genau damit gemeint ist. Ganz einfach gesagt sind sie natürlich Lügner, weil sie so tun, als sei alles wie jeden Sommer, obwohl sie schon längst nicht mehr auf der Insel sind. Andererseits sind sie auch Lügner, weil sie dazu gezwungen werden und die Art wie Cadence es „ausspricht“ und die Situationen beschreibt, klingen sehr ähnlich: Sie verabscheut es, dass ihre Mütter und ihr Großvater sie dazu bringen andere Sachen zu sagen, als sie meine. Sie verabscheut es, dass alle immer nur auf ihr eigenes Wohl bedacht sind, aber so gar nichts dafür tun. Und sie verabscheut es, dass von den Kindern so viel erwartet wird, obwohl es doch an ihnen ist ihr Leben zu bestimmen. Johnny will Marathonläufer werden, Mirren heiraten und in den Kongo reisen und Gat die 100 berühmtesten Bücher lesen und auf das College gehen.

Cadence selbst bezieht sich dabei wenig in die Geschichte ein. Sie löscht sich nach und nach aus und betont immer wieder die besonderen Seiten ihrer drei Lügner. Darum fällt es ihr vermutlich nach dem schrecklichen Ereignis auch schwer wieder zurück ins Leben zu finden. Was bleibt letztlich? Wo liegt der Wert des Lebens?

Das einzige was ihr wirklich genommen wurde ist die Liebe zu Gat. In wieweit man von richtiger Liebe sprechen kann, kann nicht nur ich als Leser anzweifeln, sondern sie tut es auch. Die Beiden teilen allerdings so viele schöne Momente und Erinnerungen. Ich glaube die Beiden haben sich schon von Anfang an auf einer anderen Ebene getroffen, als ein „normales“ Paar. Sie haben ihren Weg gefunden, ihre Perfektheit zu erreichen.



„Es ist gut, wenn man geliebt wurde, selbst wenn es nicht von Dauer war. Es ist gut zu wissen, dass es Gat und mich gab, vor langer, langer Zeit.“ (S. 208)



„Ich spreche nicht von Schicksal. Ich glaube nicht an Vorsehung oder Seelenverwandtschaft oder Übersinnliches. Ich will bloß sagen, dass wir einander verstanden. Ganz und gar.“ (S. 13)



Fazit:

Bei diesem Buch ist es mir echt nicht leicht gefallen eine konkrete Bewertung zu geben, denn es ist so ganz anders als gewohnt. Der Schreibstil hat mich zunächst verwirrt, ist aber total schön und perfekt für Cadence´ Geschichte.

Veröffentlicht am 11.01.2018

Du verstehst mich zum Schluss

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Cover
Dieses Cover finde ich nicht direkt ansprechend, aber es macht einfach neugierig auf mehr! Es ist düster und verspricht einfach einiges.
Thematik
Nach einem schweren Unfall hat Candice ihre Erinnerungen ...

Cover
Dieses Cover finde ich nicht direkt ansprechend, aber es macht einfach neugierig auf mehr! Es ist düster und verspricht einfach einiges.
Thematik
Nach einem schweren Unfall hat Candice ihre Erinnerungen an einen ganzen Sommer verloren und ist auf der Suche nach ihren Erinnerungen, jedoch möchte keiner mit ihr darüber sprechen.
Charaktere
In dem Buch geht es vor allem um Candice, sie hat ihren eigenden Kopf und handelt oft anderes als man von ihr erwartet.
Es gibt noch ein paar andere Charakter die Candice zu ihren Freunden zählt, jedoch haben sie alle ein Geheimnis vor ihr.
Handlungsort
Es spielt auf einer kleinen Insel die der Familie gehört. Dort machen sie jedes Jahr Urlaub und genießen die Ferien als Freunde.
Umsetzung
Zu erst dachte ich das ich viel mehr erwartet hätte, dann jedoch habe ich verstanden, das es ein wenig das Ziel war mich als Leser in die Irre zu führen. Es hat mich überrascht und damit finde ich die Umsetzung ist sehr gut gelungen.
Fazit
Ingesamt fand ich das Buch wirklich sehr gut. Es hat mich glauben lassen das es etwas langweilig ist und dann überrascht und mich begeistert.

Veröffentlicht am 05.01.2018

Ganz besonderer Schreibstil

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Der Klappentext von "Solange wir lügen" von E. Lockhart verrät nicht viel und genau das ist auch beabsichtigt. Ich habe die Geschichte vollkommen unvoreingenommen gelesen und hatte keine Ahnung, um was ...

Der Klappentext von "Solange wir lügen" von E. Lockhart verrät nicht viel und genau das ist auch beabsichtigt. Ich habe die Geschichte vollkommen unvoreingenommen gelesen und hatte keine Ahnung, um was es in dem Buch eigentlich genau geht oder auch um welches Genre es sich eigentlich handelt. Aber so viel sei vorweg genommen: die Geschichte lebt von seinen Geheimnissen und Lügen.
Die wohlhabende und hoch angesehene Familie Sinclair verbringt ihre Sommer immer gemeinsam auf ihrer Privatinsel Beachwood. Cadence -genannt Cady- verbringt dort die meiste Zeit mit ihrem Cousin Johnny, dessen Freund Gat und ihrer Cousine Mirren, die sie sonst das ganze Jahr über nicht sieht. Im Sommer Fünfzehn allerdings ereignet sich ein Unfall, bei dem Cady ihr Gedächtnis an diesen Sommer verliert. Zwei Jahre später -im Sommer Siebzehn- kehrt sie zusammen mit ihrer Mutter wieder auf die Insel zurück und hofft, so ihr Gedächtnis zurück zu bekommen.

Das Buch wird aus der Sicht von Cady in der Ich-Perspektive erzählt. Dadurch wird es häufig sehr verwirrend, da auch Cady sehr verwirrt ist und sich nicht erinnern kann, was bei ihrem Unfall oder davor passiert ist. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, aber sehr interessant und gespickt von Metaphern, Bildern und sogar von Märchen, die Cady immer weiter abwandelt und die zu interpretieren anfangs recht schwierig ist. Je weiter die Handlung allerdings voranschreitet und man die Familienverhältnisse der Sinclairs besser versteht, umso besser versteht man auch, was genau Cady mit diesen Märchen ausdrücken möchte.
Insgesamt lässt sich das Buch aber auch aufgrund der kurzen Kapitel sehr flüssig lesen sobald man sich an den Schreibstil gewöhnt hat.

Den Anfang der Geschichte empfand ich als etwas langwierig und die Handlung ist nicht wirklich vorangeschritten. Hier standen besonders die Familienverhältnisse der Familie Sinclair im Vordergrund, die nach außen hin eine reiche und glückliche Familie zu sein scheint, aber bei der im Inneren lange nicht alles so rosig ist.
Erst im letzten Drittel des Buches hat die Geschichte richtig Fahrt aufgenommen und man konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da man unbedingt erfahren wollte, was hinter Cadys Unfall und ihrem Gedächtnisverlust steckt und was sich in Sommer 15 ereignet hat.
Das Ende und somit die Auflösung des Unfalls hat dann die ganze Geschhichte komplett auf den Kopf gestellt und gezeigt, dass nichts so ist wie es scheint. Plötzlich ergibt alles einen Sinn. Ich war so schockiert, dass ich das Ende erst einmal über Nacht sacken lassen musst, um mir eine endgültige Meinung zu dem Buch machen zu können.


Fazit:
Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, nachdem ich aber in die Geschichte hineingefunden hatte, mochte ich diese poetische, teils auch zynische Sprache sehr gerne. Ein großer Teil des Buches hat sich sehr gezogen und man hatte den Eindruck nur an der Oberfläche zu kratzen und nicht wirklich weiter zu kommen. Das Ende hat mich schwer beeindruckt und alles in einem anderen Licht erscheinen lassen. Das Buch lebt von seinen Geheimnissen und genau so soll es auch sein. Die gesamte Stimmung im Buch unterstreicht dies. So reißt das Ende für mich noch einmal alles herum und es wird mir bestimmt lange im Gedächtnis bleiben. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der unvoreingenommen ist und gerne eine besondere Geschichte mit interessantem Schreibstil lesen möchte.

Veröffentlicht am 13.07.2018

Schleppende Geschichte, aber das Ende hat es in sich

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Da der Klappentext nach einer geheimnisvollen Geschichte klang, hatte ich bei einem Gewinnspiel zum Buch mitgemacht und auch gewonnen.

Das Cover finde ich sehr passend zur Geschichte gewählt. Dabei sieht ...

Da der Klappentext nach einer geheimnisvollen Geschichte klang, hatte ich bei einem Gewinnspiel zum Buch mitgemacht und auch gewonnen.

Das Cover finde ich sehr passend zur Geschichte gewählt. Dabei sieht man die Insel mit dem Haus und die Personen sollen wahrscheinlich die Protagonisten Cadence und Gat darstellen. Außerdem ist es etwas düster gehalten und wirkt zugleich geheimnisvoll.

Am Anfang des Buches ist ein Familienstamm abgebildet, damit man weiß, welche Person zur wohlhabenden Familie Sinclair gehören und in welchem Verhältnis sie zueinander stehen. Das fand ich gut, da ich anfangs doch ab und zu mal nachschauen musste.

Die Familie trifft sich jeden Sommer auf einer Privatinsel in Massachusetts. Darunter sind die vier Jugendlichen Cadence, Johnny, Mirren und Gate, die gerne Zeit auf der Insel Zeit verbringen. Bis der Sommer 15 durch einen Unfall alles verändert. Cadence verliert ihre Erinnerungen…aber was ist passiert? Das bleibt vorerst das große Geheimnis.

Cadence arbeitet nach und nach daran ihre Erinnerungen an den besagten Sommer wiederzufinden. Im Sommer 17 verbringt sich wieder Zeit auf der Insel, um Antworten zu finden und ihre Freunde zu besuchen. Jeder aus der Familie will sie jedoch schonen und nichts darüber erzählen, nicht mal ihr Freund Cat.

Erzählt wird das Buch in kurzen Kapiteln aus der Sicht von Cadence. Teilweise empfand ich das Lesen am Anfang etwas schwierig, da mir die Sätze zu abgehackt vorkommen. Damit musste ich erst einmal zurechtkommen.

Die Autorin erzählt in der Geschichte, was vor dem Sommer 15 passiert ist, bis dann die Auflösung kommt. Dadurch wird ein guter Einblick in die Familie gewährt, die gar nicht so perfekt ist, wie es nach außen hin scheint. Es wird hinter den Türen gestritten, gelogen und manipuliert.

Cadence nennt ihr Freunde selber die Lügner. Jedoch erfährt man nicht so richtig, warum überhaupt. Da hätte ich mir gerne eine ausführlichere Beschreibung gewünscht. Ich kann hier nur Vermutungen aufstellen. Ja, es wird gelogen, aber teilweise unter Beeinflussung der Erwachsenen.

Die Geschichte konnte mich am Anfang leider nicht so mitreißen, da ich mit den Charakteren nicht so richtig warm geworden bin. Insgesamt wirkte die Familie durch ihre vielen Geheimnisse und teilweise Verlogenheit nicht so sympathisch. Erst ab den letzten Drittel konnte mich die Geschichte einnehmen, da die Auflösung immer näher rückte und ich endlich wissen wollte, was tatsächlich im Sommer 15 passiert ist. Ab da musste ich die Geschichte in einem Zug durchlesen.

Die Auflösung war richtig schockierend und erschreckend, aber ließ mich auch mit einem Kopfschütteln zurück. Mit dem Ende hätte ich so nicht gerechnet. Es hat mich ganz schön überrascht und überwältigt.

Die Autorin hat zwar eine Geschichte mit vielen Geheimnissen geschaffen, die mit einem großen Knall endet, jedoch waren manche Passagen einfach zu schleppend. Leider fehlte es auch an Emotionen. Durch die kurzen Kapiteln ließen sich diese nicht richtig greifen.

Fazit: Leider plätschert die Geschichte anfangs vor sich hin. Erst gegen Ende nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Die Autorin hat mich mit ihrer Auflösung vollkommen überrascht, aber auch etwas schockiert. Erst durch das Ende betrachtet man die ganze Geschichte noch einmal aus einer anderen Sichtweise und vieles ergibt einen Sinn.

Veröffentlicht am 11.07.2018

Mal etwas anderes!

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Ich hatte das Glück, das Buch im Englisch Unterricht lesen zu dürfen und muss sagen, das es eigentlich vom Inhalt her sehr interessant gestaltet ist. In einem Sommer kann sehr viel passieren, wenn man ...

Ich hatte das Glück, das Buch im Englisch Unterricht lesen zu dürfen und muss sagen, das es eigentlich vom Inhalt her sehr interessant gestaltet ist. In einem Sommer kann sehr viel passieren, wenn man jedoch keine Erinnerungen mehr an diesem Sommer hat, ist es schwierig in dieser Familie klar zukommen. E.Lockhardt, hat die verschiedenen Charaktere bzw. Familien anschaulich und vor allem sehr verschieden dargestellt, sodass es immer eine Abwechslung gab. Im nach hinein kann man sagen, das man kleine Hinweise findet, was im vergangenen Sommer passiert ist, doch wenn man es zum ersten Mal liest, wird man nicht so schnell darauf kommen, was genau passiert ist. Und aus diesem Grund finde ich das das Buch bis zum Schluss gelungen, da es ein Geheimnis verbirgt, welches einen anregt weiter zu lesen.
Mein einziger Kritikpunkt ist, das ich nicht ein ganz so großer Fan bin von dieser Art von Lovestory zwischen den Charakteren, dennoch ein sehr gelungenes Werk.