Cover-Bild Hegel, Hölderlin, Schelling

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inkl. MwSt
  • Verlag: Klöpfer, Narr GmbH
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 442
  • Ersterscheinung: 15.07.2019
  • ISBN: 9783749610105
Erich Witschke

Hegel, Hölderlin, Schelling

Roman einer Männerfreundschaft
Die berühmte Tübinger Stifts-WG und was aus ihr wurde.

Hegel, Hölderlin, Schelling, diese drei teilten sich vom Herbst 1790 bis in den Sommer 1793 ein Zimmer im Tübinger Stift, eine Art Philosophen- und Theologen-WG.
Ihre aufkeimende, sich zunehmend verschärfende Kritik an der im Stift gelehrten orthodoxen Theologie und die vielen regressiv-repressiven Vorschriften haben genauso zu ihrem aufbegehrenden Dreierbund geführt wie ihre Begeisterung für Kants Philosophie und die (anfangs) so hehren Ideale der Französischen Revolution. (Und zumindest der Fama nach haben sie nach französischem Vorbild auf den Neckarwiesen vor der Stadt gemeinsam einen Tübinger Freiheitsbaum aufgestellt.)
Die Freundschaft zu dritt hielt freilich nur über ihre Studienzeit; sie schlug später zwischen Hegel und Schelling um in eine konkurrierende Gegnerschaft und ihre Beziehung zum einsamen Hölderlin verkümmerte zur hilflosen Gleichgültigkeit und Verständnislosigkeit.

Dem Aufstieg, dem Abstieg, dem Scheitern dieser besonderen Männerfreundschaft nähert sich Erich Witschke mit großer Einfühlsamkeit und großem Wissen fast so, als wäre er der Vierte in ihrem Bunde gewesen.
Überdies: Wenn den drei Tübinger Genies doch auch gehörige Defizite, menschliche Schwächen anhaften, so sind ihre neuformulierten Fragen nach Gott und Mensch, Natur und Geschichte, Kunst und Moral bis auf den Tag von großer Bedeutung. Anlaß genug, sich in Hegels und Hölderlins Jubiläumsjahr mit den Dreien zu beschäftigen

post scriptum:
Und hätten Hegel und Schelling in ihrer Entfremdung doch bloß auf Goethe gehört: Ältere Bekanntschaften und Freundschaften haben vor neuen hauptsächlich voraus, daß man sich schon viel verziehen hat.

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