Cover-Bild An Nachteule von Sternhai

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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser, Carl
  • Genre: Kinder & Jugend / Kinderbücher
  • Ersterscheinung: 22.07.2019
  • ISBN: 9783446265417
Holly Goldberg Sloan, Meg Wolitzer

An Nachteule von Sternhai

Sophie Zeitz (Übersetzer)

Die schönste Freundschaftsgeschichte und der genialste Dialog seit "Gut gegen Nordwind". Von den Bestsellerautorinnen Holly Goldberg Sloan und Meg Wolitzer

Achtung, Suchtpotential! Diesem Buch verfällt der glückliche Leser mit ganzem Herzen ab der ersten Seite. „Du kennst mich nicht, aber ich schreibe dir trotzdem.“ So beginnt die Geschichte von Bett und Avery, deren alleinerziehende Väter die verrückte, romantische Idee haben, dass sie eine Familie werden könnten. Nicht mit Bett und Avery! Obwohl sich die beiden Mädchen auf gar keinen Fall kennenlernen wollen, beginnen sie vor lauter Neugierde, in ihren E-Mails Fragen zu stellen, mehr von ihren Leben zu erzählen und Dinge auszutauschen. Nach und nach vertrauen sich Nachteule und Sternhai – wie sie sich mittlerweile nennen – ihre persönlichsten Gedanken und Geheimnisse an und können sich ein Leben ohneeinander nicht mehr vorstellen.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.08.2019

Ein Emailroman voller unerwarteter Überraschungen!

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'Unsere Väter fliegen nach China, wir werden ins Lager geschickt, und die Welt, wie wir sie kennen, geht den Bach hinunter.' (S.42)

Eines Tages findet Avery in ihrem Emaileingang eine Email der gleichaltrigen ...

'Unsere Väter fliegen nach China, wir werden ins Lager geschickt, und die Welt, wie wir sie kennen, geht den Bach hinunter.' (S.42)

Eines Tages findet Avery in ihrem Emaileingang eine Email der gleichaltrigen Bett vor, in der diese behauptet, dass ihre beiden schwulen Väter sich ineinander verliebt haben und planen eine gemeinsame Familie zu gründen. Avery kann das zunächst nicht glauben, aber es stellt sich als Wahrheit heraus, und obwohl Avery und Bett außer einem schwulen Vater augenscheinlich nichts gemeinsam haben, entwickelt sich nach kurzer Zeit ein regelmäßiger Austausch per Email zwischen den beiden.
Die Väter der beiden haben außerdem über beider Köpfe hinweg entschieden, dass Avery und Bett sich in einem Ferienlager kennenlernen sollen, während sie eine Reise nach China unternehmen.
Was der Sommer letzten Endes für die vier – und weitere Familienmitglieder – bereithält, damit hätte keiner in seinen kühnsten Träumen gerechnet!

Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, welches komplett in Emails und Briefen verfasst war, und ich glaube, im Bereich Kinder- und Jugendbuch war es sogar mein erster Briefroman. Zu Beginn konnte ich mir kaum vorstellen, wie die komplette Handlung komplett durch Briefe getragen werden sollte oder wie der Schriftverkehr zwischen Avery und Bett umgesetzt werden würde, sobald sie im Ferienlager aufeinandertreffen, aber diese Umstände sind nicht nur bravourös gelöst worden, dass Buch hält in mehrfacher Hinsicht Überraschungen parat, mit denen ich so nicht gerechnet hätte.

Neben Avery und Bett kommen im späteren Verlauf der Geschichte auch deren Väter in Briefen zu Wort und einige andere Familienmitglieder, deren Identität ich hier nicht preisgeben möchte, da dies einige Überraschungsmomente zerstören würde.
Mit den Vätern – insbesondere Averys Vater – wurde ich erst recht spät warm, allerdings kommen im Laufe der Handlung noch zwei andere Familienmitglieder zu Wort, die ich sehr schnell in mein Herz geschlossen habe. Insgesamt sorgen die verschiedenen Familienmitglieder aus drei Generationen für eine facettenreiche Geschichte, die durch die verschiedenen Blickwinkel mitnichten nur für ein junges Lesepublikum interessant ist.
Probleme, mit denen Avery und Bett zu kämpfen haben, lösen sich im Erwachsenenalter nicht automatisch in Luft auf, wie man im weiteren Verlauf der Geschichte erfährt. Nicht nur die beiden Mädchen sind sehr unterschiedlich vom Charakter, auch ihre Väter sind es und müssen sich nach ihrer ersten Verliebtheit damit arrangieren. Dieser Umstand sorgt noch für einige Irrungen und Wirrungen, denn in dieser Geschichte sind sich selten alle einig, wer zu wessen Familie gehören soll!

Die Geschichte von Avery – der lesenden Nachteule – und Bett – dem wasserverrückten Sternhai – ist eine sehr herzliche Freundschafts- und Familiengeschichte, die zum Lachen, aber auch zum Nachdenken anregt, und die aufzeigt, dass Blut nicht immer dicker als Wasser sein muss. Manchmal sind Freunde die wahre Familie! Familie kann man sich eben doch aussuchen ;)

Spitznamen und Coverdesign sind nicht nur hinsichtlich der unterschiedlichen Charaktere der beiden Mädchen sehr gut gewählt worden, beides spiegelt auch ihren entfernt voneinander liegenden Wohnort wider und die Zeitverschiebung zwischen Avery an der Ostküste und Bett an der Westküste der USA.

Veröffentlicht am 05.08.2019

So schön!

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Manchmal findet man Familie auf ganz unkonventionellen Wegen. Wenn man erfährt, dass der Vater einen Freund hat, dieser eine Tochter hat und planen, zusammen eine Familie zu werden, dann ist das zu Beginn ...

Manchmal findet man Familie auf ganz unkonventionellen Wegen. Wenn man erfährt, dass der Vater einen Freund hat, dieser eine Tochter hat und planen, zusammen eine Familie zu werden, dann ist das zu Beginn eine Katastrophe. Die beiden sollen zusammen in ein Feriencamp, um ersten Bande zuknüpfen. Es beginnt ein angeregter Emailverkehr zwischen den beiden. Sie tauschen sich darüber aus, wie man das "Familie werden" verhindern kann, aber auch über ihre Hobbys, die Bücher, die sie gerade lesen, was sie den Tag über gemacht haben, Witze etc.
Das Buch ist zuckersüß, sehr humorvoll und einfach nur herzerwärmend. Im Vordergrund steht die Beziehung zwischen den beiden Mädchen, und das ist auch gut so.

Veröffentlicht am 21.07.2019

Von Buchrezensentin an BuchkäuferIn

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In dem Buch "An Nachteule von Sternhai" von Holly Goldberg Sloan und Meg Wolitzer geht es um zwei 12-jährige Mädels, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem beste Freundinnen werden. Eine ...

In dem Buch "An Nachteule von Sternhai" von Holly Goldberg Sloan und Meg Wolitzer geht es um zwei 12-jährige Mädels, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem beste Freundinnen werden. Eine besondere Charakteristik ist die ausschließliche schriftliche Kommunikation der Protagonisten, das heißt es werden nur Mails, Briefe, SMS´n und Ähnliches geschrieben aber niemals unterhält sich jemand direkt miteinander.

Als Sam und Marlow sich ineinander verlieben, beschließen sie kurzerhand, dass sie bald eine Familie werden und sich die Töchter - Bett und Avery - über den Sommer in einem Feriencamp kennen lernen sollen. Diese jedoch wollen gar keine Freundinnen, geschweige denn Schwestern, werden. Und so beginnen die beiden, sich gegenseitig Mails zu schreiben, anfangs um zu erklären, dass sie sich gar nicht kennen und niemals Schwestern werden könnten, am Ende aus Freundschaft.

Der Inhalt des Buches war meiner Meinung nach etwas flach. Es war ziemlich klar, dass Bett und Avery sich ziemlich schnell sehr gut verstehen werden, auch wenn sie grundverschiedene Persönlichkeiten haben. Auch das Ziel der Autorinnen "zu unterhalten, [...] Leser zum Lachen zu bringen, und um zu zeigen, dass Familie sehr verschiedene Formen haben kann" wurde meiner Meinung nach stark verfehlt. Zwar endete das Buch tatsächlich nicht wie erwartet, jedoch wurde das Thema Familie nicht sehr tiefgehend behandelt. Und auch die Pläne, die sich die Mädchen ausheckten, wurden nicht ausreichend beschrieben, als dass man darüber lachen könnte.

Wie oben bereits erwähnt, gibt es in dem Buch kein einziges gesprochenes Wort. Das fand ich in der Leseprobe total toll, weil es mal komplett was anderes ist. Jedoch hat mich gestört, dass es keine Zeitangaben gab, wann welche Mail geschrieben wurde. Dadurch gab es manch einen unangenehmen Sprung in der Handlung. Außerdem fand ich es auf Dauer sehr anstrengend, nur Briefchen oder Mails zu lesen. Vor allen Dingen als die Mädchen zusammen unterwegs waren, hätte ein bisschen persönliche Unterhaltung nicht geschadet.

Die Handlung war relativ vorhersehbar bis auf das Ende, welches total unerwartet kam. Das war aber nicht unbedingt gut. Meiner Meinung nach wollte man auf jeden Fall ein unvorhersehbares Ende haben, weswegen man auf jegliche Überleitung zu dem Gedanken verzichtet hat und auf einmal die Mails mit dem Ende kamen. Ich fand´s auch schade, dass sehr wenig zu den Vätern kam, da hätte man meiner Meinung nach mehr zu dem Streit und der Versöhnung bringen können.

Am Anfang war ich total begeistert von der unkonventionellen Idee, ein Buch ausschließlich mit Mails, Briefen und Ähnlichem zu schreiben. Allerdings ist die ganze Thematik mit schwulen Vätern und außergewöhnlichen Familien doch sehr oberflächlich betrachtet worden. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das Buch sehr interessant für junge (Teenie)mädels ist (11-15 Jahre), da es auch in den Gedankengängen und den Themen sehr in die Altersklasse passt. Zudem kann ich mir vorstellen, dass der ein oder andere dadurch vielleicht auch eine Brief-/Mailfreund/in haben möchte.

Allen anderen, die tatsächlich ein süßes leichtes Buch für den Feierabend in der Abendsonne suchen, würde ich dieses hier eher nicht empfehlen.

Veröffentlicht am 16.07.2019

Freundschaft wider Willen

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Inhalt: Als sich die Väter von Bett und Avery ineinander verlieben, wollen die beiden 12-jährigen Mädchen eigentlich nichts miteinander zu tun haben und schon gar nicht wollen sie zusammen in ein Feriencamp, ...

Inhalt: Als sich die Väter von Bett und Avery ineinander verlieben, wollen die beiden 12-jährigen Mädchen eigentlich nichts miteinander zu tun haben und schon gar nicht wollen sie zusammen in ein Feriencamp, um dort Freundinnen zu werden.
Und so beginnen die beiden unterschiedlichen Mädchen einander E-Mails zu schreiben. Erst nur über die Väter, dann aber auch über persönliche Dinge. Und ganz langsam beginnt sich eine zarte Freundschaft zu spinnen und die beiden wollen nicht mehr ohne einander sein.

Meinung: „An Nachteule von Sternhai“ ist ein schönes Jugendbuch über Freundschaft und Familie. Im Mittelpunkt stehen Avery und Bett, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Während Avery überängstlich aber sehr überlegt ist, ist Bett eine kleine Rebellin, die vor gar nichts Angst hat. In einem sind sie sich allerdings einig: Sie wollen keine Freundinnen werden und Schwestern schon mal überhaupt nicht.
Beide haben mir sehr gut gefallen, genau wie die Nebencharaktere. Vor allem Großmutter Gaga habe ich schnell in mein Herz geschlossen.
Womit ich am Anfang etwas Schwierigkeiten hatte, ist die Schreibform der Geschichte. Denn es wird nur in E-Mails und manchmal in Briefen kommuniziert. Daran muss man sich natürlich erstmal gewönnen, da es, neben diesen Mails keine weiteren Beschreibungen mehr gibt. Egal ob von den Mädels, von Oma Gaga, von den Vätern oder sogar den Campbetreuern, alles geht schriftlich.
Nach einiger Zeit gewönnt man sich jedoch hieran und man bekommt ja trotzdem alles wichtige mit.
Die Geschichte ist gut gemacht und vor allem jüngere Leser werden sicher ihre Freude an diesem Buch haben. Allerdings ist sie, gerade von den Werten her, die hier vermittelt werden, auch älteren Lesern zu empfehlen.

Fazit: Schöne Geschichte über Freundschaft und Familie. Hier kommen vor allem jüngere Leser auf ihre Kosten, jedoch lege ich das Buch auch älteren wärmstens ans Herz.