Cover-Bild Faust
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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Spionage
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 496
  • Ersterscheinung: 27.05.2022
  • ISBN: 9783785727973
Gustaf Skördeman

Faust

Thriller
Thorsten Alms (Übersetzer)

Nachdem Sara Nowak das Netzwerk der Stasi-Mitarbeiter in Schweden auffliegen ließ und einen Bombenschlag in Deutschland verhindert hat, werden die Ereignisse von den schwedischen Geheimdiensten unter den Teppich gekehrt. Sara will sich an das Schweigegebot halten, doch dann wird ein Ex-Spion ermordet, der sie wenige Tage zuvor vergeblich um Rückruf gebeten hatte. Obwohl sie an ihrer neuen Stelle in der Kriminalpolizei bereits genug mit einer Mordserie in der Unterwelt zu tun hat, lässt ihr schlechtes Gewissen sie erneut in der Spionagewelt herumstochern. Dabei scheint sie einen Agenten namens Faust mit einer Vergangenheit in der RAF gegen sich aufzubringen ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.06.2022

Nichts ist wie es scheint?

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Gustaf Skördemans Stockholm-Thriller mit Kommissarin Sara Nowak sind phasenweise nichts für schwache Nerven. Wenn es zur Sache geht, dann richtig. Allerdings gibt es auch lange Phasen, wo die Intensität ...

Gustaf Skördemans Stockholm-Thriller mit Kommissarin Sara Nowak sind phasenweise nichts für schwache Nerven. Wenn es zur Sache geht, dann richtig. Allerdings gibt es auch lange Phasen, wo die Intensität nicht so hoch gehalten wird. Als Verschnaufpause genau richtig.

Wie beim Vorgänger “Geiger” steht auch hier eine Agentenstory im Mittelpunkt, die Handlung fließt von Teil 1 sehr stark in diesen über. Natürlich wird einiges angesprochen und erklärt, allerdings ist bis zum Start von “Faust” so viel passiert, dass es hier wirklich empfehlenswert ist, die Bücher wenn möglich beide und chronologisch zu lesen.

Sara Nowak ist Ex-Model, zweifache Mutter und Frau von Martin, einem erfolgreichen Musikmanager. Als Ermittlerin hat sie meist recht und macht ihren Job (gegen die Regeln) auch gut, generell aber ist sie eine unsichere Person, die sich und ihre Beziehungen öfter hinterfragt. Keine Superwoman/Karrierefrau, der alles zufliegt.

Im Versuch, seine Protagonistin verletzlich und “ganz normal” zu machen, trotz des abgesicherten Lebens das sie abseits des Jobs führt (und sie müsste auch gar nicht arbeiten), trägt Skördeman in manchen Punkten auch mal etwas zu dick auf. Aber das mag man als weiblicher Leser anders empfinden als als männlicher.

Sara arbeitet nun bei einer neuen Polizeistation mit und soll eigentlich im Fall von drei Toten ermitteln. Zwei Gangster wollten eine Leiche verschwinden lassen und wurden von Jägern dabei überrascht. Ein guter Einstieg in den Thriller.

Dennoch hat sie natürlich noch alte Kontakte und daher ergeben sich nebenbei noch spannendere Ermittlungen, die sie auf eine Faust angeht und die viel Platz einnehmen. Prostitution und Stasi-Schläferzellen spielen dabei eine Rolle.

“Faust” ist also definitiv ein Buch für Thrillerfans, die gerne skandinavische Autoren lesen und Spionage-Geschichten nicht abgeneigt sind. Auch mit kleinen Plot-Twists sollte man leben können, das ist etwas, das Skördeman auch nach “Geiger” hier wieder gerne benutzt.

Veröffentlicht am 27.05.2022

Was für eine atemberaubende Fortsetzung! Nach GEIGER der zweite Geniestreich von Gustaf Skördeman.

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Sara Nowak hat in GEIGER ein schwedisches Stasi-Netzwerk enttarnt und einen Bombenanschlag in Deutschland verhindert. Sie hat einen hohen persönlichen Preis dafür bezahlt, aber sie konnte immerhin in den ...

Sara Nowak hat in GEIGER ein schwedisches Stasi-Netzwerk enttarnt und einen Bombenanschlag in Deutschland verhindert. Sie hat einen hohen persönlichen Preis dafür bezahlt, aber sie konnte immerhin in den Polizeidienst zurückkehren - wenn auch in eine neue Abteilung. Dort bekommt sie es zunächst mit drei Leichen an einem idyllischen See zu tun - ein Bandenkrieg? Doch ihr Interesse an der Aufklärung wird schon bald abgelenkt von einem anderen Todesfall: ein Ex-Spion hängt an einem Seil in der Pfarrei in der er zur Tarnung gearbeitet hat. Die örtliche Polizei hält es für Selbstmord, doch genau der hat versucht, Sara zu erreichen, um dringenden Rückruf gebeten - was sie jedoch nicht tat und ihr nun ein schlechtes Gewissen besorgt. Und so beginnt sie erneut auf eigene Faust zu ermitteln... anfänglich nicht wissend, wie groß das Wespennest ist, in dem sie er erneut ausgiebig herum stochert...
Mein Fazit: Ich habe dieses Buch trotz seiner hohen Seitenzahl innerhalb von zwei Tagen durchgelesen, weil ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Der Plot ist so unfassbar geschickt gestrickt, dass man immer wieder mit herunter geklappter Kinnlade die nächste Wendung zur Kenntnis nimmt und atemlos weiterlesen muss. Ein Pageturner der Extraklasse und würdiger Nachfolger des ersten Bandes... den man unbedingt zuvor gelesen haben sollte um alle Zusammenhänge zu verstehen. Und weil es ebenfalls ein tolles Buch ist. Für mich ist Faust auf jeden Fall mit fünf Sternen fast unterbewertet....

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Veröffentlicht am 04.07.2022

Temporeiche Fortsetzung des packenden Spionagethrillers

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Nach seinem Debüt „Geiger“ und fesselnden Auftakt einer neuen Spionagethriller-Trilogie, ist dem bekannten schwedischen Drehbuch-Autor, Regisseur und Filmproduzenten Gustaf Skördeman mit der Fortsetzung ...

Nach seinem Debüt „Geiger“ und fesselnden Auftakt einer neuen Spionagethriller-Trilogie, ist dem bekannten schwedischen Drehbuch-Autor, Regisseur und Filmproduzenten Gustaf Skördeman mit der Fortsetzung „Faust“ erneut ein packender Thriller gelungen, der uns erneut in die komplexe Welt der Spionage zum Ende des Kalten Krieges entführt – eine spannende, immer noch aktuelle Thematik.
Gekonnt verwebt er sorgsam recherchierte historische Fakten und aufschlussreiche Einblicke in das perfide Ränkespiel der Großmächte und ihrer geheimen Netzwerke im Hintergrund mit seiner fiktiven vielschichtig angelegten Geschichte und spinnt die bereits in „Geiger“ aufgedeckten Verwicklungen der STASI in Schweden weiter. Aufgrund der Komplexität der Hintergrundgeschichte, einer Vielzahl an Akteuren und der wieder aufgegriffenen Handlungsfäden aus „Geiger“ empfiehlt es sich zum besseren Verständnis der Zusammenhänge auch den ersten Band gelesen zu haben.
Im zweiten Band steht erneut die taffe Ermittlerin Sara Nowak im Mittelpunkt, die nach dem dramatischen Ausgang des ersten Teils Stillschweigen über ihre Entdeckungen wahren muss und eine neue Stelle bei der Mordkommission angetreten hat. Der mysteriöse Selbstmord eines Ex-Spions, der noch vor seinem Tod mit Sara Kontakt aufzunehmen versucht hatte, lässt sie schon bald wieder auf eigene Faust ermitteln.
Auch der neue, sehr undurchsichtige Fall hat es wieder in sich und sorgt mit seinem wendungsreichen und komplexen Plot für jede Menge Spannung und Nervenkitzel. Dank des temporeichen, lebendigen Schreibstils und einiger toller filmreifer Szenen wird man bald immer tiefer in die mitreißende und facettenreiche Geschichte hineingezogen, bei der man sich allerdings auf einige brutale und blutrünstige Schilderungen gefasst machen sollte.
Erneut thematisiert der Autor auch die beklemmende Schattenwelt der Prostitution, den Missbrauch und die brutale Gewalt gegenüber Frauen und weiterer schockierender Perversität, die auch vor kaltblütigem Mord keinen Halt macht. Mit geschickt platzierten falschen Fährten und unerwarteten Wendungen führt Skördeman die verschiedenen, miteinander verwobenen Handlungsstränge immer mehr zusammen und lässt seinen Thriller schließlich in einem packenden Showdown gipfeln. Hier heißt es beim Lesen schon gut aufpassen, damit man die vielen feinen Nuancen und Zusammenhänge auch erfassen kann. Für meinen Geschmack war die starke Verdichtung zum Ende hin jedoch etwas zu viel des Guten und wirkte zu konstruiert.
Der Autor hat seine Protagonisten und Nebenfiguren als vielschichtige Charaktere mit interessanten Hintergrundgeschichten angelegt, deren Motive und Handlungsweisen meist sehr glaubhaft waren.
Mit seiner Protagonistin Sara Nowak hat er eine eigenwillige, taffe und kompetente Ermittlerin geschaffen, die sich durchzusetzen weiß und bisweilen auch ihre eigenen Wege geht. Mit all ihren Ecken und Kanten, ihrer unkonventionellen und risikobereiten Vorgehensweise wirkt sie recht authentisch und sehr sympathisch. Interessant sind auch die Einblicke in ihr Familienleben, das ihr durch ihr berufliches Engagement immer mehr zu entgleiten scheint, wobei ich ihr Verhalten und ihre Weiterentwicklung bisweilen nicht immer nachvollziehen konnte.
Nach dem unerwarteten Ausklang von „Faust“ bin schon sehr gespannt darauf, wie es im letzten Band dieser unglaublich fesselnden, genial konstruierten Thriller-Reihe weitergehen wird und welche Überraschungen der Autor noch für uns bereit halten wird!
FAZIT
Die sehr gelungene Fortsetzung der fesselnden Spionagethriller-Reihe mit der taffen Ermittlerin Sara Nowak und einem hochspannenden Plot sorgt für ein nervenaufreibendes und temporeiches Leseabenteuer!

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Veröffentlicht am 10.06.2022

Spannende Fortsetzung

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Bei ihrem letzten Einsatz hat Sara Nowak alles riskiert. Es ist ihr gelungen, das Stasinetzwerk und die ehemaligen versteckten Agenten der Stasi in Schweden zu enttarnen. Eine Rückkehr in den Polizeidienst ...

Bei ihrem letzten Einsatz hat Sara Nowak alles riskiert. Es ist ihr gelungen, das Stasinetzwerk und die ehemaligen versteckten Agenten der Stasi in Schweden zu enttarnen. Eine Rückkehr in den Polizeidienst scheint schwierig, zumal sie über ihren vorherigen Einsatz und den nachfolgenden Geschehnissen Stillschweigen bewahren musste. Aber sie bekommt die Chance in der Mordkommission weiter zu ermitteln.

Die aktuellen Mordfälle lassen vermuten, dass es sich um einen beginnenden Bandenkrieg handeln könnte. Dabei gab es gleich mehrere Tote an einem idyllisch gelegenen See in Schweden. Sara ist bereit sich dieses Mal richtig tief in die Mordermittlungen reinzuknien. Doch dann kommt diese Meldung über den toten Pfarrer, der sie wenige Tage zuvor mehrfach versucht hatte telefonisch zu erreichen. Hier deutet alles auf einen Selbstmord hin. Sara jedoch beschließt, sich das Haus des Opfers näher anzusehen. Für sie deutet alles darauf hin, dass der ermordete Pfarrer damals auch ein Mitglied der terroristischen Gruppe bei der Stasi war und dass er vermutlich ermordet wurde, weil er endlich mit ihr reden wollte.

Als die Fakten klar waren, floss das Buch fast unaufgeregt vor sich hin. Trotzdem passierte immer wieder etwas. Mit manchen Geschehnissen konnte man überhaupt nicht rechnen. Aber mir persönlich waren die Ereignisse und Fakten zumindest in dieser Phase zu viel vermischt. Die Mordfälle, die Stasi, die noch aktive ehemalige Terrorzelle und dann auch noch die RAF. Ich hatte zu tun, dass alles irgendwie gedanklich zu verarbeiten und musste mich gerade im Mittelteil zum Weiterlesen zwingen. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse, die Wolken lichteten sich und auch ich konnte vieles verstehen.

Völlig überraschend dann das Ende, das irgendwie alles rund und zu einem Abschluss gebracht hat. Von mir den Tipp den Vorgängerband „Geiger“ vielleicht doch vorher lesen, dann versteht man vieles an der Handlung besser.

Von mir gibt es dann doch die Leseempfehlung und auf Grund der Längen aber auch wegen des spektakulären Endes dann doch vier Lesesterne.

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Veröffentlicht am 20.07.2022

Leider nicht meins

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Kommissarin Sara Nowak, gezeichnet und knapp ihren letzten Fall überlebend, ist bereit wieder ihre Arbeit in der Mordkommission aufzunehmen.
Dieses Mal will sie sich aber mehr ihrer Familie widmen. Doch ...

Kommissarin Sara Nowak, gezeichnet und knapp ihren letzten Fall überlebend, ist bereit wieder ihre Arbeit in der Mordkommission aufzunehmen.
Dieses Mal will sie sich aber mehr ihrer Familie widmen. Doch direkt zu Beginn der Ermittlungen in einem neuen Tötungsdelikt wird sie durch den angeblichen Selbstmord des Pfarrers Jürgen Stiller abgelenkt. Sie folgt umgehend ihren Instinkten.
Hängt dieser angebliche Selbstmord mit den Spionen mit deutschen Decknamen zusammen?


Leider bin ich bei der Auswahl dieses Buches nicht meinen Instinkten gefolgt. Komplizierte über mehrere Bücher gespannte Spionage-Thriller sind nichts für mich.
Die Rezension kann ich aber nur aus meiner Sicht schreiben, weswegen sie sicherlich schlechter ausfallen wird als bei Spionage-Thriller-Fans.
Abgesehen von dem für mich kaum zu durchschauenden Geflecht von Geheimdiensten, ehemaligen hohen Mitarbeitern der Geheimdienste Ost/West und der Stasi, hatte ich große Probleme mit der Protagonistin. Ohne Rücksicht auf ihre Familie und ihrem eigentlichen Job stürzt sie sich offenen Auges in dieses undurchsichtige Geflecht. Sie weiß nie wem sie trauen kann, geht aber trotzdem immer allein zu den mysteriösen Treffpunkten. Wird auf sie geschossen oder auch auf ihren Sohn, verschweigt sie diesen Umstand, um weiter unter dem polizeilichen Radar arbeiten zu können.
Vielleicht ist das in guten Spionage-Thrillern so üblich. Mich hat es genervt.
Genauso geht’s mir mit ihrer Familiengeschichte. Die finde ich sehr konstruiert.
Das einzige Positive, das ich sagen kann, ist, die Geschichte war im Großen und Ganzen spannend mit überraschenden Wendungen, nicht zu vergessen, der kleine Hangover am Ende. Er soll wohl zum Lesen des dritten Bands der Trilogie anreizten, aber bei mir wird er da seine Wirkung verfehlen.

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