Cover-Bild Die beste aller Beziehungen
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28,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Insel Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 640
  • Ersterscheinung: 11.03.2026
  • ISBN: 9783458645290
Gun-Britt Sundström

Die beste aller Beziehungen

Roman
Nina Hoyer (Übersetzer)

Martina und Gustav treffen sich als junge Studierende im Stockholm der Siebziger und werden schnell ein Paar. Doch während Gustav Halt und Beständigkeit sucht, sträubt sich Martina gegen Konventionen und gesellschaftliche Erwartungen. Ihre Beziehung hält Gespräche und Konflikte, Trennungen und Neubeginne aus. Es geht um Nähe und Intimität, um Sex und Treue, ums Sprechen und ums Schweigen – und vor allem um die Frage: Kann man geliebt werden, ohne sich selbst aufzugeben?

Die beste aller Beziherungen ist eine scharfsinnige, zugleich bittersüße Reflexion über Liebe, Freiheit und Verantwortung. Gun-Britt Sundström erzählt mit Witz und Klarheit darüber, wie man leben und lieben kann, ohne die eigenen Überzeugungen zu verraten.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Szenen einer Beziehung

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Die Geschichte von einem Paar, das unterschiedlicher nicht sein kann.
Während Er die Sicherheit sucht, hinterfragt Sie Konventionen und
sehnt sich nach der Unabhängigkeit.
Martina, eine junge Studentin ...

Die Geschichte von einem Paar, das unterschiedlicher nicht sein kann.
Während Er die Sicherheit sucht, hinterfragt Sie Konventionen und
sehnt sich nach der Unabhängigkeit.
Martina, eine junge Studentin aus Stockholm, ist eigentlich nicht so richtig an einer festen Bindung mit Gustav interessiert. Gustav wiederum versucht mit Permanenz, Martina umzustimmen. Doch Martina will sich nicht festlegen, ihr widerstrebt das alte Frauenbild.

Vorweg gesagt: Dieser Roman hat nichts an seiner Frische verloren.

Die Ich-Erzählerin Martina ist noch auf der Suche, Studium und Beruf sind für sie noch nicht
richtig greifbar. Sie weiß eigentlich nur, was sie nicht möchte.
Vor allem will sie keine Selbstaufgabe, nur, weil sie geliebt wird. Sie sträubt sich gegen festgefahrene Vorgaben und gesellschaftliche Erwartungen.
Liebe, Verantwortung und Freiheit werden hier wunderbar reflektiert.
Das alles wird mit einer wunderschönen, reduzierten Sprache atmosphärisch dicht erzählt, mit viel Sinn für die Details des Lebens.
Hier wird die Liebe nicht romantisiert, sondern Hinterfragt.
Vor allem geht es um die Frage: Kann man überhaupt lieben ohne die
eigenen Überzeugungen zu verraten?

Ein kluger Roman, der den Begriff Beziehung auf den Prüfstand stellt.
Der sich mit dem Begriff auseinandersetzt und ehrliche Antworten nicht nur fordert, sondern auch gibt.
Dieses Buch ist traurig und fröhlich, bitter und süß und einfach nur schön. 

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Ehrlich, klug und überraschend zeitlos

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„Die beste aller Beziehungen“ von Gun-Britt Sundström ist ein kluger und erstaunlich zeitloser Roman über die Komplexität von Beziehungen. Im Mittelpunkt stehen Martina und Gustav, die sich während ihres ...

„Die beste aller Beziehungen“ von Gun-Britt Sundström ist ein kluger und erstaunlich zeitloser Roman über die Komplexität von Beziehungen. Im Mittelpunkt stehen Martina und Gustav, die sich während ihres Studiums kennenlernen und schnell eine intensive Verbindung aufbauen. Allerdings mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen davon, wie eine Beziehung aussehen sollte.

Besonders spannend ist die Perspektive von Martina, die ihre eigenen Gefühle und gesellschaftliche Erwartungen immer wieder hinterfragt. Ihr Wunsch nach Unabhängigkeit steht im ständigen Konflikt mit der Nähe zu Gustav, der sich hingegen mehr Verbindlichkeit wünscht. Diese Gegensätze ziehen sich durch die gesamte Geschichte und machen die Dynamik zwischen den beiden gleichzeitig faszinierend und stellenweise auch frustrierend.

Die Autorin beschreibt sehr feinfühlig und realistisch, wie sich eine Beziehung über Jahre entwickelt. Mit all ihren Höhen, Unsicherheiten und wiederkehrenden Mustern. Dabei verzichtet sie auf große Dramatik und setzt stattdessen auf leise, ehrliche Beobachtungen, die oft überraschend treffend sind. Gerade diese ruhige Erzählweise lässt die Figuren besonders glaubwürdig wirken.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Art, wie das Buch die Balance zwischen Nähe und Freiheit thematisiert. Es zeigt, wie schwierig es sein kann, sich auf einen anderen Menschen einzulassen, ohne sich selbst dabei zu verlieren. Auch wenn sich einige Passagen etwas ziehen, bleibt die Geschichte durch ihre Tiefe und ihre klugen Gedanken durchgehend interessant.

Insgesamt ist es ein sehr lesenswerter Roman, der zum Nachdenken anregt und lange im Kopf bleibt. Vor allem, weil er keine einfachen Antworten liefert, sondern die Widersprüche von Beziehungen so ehrlich darstellt.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Ein tiefes Leseerlebnis

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„Bin ich etwa daran schuld, dass er mich so schrecklich liebt? Habe ich etwas getan, um seiner Liebe Nahrung zu geben, habe ich das vielleicht? Er lässt es jedenfalls so klingen; lässt es wie einen furchtbaren ...

„Bin ich etwa daran schuld, dass er mich so schrecklich liebt? Habe ich etwas getan, um seiner Liebe Nahrung zu geben, habe ich das vielleicht? Er lässt es jedenfalls so klingen; lässt es wie einen furchtbaren Vorwurf klingen, wenn er sagt: Ich liebe dich.“

Martina ist Anglistikstudentin und genießt ihre studentischen Freiheiten und die Lust am Philosophieren und Diskutieren. Sie lebt mit ihrer Freundin Harriet in einer WG in Stockholm. Eines Tages meldet sich ein gewisser Gustav bei ihr. Der hat sie bei einem Treffen mit Kommilitonen gesehen, während sie ihn gar nicht richtig wahrgenommen hat. Gustav drängt sich in Martinas Leben, er forciert eine Beziehung und überschüttet sie mit seiner einengenden Liebe. Martina gibt Stück für Stück nach, lernt die Gespräche mit Gustav schätzen. Es entwickelt sich eine ambivalente Beziehung zwischen den beiden, die wir Leser auf über 600 Seiten mitfühlen dürfen.

„Die beste aller Beziehungen“ erschein schon in den Siebzigern und hat sich in Schweden zu einem Literaturklassiker gemausert. Tatsächlich handelt es sich um ein beeindruckendes Buch, ein tiefes Leseerlebnis. Wir erfahren die Geschichte aus Martinas Perspektive. Martina neigt zur Eigenbrötelei und Selbstkritik (obwohl sie sich selbst als selbstbewusst bezeichnet). Sie gerät in eine emotionale Abhängigkeit von Gustav, auch wenn sie stets um ihre Eigenständigkeit kämpft und sich nicht verbiegt. Das und Gustavs ständiges Drängen machen die Beziehung der beiden so schwierig und destruktiv.

Besonders die Figur der Martina hat hohes Identifikationspotential. Ich habe teilweise sehr mitgelitten. So ist das Buch eine unterhaltsame, immer noch moderne Lektüre, die einen großen Sog auf die Leserin ausüben kann, und gleichzeitig eine Geschichte, unter der man furchtbar leiden und die schlechte Laune verursachen kann.
Die Geschichte von Martina und Gustav wird im Kopf bleiben. Ich empfehle die Lektüre uneingeschränkt.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Intelligenter Beziehungsroman

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Die schwedische Autorin und Literaturkritikerin Gun-Britt Sundström wurde mit ihrem Roman "Maken" bereits 1976 bekannt, die deutsche Übersetzung wurde 1978 unter dem Titel "Die andere Hälfte. Ein Verhältnis-Roman" ...

Die schwedische Autorin und Literaturkritikerin Gun-Britt Sundström wurde mit ihrem Roman "Maken" bereits 1976 bekannt, die deutsche Übersetzung wurde 1978 unter dem Titel "Die andere Hälfte. Ein Verhältnis-Roman" veröffentlicht. Nun wurde das Buch, nach genau 50 Jahren, von Nina Hoyer neu ins Deutsche übersetzt und unter dem Titel "Die beste aller Beziehungen" vom Insel Verlag veröffentlicht.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Martina und Gustav, die sich im Stockholm der siebziger Jahre kennenlernen und ineinander verlieben. Beide sind um die 20, Martina studiert Anglistik, Gustav Philosophie. Anfangs scheint alles perfekt, sie sind gern zusammen, sprechen dieselbe Sprache und interessieren sich für Politik und Literatur. Gustav möchte mit Martina zusammenziehen und heiraten, während die junge Frau ihre Freiheit schätzt und nicht ständig mit ihrem Freund zusammen sein möchte. Gustavs Wunsch nach häufigen Intimitäten vermag sie nicht zu teilen, und so bleibt es nicht aus, dass Gustav ihr untreu wird.

Das Buch ist in der Ich-Form aus Martinas Sicht in intelligenter Sprache mit viel Humor erzählt und liest sich sehr flüssig. Auf 639 Seiten lernen wir das junge Paar über einen Zeitraum von etwa 7 Jahren intensiv kennen. Früh ist ersichtlich, dass Gustav für Martina tiefere Gefühle hegt als umgekehrt. Sie fühlt sich von ihm bedrängt, die Lösung scheint in einer offenen Beziehung zu legen. Trotz der einander gewährten Freiheiten sind beide eifersüchtig, und es kommt wiederholt zu Trennungen, die sie als "Scheidungen" bezeichnen. Immer wieder versöhnen sie sich und finden wieder zueinander.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen, er spiegelt zwar den Zeitgeist der siebziger Jahre, dennoch sind seine zentralen Themen Liebe und Freiheit heute so aktuell wie vor 50 Jahren. Die Figuren sind authentisch gezeichnet, die Autorin lässt uns tief in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten blicken, die eine turbulente Beziehung mit Höhen und Tiefen führen. Ich mochte Martina und Gustav und konnte ihre Schwierigkeiten sehr gut nachvollziehen, fand jedoch die ständigen, sich wiederholenden Diskussionen über ihre komplizierte Beziehung  - besonders im Mittelteil des Buches - etwas ermüdend.

Leseempfehlung für diesen zeitlosen Roman, der mich bis zu seinem für mich sehr stimmigen Ende gut unterhalten hat!

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Wie viel Freiheit hält die Liebe aus? Zeitlose Geschichte über die Angst, sich selbst in einer Beziehung zu verlieren

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Martina und Gustav lernen sich an der Universität Stockholm kennen, haben gleiche Interessen und philosophieren gemeinsam über Bücher und Filme. Sie verlieben sich in einander, haben jedoch unterschiedliche ...

Martina und Gustav lernen sich an der Universität Stockholm kennen, haben gleiche Interessen und philosophieren gemeinsam über Bücher und Filme. Sie verlieben sich in einander, haben jedoch unterschiedliche Vorstellungen von einer Beziehung. Während sich Gustav fest binden möchte, an Zusammenziehen und Heiraten denkt, schreckt Martina diese Vorstellung ab.
Martina und Gustav können nicht mit, aber auch nicht ohne einander, weshalb sich eine jahrelange On-Off-Beziehung entwickelt, während der sie auch Beziehungen mit anderen Partnern eingehen, diese jedoch immer am jeweils anderen messen.

"Die beste aller Beziehungen" ist ein schwedischer Bestseller aus dem Jahr 1976, der nun erstmals ins Deutsche übersetzt wurde.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Martina geschildert, die sehr reflektiert ist und sich bewusst ist, dass ihre Einstellung zu Liebe, Partnerschaft und Ehe einer festen Bindung wenig zuträglich ist. Gustav verlieren möchte sie jedoch auch nicht, weshalb sie es hinnimmt, wenn er andere Frauen trifft - und sich das gleiche Recht nimmt.

Martina ist auch in Bezug auf ihr Studium und ihren Beruf rastlos, ist unstet und ständig auf der Suche nach Veränderung. Ihr Charakter, der immer wieder an sich zweifelt und Dinge in Frage stellt, wirkt glaubwürdig, aber auch Gustav als männlicher Gegenpart, der sich nach körperlicher Nähe sehnt, ist nachvollziehbar dargestellt.

Martina und Gustav probieren im Verlauf der Jahre Freundschaft und Polygamie, aber optimal ist keine der Lösungen. Fraglich ist, ob beide zusammen als Paar wirklich glücklich werden können.
Die Geschichte wird mit einer klugen Beobachtungsgabe undramatisch erzählt, was gut zu den Figuren passt. Mit dem jahrelangen Harren auf ihren Standpunkten ist die Erzählung aber auch etwas behäbig und mit wenig neuen Impulsen versetzt, so dass sie insgesamt straffer erzählt werden können, ohne die Länge auf über 600 Seiten auszudehnen.

Das Buch thematisiert gekonnt die Gegensätze Liebe und Freiheit, Zusammensein und Unabhängigkeit und hat damit nichts an seiner Aktualität eingebüßt. Es ist eine zeitlose Geschichte über die Schwierigkeit, Kompromisse einzugehen und die Angst, sich selbst in einer Beziehung zu verlieren.

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