Cover-Bild H.O.M.E. - Das Erwachen

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: cbt
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 10.12.2018
  • ISBN: 9783570312308
Eva Siegmund

H.O.M.E. - Das Erwachen

Erwacht aus einem perfekten Traum?

Die siebzehnjährige Zoë hat ein perfektes Leben: Sie besucht eine Eliteakademie, gemeinsam mit ihrer großen Liebe Jonah. Doch plötzlich findet sie sich in einem heruntergekommenen Krankenhaus wieder. Angeblich lag sie zwölf Jahre im Koma und fragt sich nun verzweifelt: War alles nur ein Traum? Gemeinsam mit Kip, dessen Bruder Ähnliches durchlebt hat, deckt Zoë ein atemberaubendes Geheimnis auf. Sie muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht und ob sie ihr perfektes Leben wirklich zurückhaben will …

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2019

Ein gelungener Auftakt, der nach mehr verlangt!

0 0

Die 17-jährige Zoë Baker führt an der H.O.M.E.-Academy ein tolles Leben. Sie ist Teamkapitän für eine ganze Gruppe Jugendlicher und bereitet sich und ihre Freunde auf eine gefährliche Mission vor. Doch ...

Die 17-jährige Zoë Baker führt an der H.O.M.E.-Academy ein tolles Leben. Sie ist Teamkapitän für eine ganze Gruppe Jugendlicher und bereitet sich und ihre Freunde auf eine gefährliche Mission vor. Doch plötzlich kommt alles ganz anders, denn sie erwacht in einem Krankenhaus mitten in Berlin. Dort sagt man ihr, dass sie seit zwölf Jahren im Koma gelegen hätte und nun endlich wieder aufgewacht sei. Doch ihr Traum von der Akademie erscheint ihr viel zu realistisch, als dass alles bloß ihrer Fantasie entsprungen sein soll. Außerdem passieren unheimliche Dinge, die ihr weiteren Zweifel einbringen. Kann es sein, dass die Akademie nicht bloß ein Traum war? Und wenn nicht, warum gibt es sie gar nicht? Gemeinsam mit ihrem Bruder und einem Freund macht sich Zoë auf die Suche nach Antworten und kommt dabei einem Geheimnis auf die Spur.

Die deutsche Autorin Eva Siegmund ist vielen Lesern bereits durch ihre „PANDORA-Reihe“ bekannt. Mit ihrer neuen „H.O.M.E.-Reihe“ beschreibt sie einen weiteren fantasievollen Abschnitt und lässt durch ihre Worte die Welt um die smarte Zoë lebendig werden.

Schriftstellerin Eva Siegmund benutzt eine sehr bildliche und moderne Sprache. Ihr Schreibstil ist angenehm fesselnd und flüssig, weshalb es leicht fällt, sich alles vorzustellen und ganz in die Handlung einzutauchen.
Zoë ist die Hauptakteurin der Geschichte, die durch eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle schreiten muss. Zu Beginn ist sie dynamisch und stark, doch dann erwacht sie in einem Krankenhaus und muss sich vollkommen neu orientieren. Mit einem Mal ist sie verwirrt und muss erst neu erkennen, was wahr und was Fiktion ist. Sie stellt sich dieser Herausforderung und macht dabei eine glaubwürdige Figur.

Dadurch, dass die Geschichte aus Zoë Sicht erzählt wird, tappt der Leser genauso im Dunkeln und muss sich fragen, was nun tatsächlich geschehen ist. Doch nach und nach wird es immer klarer und so ergibt sich zügig ein Bild, das den Leser in Staunen versetzt. Die Autorin hat sich hier sehr viel Mühe gegeben, eine komplexe Kulisse zu kreieren und der Handlung ordentlich Schwung und Aufregung zu verleihen. Immer wieder bringt sie kleine Überraschungsmomente mit ein und sorgt so für eine spannende und mitreißende Erzählung.

Interessant ist auch der Aufbau des Buches. Es beginnt mit dem letzten Kapitel und zählt praktisch wie ein Countdown zurück. Zum Schluss gibt es ein spannendes Finale, was den Leser wehmütig mit einem Cliffhanger zurücklässt. An dieser Stelle heißt es stark sein, denn erst im nächsten Band werden weitere Fragen beantwortet werden.

Ein gelungener Auftakt, der nach mehr verlangt!

Mein persönliches Fazit:
Nicht ganz perfekt, doch dafür unglaublich spannend und unterhaltsam. Die Vorstellung, dass Zoë zwölf Jahre im Koma gewesen sein soll und während dieser Zeit an der Akademie gearbeitet und gelernt hat, ist spektakulär und dramatisch. Zeitglich hat die Autorin die Gefühlswelt der jungen Protagonisten ideal eingefangen und umgesetzt. Es ist zu jeder Zeit spürbar, wie sie zwischen den Stühlen sitzt und sich fragt, was sie nun machen soll. Zudem hat sie ihre große Liebe verloren und weiß nicht recht, ob es diese tatsächlich gegeben hat. Alles ist verwirrend, doch auch realistisch und erschütternd.
Zusätzlich hat Eva Siegmund eine traurige Zukunftskulisse erschaffen, die hoffentlich niemals Realität wird. Dürre, Tod, Gewalt und Krankheiten bestimmen nicht nur Deutschland. Nur Reiche haben die Chance auf ausreichend Flüssigkeit. Alle anderen kämpfen um das nackte Überleben. Diese Sequenzen wurden sehr realistisch eingefangen und in Szene gesetzt.
Mein einziges Manko bleibt die zweite Liebesgeschichte, die sich für mich übertrieben und unnatürlich anfühlt. Auf das Geplänkel mit Kip hätte die Schriftstellerin lieber verzichten und sich mehr auf die Frage nach Antworten konzentrieren sollen. Aber das ist nur meine ganz eigene Meinung. Denn alles andere ist absolut perfekt und mitreißend.
Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung „Die Mission“, die voraussichtlich im März 2019 erscheinen soll.

Veröffentlicht am 14.01.2019

Mein erstes Lese-Highlight dieses Jahr

0 0

H.O.M.E. fiel mir nicht nur durch das Cover auf, sondern auch durch die Inhaltsangabe. Eva Siegmund, die u.a. Pandora und Cassandra schrieb, ist zudem dafür bekannt, dass ihre Romane in Deutschland vorzüglich ...

H.O.M.E. fiel mir nicht nur durch das Cover auf, sondern auch durch die Inhaltsangabe. Eva Siegmund, die u.a. Pandora und Cassandra schrieb, ist zudem dafür bekannt, dass ihre Romane in Deutschland vorzüglich Berlin spielen, was auf mich auch einen gewissen Reiz ausübte.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

H.O.M.E. – Das Erwachen von Eva Siegmund


Verlag cbt
Genre Jugendbuch/Scifi/Dystopie
Erscheinungstermin 10.12.2018
Seitenanzahl 448 (Paperback, Klappenbroschur)
ISBN 978-3-570-31230-8
Mehrteiler/Einzelband Dilogie (Band 1)
Preis 13,00 €
Altersfreigabe ab 14 Jahre


INHALT

Die siebzehnjährige Zoë hat ein perfektes Leben: Sie besucht eine Eliteakademie, gemeinsam mit ihrer großen Liebe Jonah. Doch plötzlich findet sie sich in einem heruntergekommenen Krankenhaus wieder. Angeblich lag sie zwölf Jahre im Koma und fragt sich nun verzweifelt: War alles nur ein Traum? Gemeinsam mit Kip, dessen Bruder Ähnliches durchlebt hat, deckt Zoë ein atemberaubendes Geheimnis auf. Sie muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht und ob sie ihr perfektes Leben wirklich zurückhaben will …
(randomhouse.de)

MEINE MEINUNG

Es war das Cover, das mich als erstes ansprach. Ja, als bekennender Coverfetischist ;D sollte man das zugeben können. Schöne oder faszinierende Cover ziehen mich magisch an, weshalb ich schon so manchen Fehlkauf zu verbuchen hatte. Aber hält mich das ab? Grundsätzlich nicht – obwohl… ein wenig vorsichtiger bin ich schon geworden. Jetzt ziehe ich den Klappentext mit zurate, was meine Chancen auf einen Fehlkauf zumindest etwas gemindert hat. H.O.M.E. ist aber definitiv kein Fehlkauf, keine Fehlentscheidung, sondern ein Highlight. Nicht nur das Cover hat es mir angetan. Auch der Klappentext war mehr als interessant und gerade ich, die Dystopien und Scifi bevorzugt, wurde durch und durch zufrieden gestellt.

Wo fange ich am Besten an… ja, am Anfang halt. ? Man wird quasi in die Geschichte hinein gestoßen und auch wenn es zunächst wirkt, als wäre es ein langsamer, bedächtiger Start, ist er es eigentlich gar nicht, da man augenblicklich im Geschehen ist. Eben noch war Zoë mit Jonah an der Akademie und plötzlich ruckartig ist sie im Krankenhaus und scheint ein anderer Mensch zu sein. Besonders hervorgetan hat sich die Tatsache, dass Zoë ganze 12 Jahre im Koma lag, was dem Ganzen einen noch dramatischeren Beigeschmack gibt. Nicht nur das ist schlimm, sondern auch die Umstände der „Realität“, in die sie unvermittelt geschleudert wird. Denn nicht nur, dass sie zu ihrer Familie muss, die sie nicht wirklich kennt, die Welt vor den Toren des Krankenhauses ist eine vermeintlich schreckliche. Es herrscht die größte Dürreperiode der Neuzeit, ganz Europa ist betroffen, am stärksten der Süden und jeder, der was von sich hält, ist gen Norden verschwunden.

Berlin – und das ist noch so ein positiver Punkt dieses Buches, weil man sich so schön mit allem identifizieren kann und endlich mal nicht die USA als Schauplatz dienen – nun also Berlin ist ein Hexenkessel. Nun, aber nicht im normalen Sinne. Die Stadt geht den Bach runter und die Menschen, die noch da sind, versuchen am Leben zu bleiben und zu überleben. Sie stehlen sich schöne Momente oder geben sich geschlagen ihrem Schicksal hin. Es prallen so gegensätzliche Stimmungen aufeinander, dass man förmlich auf die Explosion wartet. All das macht den Roman absolut realistisch. Vielleicht nicht immer, aber man hat das Gefühl dabei zu sein, die Menschen zu verstehen und mitzuleiden oder sich mitzufreuen.

Eva Siegmund schafft es insgesamt ein realistisches Bild von einer düsteren Zukunft zu formen, die gar nicht so weit entfernt zu sein scheint. Zumindest ein Großteil der Szenarien könnte durchaus so passieren.

Der eigentliche Grund für das Koma wird schnell aufgeklärt. Warum sie aber annahm, an der Akademie zu sein und ob diese real ist, erklärt sich erst ziemlich zum Schluss. Bis dahin bleibt es ausnahmslos spannend und so manche Überraschung erwartet den Leser. Insbesondere vom Ende war ich sehr geflasht. Ich hatte mit vielem gerechnet, aber nicht damit. Das macht es für mich umso spannender und den zweiten Band, der zum Glück bereits im März erscheint, kann ich kaum abwarten.

Und wer sich noch folgendes fragt: Jugendbuch? Gibts da nicht auch bestimmt eine Romanze? Ja, die gibt es. Jonah ist der Freund von Zoë, allerdings in der Welt, die sie von ihrem Koma her kennt. Also ist er dann überhaupt real? Und dann gibt es da Kip, der Freund ihres Bruders, der sie mit seiner recht ruhigen Art auffängt, als sie nicht mehr weiß, wie ihr geschiet. Und egal, wer jetzt stöhnt, dass es sich schon wieder um ein Triangle handelt, dem sage ich, hier ist es irgendwie anders und auch gar nicht schlimm. Ich persönlich empfand es nicht als Dreiecksgeschichte und finde, die Autorin hat das bisher wirklich gut gelöst.


FAZIT

Das erste Lese-Highlight diesen Jahres und eine klare Kaufempfehlung von mir. Obwohl das Grundgerüst Dystopie/Jugendroman nicht neu erfunden wurde, hat Eva Siegmund hier doch geschafft, es nach etwas Neuem aussehen zu lassen. Dafür gibt es von mir klare 5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 12.01.2019

Das Erwachen

0 0

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich der Klappentext extrem angelockt hat. Ein Mädchen, dass aus dem Koma aufwacht und alles nicht so ist, wie sie denkt. Sehr, sehr spannend!
Der Klappentext hat tatsächlich ...

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich der Klappentext extrem angelockt hat. Ein Mädchen, dass aus dem Koma aufwacht und alles nicht so ist, wie sie denkt. Sehr, sehr spannend!
Der Klappentext hat tatsächlich auch nicht zu viel versprochen, denn die Geschichte ist einfach genial. Der Mix zwischen “Traum” und Realität ist unglaublich gut gemacht. Auch die Geschichte bzw. das große Geheimnis, die dahintersteckt ist absolut glaubwürdig. Es wäre verrückt und beängstigend, wenn es wirklich passieren könnte, dass so etwas passiert. Aber ich kauf es der Autorin absolut ab. Ich bin gespannt, was da genau hintersteckt. Da es der erste Band einer Reihe ist, wird natürlich nicht ganz so viel verraten.

Die Katastrophe, die in der realen Welt herrscht, als Zoë wieder aufwacht, ist absolut real und könnte so wirklich passieren. Wobei ich hier glaube, dass einiges etwas sehr überspitzt ist. Ich denke allerdings, dass es so sein soll. Dass deutlich gemacht werden soll, dass es absolut nicht in Ordnung ist und wir hier echt aufpassen sollten, dass es uns nicht auch so ergeht.

Zoë ist so genial! Ich kann mich absolut in ihre Gefühlslage versetzen. Ich kann sie mir bildlich vorstellen, wie sie sich fühlt und wie sie ihre neue Umgebung wahrnimmt. Wie sie sich nach ihrem Zuhause sehnt und wie ihr Zwiespalt dazu ist. Es ist so genial gemacht, wie die Autorin den Charakter so formt. Wie tief sie überhaupt geht. Das ist absolut ungewöhnlich für ein Jugendbuch, aber es gefällt mir ungemein.
Alleine in diesem ersten Band macht Zoë eine Wandlung durch, die ich selten gelesen habe.

Auch die anderen Charaktere haben ihren Platz. Es ist keiner dabei, den ich überflüssig finde. Nichts ist dabei, das die Geschichte unnötig in die Länge zieht.

Großartig ist das Setting. Einerseits die “Traumwelt” von Zoë, die Akademie. Ich hatte sofort ein Bild im Kopf von einer Schule mit großer Mensa und so weiter. Okay, das ist eher das typische Internat-Setting, das gerne genommen wird. Aber ich lese es unheimlich gerne, da es mir persönlich ein Wohlfühl-Gefühl vermittelt.

Dann das Berlin, dass dystopischer nicht sein kann. Es gibt arm und es gibt reich. Beides steht in einem extremen Kontrast zueinander. Ich finde es cool, dass es in Berlin spielt. Ich war noch nicht so oft dort, aber ein paar Gebäude konnte ich zuordnen.

Die Autorin hat einen Schreibstil, der mich wirklich begeistert. Sie schreibst so locker und leicht. Und trotzdem hat sie eine Grundspannung, die mich nicht wieder losgelassen hat. Ich konnte das Buch einfach nicht zur Seite legen. Sie schreibt genau so, wie ich es mir für Jugendbücher wünsche.

Ein absolut genialer Start in diese Buchreihe. Jugendbuch und Dystopien lese ich unheimlich gerne und dieses Buch hat mich überzeugt. Ich bin so gespannt, wie es im 2. Band weitergeht.
Es heißt, dass man dieses Buch lieben wird, wenn man die “Tribute von Panem” mochte. Und ja, das unterschreibe ich so.
Absolute Leseempfehlung von mir.

Das Cover: Ich liebe das Cover! Oben die Akademie und unten Berlin.

Fazit: Ein genialer Start in die Buchreihe. Für mich ist die Geschichte absolut rund.

Veröffentlicht am 10.01.2019

Was ist real?

0 0

„Wie hatte es so weit kommen können, dass man Wasser aus fernen Ländern genauso verkaufen durfte wie komatöse Söhne und Töchter?“ (S. 295 aus H.O.M.E. Von Eva Siegmund)

Zoë hat alles, was sich eine 17-Jährige ...

„Wie hatte es so weit kommen können, dass man Wasser aus fernen Ländern genauso verkaufen durfte wie komatöse Söhne und Töchter?“ (S. 295 aus H.O.M.E. Von Eva Siegmund)

Zoë hat alles, was sich eine 17-Jährige nur wünschen kann. Sie besucht eine gute Schule, wo sie auf eine wichtige Mission vorbereitet wird, hat einen perfekten Freund und muss sich um nichts Sorgen machen. Bis sie eines Tages aufwacht und sich nicht mehr im Internat befindet, sondern in einem ihr fremden Krankenhaus in Berlin, wo ihr gesagt wird, sie hätte 12-Jahre im Koma gelegen. Kann es tatsächlich möglich sein, dass ihr bisheriges Leben gar nicht stattgefunden hat? Doch wie ist es möglich, dass sich alles so real angefühlt hat? Zoë muss Antworten finden und macht sich mit Kip, dem Bruder eines Jungen, der ähnliches durchmachen musste, auf die Suche nach Antworten. Doch was sie findet, ist alles andere als das, was sie erwartet hat..

Dieses Buch ist der erste Band einer mindestens zweiteiligen Reihe. Ich bin ja ein echter Reihen-Fan, vor allem was Dystopien betrifft, und diese hat mir sehr gut gefallen. Der Schauplatz, Berlin, war besonders spannend, das ist für mich sehr viel greifbarer als irgendwelche Städte in GB oder den USA, wo viele Reihen spielen, selbst wenn ich bisher nicht viel Berlin-Erfahrung vorweisen kann, und dadurch fühlte ich mich als Leser sehr viel besser eingebunden und angesprochen.

Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Zoë und ab und an gibt es immer mal reine Dialogeinschübe, in denen man die Pläne derjenigen verfolgen kann, die dem Mädchen nicht wohlgesonnen sind. Dadurch konnte man sich einerseits gut mit der Protagonistin auseinandersetzen, weil all ihre Gedanken leicht nachvollziehbar sind, kann aber durch die feindlichen Diskussionen vielleicht auch an der ein oder anderen Stelle schon Spekulationen anstellen, was ihr als nächstes zustoßen mag.
Der Schreibstil ist flüssig und passend für ein Jugendbuch nicht hochgradig kompliziert und verworren, sodass man leicht und locker dahinlesen kann, ohne dass man merkt, wie die Zeit vergeht. Was ebenfalls auffällt, ist, dass die Kapitelanzahl herunter- statt raufgezählt wird, wie ein Countdown. Das motiviert gerade am Ende noch mal ordentlich zum Weiterlesen und hat mir eine Nachtschicht beschert, weil ich das Buch unbedingt „noch mal eben schnell“ beenden wollte.

Zoë weist eine beeindruckende Stärke auf. Als sie von heute auf morgen aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen wird und man ihr dann auch noch erzählt, sie habe eigentlich gar nicht wirklich gelebt, sondern 12 Jahre nur herumgelegen, schockt das natürlich. Doch sie rappelt sich sehr bald auf und statt sich zu bemitleiden nimmt sie die Sache selbst in die Hand und umschifft alle Schwierigkeiten und gefährlichen Situationen, die sich ihr dabei in den Weg stellen. Ich mochte die Idee der taffen, selbstbewussten Protagonistin an sich schon immer, und Zoë gefällt mir in der Rolle außerordentlich gut.

Wer mir etwas gegen den Strich geht, ist ihr Freund Jonah, mit dem sie auf der Akademie zusammen war. Er wirkt auf mich wie einer der coolen Typen, die sich für Kluges zu fein sind und in der Pause mal schnell die Hausaufgaben abschreiben wollen, denn nichts anderes macht er, und das auch noch bei seiner eigenen Freundin. Das kann auch ein charmantes Lächeln nicht ausgleichen, ich persönlich käme mir an Zoës Stelle ziemlich verarscht und ausgenutzt vor. Umso besser, dass nach ihrem Erwachen Kip auf den Schirm tritt und es langsam aber sicher zwischen ihm und Zoë zu knistern beginnt. Ich bin sehr gespannt, zu wem ihr Herz sie führt!

Dies war mal eine Dystopie der anderen Art. Der Plot war super gewählt und die dystopische Stimmung zu jeder Zeit greifbar, man leidet förmlich mit den Menschen der Zukunft mit. Die Wasserknappheit als Auslöser dieser Krise ist nicht mal sonderlich abwegig, sondern clever durchdacht, auch wenn es bis zu einem solchen Zustand der realen Welt hoffentlich noch sehr lange dauert oder aber nie kommt.
Ich erhoffe mir vom nächsten Teil, dass Zoë sich noch weiterentwickelt und die Wahrheit über die Akademie und deren Vorhaben aufdeckt, sowie einen Jungen für ihre Seite findet. Vielleicht wird die Situation der Welt ja auch wieder ein Stückchen besser, aber wir wollen mal nicht zu optimistisch sein.

Mein Fazit:
Lesenswert, auf jeden Fall. Ein spannender Plot, wer eine Dystopie in unserer Hauptstadt spielend reizend findet, darf gern zugreifen. Ich freue mich bereits auf den nächsten Teil, allzu lange dauert es ja nicht mehr und ich denke, da ist noch Luft nach oben!

Veröffentlicht am 08.01.2019

Ein etwas ruhigerer Auftakt für eine spannende Dystopie

0 0

Meine Meinung

Das Cover finde ich farblich sehr schön und auch die Spiegelung ist sehr gut gelungen, denn die Protagonistin lebt in beiden Welten und die sind durch H.O.M.E. miteinander verbunden. Also ...

Meine Meinung

Das Cover finde ich farblich sehr schön und auch die Spiegelung ist sehr gut gelungen, denn die Protagonistin lebt in beiden Welten und die sind durch H.O.M.E. miteinander verbunden. Also ich finde es klasse.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig. Sie beschreibt sehr detailreich, sodass ich mir die dystopische Welt um Berlin sehr gut vorstellen konnte. Die Geschichte ist aus der Ich- Perspektive der Protagonistin Zoë erzählt.

Zoë ist eine interessante Protagonistin, die in der Geschichte einen tollen Wandel durchmacht. Eigentlich hat Zoë ein perfektes Leben. Sie hat einen Freund und wird auf eine Mission vorbereitet bei der sie der Kapitän ist. Sie ist intelligent, mutig und stark. Jedoch ist sie sehr fügig und hinterfragt nichts, sondern nimmt vieles als gegeben an. Erst als sie plötzlich in der Realität aufwacht und feststellen muss, dass ihr Leben nicht echt gewesen ist, fängt sie an zu hinterfragen und wird eine neue noch mutigere Zoë. Sie kämpft darum herauszufinden, wer sie wirklich ist und wozu sie bestimmt ist.

Die Dystopie ist zu Beginn noch sehr ruhig, auch wenn sie gleich schon turbulent beginnt und Zoë aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen wird. Danach lernen wir mit ihr zusammen erstmal die Welt kennen und es herrscht das, wovor wir doch eigentlich alle Angst haben und zwar Wasserknappheit. Die Welt ist mehr oder weniger ein einziges Chaos und es ist spannend den Gedankengängen der Autorin zu folgen. Eine dystopische Welt, die vielleicht irgendwann wirklich werden könnte. Es gibt eine spannende Jagd nach dem Geheimnis und der wahren Mission von Zoë, die immer wieder etwas entschleunigt wurde durch das Alltagsleben. Obwohl wirklich viel Spannendes passiert, wirkt die Geschichte ruhig, sodass sie manchmal mehr wie der Beginn wirkt. Und die Ausblicke auf den zweiten Band wirken wie die Ruhe vor dem Sturm, sodass ich sehr gespannt bin, wie es weitergeht. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

Mein Fazit

H.O.M.E. Das Erwachen ist doch eher ein ruhiger Auftakt auch wenn es doch eigentlich sehr turbulent und spannend losgeht. Die Geschichte wirkt so ein bisschen, wie die Ruhe vor dem Sturm und lässt auf einen richtig spannenden zweiten Teil hoffen. Die Protagonistin Zoë ist interessant und den dystopischen Weltenentwurf finde ich genial, denn die Vorstellung das sowas passieren könnte, ist doch schon sehr gruselig. Ich finde die Geschichte gelungen und freue mich schon auf einen weiteren Teil.