Cover-Bild Die Hölle war der Preis

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10,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Diana
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 13.04.2020
  • ISBN: 9783453360761
Hera Lind

Die Hölle war der Preis

Roman nach einer wahren Geschichte
Gisa Stein, genannt Peasy, wächst in Oranienburg nahe Berlin auf. Ihr Traum ist es, Tänzerin zu werden, und sie schafft es bis an die Staatsoper. Doch hier gerät sie in die Fänge der Stasi. In ihrer Verzweiflung versucht sie mit ihrem Ehemann Edgar, einem rebellischen Architekten, in den Westen zu fliehen. In einer kalten Januarnacht 1974 wird das Paar an der Grenze festgenommen und wegen Republikflucht zu fast vier Jahren Haft verurteilt. Was Gisa dann im Frauenzuchthaus Hoheneck durchmacht, ist die Hölle. Von unzähligen Briefen, die Edgar ihr schreibt, erreicht sie nur ein einziger: Er liebt sie und glaubt die Lügen nicht, die im Gefängnis über sie verbreitet werden. Aber Gisa hat ein Geheimnis. Wie hoch ist der Preis dafür?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.09.2020

Stark und emotional

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Dies ist kein entspannter Unterhaltungsroman. Dies ist ein knallharter Tatsachenroman, in dem der Leser nicht geschont wird.
Am Anfang brauchte ich lange, um mich mit der Perspektive, aus dem der Roman ...

Dies ist kein entspannter Unterhaltungsroman. Dies ist ein knallharter Tatsachenroman, in dem der Leser nicht geschont wird.
Am Anfang brauchte ich lange, um mich mit der Perspektive, aus dem der Roman geschrieben wurde, anzufreunden und dann ging es richtig los und ab da konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen.
Irgendein Gefühl hat mich gezwungen, alles am Stück mit Peasy durch zu leiden.
Es ist unfassbar, was sie durchgestanden hat. Ich kann es kaum in Worte fassen. Hier kann kein Auge trocken bleiben.
Das Thema DDR kam in meiner Schulzeit quasi gar nicht zur Sprache und das, was ich gelesen habe, hat meine ohnehin schon schlechte Meinung dieses Staates noch mehr verschlechtert. Es erinnerte mich sehr an die Nazi-Zeit. Kaum zu glauben, dass diese schiere Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit vor "kurzem" noch tagtäglich war.
Dieses Buch klärt auf. Es rüttelt wach. Es zeigt jedem, wie unfassbar kostbar das Gut ist, über das wir kaum nachdenken, weil es für uns selbstverständlich ist: Freiheit. Und glaubt mir, die Hölle war der Preis.

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Veröffentlicht am 04.08.2020

Ein unglaublich gutes Buch

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"Wenn die Wolken keine Grenzen haben, warum dann Menschen?"
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Ed und Peasy leben in der DDR. Doch die Republik kotzt die beiden an. Sie wollen frei sein und im Westen leben. Nachdem Peasy ihren Job als ...

"Wenn die Wolken keine Grenzen haben, warum dann Menschen?"
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Ed und Peasy leben in der DDR. Doch die Republik kotzt die beiden an. Sie wollen frei sein und im Westen leben. Nachdem Peasy ihren Job als Tänzerin an der Staatsoper verliert, möchte sie noch mehr aus dem überwachten Staat fliehen. In einer Nacht und Nebelaktion versuchen es die beiden und scheitern an der Grenze. Nun beginnt die absolute Hölle für Peasy im Frauenzuchthaus. Der Gedanke an ihre Liebsten und die Freiheit lassen sie diese Hölle auf Erden überstehen. Wahrheitsgemäß schildert dieses Buch die Geschichte einer jungen Frau, die alles für die Freiheit in der BRD tun würde.
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Ich habe dieses Buch dank einer Bekannten entdeckt und der Inhalt hat mich direkt angesprochen. Ich liebe ja bekanntlich Geschichten, die einen historischen und emotionalen Wert haben und mich dementsprechend berühren. „Die Hölle war der Preis“ von Hera Lind ist genau so ein Buch. Dementsprechend habe ich es in zwei Tagen durchgesuchtet.
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Man lernt das Ehepaar Ed und Peasy kennen, die sich in der DDR absolut fehl am Platz vorkommen und am liebsten in den Westen flüchten wollen. Die Beschreibungen der DDR und dem dort geführten Regime lässt den Leser diesen Wunsch absolut nachvollziehen. Ich muss gestehen, dass ich mich vor dem Buch garnicht so wirklich mit der DDR und ihrer Kontrolle beschäftigt habe. Dementsprechend war ich echt geschockt, was da so abging bzw. in welchem Maß.
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Die Flucht von den beiden läuft schief und beide werden als Republikflüchtlinge zu vier Jahren Haft verurteilt. Die Autorin beschreibt den Alltag im Zuchthaus auf so eine reale Weise, dass man sich genau vorstellen kann, welche Grauen dort herrschten. Ich war wirklich geschockt..
Aber Peasy gibt nie die Hoffnung auf und für ihre Freiheit zahlt die auch den Preis der Hölle.
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Ein Drama, das auf einer wahren Geschichte basiert und mich absolut mitgenommen hat in die Welt der Stasi, der Kontrolle, der Angst und der Hoffnung, eines Tages frei zu sein. Ein Highlight mit 5 Sternen, das ich jedem empfehle.

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Veröffentlicht am 01.08.2020

Mitreißender Roman aus einer nicht ganz entfernten Zeit

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Das Buch, die Hölle war der Preis, von der Autorin Hera Lind, ist bisher mein Jahreshighlight. Es vereint Stärke, Spannung und Mitgefühl sowie Freude in einem Buch und führt uns dadurch in eine uns bekannte ...

Das Buch, die Hölle war der Preis, von der Autorin Hera Lind, ist bisher mein Jahreshighlight. Es vereint Stärke, Spannung und Mitgefühl sowie Freude in einem Buch und führt uns dadurch in eine uns bekannte und doch unbegreifliche Zeit in dem es um die Flucht aus der DDR in die BRD geht.
Dabei geht es um die junge ehemalige Tänzerin Gisa und ihren Ehemann Ed die nichts sehnlicher wollen, als aus der DDR zu verschwinden und ein besseres Leben zu starten. Dies wurde von der Autorin gefühlvoll und mit den richtigen Emotionen rübergebracht. Geschrieben wurde das Buch aus der Sicht von Gisa wobei die Autorin nicht nur in der Gegenwart schrieb sondern auch ab und zu einbrachte, was in der Vergangenheit herauskam, als die Akten gelesen wurden. Da das Buch nach einer wahren Begebenheit geschrieben wurde, und Gisa Stein diese Geschichte erzählte, ist das Buch noch einmal ergreifender. Die Autorin schaffte es, über das Buch hinweg die Spannung zu behalten auch wenn der Alltag eintönig war, bangten man mit den zwei Liebenden mit.
Dies war das erste Buch der Autorin, welches ich gelesen habe und ihr Schreibstil gefällt mir gut. Er ließ sich leicht und flüssig lesen obwohl ich mit dem Dialekt manchmal Probleme hatte und es im Kopf in Hochdeutsch gelesen habe. Wenn man es jedoch mit dem Dialekt liest, wird manch eine ernste Situation auch mal etwas humorvoller, da es einem fremd vorkommt.
Die Charaktere haben mir in diesem Buch am besten gefallen. Nicht nur unsere Protagonisten Gisa und Ed. Es waren die ganzen Nebencharaktere, die der Geschichte Leben einhauchten. Die Zellengenossinnen, die Wärterinnen und auch die Personen außerhalb von Hoheneck wie ihre Mutter oder die Schwiegereltern. All diese kleinen Rollen, die eher eine kurze Zeit, den Leseweg begleiteten, machten das Buch so lebendig und anschaulich.
Gisa Stein oder auch Peasy ist für mich eine der Powerfrauen, über die ich ein Buch lesen durfte und ich bin jetzt schon ein riesen Fan von ihr. Sie zeigte über fast drei Jahre hinweg keine Schwäche. Sie blieb sich treu, versuchte immer etwas Gutes aus der Situation zu machen und den Gedanken, an eine bessere Welt nie zu vergessen. Egal wie schlimm ihre Situation wurde, sie meisterte sie und wurde dadurch nur noch stärker. Ihr Verhalten würde ich nicht einmal als Naiv bezeichnen. Sie hatte Hoffnung und eine Traum den sie mit aller Kraft erfüllen wollte. Dafür setzte sie viel aufs Spiel. Das macht sie so stark. Die Autorin schaffte es, Gisa so lebendig werden zu lassen, wie sie nun mal ist. Mit all ihren Emotionen, Gedanken und Handlungen die man nachvollziehen und mitfühlen konnte.
Ed war ihr Mann, wenn man ihn in dem Buch erlebt hat, dann als aufrichtigen, abenteuerlustigen und immer optimistischen Menschen. Egal in welcher Lage er war, er machte Gisa Mut. Die zwei waren für mich ein richtig gut zusammenpassendes Paar. Von so einer innigen und vertrauten Beziehung träume ich heute noch. Es war wirklich unglaublich mitzuerleben, wie die beiden trotz dem Jahrelangen Abstand trotzdem so vertrauensvoll miteinander umgegangen sind.
Mein Fazit ist eindeutig. An dem Buch kann ich nichts bemängeln. Jeder sollte mal so eine herzergreifende Geschichte gelesen haben. Es ist ein Erlebnisbericht wenn man es so will aber einer mit viel Gefühl und einem Haufen Hoffnung weswegen das Buch volle 5 von 5 Sternen erhält.

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Veröffentlicht am 06.07.2020

Eine wahre Geschichte

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Ich habe dieses Buch verschlungen, da ich ebenfalls aus einer Flüchtlingsfamilie der ehemaligen DDR stamme.
Es ist erschreckend und unglaublich was einem als Regimegegner widerfahren ist. Dieses Buch ...

Ich habe dieses Buch verschlungen, da ich ebenfalls aus einer Flüchtlingsfamilie der ehemaligen DDR stamme.
Es ist erschreckend und unglaublich was einem als Regimegegner widerfahren ist. Dieses Buch ist dringend nötig gewesen, um gerade in politisch schweren Zeiten auf die Missstände einer kommunistischen Systems aufmerksam zu machen.
Eine klare Leseempfehlung an alle Fans der ehemaligen DDR!

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Veröffentlicht am 19.06.2020

Wie der Traum von Freiheit zur Hölle wird

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Gisa und Ed sind beide Mitte Zwanzig als sie sich völlig Sicher sind, dass sie weder beruflich noch privat in der DDR glücklich werden können. Sie Wissen es ist gefährlich zu fliehen und doch wagen sie ...

Gisa und Ed sind beide Mitte Zwanzig als sie sich völlig Sicher sind, dass sie weder beruflich noch privat in der DDR glücklich werden können. Sie Wissen es ist gefährlich zu fliehen und doch wagen sie im Januar 1974 die Flucht. Leider gelingt diese nicht und sie werden wegen Republikflucht verurteilt. Nun beginnt für Beide die Hölle durch die sie müssen um den Traum von Freiheit vielleicht doch noch leben zu können.

Ich liebe es die Tatsachenromane von Hera Lind zu lesen, denn sie schafft es auch die schlimmsten oder brutalsten Geschehnisse so zu erzählen das man keine Alpträume davon bekommt.
Hier geht es um ein junges Paar das sich dem Zwang der DDR nicht unterordnen wollen und möchten einfach ein selbstbestimmtes Leben führen. Für sie ist die Flucht die einzige Möglichkeit die sie sehen um ihr Leben so zu gestalten wie sie wollen. Leider gelingt diese nicht und für die Zwei beginnt ab diesem Tag die Hölle die für lange Zeit nicht Enden soll.
Hier in diesem Roman geht es um Peasy aus deren Sicht der ganze Roman erzählt wurde, doch durch Gespräche mit den anderen Figuren ergab dann alles ein rundes Bild für mich als Leserin.
Mir war auch von Anfang an klar, dass es einige Szenen geben wird die es vielleicht im wahren Leben so nicht gab aber so wurde eben alles etwas runder beim Lesen.
Der Einstieg ins Buch ist mir sehr leicht gefallen und da mich das Schicksal von Peasy von Anfang an in seinen Bann gezogen hat, konnte ich das Buch erst wieder aus der Hand legen als ich wusste es ist alles noch gut ausgegangen.
Wobei ich aber gestehen muss, dass ich immer wieder Lesepausen einschieben musste um das gelesene auch richtig sacken zu lassen da es teilweise schon etwas brutal war.
Man konnte dem Handlungsverlauf immer sehr gut folgen, auch die getroffenen Entscheidungen waren immer nachvollziehbar auch wenn Peasy irgendwann sowieso nichts mehr selbst Entscheiden konnte um die Hölle zu überstehen.
Da auch der Spannungsbogen bis zum Schluss gespannt war und man ja auch nie wusste was als nächste Schikane passieren würde, war ich immer gespannt wie es wohl weitergehen wird.
Ganz ehrlich den Großteil der Handlungsorte möchte ich mir eigentlich gar nicht so genau vorstellen, aber ja ich konnte mir wirklich alles allein durch die Beschreibungen von Frau Lind genau vor dem inneren Auge entstehen lassen.
Auch die doch vielen Figuren des Romans egal ob sie mir sympathisch oder unsympathisch waren so waren sie doch so detailliert beschrieben, dass ich sie mir alle während des Lesens sehr gut vorstellen konnte.
Dieser Roman hier hat mich nachdem ich ihn beendet hatte doch sehr nachdenklich zurück gelassen und ja ich bin froh im „Westen“ geboren und aufgewachsen zu sein.
Für mich war dies der beste Tatsachenroman den ich bis jetzt von Frau Lind gelesen habe.
Für diesen Roman vergebe ich sehr gerne alle fünf Sterne.

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