Cover-Bild Manchmal musst du einfach leben

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8,99
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER E-Books
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Familienleben
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 19.07.2017
  • ISBN: 9783104037981
Gayle Forman

Manchmal musst du einfach leben

Stefanie Schäfer (Übersetzer)

Wir wissen alle, wie es sich anfühlt, überfordert zu sein, keine Kraft mehr zu haben – aber immer weiter machen zu müssen.
Maribeth Klein, Anfang 40, in New York, ist so damit beschäftigt, die perfekte Mutter von kleinen Zwillingen, Ehefrau und Mitarbeiterin zu sein, dass sie vor lauter Stress gar nicht merkt, dass sie einen Herzinfarkt hatte. Erst als sie nach einer Notoperation völlig geschwächt wieder zu Hause ist und begreift, dass Familie und Job ihr keine Möglichkeit lassen, zu Kräften zu kommen, trifft sie eine unglaubliche Entscheidung: Sie packt eine kleine Tasche und geht.
Gayle Forman erzählt auf ergreifende Weise davon, wie viel Mut es braucht, sich für das Leben zu entscheiden, und davon, dass man manchmal von zu Hause fortgehen muss, um wieder dorthin zurückfinden zu können.
Ein Roman, der große Fragen stellt und uns mitnimmt bis dorthin, wo sich Liebe und Leben treffen.
Ein Buch, das ehrlicher, aufwühlender und lebensbejahender nicht sein könnte.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.11.2017

Ein schönes Buch zu einem Tabuthema

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Maribeth Klein erleidet einen Herzinfakt und während der OP's hört ihr Herz auf zu schlagen..... und für sie ist nichts mehr, wie es war, aber die Familie erwartet, dass sie weiter funktioniert.... aber ...

Maribeth Klein erleidet einen Herzinfakt und während der OP's hört ihr Herz auf zu schlagen..... und für sie ist nichts mehr, wie es war, aber die Familie erwartet, dass sie weiter funktioniert.... aber Maribeth kann nicht zurück in ihr altes Leben..... und sie trifft den Entscheid zu gehen um zu leben.......
Eine Frau die Ihre Familie verlässt ist immer noch unpopulär. Das Buch beschreibt ihr Dilemma und all die Schritte zurück zu einem "normalen" Leben, wie auch immer man so ein "normales" Leben lebt. Das Buch gibt viel zu denken und zeigt, dass nicht immer eine Mutter eine Rabenmutter sein muss, nur weil sie sich entschliesst, dass sie so nicht weiterleben kann. Auch hilft die Distanz, dass sie irgendwann wieder Nähe zu Ihrem Mann aufbauen kann.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es Euch nur empfehlen!

Veröffentlicht am 29.07.2017

Manchmal musst du einfach gehen...

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Maribeth Klein aus New York, Ehefrau und Mutter von 4-jährigen Zwillingen, fast voll berufstätig, erleidet mit 44 Jahren auf der Arbeit einen Herzinfarkt ohne es zu bemerken. Sie glaubt an Sodbrennen aufgrund ...

Maribeth Klein aus New York, Ehefrau und Mutter von 4-jährigen Zwillingen, fast voll berufstätig, erleidet mit 44 Jahren auf der Arbeit einen Herzinfarkt ohne es zu bemerken. Sie glaubt an Sodbrennen aufgrund des fettigen Mittagessens. Als sie am nächsten Tag zur jährlichen Vorsorgeuntersuchung ihre Frauenärztin aufsucht, ist diese nach der Untersuchung beunruhigt und weist sie in die Notaufnahme ein. Dort ist klar: sie hatte einen Herzinfarkt. Obendrein geht die Herzkathederuntersuchung schief und sie muss notoperiert werden. Nach einer Woche wird sie nach ihrer Bypass-OP am offenen Herzen noch völlig geschwächt entlassen. Dem Spagat zwischen Ehefrau, Mutter und Haushalt ist sie körperlich noch nicht gewachsen. Ihr geht es nach wenigen Tagen immer schlechter, so dass sie nach einem Gespräch mit ihrer Pflegerin eine Tasche packt und geht...

Ich hatte die Leseprobe gelesen, konnte mich teilweise selbst wiederfinden und wollte unbedingt wissen, wie die Autorin die Geschichte weiterführen wird. Obwohl ich auch zugegebenermaßen "Bauchschmerzen" hatte, weil ich durch den Einband ja wusste, dass Maribeth ihre Familie und damit ihre kleinen Kinder verlassen wird. Ich habe selbst drei Kinder, der Letzte ist 5 Jahre, also in etwa in dem Alter der Zwillinge und ich konnte mir partout nicht vorstellen, mein Kind zu verlassen.
Aber ich hatte zum einen auch noch keinen Herzinfarkt oder lebensbedrohende Krankheit und wollte zum anderen wissen wie die Autorin mit der Situation umgeht und sie erklärt.

Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Natürlich kann man bei vielen Schilderungen hergehen und sagen..., das oder dies lässt sich doch einfacher lösen und dann verursacht es der Mutter nicht so einen Stress, Arbeit etc. Zum Beispiel der Eimer unter dem Fenster... Klar, sie könnte ihn einfach stehen lassen oder das Leck reparieren lassen = keine Arbeit mehr damit. Aber ich denke, darum geht es nicht! Es sind nur Beispiele, die aufzeigen sollen, wie der Tagesablauf einer berufstätigen Ehefrau, Hausfrau und Mutter ganz oft aussieht. Nämlich voll gepackt bis zum Überlaufen! Und die Läuse, einfach perfekt! Ich konnte mich aufrichtig hineinversetzen und Maribeth' Drang nach Ruhe gut nachvollziehen. Natürlich unterscheidet sich die Theorie von der Praxis, es kann nicht jede Mutter einfach die Reißleine ziehen. Aber ich denke, die Autorin wollte nicht die Überforderung an sich in den Vordergrund stellen (Herzinfarkt war ja vermutlich genetisch bedingt), sondern beschreibt einfach den Genesungsprozess nach einer OP am offenen Herzen. Bei uns ist die Verweildauer im Krankenhaus in manchen Fällen ein paar Tage länger und oft schließt sich noch eine Anschlussheilbehandlung an. Maribeth' gesundheitliche Zustand in Verbindung mit den "normalen" Aufgaben führten dazu, dass es ihr körperlich immer schlechter ging und sie ihre Tasche packte. Für mich hat die Autorin "das Tasche packen für eine Reha" einfach ersetzt und aus diesem Umstand eine sehr schöne und interessante Geschichte gestrickt und dabei Themen wie künstliche Befruchtung, Kinder in fortgeschrittenem Alter, Adoption, der Suche nach den leiblichen Eltern, Freundschaften... verarbeitet und dabei ihr schriftstellerisches Können bewiesen.

Von mir daher eine ganz klare Kauf- und Leseempfehlung für dieses wunderbare Buch.

Veröffentlicht am 24.07.2017

rührende und ergreifende Geschichte, die aber auch viel Mut macht

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"Manchmal musst du einfach Leben" ist ein Buch, auf das ich mich ganz besonders gefreut habe es lesen zu dürfen. Sehnsüchtig habe ich sein Eintreffen erwartet und war dann doch ängstlich loszulegen. Warum? ...

"Manchmal musst du einfach Leben" ist ein Buch, auf das ich mich ganz besonders gefreut habe es lesen zu dürfen. Sehnsüchtig habe ich sein Eintreffen erwartet und war dann doch ängstlich loszulegen. Warum? Schicksale gehen mir oftmals sehr nahe, lösen in mir Gefühle aus die ich vielleicht gar nicht zulassen will aber von dieser Geschichte bin ich im Nachhinein total begeistert.

Gefühlsvoll, rührend, gleichzeitig aber nicht belastend erzählt uns Gayle Forman die Geschehnisse über Maribeth und deren Familie. Maribeth, Ehefrau, Vollzeitberufstätige und Mutter von 4jährigen Zwillingen, erleidet im Alter von 44 Jahren einen sich langsam anschleichenden Herzinfarkt. Nur durch eine riskante OP kann ihr noch junges Leben gerettet werden. Nach kurzem Klinikaufenthalt wieder zu Hause wird Ihre Genesung hart auf die Probe gestellt. Der echte Alltag mit kleinen Kindern wird realistisch dargestellt, nichts schön geredet - nichts übertrieben. Für Maribeth steht fest dass Sie so nur noch weiter an den Rand Ihrer Kräfte kommt und beschließt, sich für eine gewisse Zeit von Ihrer Familie zu trennen. Was in der Ferne geschieht will ich gar nicht verraten an dieser Stelle. Es darf sich aber jeder, der das Buch lesen will auf eine schöne Auszeit mit der Ausreißerin freuen

Maribeth steht mir schon nach wenigen Seiten sehr nah. Sie ist mutig, ängstlich, die vielen Sorgen fressen sie auf. Was Sie erleidet ist ein "Herz-Burn-Out", oder ein "Mütter-Burn-Out". Ich habe großen Respekt vor Ihr dass Sie diesen riesen Schritt gewagt hat und vorübergehend "ausgestiegen" ist. Das würde sicher vielen Müttern und Erkrankten mehr als gut tun mal nur für sich selbst da zu sein.

Ein rundum gelungenes Buch - ein Cover dass mir auch in jeder Buchhandlung gesagt hätte: Nimm mich in die Hand - Ein angenehme Leselänge - es bleibt zum Schluss keine Frage offen.
Für diese Geschichte vergebe ich von ganzem Herzen 5 glänzende Sterne.



Veröffentlicht am 18.06.2017

Maribeth nimmt eine Auszeit

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Maribeth Klein dachte sie habe Sodbrennen, das Essen sei wohl zu fett gewesen. Und so machte sie sich zunächst keine weiteren Sorgen. Bis ihre Gynäkologin sie zur Notaufnahme schickte…
Im Krankenhaus fanden ...

Maribeth Klein dachte sie habe Sodbrennen, das Essen sei wohl zu fett gewesen. Und so machte sie sich zunächst keine weiteren Sorgen. Bis ihre Gynäkologin sie zur Notaufnahme schickte…
Im Krankenhaus fanden die Ärzte zunächst auch nichts. Doch dann gab es eine Untersuchung mit dem Herzkatheter. Und Maribeth landete auf dem Operationstisch….
Als sie aus dem Krankenhaus wieder zu Hause war, konnte das Leben natürlich nicht so weitergehen wie vorher. Doch Maribeth ließ sich einspannen bis es ihr einfach zu viel wurde…
Und so geschah es, dass sie sich eine Auszeit nahm….
In Pittsburgh nahm sie sich eine Wohnung und suchte sich einen Arzt. Und sie beschloss, ihre leibliche Mutter zu suchen…
Und langsam aber sicher ging es ihr besser…
Warum schickte die Gynäkologin Maribeth zur Notaufnahme? Wieso fanden die Ärzte zunächst nichts? Was passierte bei der Untersuchung mit dem Herzkatheter? Wieso wurde Maribeth sofort operiert? Dachten die Angehörigen – Mann, Kinder, Mutter, Freundin – dass es mit Maribeth so weitergehen könnte, wie vorher? Warum nahmen sie so wenig Rücksicht auf Maribeth? Warum erklärte niemand den Kindern, wie schwer ihre Mutter krank war? Weshalb musste Maribeth eine Auszeit nehmen? Weshalb fuhr sie gerade nach Pittburgh? Und wieso hatte sie nicht schon vorher nach ihrer leiblichen Mutter gesucht? Ging es ihr wirklich wieder besser? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.

Meine Meinung
Eigentlich ist dieses Buch so gar nicht meins. Und doch wurde ich durch die Leseprobe neugierig und beschloss, mich dafür zu bewerben. Und ich habe es absolut nicht bereut. Eine Frau, die einen Herzinfarkt hatte, was jedoch als sie wieder zu Hause war, in der Familie kaum berücksichtigt wurde. Ich kann verstehen, dass sie sich eine Auszeit genommen hat. Die wäre in dieser chaotischen Familie nie gesund geworden. Ich kann ihren Mann ehrlich gesagt, nicht verstehen – und eigentlich auch sie selbst nicht, weil sie sich einfach immer wieder einspannen ließ – dass den Kindern nicht klargemacht worden ist, wie schwer krank ihre Mutter war. Wie nah sie am Tod vorbeigeschrammt war. Ich glaube, ich hätte es genauso gemacht! Das Buch hat sich super lesen lassen. Es war auch unkompliziert geschrieben. Nirgends musste ich über die Bedeutung eines Wortes oder Satzes nachdenken. Es hatte eine eigene Spannung. Nicht die Spannung eines Krimis oder Thrillers. Aber es war eben anders spannend. Ich war auch sehr schnell in der Geschichte drinnen und konnte mich gut in die Protagonistin hineinversetzen. Und ich freute mich, als es ihr in Pittsburgh so nach und nach wieder besser ging. Und dass sie dort auch Freunde fand. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und überzeugt. Einen kleinen Makel hat es dennoch: Ich weiß nicht, ob sie jetzt letztendlich ihre Mutter wieder ‚gefunden‘ hat. Trotzdem bekommt es von mir eine Lese-/Kaufempfehlung und volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 17.07.2017

Eine Geschichte, die nachdenklich macht

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Zum Inhalt:
Gayle Forman erzählt auf ergreifende Weise davon, wie viel Mut es braucht, sich für das Leben zu entscheiden, und davon, dass man manchmal von zu Hause fortgehen muss, um wieder dorthin ...




Zum Inhalt:
Gayle Forman erzählt auf ergreifende Weise davon, wie viel Mut es braucht, sich für das Leben zu entscheiden, und davon, dass man manchmal von zu Hause fortgehen muss, um wieder dorthin zurückfinden zu können. Ein Roman, der große Fragen stellt und uns mitnimmt bis dorthin, wo sich Liebe und Leben treffen.
Meine Meinung:
Das Buch war ausgesprochen gut zu lesen, hat einen sehr schönen Schreibstil. Die Story ist auch sehr schön, obwohl ich mich immer wieder an vielen Stellen gefragt habe, wie man so was machen kann. Was kann ich nicht schreiben, dass würde zu sehr spoilern. Was mir nicht so gut gefallen hat, war das Ende. Da blieb mir viel zu viel offen. Was passiert mit all den Menschen, die Maribeth auf ihrem Weg getroffen hat, was ist mit ihrer Mutter? Dazu hätte ich gerne mehr gewusst.
Fazit:
Eine Geschichte, die nachdenklich macht.