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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Atlantik Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 05.05.2021
  • ISBN: 9783455010848
Éloise Cohen de Timary

Meteoriten

Roman
Maja Ueberle-Pfaff (Übersetzer)

"Ein Liebesroman von größter Intensität." Le Monde

In einer abgelegenen Pariser Bar treffen Marianne, eine junge Kulturredakteurin und der Landschaftsarchitekt Virgile, der eigentlich auf Männer steht, zusammen. Es ist gegen alle Wahrscheinlichkeit Liebe auf den ersten Blick, eine jener Lieben, wie man sie wohl nur einmal im Leben erfährt. Sie fühlt sich an wie der Sand unter den Füßen am Strand der Bretagne, schmeckt wie die Zitrone eines Margheritas, klingt wie 80er-Pop, wie Patti Smith und Janis Joplin. Marianne und Virgile schmieden wilde Zukunftspläne, sogar der Wunsch nach einem Kind kommt auf. Doch dann nimmt ihr gemeinsames Leben plötzlich eine tragische Wendung.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2021

Paris, die Liebe und das Leben

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„Sie waren allein auf der Welt. Nichts zählte außer der Gegenwart – ihrer Gegenwart. Sie waren bestrebt, sich möglichst nicht jeden Tag zu sehen. Um die Sehnsucht wachzuhalten, sie zu genießen wie ein ...

„Sie waren allein auf der Welt. Nichts zählte außer der Gegenwart – ihrer Gegenwart. Sie waren bestrebt, sich möglichst nicht jeden Tag zu sehen. Um die Sehnsucht wachzuhalten, sie zu genießen wie ein Bonbon, das im Mund allzu schnell schmilzt.“ (Zitat Pos. 426)

Inhalt
Völlig überraschend erhält die junge Journalistin Marianne von Paul Wiazowski, ein bekannter, aber extrem schwieriger Schriftsteller, eine Zusage für ein Gespräch. Sie scheitert zwar dann an dem Versuch, ein ausführliches Interview zu erhalten, stattdessen lernt sie den Landschaftsarchitekten Virgile Lifar kennen. Diese hat sich erst kürzlich von seinem Freund getrennt, verliebt sich jedoch sofort in Marianne und sie sich in ihn. Gemeinsam entdecken sie Paris, fahren ans Meer, finden die perfekte gemeinsame Wohnung. Gerade als sie ihre weitere Zukunft planen, zu der auch Kinder gehören sollen, kommt der Tag, an dem sich alles ändert.

Thema und Genre
In diesem Roman geht es um das französische Lebensgefühl, Musik, Lebensfreude, aber auch um Abschied, Trauer, prägende Entscheidungen, um Freundschaft und vor allem um die Liebe.

Charaktere
Virgile, Marianne, Florence, Olive und Kamel und ihre versteckte Bar, es sind authentische Figuren, die man beim Lesen sofort ins Herz schließt, die man gerne auch im realen Leben kennen möchte.

Handlung und Schreibstil
Die Handlung wird im Zeitablauf nicht durchgehend linear erzählt, geht manchmal in die Zukunft, blickt zurück, was die Geschichte besonders lebhaft macht. Es gibt keine Kapitel, sondern Abschnitte, manchmal steht Marianne im personalen Mittelpunkt, manchmal Florence, in einigen Virgile. Der leichte, französische Lebensstil, die Liebe zur Natur, zum Meer und zum Leben prägen diese Geschichte, dazu die Musik von Patti Smith, Janis Choplin und vielen anderen aus dieser Zeit, Songs, die auch durch ihre lyrischen Texte das damalige Lebensgefühl geprägt haben und zeitlos geworden sind. Die Sprache passt perfekt zu dieser Geschichte einer großen Liebe, erzählt einfühlsam, wird aber niemals kitschig.

Fazit
Ein Roman über die Liebe, die Menschen, und die Freude am Leben. Durch dieses Buch schwingt Musik und die vielseitige, besondere Atmosphäre von Paris. Tiefgang erhält die Geschichte durch ein brisantes, aktuelles Thema, eine Problematik im Zusammenhang mit mehreren Entscheidungen, die zum weiteren Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 03.07.2021

Nicht ganz meins, aber nicht unbedingt schlecht

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Endlich bekommt Marianne die berufliche Chance, auf die sie schon lange gehofft hat. Sie ergattert ein Interview mit einem hochbegabten, aber eben so extrem exzentrischen Autoren. Das Gespräch beginnt ...

Endlich bekommt Marianne die berufliche Chance, auf die sie schon lange gehofft hat. Sie ergattert ein Interview mit einem hochbegabten, aber eben so extrem exzentrischen Autoren. Das Gespräch beginnt zunächst vielversprechend. Doch plötzlich steht er einfach auf und geht. Kurz darauf nimmt der junge Landschaftsarchitekt Virgile seinen Platz ein. Marianne und er verstehen sich auf Anhieb, als kennen sie sich schon ihr gesamtes Leben. Ohne Vorwarnung entwickeln sich starke Gefühle zwischen den beiden und vor allem für Virgile ist dies sehr verwirrend, denn eigentlich steht er auf Männer. Aufgrund dessen trennt er sich auch wieder von Marianne. Es dauert jedoch nicht lange, bevor er sie zurückwill. So viel Angst er vor dieser Beziehung auch hat, er weiß, dass sie die Richtige für ihn ist. Nur leider hält das Glück nicht lange an. Virgile bekommt eine Diagnose, die sein gesamtes Leben umkrempeln soll ...

Charaktere (6/10):
Zu Beginn haben mir die Geschichte und Charaktere wirklich gut gefallen. Leider konnten sie mich jedoch nicht komplett emotional mit sich reißen. Vor allem gegen Ende habe ich ihr Handeln nicht mehr so richtig verstanden. Was mich auch ein bisschen irritiert hat, war das später noch Florence als eine erzählende Person hinzugenommen wurde. Allgemein war der Aufbau nicht ganz mein Fall. Es gab keine Kapitel, sondern nur Abschnitte und es wurde auch oft kurz aus der Perspektive anderer Personen erzählt, wodurch ich häufig mehrere Zeilen gebraucht habe, um zu wissen, in welchem Kopf ich mich gerade befinden. Dennoch finde ich toll, dass die Charaktere selbst so vielfältig und plastisch waren. Besonders hervorheben möchte ich, dass ich richtig gut finde, dass Virgile mit seiner Sexualität hadert. Es zeigt sehr schön, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt. Manchmal kommt es einfach auf den Menschen und nicht auf dessen Geschlecht an.

Atmosphere (8/10):
Ich habe "Meteoriten" als sehr atmosphärisch wahrgenommen. Die Autorin hat ein wirklich schönes Bild von den unterschiedlichen Schauplätzen gezeichnet. Leider fand ich es aber auch stellenweise ein bisschen langatmig.

Writing Style (6/10):
Meine Bewertung des Schreibstils setzt sich aus zwei Punkten zusammen, die ich bereits angesprochen habe. Das Setting der Geschichte wurde sehr schön aufgebaut, leider kam ich mit der Struktur des Buchs nicht so gut klar. Ich hätte mich besser zurechtgefunden, hätte es Kapitel gegeben und eine kleine Überschrift, wer gerade die erzählende Person ist. Das ist aber natürlich eine sehr subjektive Meinung.

Plot (4/10):
So toll ich die eigentliche Idee erst fand, so traurig macht es mich, dass mich die Geschichte im ganzen dann doch nicht mitreißen konnte. Alles, was im Klappentext angesprochen wurde, war für mich auch das Interessante an der Handlung. Leider habe ich den Rest nicht so richtig nachvollziehen können. Mich hat irritiert, dass es dann auch noch um Florence ging, sie aber trotzdem nur bedingt eine größere Rolle für die eigentliche Geschichte gespielt hat. Auch fand ich die Beziehung zwischen Marianne und Virgile gar nicht mal so märchenhaft. Sie haben erst nicht richtig zueinander gefunden und dann hat eigentlich nur noch er den Ton angegeben. Alles ist zu seinen Bedingungen irgendwie abgelaufen. Marianne wollte eigentlich gar nicht so unbedingt direkt ein Kind bekommen, aber weil er nichts anderes mehr im Kopf hatte, musste das auch ihre höchste Priorität werden.

Intrigue (2/10):
Ich hatte mich wirklich sehr auf das Buch gefreut. Es passiert mir eher selten, dass ich direkt ein Buch beginne, nachdem es bei mir eingetroffen ist, aber hier war das der Fall. Zunächst hat es meine Erwartungen auch erfüllt. Es war sehr interessant und gut geschrieben. Leider hat es im Laufe der Geschichte stark abgenommen, sodass ich nicht mehr wirklich danach greifen wollte. Im Endeffekt habe ich die letzten 100 Seiten dann primär nur noch überflogen. Eigentlich sind 250 Seiten auch gar nicht mal besonders viel, aber irgendwie hat es sich einfach gezogen. Mir hat so ein bisschen mehr spannender Inhalt gefehlt, hatte ich das Gefühl.

Logic (4/10):
Dazu habe ich ja eigentlich auch schon genug durchscheinen lassen. Für mich hat gegen Ende leider vieles nicht mehr so viel Sinn gestiftet.

Enjoyment (3/10):
Leider hatte ich nur teilweise Spaß an dem Buch. Zunächst dachte ich wirklich, dass es mir richtig gut gefallen wird, aber ich habe ja bereits bei den anderen Bewertungskriterien erläutert, warum das Buch leider dann doch nicht so mein Fall war.

Fazit (4,7/10):
Alles in allem kann ich "Meteoriten" nicht so richtig weiterempfehlen. Zumindest nicht auf Basis meines Geschmacks. Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass es anderen Leser:innen gut gefallen könnte. Wenn ihr von euch wisst, dass ihr gerne etwas sehr Atmosphärisches lest und auch eine eher ruhigere Geschichte mit nicht so ausgeprägter Handlung mögt, dann könnte das hier eine gute Wahl sein.

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