Cover-Bild Die zehn Lieben des Nishino

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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser, Carl
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 192
  • Ersterscheinung: 28.01.2019
  • ISBN: 9783446261693
Hiromi Kawakami

Die zehn Lieben des Nishino

Roman
Ursula Gräfe (Übersetzer), Kimiko Nakayama-Ziegler (Übersetzer)

Nishino ist der perfekte Liebhaber, der die geheimen Wünsche jeder Frau errät. Warum hat keine seiner Lieben Bestand? Es beginnt schon in der Schule. Warum ist die Welt so unendlich? fragt Nishino seine Freundin, um sie gleich mit der nächsten zu betrügen. Ein Mädchen spricht ihn auf der Straße an und will sofort Sex mit ihm. Seine Chefin hat sich geschworen, nichts mit ihm anzufangen, bis er sie aus heiterem Himmel verführt. In seinen Fünfzigern möchte er zusammen mit einer jungen Geliebten sterben, doch so weit will sie nicht mit ihm gehen. "Die zehn Lieben des Nishino" erzählt nicht nur von diesen zehn Beziehungen, sondern – poetisch und genau – vom Verhältnis zwischen Mann und Frau.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2019

Nishino und seine Frauen - konnichiwa Nippon!

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Die zehn Lieben des Nishino - von Hiromi Kawakami
Ein Roman aus dem Hanser-Verlag mit 189 Seiten und genau 10 Geschichten im Hardcover -

Fazit:
Ich freute mich über dieses handliche Buch mit noch angenehmer ...

Die zehn Lieben des Nishino - von Hiromi Kawakami
Ein Roman aus dem Hanser-Verlag mit 189 Seiten und genau 10 Geschichten im Hardcover -

Fazit:
Ich freute mich über dieses handliche Buch mit noch angenehmer Leseschrift und nicht überfrachteten Seiten, kürzere oder längere Geschichten mit so unterschiedlichen Themen und Titeln warteten hier auf - es lies sich recht schnell und zügig verarbeiten.
Interessant empfand ich, das Inhaltsverzeichnis am Ende zu platzieren - ein Novum für mich!
Das bunte und interessante Koi-Cover (innen und außen) machte Laune und versprühte Neugierde zugleich auf diesen doch so unterschiedlichen Roman aus einem fremden Land, wo die Uhren und Gefühle noch anders ticken.

Hier kamen zehn so unterschiedliche Frauen "zum Zug", die jeweils eine "Beziehung" zu dem Hauptprotagonisten hatten - für mich wirkte das Büchlein wie eine Erzählung und Aneinanderreihung von Geschehnissen und Tatsachen, sachlich, förmlich, höflich, unspektakulär aber realistisch dargestellt. So wie deren Kultur und Mentalität eben auch ist, nie ausschweifend oder unmöglich, gar langweilig.
Nein...die Frauen hinterfragten eher sich - und Nishino, als Hauptakteur blieb etwas blass und befremdlich in der Rolle des Liebhabers zurück, der mit sich selbst viel zu sehr beschäftigt schien...

Relativ wenige aha-Momente und Berührungspunkte kamen auf - ist dies auf das fernöstliche Schreibtalent zurückzuführen?
Ich gebe dennoch nicht auf und bleibe einfach neugierig und gespannt auf alles Weitere aus dieser hoch-dotierten Feder! Arigato gozaimasu!

Veröffentlicht am 15.06.2019

Über einen einsamen Frauenheld

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Charaktere:

Nishino: Ist kein typischer Frauenheld und trotzdem verlieben sich alle in ihn. Er hat viele Beziehungen, meist mehr als eine aber er ist der Meinung, dass er unfähig für die Liebe ist. ...

Charaktere:

Nishino: Ist kein typischer Frauenheld und trotzdem verlieben sich alle in ihn. Er hat viele Beziehungen, meist mehr als eine aber er ist der Meinung, dass er unfähig für die Liebe ist. Allerdings bleibt er mysteriös, weil er sehr still ist und nur manchmal seine Gedanken mit seiner aktuellen Geliebten teilt. Leider konnte ich im Laufe der Geschichte nicht mit ihm warm werden.
Die Frauen: Die Geschichte wird aus der Sicht von zehn seiner Lieben erzählt, die alle sehr unterschiedlich verlaufen und dann doch gleich enden. Die Frauen sind alle sehr gut geschriebene und unterschiedliche Charaktere.

Schreibstil: Hiromi Kawakamis Schreibstil sticht sofort heraus, nicht weil er so schlecht ist, sondern das Gegenteil. Sie schafft es Dinge gut zu beschreiben, ohne viele Wörter zu benutzen. Aufgrund der Einfachheit lässt sich das Buch sehr schnell lesen.
Was mir sehr gut gefallen hat ist, dass die japanischen Begriffe die vorkommen in der Fußnote erklärt sind. So bleibt die Geschichte authentisch und man kann es lesen, ohne viel über die japanische Kultur zu wissen.
Ein Minuspunkt ist, dass man den Wechsel zwischen den Erzähler kaum merkt. Am Anfang war ich verwirrt, als die Ich-Erzählerinnen plötzlich gewechselt haben. Es wäre toll gewesen, wenn sich der Schreibstil pro Kapitel etwas ändert. Es ist einfach unrealistisch, dass zehn so unterschiedliche Frauen genau gleich beschreiben und fühlen.

Leseerfahrung: Wie oben schon erwähnt, war es am Anfang etwas verwirrend für mich. Das liegt auch zum Teil daran, dass ich nur sehr selten Kurzgeschichten lese. Nach einer Zeit aber konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Ich habe es extrem schnell gelesen, wegen dem Schreibstil und weil es nur 200 Seiten hat.

Fazit: Ein sehr schönes Buch, das sich einfach lesen lässt und schöne japanische Elemente hat. Leider konnte ich mich für den Protagonisten Nishino nicht sehr begeistern, die Frauen allerdings waren toll. Ein paar Geschichten haben mir mehr gefallen als andere. Müsste ich meine Lieblingsgeschichte wählen, wäre es "Weintrauben" oder "Im Königreich des Spätsommers". Es waren auch zwei Geschichten drinnen, die mir nicht so zusagten.

Deswegen "nur" 4 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 25.04.2019

Einsamkeit trotz immerwährender Beziehungen

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„Nishino zu küssen war wunderschön. Schöner als alles, was ich bisher gekannt hatte. Und doch fühlte es sich einsam an. Es war der einsamste aller Momente von Einsamkeit, die ich je erlebt hatte.“


Inhalt


Nishino ...

„Nishino zu küssen war wunderschön. Schöner als alles, was ich bisher gekannt hatte. Und doch fühlte es sich einsam an. Es war der einsamste aller Momente von Einsamkeit, die ich je erlebt hatte.“


Inhalt


Nishino sucht die Liebe seines Lebens, die immerwährende, alles umfassende Liebe, die er mit jeder neuen Frau an seiner Seite entdecken möchte. Doch trotz seiner Zuneigung zum weiblichen Geschlecht, seines Charmes und der Fähigkeit, jeder Frau das zu geben, was sie bisher nicht einmal vermisst hat, bleibt er ein Einzelkämpfer. Ein Mann, der sich über die Unendlichkeit des Universums beschwert, der seltsam unverbindlich und gleichermaßen fordernd auftritt. Der heiraten möchte und alle Frauen liebt, der während einer Beziehung mit der einen gleich noch die nächste Bekanntschaft pflegt. Ein Mann, der innere Verbundenheit sucht und doch nur oberflächliche Zuneigung findet. Eigentlich tritt er kaum in Erscheinung, ist manchmal schon wieder verschwunden, während er eine neue Liebe entdeckt und hinterlässt immer seltsam bestürzte Frauen, die sich unablässig fragen, ob sie ihn nicht lieben können, weil er so ist wie er sich gibt oder die ihn gerade deshalb verehren und ihn nur nicht halten können, weil sie ihn selbst zu wenig lieben.


Meinung


Die japanische Autorin Hiromi Kawakami, die bereits zahlreiche Literaturpreise ihres Landes für sich beanspruchen konnte, setzt mit ihrem neuesten Buch einem sehr unbestimmten Mannsbild ein Denkmal und schafft mit ihrer Erzählung, aus der Perspektive der Frauen ein stimmiges Gleichnis über die Unberechenbarkeit der Liebe.

Der Schreibstil selbst besticht durch leise, unaufgeregte kleine Erzählungen, bei der jede Frau dem Charakter des Nishino ein weiteres Attribut hinzufügt. Dadurch kann der Leser diesen besonderen Mann nach und nach immer besser einschätzen und wird sich bald darüber bewusst, worin die Kunst dieser Liebe bestehen mag, oder im Gegenteil, welche Ursachen immer wieder dazu führen, dass eine hoffnungsvolle Beziehung zerbricht.

Das Porträt des Herrn Nishino macht deutlich, wie Einsamkeit auch in andauernden Paarbeziehungen vorhanden sein kann, warum es immer leichter scheint sich einen neuen Partner zu suchen, wenn der gegenwärtige nicht mehr die eigenen Bedürfnisse erfüllt. Aber sie zeigt ebenso die Kehrseite der Medaille – ein ständig wechselndes, unverbindliches Zusammenleben ohne allzu tiefe Gefühle und nur wenige Entbehrungen.

Im Kern spürt man die Melancholie und Schmerzanfälligkeit dieses Mannes, der es nicht vermag, Konstanz in seine Beziehungen zu bringen. Dabei finde ich es sehr gelungen, wie wertungsfrei und offen die Autorin sein Verhalten aber auch das seiner Gefährtinnen darstellt. Wer kann etwas dafür, wenn Partnerschaften im Sande verlaufen? Warum ist es nicht nur die Treue, die Menschen an einander binden kann? Findet wirklich jeder irgendwann im Leben den passenden Partner? All diese teilweise philosophischen Betrachtungen fliesen in den Text hinein, ohne explizit genannt zu werden – dieses literarische Spiel mit den Figuren hat mir sehr gefallen, denn sie bleiben alle irgendwie substanzlos und dennoch bringen sie die Geschichte voran.

Ein klitzekleiner Schönheitsfehler, der mich etwas gestört hat, war das ineinander verschlungene Netz der Geschichten, die weder chronologisch noch mit deutlich verschiedenen Stimmen erzählt werden. So richtig kann man da nicht mitzählen, wie viele Frauen es tatsächlich waren, wer welche Ansprüche hatte und warum sie nicht erfüllt wurden. An dieser Stelle hätte ich mir vielleicht mehr Klarheit gewünscht, um die Frauenfiguren noch etwas besser einordnen zu können. Rückblickend betrachtet bleibt nur die Tatsache, dass es viele waren, die alle nicht fanden, was sie suchten.


Fazit


Ich vergebe 4 Lesesterne für diesen faszinierenden Roman über die Liebesfähigkeit eines Menschen, die sowohl fiktiv sein könnte als auch auf Realität basierend. Es ist kein klassischer Text über eine Person, die man vielleicht kennen könnte, doch die Verhaltensweisen an sich erscheinen äußerst plausibel. Zurückhaltung, Abstand und eine gewisse Distanziertheit bleiben bestehen, doch umso intensiver entfalten sich die diversen Interpretationsmöglichkeiten, die noch dazu sehr fremd und unbestimmt wirken.

Wer sich auf dieses Gedankenexperiment einlassen kann, findet hier Zugang und einen ungewöhnlichen Ansatzpunkt, dennoch hatte ich das Gefühl, nicht restlos in die Erzählung und ihre Tiefe vordringen zu können. Vielleicht bietet sich hier ein zweimaliges Lesen an, um noch mehr zu entdecken.

Veröffentlicht am 22.04.2019

Nicht mein Buch

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In dem vorliegenden Buch, in welchem die Liebe im Mittelpunkt steht,geht es um Herrn Nishino und seine Frauen.
In jeder der zehn Kurzgeschichten,geht es um eine Frau und ihre Liebe zu dem Protagonisten. ...

In dem vorliegenden Buch, in welchem die Liebe im Mittelpunkt steht,geht es um Herrn Nishino und seine Frauen.
In jeder der zehn Kurzgeschichten,geht es um eine Frau und ihre Liebe zu dem Protagonisten. Eines haben alle Frauen gemeinsam, sie wollen sich eigentlich nicht verlieben und erliegen doch dem besonderen Charme von Nishino.
Obwohl mir der sehr poetische Schreibstil gut gefiel, konnte mich das Buch nicht fesseln. Das mag daran liegen, dass ich eigentlich kein Fan von Kurzgeschichten bin, sondern eher eine Zeit lang brauche, um in eine Geschichte eintauchen zu können.
Im vorliegenden Fall war es aufgrund der Kürze der Episoden, nicht möglich,eine Beziehung zu den verschiedenen Personen aufzubauen.
Bis zum Schluss habe ich nicht verstanden, welches Ziel die Autorin mit diesem Roman verfolgte.
Sorry, leider nicht mein Buch.

Veröffentlicht am 05.04.2019

japanisches Märchen

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Es geht in diesem Buch um Nishino, der eine ganz besondere Beziehung zu Frauen pflegt: Obwohl er gerne in eine feste Partnerschaft voller Liebe einsteigen würde, wollen die Frauen scheinbar nur Sex von ...

Es geht in diesem Buch um Nishino, der eine ganz besondere Beziehung zu Frauen pflegt: Obwohl er gerne in eine feste Partnerschaft voller Liebe einsteigen würde, wollen die Frauen scheinbar nur Sex von ihm, da Nishino sich außerdem als besonders guter Liebhaber entpuppt.
Je älter er wird, scheinen diese Vorstellungen auseinander zu driften, und Nishino will sich seinem Schwerenötertum eigentlich entziehen.
Erzählt werden die Liebesbeziehungen aus der Perspektive der Frauen, die Nishino und seine Charakterzüge beschreiben.
Das Buch hat für mich etwas typisch Japanisches, eine bildhafte Sprache, metaphernreich, und doch schlicht zugleich. Für mich hatte das Buch, trotz des episodenhaften Stils, etwas märchenhaftes.