Cover-Bild Verraten
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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Dressler
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 19.10.2020
  • ISBN: 9783791501642
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Grit Poppe

Verraten

Als seine Großmutter ins Altenheim muss, zieht Sebastian zu seinem Vater, der die Familie verlassen hat, als er noch ein Kind war. Nichts verbindet ihn mit diesem Mann, der eine Haftstrafe verbüßen musste und kaum mit ihm spricht. Aber immer noch besser, als wieder in diesem schrecklichen Heim zu landen, in das er zunächst von der Jugendhilfe gebracht wurde - und aus dem Katja geflohen ist, um die er sich jetzt heimlich kümmert. Doch eines Tages taucht ein Mann in seiner Schule auf und drängt ihn, Lehrer und Mitschüler zu beobachten. Er macht ihn zum IM der Stasi und bringt ihn dazu, seinen eigenen Vater zu bespitzeln.
Der große DDR-Roman für Jugendliche.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.11.2020

Ein spannendes und informatives Jugendbuch

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Inhalt:

Als seine Großmutter ins Altenheim muss, zieht Sebastian zu seinem Vater, der die Familie verlassen hat, als er noch ein Kind war. Nichts verbindet ihn mit diesem Mann, der eine Haftstrafe verbüßen ...

Inhalt:

Als seine Großmutter ins Altenheim muss, zieht Sebastian zu seinem Vater, der die Familie verlassen hat, als er noch ein Kind war. Nichts verbindet ihn mit diesem Mann, der eine Haftstrafe verbüßen musste und kaum mit ihm spricht.
Aber immer noch besser, als wieder in diesem schrecklichen Heim zu landen, in das er zunächst von der Jugendhilfe gebracht wurde - und aus dem Katja geflohen ist, um die er sich jetzt heimlich kümmert.

Doch eines Tages taucht ein Mann in seiner Schule auf und drängt ihn, Lehrer und Mitschüler zu beobachten. Er macht ihn zum IM der Stasi und bringt ihn dazu, seinen eigenen Vater zu bespitzeln._

Meinung:

Der Schreibstil von Grit Poppe ist flüssig und wirklich leicht und schnell zu lesen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und musste einfach immer weiterlesen. Alles wird so bildhaft beschrieben, dass man das Gefühl hat, man wäre nicht nur der Leser, sondern im Geschehen mittendrin. Das war für mich besonders spannend, da ich die Zeit der DDR bisher nur aus dem Geschichtsunterricht kannte.

Die Geschichte wird aus Sicht der beiden Protagonisten Sebastian und Katja erzählt. Gleich zu Anfang lernt man den 16-jährigen Sebastian kennen.
Dieser muss einige grausame Schicksalsschläge verkraften und landet zuerst in einem Jugendheim und danach bei seinem Vater, der die Familie vor Jahren verlassen hatte. Sebastians schlimme Erfahrungen machen ihn zu dem perfekten Opfer für die Staatssicherheit und nun soll er seinen eigenen Vater ausspionieren.
Sebastian wird von allen Seiten so sehr unter Druck gesetzt, dass ich manchmal echt Mitleid mit dem armen Kerl hatte. Dabei hat er das gar nicht nötig. Sebastian ist ein unglaublich starker Charakter, der nach jedem Rückschlag einfach wieder aufsteht und weiter macht.
Das hat mich wirklich beeindruckt. Außerdem macht er eine enorme Charakterentwicklung durch, was bei den Dingen, die er erlebt, nur verständlich ist.

Auch Katja ist eine interessante Figur. Sie ist immer wieder aus Heimen ausgebrochen und wird nun von Sebastian auf dem Dachboden versteckt. Katja ist temperamentvoll und wild, sie lässt sich nicht unterdrücken oder bevormunden, wodurch sie mir sofort sympathisch war.
Die Entwicklung ihrer Beziehung zu Sebastian und ihre eigene Charakterentwicklung gefallen mir auch sehr gut.

Die Geschichte ist unglaublich rasant geschrieben und gleichzeitig so informativ. Es ist wirklich toll recherchiert und man lernt eine Menge dazu. Gleichzeitig hat man aber gar nicht das Gefühl, etwas zu lernen, weil es total viel Spaß macht, das Buch zu lesen. Meiner Meinung nach sollte es Schullektüre werden!

Den Anhang sollte man sich übrigens nicht entgehen lassen; die Zeitzeugenberichte und Dokumente sind interessant und runden das Ganze nochmal ab.

Cover:

Das Cover gefällt mir persönlich nicht so gut. Ich mag Gesichter auf Covern generell nicht und dabei macht „Verraten“ leider auch keine Ausnahme.
Die Gestaltung an sich finde ich allerdings ziemlich gut; sie passt zu der Geschichte und dem historischen Kontext.
Auch die Farbgestaltung finde ich nicht schlecht, da man durch den auffälligen Gelbton sofort auf das Buch aufmerksam wird und es zwischen den anderen im Regal hervorsticht.

Fazit:

„Verraten“ ist ein toll recherchiertes und gut geschriebenes Buch, das jeder, der sich für Geschichte oder die Zeit der DDR interessiert, gelesen haben sollte. Man bekommt viele Einblicke in das Leben der Leute damals, weshalb man es meiner Meinung nach auch im Geschichtsunterricht durchnehmen sollte. Ein absolutes Must-Read!

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Veröffentlicht am 08.11.2020

Ein Jugendroman, der mit wichtigem Thema absolut mitreißen kann - unbedingt lesen

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Meine Meinung
Die Autorin Grit Poppe war mir nicht mehr unbekannt. Bisher war ich auch immer richtig begeistert von ihren Romanen gewesen.
Jetzt stand mit „Verraten“ wieder ein Roman aus ihrer Feder auf ...

Meine Meinung
Die Autorin Grit Poppe war mir nicht mehr unbekannt. Bisher war ich auch immer richtig begeistert von ihren Romanen gewesen.
Jetzt stand mit „Verraten“ wieder ein Roman aus ihrer Feder auf meiner Leseliste und ich war total gespannt und neugierig darauf. Schon das Cover hat mich total angesprochen und der Klappentext hat mir tolle Lesestunden versprochen. Daher habe ich nach dem Erhalt des Buches auch direkt mit Lesen begonnen.

Die handelnden Charaktere sind der Autorin verdammt gut gelungen. Sie wirkten auf mich alle samt sehr gut beschrieben und ich konnte ihre Handlungen auch gut verstehen.
Allen voran lernt der Leser hier Sebastian kennen. Er ist 16 Jahre alt und muss direkt zwei Dinge aufeinander verkraften. Dadurch kommt der in dieses Heim und dann zu seinem Vater. Ich konnte mir Sebastian sehr gut vorstellen, die Dinge, die er tut bzw. nicht tut, es war alles nachzuvollziehen. Man erkennt den Druck, der auf ihn ausgeübt wird und versteht auch seine Gedanken und Gefühle sehr gut. Mir hat auch die Entwicklung, die Sebastian im Handlungsverlauf durchläuft, sehr gut gefallen. Die Autorin bringt dies authentisch rüber.
Gleichzeitig lernt der Leser hier auch Katja kennen. Sie ist ein echter Wildfang, immer auf der Flucht, und wirkte ebenso vorstellbar beschrieben. Auch sie durchläuft eine Entwicklung, die ich als Leser sehr gut nachempfinden und verstehen konnte.

Neben den beiden Protagonisten gibt es noch andere Charaktere, die man sich als Leser sehr gut vorstellen kann. Jeder von ihnen fügt sich sehr gut ins Geschehen ein, hat einen ganz bestimmten Platz und es ergibt sich so eine absolut stimmige Mischung.

Der Schreibstil der Autorin ist richtig klasse. Sie schreibt flüssig und mitreißend, ich habe das Buch angefangen und konnte es wirklich nur ganz schwer zur Seite legen. Sie beschreibt die Dinge sehr gut, alles war verständlich und nachvollziehbar.
Geschildert wird das Geschehen aus den Sichtweisen von Sebastian und Katja. Bei Sebastian hat die Autorin die personale Perspektive verwendet, während es bei Katja die Ich-Perspektive ist. Ich empfand beiden Sichtweisen als richtig passend, denn man ist so immer direkt dabei.
Die Handlung selbst hat mich wirklich total mitgerissen. Als Kind der DDR war ich wirklich richtig gespannt darauf und es ist echt bemerkenswert was man als Leser hier alles erfährt. Es war für mich eine Reise zurück in die Vergangenheit, auch wenn es bei mir nur 7 Jahre waren, die ich in der DDR gelebt habe.
Die Autorin hat alle Geschehnisse sehr gut recherchiert, das Thema Stasi und wie sie die Jugendlichen damals angeworben haben, es wird alles so gut beschrieben, man erlebt es als Leser quasi real mit. Und zum Teil waren die Methoden in meinen Augen schon auch heftig. Aber auch die Dinge, die mit Kindern und Jugendlichen in den Heimen passierte fand ich wirklich sehr schlimm.

Das Ende ist absolut passend zur Gesamtgeschichte gehalten. Zugegeben zuerst musste ich drüber nachdenken, die Wendung dahin hat sich mir zuerst nicht ganz erschlossen. Es passt aber verdammt gut und schließt den Roman, auch dank des Anhangs mit einem interessanten Interview und einem Glossar, sehr gut und stimmig ab.

Fazit
Kurz gesagt ist „Verraten“ von Grit Poppe ein Jugendroman, der mich total mitgerissen und schlicht und einfach verdammt gut unterhalten hat.
Interessant gezeichnete authentisch wirkende Charaktere, ein flüssig zu lesender detaillierter Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als verdammt interessant und sehr gut recherchiert empfunden habe und die man nicht nur als Jugendlicher sondern auch als Erwachsener gelesen haben sollte, habe mich wirklich gefesselt und richtig begeistert.
Unbedingt lesen!

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