Cover-Bild Why We Matter

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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau Verlag
  • Themenbereich: Gesellschaft und Sozialwissenschaften - Soziale und ethische Themen
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 397
  • Ersterscheinung: 15.02.2021
  • ISBN: 9783351038472
Emilia Roig

Why We Matter

Das Ende der Unterdrückung
Wie erkennen wir unsere Privilegien? Wie können Weiße die Realität von Schwarzen sehen? Männliche Muslime die von weißen Frauen? Und weiße Frauen die von männlichen Muslimen? Die Aktivistin und Politologin Emilia Roig zeigt – auch anhand der Geschichte ihrer eigenen Familie, in der wie unter einem Brennglas Rassismus und Black Pride, Antisemitismus und Auschwitz, Homophobie und Queerness, Patriarchat und Feminismus aufeinanderprallen –, wie sich Rassismus im Alltag mit anderen Arten der Diskriminierung überschneidet. Ob auf der Straße, an der Uni oder im Gerichtssaal: Roig schafft ein neues Bewusstsein dafür, wie Zustände, die wir für „normal“ halten – die Bevorzugung der Ehe, des männlichen Körpers in der Medizin oder den Kanon klassischer Kultur – historisch gewachsen sind. Und dass unsere Welt eine ganz andere sein könnte.

„Emilia Roig deckt die Muster der Unterdrückung auf und leitet zu radikaler Solidarität an. Sie zeigt – auch anhand der Geschichte ihrer eigenen Familie –, wie Rassismus und Black Pride, Antisemitismus und Ausschwitz, Homofeindlichkeit und Queerness, Patriarchat und Feminismus aufeinanderprallen.

"Radikal und behutsam zugleich. Dieses Buch ist ein heilsames, inspirierendes Geschenk." Kübra Gümüsay

"Die Antwort auf viele Fragen unserer unsicheren Zeit heißt: Gleichberechtigung aller. Und dieses großartige Buch ist ein Schritt auf dem Weg dahin." Sibylle Berg

„Dieses Buch wird verändern, wie Sie die Welt wahrnehmen und Sie verstehen lassen, was Gerechtigkeit wirklich bedeutet.“ Teresa Bücker

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2021

Leseempfehlung!

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Klappentext
Wie erkennen wir unsere Privilegien? Wie können Weiße die Realität von Schwarzen sehen? Männliche Muslime die von weißen Frauen? Und weiße Frauen die von männlichen Muslimen? Die Aktivistin ...

Klappentext
Wie erkennen wir unsere Privilegien? Wie können Weiße die Realität von Schwarzen sehen? Männliche Muslime die von weißen Frauen? Und weiße Frauen die von männlichen Muslimen? Die Aktivistin und Politologin Emilia Roig zeigt – auch anhand der Geschichte ihrer eigenen Familie, in der wie unter einem Brennglas Rassismus und Black Pride, Antisemitismus und Auschwitz, Homophobie und Queerness, Patriarchat und Feminismus aufeinanderprallen –, wie sich Rassismus im Alltag mit anderen Arten der Diskriminierung überschneidet. Ob auf der Straße, an der Uni oder im Gerichtssaal: Roig schafft ein neues Bewusstsein dafür, wie Zustände, die wir für „normal“ halten – die Bevorzugung der Ehe, des männlichen Körpers in der Medizin oder den Kanon klassischer Kultur – historisch gewachsen sind. Und dass unsere Welt eine ganz andere sein könnte.

Meine Meinung
Das Cover des Buches finde ich sehr gelungen auch im Hinblick auf die Thematik.

Care-Arbeit? Intersektionalität? Bevor ich „Why We Matter” gelesen habe konnte ich mit diesen Begriffen nichts anfangen. Dieses Buch hat meinen Horizont mehr als erweitert. Neben bekannten Dingen konnte ich auch wirklich viel neues lernen.

Themen des Buches sind unter anderem Rassismus, Homo-, Trans- und Behindertendiskriminierung, Sexismus. Die Bandbreite der behandelten Themen ist wirklich umfangreich und bemerkenswert. Die Autorin zeigt dabei nicht nur ihre persönlichen Erfahrungen auf, sondern vor allem kollektive Erfahrungen, die Menschen auf dieser Welt täglich machen. Sie wirft einen Blick auf die Historie verschiedenster Diskriminierung, sowie auf aktuelle Geschehnisse. Es werden auch Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Arten der Diskriminierung aufgezeigt.

Während des Lesens war ich oft schockiert und habe mich immer wieder gefragt, warum ich über einige der angesprochenen Themen nicht mehr in der Schule gelernt habe. Die angesprochenen Themen sind so wichtig und ich bin dankbar nun aufgeklärter zu sein. Zum Thema Diskriminierung lernt man nie aus. Ich finde jeder sollte dieses Buch lesen, denn es stell ein komplexes Thema wirklich hervorragend dar und regt zum Nachdenken an.

Den Schreibstil der Autorin fand ich angenehm. Sie macht ihren Standpunkt überzeugend deutlich und inspiriert den Leser. Auch wenn jeder Mensch andere Erfahrungen mit Diskriminierung macht, hatte ich das Gefühl, dass sich die meisten in diesem Buch zumindest ein wenig wiederfinden werden und verstanden fühlen können.

Fazit
„Why We Matter“ ist ein Must-Read, das ein komplexes Thema hervorragend darstellt, inspiriert und zum Nachdenken anregt. Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 10.02.2021

why we matter

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Dieses Buch ist ein grandioser, intersektionaler, feministischer Rundumschlag.
Die Autorin schreibt gradlinig und auf den Punkt, füllt dabei Wissenslücken, webt gekonnt ihre persönliche Geschichte mit ...

Dieses Buch ist ein grandioser, intersektionaler, feministischer Rundumschlag.
Die Autorin schreibt gradlinig und auf den Punkt, füllt dabei Wissenslücken, webt gekonnt ihre persönliche Geschichte mit ein (die aber nie im Mittelpunkt steht) und scheut nicht davor zurück, Rassismus oder Homofeindlichkeit in ihrer eigenen Familie zu benennen.

Manches war mir schon bewusst, einiges kannte ich noch nicht. Die Empathie-Lücke erklärt zum Beispiel so vieles, was ich vorher nicht greifen konnte.

Obwohl wir so unterschiedliche Leben führen und Erfahrungen machen, habe ich mich beim Lesen mit der Autorin verbunden gefühlt. Das hat mich selbst überrascht, weil ich ähnliche Bücher von Feministinnen mittlerweile ein bisschen kritischer betrachte und deren Backround sich oft wie ein Graben zwischen uns anfühlt. Beim Kapitel über LGBTQI+ habe ich mich z.B. in ihrer Story teilweise wiedergefunden und kam mir gleich weniger allein und merkwürdig vor. Außerdem erkennt und benennt sie die verschiedenen "Härtegrade" der Diskriminierung, so sind schwule Männer meistens viel sichtbarer als lesbische Frauen (kennt man ja, dass es um Homosexualität geht und nur von "den Schwulen" die Rede ist) und Bisexuelle und trans Personen werden besonders abgewertet (oft sogar innerhalb der Community).

Rassismus nimmt zu Recht sehr viel Raum ein und als Nicht-Betroffene bin ich dankbar für jede Aufklärung und das Sichtbarmachen. Wir müssen noch so viel lernen und dieses Buch ist eine große Hilfe.

Am besten gefallen hat mir aber, dass Kapitalismus, Klasse und Armut hier ausnahmsweise mal nicht ignoriert werden. Die Autorin ist, wie fast alle Personen mit Reichweite, die sich öffentlich feministisch äußern (ob in Podcasts, auf Social Media oder eben in Büchern), Akademikerin und profitiert vom aktuellen System. Dennoch kritisiert sie es scharf und macht deutlich, dass Menschen, die zum Beispiel aus welchen Gründen auch immer grade keiner Lohnarbeit nachgehen (können), als faul, dumm und wertlos abgestempelt werden.
Ja, sie stellt das Konzept von Lohnarbeit (und Geld!) sogar komplett infrage und zeigt auf, dass wir eine sehr enge Sichtweise davon haben, was als Arbeit gilt und was nicht, wer wertvoll ist und wer nicht.
Dennoch bin ich der Meinung, dass es insgesamt mehr Stimmen von Nicht-Akademiker:innen und Menschen aus der Arbeiter:innenklasse und der sogenannten Unterschicht braucht... dass wir sichtbarer werden und uns organisieren müssen. Viele (so auch ich lange) sind so voller Scham und Ohnmacht, dass sie nicht mal wissen, dass sie unterdrückt werden und das Recht haben, sich zu wehren.
Und hier setze ich auch mit meiner Kritik an: das Buch ist nicht sonderlich niedrigschwellig und enthält einige Fremdwörter. Die Arbeiterin/Hartz IV-Empfängerin aus der Kleinstadt wird andere, konkretere Sorgen haben und es wohl eher selten lesen, was schade ist, weil genau da die Diskriminierung im Alltag greift und Wissenslücken gefüllt werden müssen.
Dafür ziehe ich allerdings keinen Stern ab, weil das Buch ansonsten zu gut ist!

Auch andere Themen, wie das große Konzept "Wissen", werden spannend beleuchtet. Was ist das überhaupt und wer entscheidet, welches Wissen richtig und wertvoll ist?
Und warum gilt die Sichtweise Nicht-Betroffener (häufig die weißer Männer) als objektiv und unvoreingenommen, während den Betroffenen immer Subjektivität und "zu wenig Abstand von der Thematik" unterstellt wird?
Obwohl doch grade sie über ein Wissen verfügen, das anderen vielleicht verborgen bleibt?

In jedes Kapitel fließt ein wenig Geschichtsunterricht mit ein und ich bin immer wieder fassungslos, dass ich über bestimmte Themen absolut gar nichts in der Schule gelernt habe.

Als es um Krankenhäuser und das Gesundheitssystem ging, konnte ich zum ersten mal mein eigenes Erlebnis, das mittlerweile 10 Jahre her ist und mich nicht loslässt, einordnen. Ich bin damals vom Personal schlecht behandelt und sexistisch beleidigt worden, der Arzt meinte sogar "typisch Frau, wegen ein bisschen Bauchschmerzen rumheulen und die Notaufnahme belasten".
Einen Tag später bin ich zusammengebrochen und wurde notoperiert.
Sowas passiert jeden Tag. Frauen wird schnell ein psychischer Grund angedichtet, sie sterben häufiger an nicht erkannten Herzinfarkten, weil ihre Beschwerden von der männlichen "Norm" abweichen, während Männer viel schneller zu Fachärzt:innen überwiesen werden.
Schwarzen Menschen wird sogar noch weniger geglaubt und sie bekommen zum Beispiel seltener Schmerzmittel, weil sie nicht ernst genommen werden (auch hier greift die Empathie-Lücke).

Übrigens habe ich zu Beginn des Buches irgendwann mal angefangen, Sätze zu markieren, um sie hier zitieren zu können. Leider musste ich dann schnell feststellen, dass ich am liebsten alles zitieren würde, weil ein guter Absatz den nächsten jagt.

Das Thema Sexarbeit bekommt ebenfalls viel Platz und ich habe alles dazu aufgesogen. Ich kann die Menschen, die für ein Sexkaufverbot sind, nur beknien dieses Buch zu lesen.
Oder überhaupt alle... bitte lest es!

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