Cover-Bild Inspektor Takeda und das doppelte Spiel

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10,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau TB
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 16.08.2019
  • ISBN: 9783746635149
Henrik Siebold

Inspektor Takeda und das doppelte Spiel

Kriminalroman
Verschwörung auf Japanisch.

Inspektor Takeda, mittlerweile beinahe in Hamburg heimisch geworden, wird zu einem Fall gerufen, der ihn besonders erschüttert. In einem hässlichen Gewerbehof wird die Leiche eines Mannes gefunden, der brutal hingerichtet wurde. Und der Tote ist ein Landsmann und prominent obendrein: Ryūtarō Matsumoto ist ein Profifußballer, der beim HSV unter Vertrag steht. Takeda und seine Kollegin Claudia Harms vermuten zunächst ein Verbrechen im Fußballmilieu. Doch dann entdecken sie mysteriöse Dinge in der Vergangenheit des Spielers, die bis in hohe Yakuza-Kreise in Japan reichen. Und sie entschließen sich, gegen jede Vorschrift zu einer heimlichen Reise nach Japan.

Klug, hellwach und warmherzig - Inspektor Takeda ist der ungewöhnlichste Held in der deutschen Krimiszene.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2020

INSPEKTOR TAKEDA UND DAS DOPPELTE SPIEL

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Der brutale Mord an einem japanisch stämmigen Profifußballer des HSV beginnt schon kurz nach der Tat weite Kreise zu ziehen. Dank Inspektor Takeda, der im Rahmen eines Austauschprogramms die Hamburger ...

Der brutale Mord an einem japanisch stämmigen Profifußballer des HSV beginnt schon kurz nach der Tat weite Kreise zu ziehen. Dank Inspektor Takeda, der im Rahmen eines Austauschprogramms die Hamburger Kriminalpolizei schon mehrfach tatkräftig unterstützt hat, gelingt es relativ schnell die Verbindung zu einer japanischen religiösen Vereinigung herzustellen, die mit der Tat in Zusammenhang zu stehen scheint. Nachdem feststeht, dass der einer Hinrichtung gleichende Mord in die Vergangenheit des Spielers weist, beschließen Takeda und seine Kollegin Claudia Harms die Ermittlungen in eigener Regie voranzutreiben und nach Japan zu reisen. Obwohl sie dort zwar wichtige weitere Hinweise auf den mutmaßlichen Täter erhalten, kommen sie trotzdem nicht recht weiter. Erst als sie selbst in Lebensgefahr geraten, begreifen sie mit wem sie es zu tun haben und das der Mord an dem Fußballer sie viel zu lange in die falsche Richtung gelenkt hat.

Fazit
Eine kulturübergreifende Story zwischen Fiktion und Realität, die ein beängstigend real erscheinendes Szenario heraufbeschwört, das einen wachrütteln sollte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.12.2019

Dieser Takeda-Krimi gleicht einem Politthriller

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REZENSION – Waren die ersten drei Romane um den japanischen Austausch-Inspektor Kenjiro Takeda, dem „ungewöhnlichsten Helden der deutschen Krimi-Szene“ vergleichsweise harmlose, aber sehr vergnügliche ...

REZENSION – Waren die ersten drei Romane um den japanischen Austausch-Inspektor Kenjiro Takeda, dem „ungewöhnlichsten Helden der deutschen Krimi-Szene“ vergleichsweise harmlose, aber sehr vergnügliche Krimis, wenn man allein an die japanischen Teestunden im Hamburger Morddezernat denkt, fällt doch der vierte, im August veröffentlichte Band „Inspektor Takeda und das doppelte Spiel“ völlig überraschend aus dem gewohnten Rahmen. Was Autor Henrik Siebold, Pseudonym für den in Hamburg lebenden Journalisten und Schriftsteller Daniel Bielenstein (59), diesmal abgeliefert hat, ist ein erstaunlichen Politthriller. Trafen in den ersten Bänden in den Charakteren Ken Takedas und seiner Kollegin Claudia Harms lediglich unterschiedliche Mentalitäten und Kulturen aufeinander, prallen in diesem vierten Band geradezu unterschiedliche Welten aufeinander. Zudem behandelt der Autor historische und aktuelle gesellschaftspolitische Probleme beider Länder und zeigt am Beispiel des Neonazismus mögliche Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede.
Dabei beginnt auch dieser Band mit scheinbar normalem Dienst bei der Hamburger Mordkommission: Takeda wird nachts in einen abgelegenen Gewerbehof gerufen, wo man die Leiche eines jungen Mannes gefunden hatte, der, wie Takeda schnell herausfindet, brutal hingerichtet wurde. Das für Takeda besonders Erschütternde ist, dass es sich bei dem Toten um einen prominenten Landsmann handelt, einen Profifußballer beim HSV. Folgerichtig vermuten Takeda und Claudia Harms anfangs ein Verbrechen im Fußballmilieu. Der Täter, der die Hinrichtung vornahm, ist bald gefunden, und damit der Fall für Takedas und Harms' Vorgesetzte auffallend schnell abgeschlossen, was beide Polizisten stutzig macht, da sie bereits mysteriöse Hintergründe im Leben des japanischen Fußballers ermittelt hatten, die bis in die japanische Mafia (Yakuza) reichen. Deshalb entscheiden sich beide zu einem spontanen „Urlaub“, um in Japan weiter zu ermitteln.
Mit diesem in Japan spielenden Kapitel sprengt Siebold den aus den Vorgängerbänden gewohnten räumlichen Rahmen und erweist sich als jener Japan-Experte, der er durch mehrjährigen Aufenthalt und seine Arbeit für eine japanische Tageszeitung ist. In diesem Kapitel lernt der Leser nicht nur Vieles über das heutige Japan, sondern erfährt auch Wichtiges über das alte Japan der 1940er Jahre und dessen Pakt mit den Nazis. Fast scheint es, als sei der Autor am Ende selbst überrascht, was aus seinem Krimi wurde. Denn Siebold ergänzt seinen Roman um ein seitenlanges Nachwort mit Erläuterungen zu neureligiösen Sekten mit Anleihen am Zen-Buddhismus, zur japanischen Yakuza und zu einem Bündnis alter Fanatiker, die davon träumen, das historische Achsenbündnis zwischen Japan und Deutschland wieder aufleben zu lassen.
Gelegentlich übertreibt es Siebold in seinen Actionszenen. Wenn zum Beispiel Ken Takeda, von unzähligen Kugeln der Yakuza-Killer getroffen, immer noch Schwerter schwingend weiterkämpft. Aber Vieles andere in diesem historisch-politisch interessanten Thriller entschädigt. So sieht man doch gern über solche Schwachstellen hinweg.„Inspektor Takeda und das doppelte Spiel“ ist ein spannender, trotz seiner Menge an Wissenswertem immer noch sehr unterhaltsamer Krimi, den es durchaus zu lesen lohnt. Ob dieser vierte Band der letzte dieser unterhaltsamen japanisch-deutschen Krimireihe sein wird, ist nicht gesichert. Der ungewöhnlich fulminante Handlungsrahmen und die Tatsache, dass Takeda und Harms sich am Ende endlich „kriegen“, scheint das Finale allerdings zu bestätigen. Schade!

Veröffentlicht am 26.10.2019

Hamburg und Japan

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Takeda und Harms ermitteln wieder. Auch in diesem neuen Fall ermitteln die beiden gemeinsam und es kommt auch dieses Mal wieder zu manch einem kulturellen Missverständnis beziehungsweise werden Unterschiede ...

Takeda und Harms ermitteln wieder. Auch in diesem neuen Fall ermitteln die beiden gemeinsam und es kommt auch dieses Mal wieder zu manch einem kulturellen Missverständnis beziehungsweise werden Unterschiede deutlich. Außerdem finden bei diesem Fall auch Ermittlungen in Japan statt, was für mich das Buch noch mehr zu etwas Besonderem macht.
Es geht um den Tod eines japanischen Profi-Fußballspielers, der in Hamburg getötet, besser gesagt, hingerichtet wurde. Da der Fall ad acta gelegt wird, ermitteln die beiden inoffiziell in Japan weiter. Auch der vierte Fall konnte mich überzeugen und gut unterhalten. Ich habe wieder einmal so einiges gelernt.

Veröffentlicht am 05.10.2019

Es wird dieses Mal auch in Japan ermittelt - eine gelungene Idee

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Ein japanischer Fußballer stirbt in Hamburg unter mysteriösen Umständen – kein leichter Fall für Harms und Takeda, deren Ermittlungen sie schließlich bis nach Japan und in die Vergangenheit führen.

Takedas ...

Ein japanischer Fußballer stirbt in Hamburg unter mysteriösen Umständen – kein leichter Fall für Harms und Takeda, deren Ermittlungen sie schließlich bis nach Japan und in die Vergangenheit führen.

Takedas vierter Fall ist wieder besonders, auch, weil er nur etwa zur Hälfte in Hamburg spielt. Eigentlich gilt der Fall bereits als gelöst, aber die beiden Protagonisten glauben nicht so recht daran. Sie nehmen sich Urlaub und reisen nach Japan, wo sie inoffiziell ermitteln und allerhand Abenteuer erleben. Hier ist es einmal umgekehrt, Takeda der, der sich auskennt, Claudia die, die sich in einer fremden Kultur wiederfindet (und mit ihr der Leser). Beide kommen in höchste Gefahr und Takeda zeigt, dass er aus einer alten Samurai-Familie stammt. Die Erkenntnisse in beiden Ländern sind erschütternd und die Gefahr auch nach der Rückreise noch nicht vorbei.

Die Thematik ist erschreckend, und man fragt sich, wie viel tatsächlich real sein könnte. Der Autor nimmt in einem interessanten und ausführlichen Nachwort Stellung dazu. Mir hat sowohl die Reise nach Japan als auch die in die Vergangenheit gut gefallen, ich habe Neues gelernt und wurde mehrfach zum Googeln animiert. In diesem Band gibt es auch relativ viele Actionszenen, die aber im Kontext passend sind, und auch nicht das andere Geschehen überlagern. Dass sich die Beziehung der beiden Protagonisten ändern wird, hat sich bereits in Band drei angekündigt – ich bin gespannt, wie sich das in weiteren Bänden, sollt es diese überhaupt geben, auswirken wird, zumal Takeda ja auch irgendwann wieder zurück in seine Heimat muss.

Mir gefällt die Reihe, auch wegen der besonderen Ermittler, nach wie vor gut, und ich hoffe auf weitere Bände. Ich empfehle sie daher auch gerne weiter.

Veröffentlicht am 17.08.2019

Spannende Ermittlungen auch im 4. Fall

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Ich bin ein begeisterter Anhänger dieser Reihe, deshalb wollte ich auch den 4. Band sofort lesen. Inspektor Kenjiro Takeda ist immer noch zum Austausch in Hamburg und seine Zusammenarbeit mit Kriminalhauptkommissarin ...

Ich bin ein begeisterter Anhänger dieser Reihe, deshalb wollte ich auch den 4. Band sofort lesen. Inspektor Kenjiro Takeda ist immer noch zum Austausch in Hamburg und seine Zusammenarbeit mit Kriminalhauptkommissarin Claudia Harms wird immer besser. Sie kennen sich und ihre Eigenheiten mittlerweile gut und stellen sich auf den anderen ein.

In Hamburg wird der japanische Fußballer des HSV Ryutaro Matsumoto (Matsu) erschossen in einem Hinterhof aufgefunden. Ferner hat er eine Einstichstelle unterhalb des Nabels und es sieht direkt nach einer Hinrichtung aus. Er war Publikumsliebling, Werbeikone, Frauenschwarm, aber trotzdem bescheiden und seit der Winterpause in einem Formtief. Es ist davon auszugehen, daß die Nachricht in Japan wie eine Bombe einschlagen wird. So geschieht es auch, denn Ken erhält einen Anruf vom stellvertretenden japanischen Innenminister, der eine schnelle Aufklärung des Falles erwartet. Bei ihren Nachforschungen in Hamburg begegnen sie dem Hamburger Geschäftsmann Henningsen, der ein Faible für japanische Fußballer hat und als Schiffsausrüster schon viele Jahre mit Japan zusammenarbeitet. Daher hat er in Hamburg einen japanischen Freundeskreis aufgebaut und ist Sponsor einer Glaubensgemeinschaft. Als dann aus Japan ein arroganter Regierungsrat anreist, wird es Ken und Claudia zuviel, denn so simpel sehen sie die Sache nicht. Offiziell nehmen sie Urlaub, tatsächlich reisen sie nach Tokio, um dort weiter zu ermitteln und kommen sogar in Kontakt mit den Yakuza. Nach ihrer Rückkehr kommt es zu einem großen Showdown und der Lösung des Falles.


Auch bei diesem Band spürte man die Liebe des Autors zu Japan und seine fundierten Kenntnisse der Menschen und der Lebensweise. Das macht für mich diese Krimis zu etwas Besonderem. Vor allem bei jedem Band hat er einen neuen Einfall, damit etwas Abwechslung in die Ermittlungen kommt und es kein 08/15-Krimi wird. Mittlerweise kennt man Ken und seine Marotten bezüglich Zigaretten, Alkohol und Musik, da gab es keine großen Neuigkeiten zu berichten. Gut gefallen mir auch die immer wieder eingestreuten Schmunzelpassagen. So z.B., daß Ken sich vornimmt, künftig Mettbrötchen mit Zwiebeln zu essen, um lästige Damen abzuwimmeln oder auch die Szene wie Claudia die Sitzung verlässt – ganz großes Kino. Sehr gut fand ich, daß ein Teil des Buches in Japan spielt und der Autor – ohne oberlehrerhaft zu sein - den Leser mit der Deutschen Claudia mitgenommen hat, um Japan - seine Menschen, die Kultur und das Leben - kennen zu lernen. Ken und Claudia akzeptieren die Mentalität des anderen und aus der Sympathie scheint jetzt mehr zu werden. Der Fall selbst wurde spannend beschrieben, nach einigen Wendungen und Überraschungen wurde er zufriedenstellend gelöst.



Ich fühlte mich wieder sehr gut unterhalten und bleibe den beiden Ermittlern weiterhin treu. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!