Cover-Bild Die Liebe tanzt barfuß am Strand
(3)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
20,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Argon Digital
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 30.03.2022
  • ISBN: 9783732457908
Gabriella Engelmann

Die Liebe tanzt barfuß am Strand

Roman | Charmant-idyllische Kleinstadt-Buchreihe um Familiengeheimnisse, Freundschaft und Liebe
Eva Gosciejewicz (Sprecher)

Wellenrauschen und Herzklopfen – große Gefühle in einer zauberhaften Kleinstadt an der Nordsee

Lina Hansen wohnt mit ihrer Großmutter Henrijke in einem hyggeligen Giebelhäuschen am Marktplatz in Lütteby. Die zauberhafte kleine Stadt an der Nordsee könnte ein wahr gewordenes Märchen sein – würde sie nicht tief in den roten Zahlen stecken. Außerdem gibt es eine historische Fehde mit dem Nachbarstädtchen Grotersum – man sagt, Liebende aus den beiden Orten könnten niemals zueinander finden. Doch was bedeutet das für Lina, deren attraktiver neuer Chef ausgerechnet von dort entsandt wurde? 

Weitere Formate

Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei NeleLiv in einem Regal.
  • NeleLiv hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.04.2022

Die Liebe tanzt barfuß am Strand - eine nette Nordseegeschichte

0

Das Hörbuch „Die Liebe tanzt barfuß am Strand“ hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich anfangs ein paar Kapitel gebraucht habe, bis ich mit den Charakteren warm geworden bin. Das Hörbuch als solches ...

Das Hörbuch „Die Liebe tanzt barfuß am Strand“ hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich anfangs ein paar Kapitel gebraucht habe, bis ich mit den Charakteren warm geworden bin. Das Hörbuch als solches hat mir gefallen, da die Sprecherin eine sehr angenehme Stimme hat, welcher ich gern zugehört habe.
In der Geschichte geht es um Lina Hansen, welche in dem kleinen Ort Lütteby an der Nordsee wohnt. Sie ist eine sympathische Frau, arbeitet im Reisebüro der Stadt, wohnt bei ihrer Großmutter und trauert noch immer ihrem Ex-Verlobten hinterher, welcher sie kurz vor der Hochzeit hat sitzen lassen. Nicht zu vergessen ist die historische Fehde zwischen Lütteby und der Nachbarstadt, wessen Bürgermeister den Bewohnern Lüttebys das Leben nicht gerade erleichtert. Als dann auch noch ein neuer, sehr attraktiver, aber sehr fordernder Chef auftaucht, ist das Chaos vorprogrammiert.
Besonders gut gefallen hat mir das Setting der Geschichte. Die kleine Stadt wird sehr malerisch und gemütlich beschrieben und erinnert mich an den Ort, in dem ich aufgewachsen bin. Eine große Gemeinschaft, alle halten zusammen und jeder kennt jeden… Fluch und Segen zugleich. Das I-Tüpfelchen ist hier der „Kleinkrieg“ zwischen den beiden Nachbarorten, welcher seinen Ursprung in der großen Flut vor hunderten von Jahren hat. Dass dies auch durch die Zeitsprünge zu der früheren Liebesgeschichte einer jungen Frau aus Lütteby und eines jungen Mannes aus Grotersum thematisiert wird, finde ich schön, auch wenn ich etwas gebraucht habe, bis ich den Hintergrund verstanden habe.
Ebenfalls gut fand ich die Aufmachung der Geschichte mit den verschiedenen Mottos. Ich habe zwar etwas gebrauch, bis ich gemerkt habe, dass diese Überschriften an das Buch von Linas Mutter angelehnt sind, welches Lina gefunden hat und nun fortführt, aber die Idee fand ich sehr schön und es hat einen gewissen Wiedererkennungswert.
Ein bisschen schwierig fand ich hingegen die Protagonistin Lina. Sie ist zwar sympathisch, jedoch fand ich ihre dramatische Art ab und an zu übertrieben. Besonders problematisch fand ich das Lügenkonstrukt, welches sie im Laufe der Geschichte gesponnen hat, da es immer wieder Szenen gab, in welchen sie sich deshalb unmöglich verhalten hat. Allerdings kann ich sie auch etwas verstehen. Sie sehnt sich nach Zuneigung, fragt sich, was aus ihrer verschwundenen Mutter geworden ist und sucht nach ihrem Platz in der Welt, da sie nicht wirklich weiß, wer sie wirklich sein möchte.
Der neue Chef Jonas war mir von Anfang an etwas suspekt. Irgendwie wusste er zu viel, war zu bestimmt dafür, dass er den Job nur als Vertretung macht und zu sehr davon überzeugt, alles neu zu machen. Die Art und Weise wie er bei den ersten Begegnungen mit Lina und ihrer Kollegin umgegangen ist, war sehr respektlos und dass er sich dann von einem auf den anderen Tag in einen freundlichen, zuvorkommenden, interessierten Menschen verwandelt, ging mir zu schnell.
Trotz meiner Probleme mit den beiden Protagonisten mochte ich die Spannung die zwischen ihnen herrschte und war sehr gespannt, wie sich das Verhältnis zwischen den Beiden entwickeln sollte. Der Handlungsstrang, welcher sich mit dieser Romanze beschäftigt, war gut durchdacht. Er stand nicht durchgehend im Vordergrund, was ich sehr schön fand, da so die restliche Handlung nicht zu kurz kam, ist aber trotzdem gut zur Geltung gekommen.
Wie bereits angedeutet geht es in der Geschichte nicht ausschließlich um das Verhältnis zwischen Lina und Jonas, sondern auch um das alltägliche Leben in Lütteby. Da ist die Pastorin Sinje, welche Linas beste Freundin ist, bald heiratet und unbedingt eine alte Villa kaufen und restaurieren möchte. Sie steht Lina immer zur Seite, ist eine fröhliche, hilfsbereite Person und war neben Henrikje meine Lieblingsfigur. Henrikje ist Linas Großmutter, welche sie aufgezogen hat, und so eine Art alte Seele der Stadt ist. Mit ihren guten Ratschlägen und ihren Kräutermittelchen hat sie mich des Öfteren zum Lächeln gebracht. Ein Charakter der mir hingegen nicht so gut gefallen hat, war der Bürgermeister der Stadt Grotersum. Zum einen weil er sehr egoistisch wirkt, zum anderen, weil er sehr wenig beschrieben wird, obwohl er häufig vorkommt. Ich hatte einfach das Gefühl, dass er ein sehr klischeehafter Antagonist ist, welcher da ist, weil es spannender ist. Er war mir zu grob gezeichnet und es war schwer seinen Charakter zu erfassen. Insgesamt ist das Leben in der Geschichte einfach nicht zu kurz gekommen. Der Alltag hat noch stattgefunden, es gab normale Probleme und ich habe es genossen, dass es nicht nur eine Romanze war.

Achtung Spoiler! (Das Fazit ist wieder spoilerfrei und ich habe es kenntlich gemacht)

Wie bereits angedeutet war mir Jonas von Beginn an suspekt, was sich letztendlich auch irgendwie bewahrheitet. Auch wenn es bis zum Ende des ersten Teils unklar bleibt, ob er Leni nur zu seinem Nutzen verführt oder sie wirklich mag, ist klar, dass er einige Male gelogen hat und vermutlich nicht auf der Seite der Bewohner Lüttebys steht. Mein Gefühl hat sich also bestätigt und ehrlich gesagt macht es die Geschichte für mich sehr viel interessanter. Ich hoffe jedoch, dass Leni im zweiten Teil so selbstbewusst ist, sich nicht von Jonas einlullen zu lassen, so wie es im ersten Teil den Anschein erweckt. Denn auch trotz der Spannung und dem Kribbeln… irgendwie empfand ich es als unrealistisch, dass sie sich ihm dann doch so schnell anvertraut.

FAZIT

Letztendlich fand ich das Hörbuch gut, obwohl es mir manchmal schwerfiel mich auf die Denkweise der Protagonistin einzulassen. Besonders toll fand ich das Nordsee-Kleinstadt-Setting, welches die Autorin wunderbar beschrieben hat, und das Mysteriöse, welches durch die alte Fehde und ein paar nicht ganz ehrliche Charaktere entstanden ist. Ärgerlich fand ich den Cut am Ende des Buches… was aber ja auch irgendwie für die Geschichte spricht, da ich echt neugierig bin, wie es weiter geht und ich schon auf den zweiten Teil gespannt bin.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.08.2022

Unterhaltsames Hörerlebnis für Zwischendurch

0

Bücher, die an der See spielen, mag ich zurzeit wirklich gerne, da ich schon sehr lange nicht mehr dort im Urlaub war. Dieses Lebensgefühl in Büchern zu genießen, finde ich daher sehr schön.

Die Geschichte ...

Bücher, die an der See spielen, mag ich zurzeit wirklich gerne, da ich schon sehr lange nicht mehr dort im Urlaub war. Dieses Lebensgefühl in Büchern zu genießen, finde ich daher sehr schön.

Die Geschichte spielt in einem kleinen Ort namens Lütteby, was mich zunächst ein wenig an Bullerbü denken lässt. Die Hauptfigur Lina arbeitet im Tourismus-Büro des Ortes, in dem sich durch einen Klinikaufenthalt ihres Chefs so einiges ändert. Die Vertretung, und somit ihr neuer Chef Jonas verdreht Lina innerhalt kürzester Zeit den Kopf und scheint ziemlich perfekt für Lina. Denn er hat innovative Ideen für Lütteby, die genau zum richtigen Zeitpunkt zu kommen scheinen, da hier nur rote Zahlen geschrieben werden.

Gabriella Engelmann schreibt locker und wie aus dem echten Leben gegriffen, so dass der Roman eigentlich ziemlich real daher kommt. Mir ging es jedoch so, dass mir Lina an einigen Stellen doch sehr naiv und platt dargestellt war, Jonas wiederum zu perfekt. Außerdem schienen manche ihrer Handlungen nicht so recht zu ihrer Figur zu passen. Nichtsdestotrotz sind auch viele Beschreibungen der Umgebung und auch Erlebnisse von Lina recht nett anzuhören. Die Sprecherin macht ihren Job nämlich sehr gut.

Die historischen Einschübe über die Liebenden aus vorigen Zeiten waren hingegen dazu etwas verwirrend für mich, denn es waren einfach etwas zu seltene und auch sehr kurze Einschübe, die mich eher verwirrt haben und auch zunächst für mich den Sinn nicht so recht erkennen ließen. (Es geht dabei um die Erklärung, warum nie ein Mensch aus Lütteby mit einem aus der Nachbarstadt Grotersum zusammen sein sollte.)

Eine nette Lektüre für Zwischendurch. Muss man aber nicht unbedingt gelesen haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2022

Erster Teil einer Reihe über ein nordfriesisches Dorf – mit sehr offenem Ende!

0

„Hinfallen, aufstehen, Hoodie richten und ab ans Meer! Denn am Meer wirkt der größte Orkan wie ein laues Lüftchen und das Leben ist nun mal eben heiter bis wolkig.“

Wobei er momentan sogar tief wolkenverhangen ...

„Hinfallen, aufstehen, Hoodie richten und ab ans Meer! Denn am Meer wirkt der größte Orkan wie ein laues Lüftchen und das Leben ist nun mal eben heiter bis wolkig.“

Wobei er momentan sogar tief wolkenverhangen ist, der Himmel über Lütteby und Grotersum. Ansonsten… seit der Sturmflut von 1634, die Grotersum hart getroffen, Lütteby aber verschont hat, sind die Orte entzweit und die Legende sagt, dass Liebende aus den beiden Orten niemals zueinander finden werden. Durch eine Zusammenlegung eint die beiden Orte eigentlich nur der gemeinsame Bürgermeister, der seine eigenen Pläne zur Ankurbelung des Tourismus hat.
Zu dieser alten Legende packt Autorin Gabriella Engelmann noch ganz viel Nordfriesland-Charme, Einwohner, die zusammenhalten, einen weißen Vogel namens Abraxas, eine Villa, in der es spukt, eine engagierte Pastorin und Lina – unsere Protagonistin. Seit sie vor 6 Jahren frisch getrennt aus Hamburg zurück in die Heimat kam, wohnt sie wieder bei ihrer Oma Henrijke, die sich um sie kümmert, seit ihre leibliche Mutter Florence verschwunden ist. Lina arbeitet im Toursimusbüro. Als ihr Chef sich verletzt, kommt Jonas Carstensen als seine Vertretung. Erst kommandiert er sie herum, doch bald kommen sich die beiden näher.
Das, gepaart mit der unglaublichen Stimmgewalt einer meiner Lieblings-Hörbuchsprecherinnen Eva Gosciejewicz, hat meine Vorfreude auf dieses Hörbuch richtig angefacht. Leider ist der Funke bei mir schnell erloschen, diese interessante Mischung wollte bei mir einfach nicht zünden. Vielleicht liegt es an den irrsinnig vielen Baustellen, die das Buch aufreißt, geheime Liebesbriefe, alte Liebende, die wieder auftauchen und das offene Ende. Und wenn ich offen sage, meine ich nicht einen Cliffhanger am Ende, sondern den Werbeblock an der spannendsten Stelle – nach dem es einfach nicht mehr weitergeht. Nicht ein kleiner Handlungsstrang wird beendet, im Gegenteil, in den letzten Minuten werden noch mal 10 zusätzliche Fragen aufgeworfen – und das war mir einfach zu viel des Guten.
Dabei ist die Geschichte liebevoll und unterhaltsam erzählt, die Kapitel beginnen mit Weisheiten aus einem geheimen Buch Florence, das Lina zufällig gefunden hat und seither ergänzt. Auch die Details über die Lüttebyer, über Kluntjes und Spaziergänge am Strand fand ich zauberhaft, aber die dazugehörige Rahmenhandlung war mir zu „drüber“, zu verworren und wirkte auf mich nicht ganz stimmig. Mir ist klar, dass sich die Kreise erst beim letzten Band schließen werden, aber wie gesagt, wenigstens ein Miniende hätte ich gebraucht.
Fazit: Erster Teil einer Reihe über ein nordfriesisches Dorf – mit sehr offenem Ende! Nur lesen, wenn man auch die weiteren Bände lesen will!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere