Cover-Bild Ein guter Blick fürs Böse
(5)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Hoffmann und Campe
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Detektive
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 01.04.2026
  • ISBN: 9783455021394
Elizabeth Arnott

Ein guter Blick fürs Böse

Kriminalroman
Erik Licht (Übersetzer)

Wer mit einem Killer verheiratet war, hat einen guten Blick fürs Böse
Kalifornien 1966: Auf den ersten Blick sind Margo, Bev und Elsie gewöhnliche Freundinnen – doch gewöhnlich ist nichts, seit ihre Männer als eiskalte Serienmörder überführt wurden und sich das Auge der Öffentlichkeit erbarmungslos auch auf sie richtet. Wie kann es sein, dass sie nichts von den Abgründen ahnten? Als das Böse nun, Jahre später, erneut zuschlägt und mehrere Frauen brutal ermordet werden, setzen die drei alles daran, den Täter zur Strecke zu bringen. So wird ihr größter Makel plötzlich zu ihrer stärksten Waffe – und sie, die dem Grauen hautnah kamen, lassen sich dieses Mal gewiss nicht blenden. 
Mit Glamour-Faktor und Gänsehautgarantie: ein atemberaubender Kriminalroman um drei Frauen, empowert by evil.

Weitere Formate

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2026

Drei Frauen, ein dunkles Geheimnis – und ein Blick, der alles verändert

0

Ein guter Blick fürs Böse von Elizabeth Arnott hat mich ehrlich gesagt erst langsam gepackt – und dann komplett. Als Leser war ich anfangs noch vorsichtig neugierig, aber je weiter ich gelesen habe, desto ...

Ein guter Blick fürs Böse von Elizabeth Arnott hat mich ehrlich gesagt erst langsam gepackt – und dann komplett. Als Leser war ich anfangs noch vorsichtig neugierig, aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat mich diese Geschichte eingesogen. Am Ende war ich absolut begeistert von der besonderen Perspektive, den Figuren und der unterschwelligen Spannung, die sich nach und nach aufbaut.

Die Story spielt in den 1960er-Jahren, und genau diese Zeit wird richtig greifbar. Alles wirkt ein bisschen gedämpft, gesellschaftlich eingeengt, aber gleichzeitig brodelt es unter der Oberfläche. Es geht um drei Frauen, die auf unterschiedliche Weise mit Erwartungen, Rollenbildern und ihren eigenen Grenzen kämpfen – und dabei immer tiefer in ein Netz aus Geheimnissen und moralischen Grauzonen geraten. Der eigentliche Krimiplot ist da, aber für mich stand eher im Vordergrund, wie sich diese Frauen entwickeln und wie sie beginnen, Dinge zu hinterfragen, die sie vorher einfach hingenommen haben.

Was mich besonders überzeugt hat, sind die Charaktere. Auch wenn sie nicht sofort komplett greifbar sind, entfalten sie sich Stück für Stück. Gerade diese Entwicklung fand ich unglaublich spannend. Jede der drei Frauen bringt ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Zweifel und Entscheidungen mit – und genau das macht das Buch so vielschichtig. Es geht nicht um klare Gut-und-Böse-Grenzen, sondern um Perspektiven, Entscheidungen und die Frage, wie weit man gehen würde.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig, dabei aber auch sehr atmosphärisch. Die Spannung baut sich eher langsam auf, aber genau das hat für mich funktioniert, weil sich dadurch eine dichte, fast schon unterschwellige Unruhe entwickelt. Man merkt: Hier stimmt etwas nicht – und irgendwann kippt die Stimmung spürbar.

„Das Böse zeigt sich nicht immer laut – manchmal erkennt man es erst, wenn man genauer hinsieht.“

Das bringt für mich den Kern des Buches ziemlich gut auf den Punkt. Es geht nicht nur um ein Verbrechen, sondern um Wahrnehmung, Machtverhältnisse und darum, wer eigentlich entscheidet, was richtig oder falsch ist.

Mein Fazit: Ein guter Blick fürs Böse ist kein klassischer Krimi, sondern eher eine vielschichtige, gesellschaftskritische Geschichte mit spannenden Figuren und einer starken Atmosphäre. Der Einstieg braucht etwas Geduld, aber es lohnt sich absolut dranzubleiben. Für mich ein intensives, kluges und ungewöhnliches Leseerlebnis – ganz klar 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2026

Kurzweiliger Krimi

0

Ein atmosphärischer und etwas anderer Krimi, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat.

Der Schreibstil ist spannend und flüssig, mit genau der richtigen Mischung aus Emotion und unterschwelliger ...

Ein atmosphärischer und etwas anderer Krimi, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat.

Der Schreibstil ist spannend und flüssig, mit genau der richtigen Mischung aus Emotion und unterschwelliger Bedrohung, sodass man unbedingt wissen will, wie sich alles entwickelt. Besonders gelungen fand ich die Figurenzeichnung von Margo, Bev und Elsie. Ihre Vergangenheit verleiht der Geschichte eine außergewöhnliche Tiefe.

Das Cover wirkt auf den ersten Blick eher schlicht, entfaltet aber gerade dadurch eine starke Wirkung und passt hervorragend zur Geschichte. Ich hatte stellenweise noch etwas mehr klassischen Krimi und Ermittlungsarbeit erwartet, dennoch hat mich das Buch keineswegs enttäuscht.

Besonders hervorzuheben ist die besondere Perspektive. Statt klassischer Ermittler stehen hier Frauen im Mittelpunkt, die selbst mit dem Bösen konfrontiert waren und daraus ihre ganz eigene Stärke entwickeln. Diese ungewöhnliche Ausgangslage macht die Geschichte frisch und hebt sie von vielen anderen Krimis ab.

Insgesamt ein fesselnder, etwas anderer Krimi über Freundschaft, Stärke und den Umgang mit dunklen Wahrheiten, der definitiv im Gedächtnis bleibt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2026

Was treibt sie an?

0

Drei Frauen, sehr verschieden, aber geeint durch ein Stigma: sie sind die Ehefrauen von Serienmördern. Ex- Frauen. Sie erfahren von Frauenmorden in ihrem Heimatort. Eine ist Assistentin bei einer Zeitung, ...

Drei Frauen, sehr verschieden, aber geeint durch ein Stigma: sie sind die Ehefrauen von Serienmördern. Ex- Frauen. Sie erfahren von Frauenmorden in ihrem Heimatort. Eine ist Assistentin bei einer Zeitung, bekommt dadurch zufällig einige Hinweise. Eine ist Verkäuferin, eine hat ein Verhältnis mit einem Ermittler. Auch er wird ausgehorcht. Anders als offizielle Behörden versuchen die Frauen, Hintergründe zu finden, gehen auf psychologischer Ebene an die Aufklärung.
Elizabeth Arnoltt beschreibt das Leben der Frauen nach der Verhaftung ihrer Ehemänner, ihre Schuldgefühle und ihren Wunsch, andere Frauen zu schützen. Hinweise werden sortiert, Spuren verfolgt. Das ist glaubhaft geschildert, nachvollziehbar dargestellt. Spannend, schlußendlich überraschend und ein Plädoyer für mutige Frauen.
Nach etwas schleppendem Anfang nimmt die Story Fahrt auf, nimmt den Leser mit.
Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2026

Mördergattinnen auf Mörderjagd

0

Ein guter Blick fürs Böse von Elizabeth Arnott erzählt die Geschichte von drei Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch durch außergewöhnliche Umstände zu besten Freundinnen geworden sind. ...

Ein guter Blick fürs Böse von Elizabeth Arnott erzählt die Geschichte von drei Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch durch außergewöhnliche Umstände zu besten Freundinnen geworden sind. Was sie verbindet, ist ihre Vergangenheit, denn alle drei waren mit einem Serienmörder verheiratet und mussten nach deren Verhaftung nicht nur den Schock, sondern auch die Geringschätzung und Verurteilung der Öffentlichkeit ertragen.

Als ein neuer Serienmörder scheinbar nach einem ähnlichen Muster vorgeht, beschließen die drei, selbst aktiv zu werden und alles daranzusetzen, ihn zu entlarven. Die Grundidee klingt dabei äußerst spannend und vielversprechend.

Leider kann die Umsetzung mit dieser starken Ausgangslage nicht ganz mithalten. Statt eines packenden Thrillers entwickelt sich die Geschichte eher zu einer Charakterstudie der drei Frauen. Im Mittelpunkt steht, wie sie mit ihrer Vergangenheit umgehen, wie sie einander unterstützen und welche Entscheidungen sie in der Gegenwart für die Mörderjagd treffen.

Das ist zwar durchaus interessant, nimmt der Handlung aber viel von der erhofften Spannung. Insgesamt zieht sich die Geschichte stellenweise etwas und wirkt dadurch teilweise zäh.

Wer sich für tiefgehende Figuren und deren Entwicklung interessiert, kann hier dennoch auf seine Kosten kommen, wer jedoch einen durchgehend spannenden Thriller erwartet, könnte etwas enttäuscht sein. Insgesamt eine solide Idee mit schwächerer Umsetzung, daher gute vier Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.04.2026

Drei Frauen und die Schatten der Vergangenheit

0

Die Geschichte von „Ein guter Blick fürs Böse“ von hat mich mit einer ungewöhnlichen und zugleich beklemmenden Ausgangssituation konfrontiert. Im Mittelpunkt stehen die drei Freundinnen Margo, Bev und ...

Die Geschichte von „Ein guter Blick fürs Böse“ von hat mich mit einer ungewöhnlichen und zugleich beklemmenden Ausgangssituation konfrontiert. Im Mittelpunkt stehen die drei Freundinnen Margo, Bev und Elsie, deren Leben aus den Fugen geraten ist, seit ihre Ehemänner als Serienmörder entlarvt wurden. Jahre später werden erneut Frauen brutal ermordet, und die drei beschließen, selbst aktiv zu werden und den Täter zu finden. Dabei wird ausgerechnet ihre Vergangenheit – ihr enger Kontakt zum Bösen – zu ihrer größten Stärke.

Zu Beginn fiel es mir nicht leicht, in die Handlung hineinzufinden. Die Perspektivwechsel zwischen Margo, Bev und Elsie waren teilweise verwirrend, sodass ich oft kurz überlegen musste, wessen Geschichte ich gerade verfolge. Das hat meinen Lesefluss etwas gebremst. Mit der Zeit wurde es jedoch besser, und ich konnte mich zunehmend auf die einzelnen Figuren einlassen.

Was mir besonders gefallen hat, ist die psychologische Tiefe der Geschichte. Die Frage, wie nah man dem Bösen sein kann, ohne es zu erkennen, zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Ich konnte gut nachvollziehen, warum die drei Frauen nicht einfach mit ihrer Vergangenheit abschließen, sondern den Drang verspüren, die neuen Morde aufzuklären. Ihre Motivation wirkt glaubwürdig und verleiht der Handlung eine starke emotionale Komponente.

Die Spannung baut sich eher langsam auf, gewinnt aber im Verlauf deutlich an Intensität. Es ist weniger eine Geschichte mit durchgehender Hochspannung, sondern vielmehr eine Mischung aus Charakterstudie und Kriminalgeschichte. Besonders berührend fand ich die inneren Konflikte der Protagonistinnen – Schuld, Zweifel und der Wunsch nach Kontrolle über ihr eigenes Leben.

Die Charaktere selbst sind vielschichtig und interessant, auch wenn es anfangs schwierig war, sie auseinanderzuhalten. Mit der Zeit entwickeln sie jedoch klare Profile, und ich konnte ihre Entscheidungen und Beweggründe gut nachvollziehen.

Aus dem Buch habe ich vor allem mitgenommen, dass Menschen oft nur das sehen, was sie sehen wollen – und dass das Böse nicht immer offensichtlich ist. Gleichzeitig zeigt die Geschichte, wie aus einer belastenden Vergangenheit auch Stärke entstehen kann.

Ich würde das Buch vor allem Leserinnen und Lesern empfehlen, die sich für psychologisch geprägte Geschichten interessieren und Geduld mitbringen, sich in eine komplex erzählte Geschichte einzuarbeiten. Wer actionreiche Spannung von der ersten Seite an erwartet, könnte hier weniger auf seine Kosten kommen – wer jedoch Wert auf Tiefe und Charakterentwicklung legt, wird durchaus belohnt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere