Cover-Bild Im Zeichen des Raben

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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Blanvalet
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 10.12.2018
  • ISBN: 9783734161469
Ed McDonald

Im Zeichen des Raben

Roman
Ruggero Leò (Übersetzer)

Die Dunkelheit kommt, und die letzte Hoffnung der Menschen ist eine Illusion.

Ryhalt Galharrow ist Hauptmann der Schwarzschwingen. Sie übernehmen im Kampf gegen dämonische Wesen die Drecksarbeit: Kopfgeldjagden, Morde, Einschüchterung, Folter. Ryhalt hat sich dieses Leben nicht ausgesucht, vielmehr trieb ihn sein Pech in diese erbärmlichen Lebensumstände. Und er ist gut in dem was er tut, auch wenn er manchmal seiner Ehre nachtrauert, die er dem Pragmatismus geopfert hat. Da trifft er seine Jugendliebe wieder und er weiß: Für sie will er ein besserer Mensch sein. Doch das Schicksal – und die Götter – haben andere Pläne …

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 7 Regalen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2019

Ein Anti-Held kämpft sich um Kopf und Kragen

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Der Leichtsinn meines Vorhabens hatte einen weniger bitteren Beigeschmack als erwartet. Im Grunde trog der Eindruck, dass ich eine Wahl getroffen hatte. Ob aus Sentimentalität oder aufgrund meiner Intuition, ...

Der Leichtsinn meines Vorhabens hatte einen weniger bitteren Beigeschmack als erwartet. Im Grunde trog der Eindruck, dass ich eine Wahl getroffen hatte. Ob aus Sentimentalität oder aufgrund meiner Intuition, ob Ezabeth recht hatte oder nicht: Ich war auf ihrer Seite gewesen, seit sie wieder in mein Leben getreten war. Ich hatte nur bis jetzt gebraucht, um mir das einzugestehen. Dass Ezabeth Widersacher hatte, war nicht nur ein Theorem. In dieser Nacht hatten ihre Feinde versucht, sie aufzuhalten. Falls sie an sie herankämen, würden sie sie töten.
Ich saß die ganze Nacht mit dem Gesicht zur Tür, das Schwert über die Knie gelegt.
Sollten sie es nur versuchen.
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INHALT:
Ryhalt Galharrow ist Hauptmann der Schwarzschwingen - einer Truppe von Söldnern, die dem Befehl des "Namenlosen" Krähfuß unterstehen, einem mächtigen Zauberer. Meistens jedoch ist diese Arbeit nicht so ehrenhaft wie sie klingt - teilweise gibt es jahrelang kein Lebenszeichen von dem Magier, und bis dahin müssen sich Galharrow und seine Kumpanen so über Wasser halten. Alles ändert sich, als er auf einer seiner Kopfgeldjagden plötzlich die Botschaft erhält, eine bestimmte Adlige zu retten und zu beschützen. Und nicht nur irgendeine: Ezabeth Tanza ist seine Jugendliebe, und noch dazu eine äußerst mächtige Zauberin. Sie hat Informationen, die schnell sehr wichtig werden. Denn diese könnten bedeuten, dass die Könige aus der Tiefe, die schon lange nach der Vereinnahmung der Menschheit trachten, einen neuen Vorstoß wagen...

MEINE MEINUNG:
Ambitionierte Fantasy-Debüts gibt es viele, aber selten funktionieren sie so gut wie Ed McDonalds "Im Zeichen des Raben", Band 1 seiner Trilogie um das "Raven's Mark". Dass man hier etwas Besonderes in den Händen hält, wird schon sehr schnell klar, denn die Geschichte beginnt direkt im sogenannten Elend, einem magieverseuchten Gebiet voller gefährlicher Kreaturen. Protagonist Galharrow erzählt von seinen Erlebnissen aus der Ich-Perspektive - ungewöhnlich für das Genre. Nicht nur deswegen hat mich der gesamte Roman positiv an die "Greatcoats"-Reihe von Sebastien de Castell erinnert, nur in düsterer und schmutziger.

Vor allem aber ist Galharrow kein wirklicher Held und schon gar kein atemberaubendes Talent, was sehr erfrischend ist. Er ist ein guter Kämpfer und die Mitglieder seiner Söldner-Truppe sind ihm wichtig, aber er ist auch ein starker Trinker und nicht unfehlbar. Seine Vergangenheit, in der er in seiner Familie in Ungnade gefallen ist, macht ihm noch immer zu schaffen, und dass er sich als Schwarzschwinge zu einem Leben im Dreck verpflichtet hat, macht es nicht besser. Mit seinem daraus resultierenden schwarzen Humor und seiner Trinkfestigkeit kann es seine Kumpanin Nenn eindeutig aufnehmen - sie hat vieles verloren, unter anderem ihre Nase, lässt sich aber nie unterkriegen und wäscht ihrem Freund auch mal gehörig den Kopf. Außerdem ist da noch Tnota, quasi der Reiseführer der Gruppe, der nicht kämpft, aber immer den Weg kennt, und die Zauberin Ezabeth. Sie ist mächtig, intelligent und gezeichnet von ihrer Kraft, was sie zu einer schwierigen Person macht. Sie will keine Schwäche zeigen, wirkt aber sehr zerbrechlich. Dafür, dass sie so mit ihrem Äußeren hadert, ging ihre Entwicklung zum Ende hin etwas schnell, trotzdem ist sie eine spannende Figur voller Überraschungen.

Und diese Überraschungen finden sich auch in der Handlung wieder. Das beginnt schon bei der Magie, die den Roman durchzieht, sich aber oft im Verborgenen hält: Neben den Königen aus der Tiefe, die die Welt an sich reißen wollen, gibt es die Namenlosen, mächtige Zauberer und vollkommen undurchschaubar - und Lichtspinner wie Ezabeth, die aus dem Schein der Monde Energie für ihre Zauber weben können. Die Welt kann man von der Komplexität und den Laufwegen der Figuren her ein wenig mit der Welt des "Witchers" vergleichen - sie ist aber noch deutlich schmutziger. Nicht nur wird das von Magie zerstörte "Elend" des Landes geplagt von schaurigen und gefährlichen Kreaturen, auch in den Städten treiben Anhänger der Könige ihr Unwesen. Inmitten immer der Protagonist Galharrow, der dabei noch zusätzlich in die Machenschaften von Magiern, Adligen und Offizieren hinein gezogen wird. Mir persönlich hätte seine Obsession mit Ezabeth etwas weniger Raum einnehmen können - andererseits ist diese überhaupt erst der Auslöser vieler Geschehnisse. Beinahe durchgehend bleibt das Ganze spannend, immer wieder durchsetzt von bissigem Witz und dem ein oder anderen Plottwist. Das Ende ist zwar in sich stimmig, lässt aber noch ein paar Fragen offen - wie gut, dass Band 2 im Original schon erschienen ist.

FAZIT:
Ed McDonalds Welt in "Im Zeichen des Raben" ist düster, schmutzig und brutal - nichts für zarte Gemüter also. Der Protagonist kämpft sich durch eine Welt, die ihm nicht positiv gesinnt ist, und versucht dabei größtenteils einfach, am Leben zu bleiben. So wird die Spannung kontinuierlich hoch gehalten, und die wenigen Kritikpunkte tun dem Vergnügen kaum einen Abbruch. Verdiente 4 Punkte!

Veröffentlicht am 02.03.2019

Harte Kerle, viel Fantasy und noch mehr Action

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'Im Zeichen des Raben' ist ein Debütroman und dieser hat es in sich. Er ist blutig und gewaltig. Ich hab ihn an einem Wochenende durchgesuchtet, weil ich ihn nicht mehr aus der Hand legen konnte. Dabei ...

'Im Zeichen des Raben' ist ein Debütroman und dieser hat es in sich. Er ist blutig und gewaltig. Ich hab ihn an einem Wochenende durchgesuchtet, weil ich ihn nicht mehr aus der Hand legen konnte. Dabei bin ich keine große Fantasyleserin. Viele Geschichten aus diesem Genre berühren mich nicht. Aber diese hat mich ein gesogen.

Zugegeben, dass Buch ist dreckig, obszön mit viel Action, Geballer und leichter Mädchen. Eine Geschichte, wie man sie vom Klappentext her nicht erwarten würde. Das mag manchen nicht gefallen, ich kann das verstehen. Aber mir hat es gefallen, weil die Mischung interessant war.

Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band. Wer GoT mag, wird auch die Schwarzschwingen möchten. Die düstere Atmosphäre zieht sich durch das ganze Buch und auch wenn ich ab und an wirklich mit der Nasen rümpfen musste, es hat mich unterhalten.

Bewertung:

Wer düstere Fantasy mit raubeinigen Antihelden mag und auch offen für etwaige Obszönitäten ist, ist bei diesem Debüt gut aufgehoben.

Ich gebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 19.02.2019

Ein Auftakt der mir gefallen hat!

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Meine Meinung:

Ich finde den Schreibstil von Ed McDonald ja besonders. Irgendwie hatte sein Schreibstil etwas, was ich so noch nicht hatte und ich kann es einfach nicht beschreiben aber es ist da. Mir ...

Meine Meinung:

Ich finde den Schreibstil von Ed McDonald ja besonders. Irgendwie hatte sein Schreibstil etwas, was ich so noch nicht hatte und ich kann es einfach nicht beschreiben aber es ist da. Mir hat es gefallen wie Ed McDonald mit seinen Worten fesselt und mich vollkommen eingenommen hat, denn er weiß genau was er tun muss! Auch muss ich sagen, dass ich den Schreibstil einfach richtig genial fand, da er mich sofort gefangen genommen hat und mich erst wieder los gelassen hat als ich am Ende angekommen bin. Ed’s Stil ist leicht zu lesen gewesen und je weiter ich im Buch kam, desto fesselnder und spannender wurde der Stil auch. Für mich war der Schreibstil einfach richtig toll und ich freue mich auch schon auf die weiteren Teile um in diesem Stil wieder zu versinken.

Wir lernen Ryhalt als Protagonisten der Schwarzschwingen kennen und was soll ich zu diesem Kerl nur sagen? Ryhalt war mir von Anfang an sympathisch, da er einen dunklen und düsteren Charakter hat, was ich so ja echt nicht mag aber hier passte es einfach wie die Faust aufs Auge. Auch war Ryhalt einfach richtig genial gezeichnet und je mehr man über ihn erfahren hat um so näher kam man ihm und so war es, dass ich ihn sehr schnell in mein Herz geschlossen habe. Auch sämtliche Nebenfiguren wurden vom Autor einfach richtig genial gezeichnet und ich hatte das Gefühl, dass jeder einzelne von ihnen einen Charakterzug erhalten hat, der ihn zu etwas Besonderem macht. Also kann man sagen, dass Ed’s Figuren einfach wunderbar waren und jeder etwas an sich hat, dass ihn sympathisch und vor allem authentisch gemacht hat.

Betrachte ich die Story nun nach beenden des Buches, dann muss ich sagen das ich sie einfach genossen habe. Die Story war einfach sehr gut ausgearbeitet und ich merkte auch schnell, nach ca. 100 Seiten, dass Ed McDonald hier eine Fantasy Story erschaffen hat, die einfach süchtig macht. Ed McDonald baute für mich die Story so auf, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen, denn er baute seine Twists in die Story so ein, dass man einfach weiterlesen MUSSTE. Auch die Storyline war einfach klar, deutlich und sehr gut gebaut und in die gesamte Story eingebaut.

Nun die Handlung. Bei der Handlung hatte ich ja sehr große Erwartungen, denn der Klappentext versprach hier einfach was großes und geniales und dies wurde einfach genau getroffen. Die Handlung war strukturiert, klar und deutlich aufgebaut und ich war einfach von der ersten Seite an in dieser Handlung gefangen und erlebte diese mit. Ed McDonald wusste auch sehr genau wo er in der Handlung die Spannungspunkte einbringen muss um mich an die Handlung zu fesseln. Auch die Handlungsstränge waren klar und deutlich erkennbar, was mir am Ende sehr gut gefallen hat.

Mein Fazit:

Abschließend muss ich sagen, dass Im Zeichen des Raben ein sehr gelungener Auftakt bildet, der beinahe ein Highlight wurde, aber der Funke ist noch nicht übergesprungen. Ed’s Schreibstil, seine Charaktere, seine Story und auch die Handlung die er erschaffen hat waren einfach unglaublich toll und sehr gut struturiert. Dieser Auftakt war fesselnd, einnehmend und so voller Wendungen, die ich so gar nicht kommen sehen habe. Deshalb gibt es von mir 5 von 5, da es einfach ein Buch ist, welches ich sehr gerne gelesen habe.

Veröffentlicht am 24.01.2019

Der Rabe weist den Weg

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Inhalt:
Hauptmann Rhyalt Galharrow gehört den Schwarzschwingen an. Er und seine Truppe erledigen so allerlei Arbeiten die keiner wirklich machen will und stolz darauf sein kann. Kopfgeldjagden, Morde, ...

Inhalt:
Hauptmann Rhyalt Galharrow gehört den Schwarzschwingen an. Er und seine Truppe erledigen so allerlei Arbeiten die keiner wirklich machen will und stolz darauf sein kann. Kopfgeldjagden, Morde, Folter und viel mehr gehört zu seinem täglichen Leben. Als der Kämpfer dann auch noch auf seine alte Liebe trifft, erschüttert dies sein Leben und er möchte sich ändern. Doch so sehr Ryhalt das alles auch belastet, er muss weiter kämpfen, denn die Götter haben noch weitere Pläne für ihn.


Meine Meinung:

Handlung:
Als Leser wird man schnell in die Geschichte von Ryhalt hineingeführt, man lernt ihn und seine Leute sowie die Welt schnell kennen. Man wird durch die Story geleitet und weiß was das Ziel der Geschichte ist. Auch die Spannung und viel Action bleiben nicht zu kurz. Nur leider habe ich dennoch ein bisschen gebraucht um mich in die Geschichte einzubringen und genau zu verstehen worum es geht, denn es gibt viele Begriffe die zwar schon erklärt werden aber ich brauchte dennoch dafür ein bisschen Anlaufzeit um richtig rein zukommen. Sobald ich aber dann im Verlauf des Buches war, konnte ich mich voll darauf konzentrieren und war gespannt wie es weitergeht. So konnte mich auch das Ende überzeugen. Zwar gibt es hier nicht unbedingt mein gewünschtes Happy End, aber das hätte im Nachhinein auch nicht so richtig zur Geschichte gepasst. Deswegen bin ich zufrieden mit dem Verlauf sowie dem Ende.

Charaktere:
Ryhalt ist ein starker, verbissener und doch einsamer Mann. Im Laufe der Zeit erfahren wir seine Geschichte und warum er so geworden ist wie er ist. Seine Handlungen waren deswegen für mich nachvollziehbar und ich mochte ihn sehr gern. Außerdem ist er als Antiheld gerade deswegen so sympathisch ;).

Ezabeth ist die alte Jugendliebe von unseren Ryhalt. Sie ist eine sehr kluge und eher zurückgezogene Frau. Sie ist eine sehr wichtige Person für die Geschichte und auch ihre Handlungen sind für mich völlig klar gewesen. Vor allem ihre Art zu denken konnte mich verzaubern. Sie ist mein absoluter Lieblingscharakter in dieser Geschichte.

Nenn und Tnota gehören zu den wichtigsten Leuten in der Truppe von Rhyalt und beide sind sehr außergewöhnliche Charaktere und gehören für mich unabdingbar zu der Geschichte. Beide haben ihr Schicksal schwer zu tragen, dennoch habe ich sie schnell ins Herz geschlossen.

Die Nebencharaktere hatten alle ihre Rolle und vor allem die Namenlosen sowie die Bösen in der Geschichte haben mich vollends überzeugen können.

Setting:
Diese Welt spielt in einem sehr besonderen Worldbiulding. Es gibt Städte sowie auch eine Wüste die mehr als gefährlich ist. Durch eine Karte in dem Buch konnte ich mir die Größenverhältnisse sehr gut vorstellen. Aber auch die einzelnen Locations sind wirklich toll beschrieben worden. Der Autor hat hier eine sehr besondere Welt erschaffen in der ich mich gut fallen lassen konnte.

Schreibstil:
Ed McDonald hat einen sehr starken und sehr anschaulichen Schreibstil. Vor allem die Kampfszenen sind wirklich detailgenau beschrieben worden. Auch der Plott am Ende ist einfach genial. Nie im Leben wäre ich auf diese Wendung gekommen und auch noch so das mich diese total überzeugen konnte.

Cover:
Eigentlich hat mich dieses Buch erst durch sein Cover aufmerksam gemacht. Es ist ein schwarzer Rabe abgebildet und auf der Seite verschwimmt das Schwarz, sodass es wirkt wie Tinte im Wasser. Auch der Rabe hat natürlich in der Geschichte eine wichtige Rolle und dies gefällt mir echt gut.

Mein Fazit:
Ein gelungener Fantasyroman mit viel Action, Spannungen, besonderen Wendungen und Magie. Wer also gerne auf starke Charaktere und Schwertkämpfe sowie einen Hauch Liebe steht, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.
Da mir der Anfang etwas schwer gefallen ist, vergebe ich hier 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 16.01.2019

Wow!

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Düster, düsterer, Schwarzschwinge.

Ich wusste bei dieser Geschichte absolut nicht, was mich erwarten wird und so stürzte ich kopfüber in eine düstere Welt voller Magie, Zauberer und selbsternannter Götter. ...

Düster, düsterer, Schwarzschwinge.

Ich wusste bei dieser Geschichte absolut nicht, was mich erwarten wird und so stürzte ich kopfüber in eine düstere Welt voller Magie, Zauberer und selbsternannter Götter. Wir begleiten den Hauptmann Galharrow in einer Gegend bestehend aus Kolonien und dem Magieverwüsteten Elend voller Kreaturen und Albträume. Es herrscht ein alter, finsterer Krieg in dem die Menschen als Fußsoldaten der mächtigsten agieren und gerne auch als Kollateralschaden abgehakt werden. Niemand ist sich seiner Unwichtigkeit so sehr bewusst wie Ryhalt Galharrow, der gemeinsam mit seinen Söldnern - ein Trupp aus loyalen Nichtsnutzen - die dreckigsten Geschäfte erledigt.

Zur Veranschaulichung der wichtigsten Schauplätze ist in dem Buch eine Karte hinterlegt, welche mir sehr gut gefallen hat um mich in der Geschichte einfacher zu orientieren und zu wissen wie weit unsere Helden nun von der ein oder anderen Station entfernt sind. Aber insgesamt ist die Geschichte nicht sonderlich unübersichtlich, denn Ed McDonald schafft es trotz rasanter Hetzjagden, Fluchten und Kämpfen immer den Leser gekonnt durch die Geschichte zu führen. Jedoch erwartet uns hier kein eitler Sonnenschein, denn diese Welt ist unglaublich düster und dramatisch. Mir gefiel dieser Weltenbau sehr gut, denn nicht umsonst lese ich eine solche Fantasygeschichte. Es ist zwar eine zarte - vor allem vergangene - Liebesgeschichte vorhanden, aber diese steht sehr weit im Hintergrund, wenn sie auch Ryhalt Galharrows handeln sehr stark beeinflusst.

Die magischen Komponenten in der Geschichte sickern zunächst sehr langsam ein, doch sind sie immer vorhanden. Der Leser muss nur die Augen offen halten. Alleine das Gebiet des Elends ist vom Himmel bis zum letzten krümel Staub reinste magieverseuchte Substanz. Hinzu kommt das Lichtweben, was genau das ist wonach es klingt. Einige Menschen sind entsprechend begabt Mondlicht zu weben und zu speichern um daraus eine Energiequelle zu liefern, welche auf vielfältige Weise eingesetzt wird. Aber auch die selbsternannten Götter der Tiefe und die mächtigen Zauberer spielen eine übergeordnete Rolle, jedoch ohne sich in den Vordergrund zu drängen und eben dies macht die Genialität der Geschichte aus.

Zwischen Albträumen - ich war so entsetzt über einige Kreaturen des Elends und des Feindes - und Dunkelheit schafft es der Autor doch auch noch einen besonderen Humor einzuflechten und so ist das was unser "Held", der Hauptmann Ryhalt Galharrow, sagt oder denkt oftmals von einem wunderbaren schwarzen Humor begleitet. Wenn er sich mal wieder über die "Scheißzauberer!" aufregt zum Beispiel. Dass der Leser trotz aller Grausamkeit in der Geschichte also doch noch was zum Grinsen bekommt ist unglaublich erleichternd und auch einzigartig gut geschrieben.

Düster, furchtbar und furchtbar unterhaltsam. Was soll ich sagen: Der Hauptmann trifft mit seinen Aussagen eben genau meinen Humor und Ed McDonald schafft hier eine ziemlich interessante Geschichte. Wir arbeiten uns Schritt für Schritt durch die Geschichte und ich hatte zwar zu Beginn etwas Angst, dass diese zu verwirrend werden würde, doch so ist das überhaupt nicht. Hier werden nicht hunderte Fäden zu einer Geschichte zusammengeführt, es ist vielmehr wie die Arbeit an einem Webstuhl. Nach und nach wird das Bild klarer. Ich bin begeistert von der sehr, sehr guten Erzählweise und dem unglaublich perfekt passenden Titel.