Cover-Bild Whisperling - Die Geister-Detektivin
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15,00 €
inkl. MwSt
  • Verlag: Baumhaus
  • Genre: Kinder & Jugend / Kinderbücher
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 29.08.2025
  • ISBN: 9783833909733
  • Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
Hayley Hoskins

Whisperling - Die Geister-Detektivin

Ein schaurig-schönes Kinderbuch ab 10 Jahren voller Spannung, Grusel und Magie
Ulrike Raimer-Nolte (Übersetzer)

England, 1897. Peggy Devona ist kein normales 12-jähriges Mädchen. Sie ist ein Whisperling. Doch dass sie mit den Seelen Verstorbener kommunizieren kann, behält sie lieber für sich. Zwar werden Whisperlinge geduldet, aber die Wahrheit würde den Bewohnern ihres kleinen Dorfs nur Angst machen. Neben ihrer Familie weiß nur Peggys beste Freundin Sally davon. Als ausgerechnet die des Mordes angeklagt und ins Gefängnis gesteckt wird, weiß Peggy, dass sie ihre Gabe nutzen muss. Kurzerhand zieht sie zu ihrem Onkel in die Stadt und sucht in seinem Hellseher-Geschäft nach Geistern, die ihr helfen, Sallys Fall zu lösen. Doch die Zeit rennt, und nicht nur Sallys Leben steht auf dem Spiel ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2025

Sehr viel mehr als eine abenteuerliche Geistergeschichte - grandios!

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"Whisperling - Die Geister-Detektivin" von Hayley Hoskins ist als Hardcover bei Baumhaus erschienen und bietet allerfeinste Unterhaltung auf 352 Seiten.

England, 1897: Peggy Devona, 12 Jahre alt, ist ...

"Whisperling - Die Geister-Detektivin" von Hayley Hoskins ist als Hardcover bei Baumhaus erschienen und bietet allerfeinste Unterhaltung auf 352 Seiten.

England, 1897: Peggy Devona, 12 Jahre alt, ist ein Whisperling - sie hat die besondere Gabe, mit Toten zu kommunizieren, die noch nicht gänzlich auf die andere Seite übergetreten sind. Und das tut sie auch regelmäßig, denn ihre Eltern betreiben ein Bestattungsunternehmen und Peggy überbringt den Hinterbliebenen häufig Nachrichten ihrer Lieben - natürlich heimlich und unerkannt, denn da viele Leute abergläubisch sind, haben sie Angst vor Peggys Gabe und so muss sie diese geheimhalten, soweit möglich.
Die Whisperlinge werden zwar per Dekret geschützt, dennoch gibt es Menschen, die diese akribisch suchen und drangsalieren, beispielsweise Pfarrer Silas Tate - ein grauenvoller Mensch.
Als eines Tages Pegs beste Freundin Sally wegen Mordverdachts in den Kerker geworfen wird, ist Eile geboten, denn die Hinrichtung naht und Peggy will Sally natürlich unbedingt retten...!

Hayley Hoskins hat einen historischen Roman geschrieben, der sehr viel mehr als eine rasante, abenteuerliche Geistergeschichte ist, denn er geht auch deutlich in die Tiefe.

Der Schreibstil ist unterhaltsam und eingängig, das Geschehen spannend und oft düster, der Plot voller Twists und temporeicher Abwechslung, so dass ich permanent mitgefiebert habe!

Desweiteren hat die Autorin sehr gründlich recherchiert und die Atmosphäre der damaligen Zeit wunderbar vermittelt.
Sehr authentisch und nahbar bekommt man Einblicke in das Leben der Menschen auf dem Land und in der Stadt und es ist schrecklich und fesselnd zugleich, das alles mitzuerleben.

Tod, Grubenunglücke, Armut, Hunger, Kinderarbeit, Verlies und Hinrichtungen auch bei Kindern, Aberglaube, Unwissen, Verfolgung der Whisperlinge (was mich sehr an die Hexenverfolgungne erinnert hat!) - all diese ernsten und schwerwiegenden Themen wurden hier aufs Papier gebracht und es erstaunt mich etwas, dass hier ein Lesealter ab 10 Jahren empfohlen wird.
Wenngleich die Geschichte abenteuerlich, packend und einerseits auch sehr humorvoll erzählt wird, hat sie dennoch so viel Tragik und Düsternis, dass ich das Buch erst ab 14 Jahren empfehlen würde, ohne Alpträume zu riskieren...

Peggy ist ein großartiges Mädchen, empathisch, hilfsbereit, selbstlos und auch die weiteren Charaktere sind liebevoll, detailliert und facettenreich angelegt und ausgearbeitet. Ob Sally, Ambrose, Mr. Bletchley, Oti und Cecily oder auch Dotty, ich war einfach immer mittendrin, auch in ihren Gedanken- und Gefühlswelten, klasse!

Das Cover will zum Buch nicht so recht passen - für die tatsächliche Handlung ist es in meinen Augen zu niedlich und kindgerecht.

Ein megatolles Buch, dem man permanent anmerkt, dass hier die ganze Leidenschaft der Autorin drinsteckt - sehr fesselnd und empfehlenswert, auch für Erwachsene - ich konnte es mit meinen 55 Jahren kaum aus der Hand legen...!

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Ein fesselndes Buch über eine besondere Gabe

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Ein Wahnsinns gutes Buch bzw. eine Meisterleistung der Autorin. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen geben, so spannend ist das Buch geschrieben. Insbesondere wenn man zum Schluss erfährt dass die Autorin ...

Ein Wahnsinns gutes Buch bzw. eine Meisterleistung der Autorin. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen geben, so spannend ist das Buch geschrieben. Insbesondere wenn man zum Schluss erfährt dass die Autorin zwei wahre Geschichten der damaligen Zeit eingebaut hat. Zum einen heißt das für mich dass sich die Autorin wirklich mit der Viktorianischen Epoche beschäftigt und recherchiert hat. Nicht nur in dieser Epoche sondern eigentlich in jeder Epoche gibt es Ungerechtigkeit, auch in unserer. So traurig es ist, aber insbesondere sind immer Kinder, Beeinträchtigte, Arme, Frauen und Kranke davon betroffen.

Zur Geschichte möchte ich nicht zu viel vorweg nehmen.
Ein junges Mädchen (Peggy) besitzt eine besondere Gabe, die seit Generationen nur an weibliche Nachkommen weitergegeben wird. Ihre beste Freundin (Sally) kommt aus ärmlichen Verhältnissen. Und ein Macht besessener Mann (wie früher sehr oft üblich, ein Kirchenmann, der Pastor/Pfarrer) der sein Fehlverhalten jemand anderen in die Schuhe schieben bzw. vertuschen möchte. Sally wird unschuldig zum Tode verurteilt. Kann Peggy Sally mit ihrer besonderen Gabe retten?

Zum Cover finde ich trotz der düsteren Farbkombination, dass es sehr Kindgerecht gestaltet wurde. Die Farbe Lila wird ja dem Übersinnlichen und der Magie zugeschrieben. Jedoch wenn man das Buch gelesen hat, kann auch die Düsternis der Geschichte gemeint sein und nicht nur Lila sondern auch Grau Schattierung wahr genommen werden.

Zum Lesealter ab 10 Jahren, mit Erwachsenenbegleitung gut möglich, da eigentlich nichts genau beschrieben wird und so sich gut die Phantasie anregen lässt. Allerdings bei einem sehr ängstlichen und phantasievollem Kind, würde ich das Lesealter um mindestens zwei Jahre erhöhen. Denn es gibt durchaus mehrere Gänsehaut Momente.

Ich sehe mir zwar nicht alle Horrorfilme an, aber der letzte Film der bei mir mehrfach Gänsehaut verursacht hat, war Conjuring Teil 1. Andererseits hat mich die Gabe der Hauptdarstellerin Peggy sehr an die Serie Ghost Whisperer erinnert. Die Seelenbewegung im Buch erinnert mich wiederum an den Film Ghost - Nachricht von Sam. Wenn ich jetzt schon dabei bin, die Aufarbeitung der Geschichte erinnert mich an Die drei Fragezeichen ??? oder an Mord ist ihr Hobby usw..

Alles in allem hat die Autorin wirklich von Anfang bis Ende alles sehr gut umgesetzt. Aber eigentlich wollte die Autorin auch etwas vermitteln. Das anders sein, nicht schlecht ist und jemanden nicht ausgrenzen sollte. Es um Akzeptanz des anders sein zu dürfen geht und man sich zusammen tun soll um gegen Ungerechtigkeit gemeinsam zu kämpfen. Und das ist bei mir sehr gut angekommen. Dieses Buch lässt sich auch sehr gut als erwachsener lesen. Die Autorin dürfte, meines Erachtens, auch rein für erwachsene Bücher verfassen.

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Historischer Krimi-Geister-Kinderroman: Gruselig, düster, spannend und nichts für zarte Gemüter

1

Inhaltsangabe Verlag:
England, 1897. Peggy Devona ist kein normales 12-jähriges Mädchen. Sie ist ein Whisperling. Doch dass sie mit den Seelen Verstorbener kommunizieren kann, behält sie lieber für sich. ...

Inhaltsangabe Verlag:
England, 1897. Peggy Devona ist kein normales 12-jähriges Mädchen. Sie ist ein Whisperling. Doch dass sie mit den Seelen Verstorbener kommunizieren kann, behält sie lieber für sich. Zwar werden Whisperlinge geduldet, aber die Wahrheit würde den Bewohnern ihres kleinen Dorfs nur Angst machen. Neben ihrer Familie weiß nur Peggys beste Freundin Sally davon. Als ausgerechnet die des Mordes angeklagt und ins Gefängnis gesteckt wird, weiß Peggy, dass sie ihre Gabe nutzen muss. Kurzerhand zieht sie zu ihrem Onkel in die Stadt und sucht in seinem Hellseher-Geschäft nach Geistern, die ihr helfen, Sallys Fall zu lösen. Doch die Zeit rennt, und nicht nur Sallys Leben steht auf dem Spiel ...

Meine Inhaltsangabe:
Alderley, England, 1897: Peggy ist ein Whisperling, was so viel bedeutet, dass sie die Gabe hat, mit Toten zu kommunizieren, die noch nicht gänzlich übergegangen sind, sondern noch an ihrem irdischen Leben festhalten. Viele Menschen stehen dem feindlich gegenüber, vermuten Teufelszeug und Hexerei dahinter, so dass Peggy ihre Gabe geheim halten muss. Als ihre beste Freundin Sally verdächtigt wird, ihre Dienstherrin ermordet zu haben und deswegen zum Tode verurteilt werden soll sieht Peggy keine andere Möglichkeit, als mithilfe der Whisperling-Gabe Sallys Unschuld zu beweisen. Sie versucht, mit Sally im Gefängnis in Bristol Kontakt aufzunehmen und zieht daher zu ihrem eher ungeliebten Onkel in dessen Haus, in dem betrügerische Séancen abgehalten werden. Peggy muss sich entscheiden: entweder ihre Gabe weiterhin verheimlichen oder Sally helfen. Ihre Entscheidung ist klar und damit bringt sie sich selbst in allergrößte Gefahr.

Erster Satz: »Meine Eltern treiben Geschäfte mit dem Tod.«

Mein Eindruck:
Das Cover täuscht ein wenig, da die Geister darauf so niedlich aussehen. Wer nun eine lustige Gespenstergeschichte erwartet, ist auf dem Holzweg. Whisperling ist ein historischer Roman, der aufzeigt, wie das Leben damals war, gerade für mittelose Menschen und hier im Speziellen die Minenarbeiter. Und dass das nicht lustig war, weiß jeder. Auch der Hass, der Whisperlingen entgegenschlägt, vergleichbar mit der damaligen Hexenverfolgung, ist ein weiteres dunkles Thema. Die Szenen, in denen Peggy mit den Toten konfrontiert wird, sind gruselig und düster, ganz zu schweigen davon, dass Sally, ein 14jähriges Mädchen, hingerichtet werden soll. Das alles sollte bewusst sein, bevor man das Buch unbedacht seinem Kind gibt und für mich ist die Altersangabe ab 10 Jahren zu tief gegriffen. Das hört sich jetzt alles negativ an, ist aber überhaupt nicht so gemeint. Denn im Ernst: das Buch ist der Hammer! Ich bin nur so hindurchgerauscht, war völlig gefesselt und konnte es nicht aus der Hand legen. Atmosphäre, Setting, Figuren, Handlung, das alles ist großartig gelungen und ich würde diese Story nur zu gerne verfilmt sehen. Wobei das eigentlich gar nicht nötig ist, da der bildhafte Schreibstil dafür gesorgt hat, dass das Gelesene bei mir feinstes Kopfkino ausgelöst hat. Ein absoluter Lesegenuss mit ordentlich Grusel, Spannung, Emotionen und eine Empfehlung an alle, die z.B. den Film »The Sixth Sense« mochten. 5/5 Sterne und volle Begeisterung auf meiner Seite!

♥Vielen Dank an BAUMHAUS und LESEJURY für das Rezensionsexemplar♥

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Veröffentlicht am 09.09.2025

„Eine Gabe, noch seltener als die der Whisperlinge“ (Seite 178)

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Die 12-jährige Margaret (Peggy) Devona lebt in einem kleinen englischen Bergarbeiter-Dörfchen Ende des 19. Jahrhunderts. Sie hat eine seltene Gabe: sie kann die Geister Verstorbener sehen und sogar mit ...

Die 12-jährige Margaret (Peggy) Devona lebt in einem kleinen englischen Bergarbeiter-Dörfchen Ende des 19. Jahrhunderts. Sie hat eine seltene Gabe: sie kann die Geister Verstorbener sehen und sogar mit ihnen kommunizieren. Da ihre Eltern ein Bestattungsunternehmen führen, erhält sie manchmal den Auftrag Nachrichten der Geister an Hinterbliebene weiterzuleiten. Doch diese Gabe ist vielen Menschen auch unheimlich und aus diesem Grund behält Peggy ihr Geheimnis lieber für sich. Als ihre beste Freundin Sally (14 Jahre) wegen Mordes hingerichtet werden soll, beschließt sie, überzeugt von Sallys Unschuld, auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei erhält sie unerwartete Unterstützung von ihrem unliebsamen Onkel aus der Großstadt.

Das Buchcover beeindruckt nicht nur durch die schöne Gestaltung, sondern auch durch Prägungen. Ich mochte es sehr über die leicht erhabenen Motive zu streichen. Allerdings gefällt mir das Originalcover deutlich besser, weil es auch den Inhalt der Geschichte perfekt einfängt.

Die Themen Tod und Sterben werden in dieser Geschichte ganz direkt und schonungslos angesprochen und als natürlicher Teil des Lebens und des Alltags behandelt. Gleichzeitig spielt die Geschichte in England im Jahre 1897 mit entsprechenden Risiken. Wenn auch die historischen Hintergründe nicht zu 100% korrekt wiedergegeben werden, wirken sie doch sehr plausibel und für ein Kinderbuch passend gewählt. Eine Triggerwarnung bezüglich "Tod und Sterben" ist vermutlich überflüssig, da die Inhaltsangabe darauf schließen lässt. Dennoch gab es unerwartet berührende Szenen, die mich beim Lesen etwas tiefer getroffen haben.
Die gesellschaftlichen Gegebenheiten wie die Rolle der Frau und der Kirche lassen die Handlung authentisch wirken.

Dieses Buch hat mich vor allem dadurch beeindruckt, dass es inhaltlich keinerlei Längen bietet. An einigen Stellen hätte ich mir ausführlichere Beschreibungen gewünscht. Diese wären möglicherweise als langweilig(er) empfunden worden. So aber blieb es während der gesamten Lesezeit spannend. Ich wollte die Lektüre am liebsten gar nicht unterbrechen, sondern von Anfang bis Ende in einem Rutsch durchlesen. Die angenehm kurzen Kapitel haben ebenfalls dazu beigetragen.

Die Handlung in sich ist abgeschlossen, bietet gleichzeitig genug Potential für die Fortsetzung, auf deren Übersetzung ich leider noch warten muss.

Ein kleiner Kritikpunkt ist die Altersempfehlung als Kinderbuch. Peggy ist 12 Jahre alt und das wäre auch meine persönliche Einschätzung für das Alter der Leserschaft.

Zum Abschluss folgt eins der schönen Zitate aus dem Buch:

„[Wir sind] Einfach nur Frauen, Liebes. Aber wir sind Frauen, auf die man tatsächlich hört. Und in dieser Welt ist das eine Gabe, die noch seltener ist als Whisperlinge.“ (Seite 178)

Fazit: Ein seltenes Buch ganz ohne Längen. Tolle Protagonistin(nen) und historisch interessante (wenn auch nicht 100%ig korrekte) Handlung.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

spannendes und magisches Abenteuer für ältere Kinder

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„Whisperling - Die Geister-Detektivin“ ist ein düsteres Kinderbuch ab dem Lesealter von 10 Jahren von der Autorin Hayley Hoskins.

Wir schreiben das Jahr 1897 und wir befinden uns in England. Peggy Devona ...

„Whisperling - Die Geister-Detektivin“ ist ein düsteres Kinderbuch ab dem Lesealter von 10 Jahren von der Autorin Hayley Hoskins.

Wir schreiben das Jahr 1897 und wir befinden uns in England. Peggy Devona ist ein Whisperling, sie kann mit den Seelen Verstorbener kommunizieren kurz vor ihrem letzten Aufleuchten, oder wenn diese noch nicht gehen wollen und bei uns Menschen verweilen. Doch das 12-jähriges Mädchen darf niemanden von ihrer Gabe erzählen, denn die Gabe macht den Menschen Angst und sie halten es für eine Teufelsgabe. Leider verschwindet Peggys beste Freundin Sally spurlos und sie ist sich sicher, dass sie mit ihrer Gabe helfen kann, Sally aufzuspüren und zu retten. Auch ihr Peggys Onkel, der ein ominöses Hellseher-Geschäft betreibt, bietet ihr an zu helfen. Doch schnell scheint klar zu sein, dass Sallys Leben in Gefahr ist und Peggy die Zeit davon läuft ihre Freundin zu retten.

Die Geschichte ist insgesamt düsterer als erwartet. Die schwierige und trostlose Zeit von 1897 ist sehr real und schonungslos beschrieben und steckt voller Leid. Die Autorin hat auch die Geschichte vom Bergbau und den Kumpels mit in die Handlung eingebaut und so sehr spannende und schreckliche Szenen beschrieben. Ich war tatsächlich öfter mal verwirrt, ob dieses Buch tatsächlich ab dem Lesealter von 10 Jahren empfohlen wird. Denn ich würde eher sagen, dass + 14-Jährige etwas mit den Kumpels und mit der düsteren Atmosphäre anfangen können.
Ab dem ersten Drittel, wenn Peggy zu ihrem Onkel in die Stadt zieht, lockert sich die Handlung etwas auf und wir lernen weitere sehr interessante Charaktere kennen. Der Bösewicht in dieser Handlung ist schnell ausfindig gemacht und seine Motive, sind mehr als nur moralisch verwerflich. Es gibt einen sehr spannenden Showdown mit einem dynamischen Kampf, doch insgesamt fehlt ein wenig von den angepriesenen Begriffen. So empfinde ich die Geschichte nicht, als eine Kriminalgeschichte, da Peggy selbst gar nicht so wirklich ermitteln kann. Zudem habe ich mir die Kommunikation mit den Geistern auch anders vorgestellt. Im Prinzip ist sie noch gar nicht in der Lage ihre Fähigkeiten richtig einzusetzen, da ihr Vater sie schützen möchte und ihr das Wissen aus dem Grimoire ihrer Familie vorenthält. Neben der düsteren Story, wäre es sicherlich interessant gewesen, wenn Peggy während der Handlung ihre Kräfte zu beherrschen lernt. Die Geschichte ist hier vollständig zu Ende erzählt worden, aber durch das Ende könnten noch weitere Bänden kommen.

Dennoch ist der Schreibstil sehr flüssig und interessant und es kommt immer wieder zu spannenden Szenen. Ich hätte mir mehr Humor gewünscht um mit den Themen Tod, Todesangst, sterbende Personen, Hunger, Unglücke und Hinrichtungen vielleicht etwas besser zurecht zu kommen, so bleibt es eben eine sehr realistische Darstellung der Zeiten von 1897, die nicht unbedingt kindsgerecht sein muss. Die sehr erdrückende Grundstimmung ist für ein Kinderbuch doch sehr ungewöhnlich, obwohl ich insgesamt sehr angetan von der Geschichte bin.

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