Cover-Bild Der Choreograph

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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Genre: Krimis & Thriller / Sonstige Spannungsromane
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 17.02.2020
  • ISBN: 9783442758777
Håkan Nesser

Der Choreograph

Roman - Sonderausgabe zum 70. Geburtstag - Håkan Nessers erster Roman erstmals auf Deutsch
Christel Hildebrandt (Übersetzer)

Ein Mann und eine Frau. Er sieht sie eines Tages, als der Winter vorbei ist; etwas zögerlich sucht sie ein Kleid in einem Laden aus. Sie gefällt ihm. Sie erwidert seinen Blick. So werden sie - gelenkt von einer unüberwindlichen Choreographie - zu einem Liebespaar. Fahren schließlich gemeinsam zu einem abgelegenen Ferienhaus. Aber warum verschwindet sie immer wieder? Und warum hält er auf einmal ein Messer in der Hand?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2020

Ein literarisches Meisterwerk

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Dies ist mein erster Roman von Håkan Nesser und es konnte mich in vielerlei Hinsicht beeindrucken. Es ist so anders, so individuell und ausdrucksstark. In dem Roman gibt es Rückblenden, Zeitsprünge, zahlreiche ...

Dies ist mein erster Roman von Håkan Nesser und es konnte mich in vielerlei Hinsicht beeindrucken. Es ist so anders, so individuell und ausdrucksstark. In dem Roman gibt es Rückblenden, Zeitsprünge, zahlreiche philosophische Gedankengänge und Ansätze, einzelne Passagen über die Liebe und das Leben. Es hatte auch etwas Melancholisches an sich, was mich schlichtweg in den Bann gezogen hat. Der Schreibstil ist einzigartig, etwas Besseres habe ich nicht gelesen. Hakan Nesser schreibt so voller Kraft und Gefühl, sehr philosophisch, melancholisch, poetisch, ja fast schon dichtend. Für mich ein literarisches Meisterwerk.
Das Leseerlebnis ist einzigartig. Mir schwirrten zahlreiche Fragen im Kopf, auf die das Buch keine Antwort gab und doch war ich am Ende zufrieden und innerlich ausgeglichen. Trotz seiner Einfachheit und Undurchdringlichkeit hat mich dieses Buch so sehr beeindruckt. 
Ein bestimmtes Motiv zog sich durch das ganze Buch - Anonymität. Nesser verbarg dem Leser einige Namen, Städte, Orte usw. und gab lediglich den Anfangsbuchstaben bekannt. Es zeigt, dass Namen keine Wichtigkeit in einer Geschichte haben. Er betonte nur die Namen, die für die Geschichte eine Rolle spielten. Wirklich genial und einzigartig! 
Ich hatte nicht geahnt, dass die Liebe hier ihren Fokus bekommt. Es geht um die Liebe, wie sie in einer Choreographie zusammen arbeitet. Geschrieben ist die Geschichte in der Ich-Perspektive des Protagonisten. Auch sein Name wird erst im Laufe der Geschichte bekannt gegeben. Die Liebe ist sehr speziell, fast schon toxisch aber wunderschön, wie Nesser sie beschreibt - sehr widersprüchlich. Angeblich ist es kein typischer Nesser, eher untypisch und doch kann ich es jedem empfehlen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.02.2020

Herausforderung für den Leser

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Håkan Nesser ganz anders – und doch typisch untypisch. Für geübte Nesser-Leser finden sich in diesem ersten Roman viele Elemente, die in den späteren Titeln als Anknüpfungspunkte dienen. Für Fans demnach ...

Håkan Nesser ganz anders – und doch typisch untypisch. Für geübte Nesser-Leser finden sich in diesem ersten Roman viele Elemente, die in den späteren Titeln als Anknüpfungspunkte dienen. Für Fans demnach also ein absolutes Muss, für Neulinge vielleicht zu schwere Kost.

„Immer noch fällt es mir schwer zu begreifen, was eigentlich passiert ist; mein jetziges Leben hier ist sondern von anderen Orten und Zeiten, dass ich kaum Sagen, Märchen und Geschichten von dem unterscheiden kann, was tatsächlich existiert und geschieht“ (S. 229)

Dieser Satz beschreibt nicht nur den geistigen Zustand des Ich-Erzählers aus Nessers Debütroman, der zu seinem 70. Geburtstag erstmals auf Deutsch erschienen ist und mir vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde. (Danke!) Er gibt nämlich auch sehr gut wieder, wie ich mich beim Lesen gefühlt habe.
Rückblenden, Episoden, Zeitsprünge und rätselhafte philosophische Passagen machen diesen Roman zu einer besonderen Aufgaben.
Ich glaube, dass der Leseeindruck stark von der Haltung während der Lektüre abhängig ist. Habe ich anfangs noch versucht, den Überblick zu behalten und die Abschnitte in eine gesamterzählerische Struktur einzuordnen, gab ich mich im Laufe der Erzählung den Irrungen und Wirrungen hin.

Tatsächlich wurde ich nicht ganz schlau aus der Geschichte, konnte Leerstellen nicht mit eigenen Gedanken füllen, wollte aber dennoch wissen, wie es weitergeht. Ein bisschen unbefriedigend ist das schon, wenn man ehrlich und Fan von klaren Endpunkten ist.

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