Cover-Bild A Good Girl’s Guide to Murder
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6,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Ersterscheinung: 20.12.2019
  • ISBN: 9783732578528
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Holly Jackson

A Good Girl’s Guide to Murder

Sabine Schilasky (Übersetzer)

Eigentlich ist der Fall abgeschlossen: Vor fünf Jahren wurde die Schülerin Andie Bell von ihrem Freund Sal Singh ermordet. Die Polizei ist sich sicher, dass es so war. Die ganze Stadt ist sich sicher. Alle - außer Pippa. Für ein Schulprojekt will sie den Fall noch einmal aufrollen. Bewaffnet mit ihrem Laptop, einer Diktiergerät-App und viel Mut beginnt Pippa, Fragen zu stellen. Doch bald merkt sie, dass nicht alle wollen, dass die dunklen Geheimnisse der Vergangenheit gelüftet werden ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2020

Spannender, wendungsreicher, unterhaltsamer Jugendthriller mit kleinen Schwächen

1

Spoilerfreie Rezension!

Inhalt

Der Schüler Sal hat seine Freundin Andie Bell vor fünf Jahren ermordet, da sind sich alle sicher. Der Fall ist eigentlich schon abgeschlossen, obwohl die Leiche des Mädchens ...

Spoilerfreie Rezension!

Inhalt

Der Schüler Sal hat seine Freundin Andie Bell vor fünf Jahren ermordet, da sind sich alle sicher. Der Fall ist eigentlich schon abgeschlossen, obwohl die Leiche des Mädchens nie gefunden wurde. Für Pippa ist Sal aber, seit er sie als junges Mädchen einmal vor ihren Mobbern beschützt hat, ein Held. Sie kann nicht glauben, dass er zu solch einer Tat fähig gewesen wäre. Daher nimmt sie ein Schulprojekt als Vorwand, um den Fall neu aufzurollen und tief darin nach der Wahrheit zu graben. Doch nicht alle wollen, dass diese Wahrheit ans Licht kommt – wie weit sind sie bereit zu gehen, um es zu verhindern?

Übersicht

Einzelband oder Reihe: Band

1 der Reihe um Heldin Pip; Band

2 ist auf Englisch bereits erschienen (einen deutschen Erscheinungstermin gibt es aber noch nicht), Band

3 und

4 sind laut Recherchen bereits in Planung
Erzählweise: Figuraler Erzähler und Ich-Erzähler, Präteritum und Präsens
Perspektive: weibliche Perspektive
Kapitellänge: lang, jedoch sind die Kapitel noch in weitere kürzere Unterkapitel aufgeteilt
Tiere im Buch: +/- Ein Tier wird als Druckmittel eingesetzt und ein Hund stirbt im Buch bei einem Unfall, ansonsten werden keine Tiere im Buch verletzt, gequält oder getötet, sondern sehr liebevoll umsorgt. Fleisch wird aber gegessen. Außerdem lebt eine Katze in Einzelhaltung. Hierzu ein wichtiger Hinweis: Katzen sind alleine niemals glücklich (sie sind EinzelJÄGER, keine EinzelGÄNGER), sondern sehr einsam und unglücklich. Sie können verschiedene Verhaltensstörungen entwickeln und depressiv und/oder aggressiv werden. Wer seine Katze liebt, schenkt ihr deshalb mindestens einen Gefährten.

Warum dieses Buch?

Dieses Buch hat mich sofort vage an „Sadie“ von Courtney Summers erinnert, einen Jugendroman, den ich absolut geliebt habe und den ich euch nur wärmstens ans Herz legen kann. Der Klappentext klang (in Verbindung mit den vielen positiven Rezensionen) so vielversprechend und spannend, dass ich nicht widerstehen konnte!

Meine Meinung

Einstieg (4 Sterne)

„Obwohl Sal nie eine Chance gehabt hatte, sich zu verteidigen, galt er als schuldig. Nicht im rechtlichen Sinne, aber in jedem anderen, auf den es ankommt.“ E-Book, Position 370

Ich weiß nicht genau, warum ich das erste Kapitel mehrmals angelesen und das Buch dann wieder weggelegt habe. Beim dritten Mal war ich nämlich nach wenigen Seiten in der Geschichte angekommen und gespannt, wie es weitergehen würde.

Schreibstil (4 Lilien)

Mir hat der lockere, humorvolle, lebendige und jugendlich freche Schreibstil von Holly Jackson insgesamt gut gefallen. Die einfache, leicht verständliche, aber trotzdem anschauliche Sprache ist für das jugendliche Zielpublikum perfekt geeignet. Mir persönlich erschien der Schreibstil streckenweise aber leider auch etwas oberflächlich.

Inhalt, Themen & Ende (4 Lilien)

„‘Wenn du rumläufst und gefährliche Fragen stellst, Mädchen, wirst du einige gefährliche Antworten finden.‘“ E-Book, Position 3413

Mit „A Good Girl‘s Guide to Murder” ist Holly Jackson ein runder, unterhaltsamer und wendungsreicher Jugendthriller gelungen, der für Teenager perfekt geeignet ist. Außergewöhnlich und erfrischend fand ich den Aufbau der Geschichte: Diese setzt sich nämlich nicht nur aus klassisch verfassten Kapiteln zusammen, sondern enthält auch Protokolle, transkribierte Interviews, Listen mit Verdächtigen und einzelne Beweisfotos. Da Pippa die neuen Informationen immer in ihren Protokollen zusammenfasst, kam es auch zu einigen Wiederholungen. Das hat mich jedoch nicht allzu sehr gestört, da sich das Buch ja primär an Jugendliche richtet. Diese sind vielleicht gerade dafür dankbar, weil ihnen so auch wirklich keine wichtige Entwicklung entgeht. Aufgrund dieses Aufbaus hat mich das Buch am Beginn stark an „Sadie“ von Courtney Summers erinnert, das ja teilweise aus einem transkribierten Radio-Podcast besteht. Leider reicht „A Good Girl‘s Guide to Murder“ in fast allen Punkten nicht ganz an das Meisterwerk von Summers heran, weswegen ich euch „Sadie“ (das mir das Herz gebrochen hat!) an dieser Stelle noch einmal wärmstens empfehlen möchte.

Holly Jackson spricht in ihrem Thriller ernste Themen wie Drogen, sexualisierte Gewalt, Rassismus, schwierige moralische Entscheidungen, Erwachsenwerden, Trauer und Schuldgefühle an. Streckenweise gelingt es ihr auch, diese Themen tiefgründig zu verarbeiten, manchmal blieb mir die Geschichte aber auch zu sehr an der Oberfläche. Sehr gestört hat mich, dass etwas verschwiegen wurde, um jemanden zu schützen. Jedoch hätte die schützenswerte Person vermutlich gar nicht so viel zu befürchten gehabt und das Opfer der ganzen Angelegenheit hätte es verdient, die Wahrheit zu erfahren und zu sehen, dass es Konsequenzen für die schuldige Person gibt. Hier konnte ich Pip, die ja ihre Werte und Prinzipien immer hochhält, nicht wirklich verstehen. Und an noch einer Stelle fällt die eigentlich intelligente Pip aus der Rolle: Warum müssen sich gegen Ende eines Thrillers die HeldInnen immer sinnlos alleine in Gefahr begeben, obwohl es Leute gibt, die ihnen helfen würden, und obwohl es sehr, sehr gefährlich und folglich auch sehr, sehr dumm ist? Ich kann die Ausreden langsam nicht mehr lesen, die sich ausgedacht werden, damit es am Ende noch einmal spannend wird. Liebe AutorInnen, bitte lasst das doch endlich sein!

Die Auflösung selbst war überzeugend und hielt einige überraschende Twists bereit. Das runde Ende, das alle offenen Fragen klärt, ließ mich zufrieden das Buch zuschlagen. Ob ich die Fortsetzung lesen werde, weiß ich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht, da für mich die Geschichte eigentlich abgeschlossen ist.

Protagonistin (4 Lilien) & Figuren (4 Lilien)

Die Geschichte heißt „A Good Girl’s Guide to Murder“ – und Protagonistin Pippa ist dieses „brave Mädchen“. Sie ist ein sympathischer, ehrgeiziger, intelligenter Bücherwurm, der sich für Partys nicht interessiert. Mir war Pippa manchmal etwas zu glatt, zu genial und perfekt. Sie hätte noch etwas vielschichtiger und dreidimensionaler sein dürfen. Insgesamt mochte ich sie aber gerne: Ich liebte ihren trockenen Humor, konnte ihre Handlungen meistens nachvollziehen und habe vor allem in traurigen Momenten sehr mit ihr mitgelitten und mitgefühlt. Ich habe sie gerne begleitet.

Auch manche der anderen Figuren hätten noch etwas besser ausgearbeitet werden können – einige blieben bis zum Schluss blass. Andere hingegen konnten mich auf ganzer Linie überzeugen wie zum Beispiel Ravi, bei dem mir besonders gefallen hat, dass er kein klischeehafter, harter Bad Boy ist, sondern ein authentischer junger Mann mit Unsicherheiten, Schwächen und Gefühlen, die er auch zeigt. Auch die sich langsam von einer Freundschaft zu einer Liebesgeschichte entwickelnde Beziehung zwischen Pip und einer anderen Figur fand ich sehr unaufgeregt, authentisch und süß beschrieben – selbst wenn das Kribbeln bei mir ausblieb.

Spannung & Atmosphäre (4 Lilien)

„Hier drinnen hatte die Luft eine eigenartige Schwere. In der Stille gefangene Geheimnisse umschwebten sie wie unsichtbare Staubkörnchen.“ E-Book, Position 3611

Schon am Beginn gelingt es der Autorin, Spannung aufzubauen. Es ist eine „Ein-Mädchen-gegen-den-Rest-der-Welt“-Situation, bei der man sich sofort auf Pippas Seite stellt. Der Spannungsbogen kann durch gezielte Cliffhanger und immer neue Spuren, die sich auftun, auch den ganzen Thriller hindurch gehalten werden. Irgendwann jedoch übertreibt es die Autorin mit ihren vielen falschen Fährten, Wendungen und Verdächtigen. Hier hätte man kürzen können, denn in diesem Fall wäre weniger tatsächlich mehr gewesen. Was die Atmosphäre betrifft, gab es einige sehr starke Momente (in denen die Autorin z. B. den ganz normalen Teenager-Wahnsinn auf Partys treffend und amüsant einfängt), manchmal war aber noch Luft nach oben. Detailliertere Beschreibungen von Gefühlen und Umgebung wären hier wünschenswert gewesen.

Feministischer Blickwinkel (3 Lilien)

Bechdel-Test (zwei Frauen mit Namen sprechen miteinander über etwas anderes als einen Mann): bestanden!
Frauenfeindliche / gegenderte Beleidigungen: Schlam++ (6x)

Was diesen Aspekt betrifft, bin ich etwas zwiegespalten: Einerseits ist Pip eine sehr mutige, intelligente und starke weibliche Figur, die sich von Ravi nichts gefallen lässt, den Ton bei den Ermittlungen angibt und Sexismus immer wieder kritisiert, andererseits werden fast nur Frauen im Buch beim Kochen und Putzen beschrieben (Pips Mutter wirkt außerdem seltsam abwesend) und Geschlechterstereotype werden immer wieder reproduziert. Das Jugendbuch besteht ohne Probleme den Bechdel-Test und kritisiert sexualisierte Gewalt, gleichzeitig verwendet es aber ohne jegliches Bewusstsein für Slut Shaming ganze 6x die frauenfeindliche Beleidigung Schlam++, was ich sehr problematisch finde. Ich habe mich entschieden, hier 3 Lilien zu vergeben, weil es zwar viele Dinge gibt, die die Autorin richtig gemacht hat, ihr teilweise aber (vor allem bei den kleinen Dingen) noch das Bewusstsein für Geschlechterstereotypen und Sexismus fehlt.

Mein Fazit

Mit „A Good Girl‘s Guide to Murder” ist Holly Jackson ein runder, unterhaltsamer und wendungsreicher Jugendthriller gelungen, der für Teenager perfekt geeignet ist. Mir hat der einfache, anschauliche und lockere Schreibstil von Holly Jackson gut gefallen, auch wenn er mir streckenweise etwas zu oberflächlich war. Außergewöhnlich und erfrischend fand ich den Aufbau der Geschichte, die sich aus klassischen Kapiteln, Protokollen und transkribierten Interviews zusammensetzt. Holly Jackson spricht in ihrem Thriller ernste Themen wie Trauer, sexualisierte Gewalt und Rassismus an, die sie allerdings nur teilweise tiefgründig verarbeitet. Die mutige, intelligente Protagonistin (und ihren Humor!), mochte ich sehr, auch wenn sie gerne noch etwas dreidimensionaler und vielschichtiger hätte sein dürfen. Gestört hat mich, dass sie gegen Ende dreimal aus der Rolle fällt und sich nicht nachvollziehbar verhält. Die meisten der anderen Figuren konnten mich überzeugen, manche blieben allerdings etwas blass. Bereits am Beginn baut die Autorin Spannung auf, die den ganzen Thriller hindurch gehalten werden kann. Irgendwann jedoch übertreibt sie es mit den vielen falschen Fährten, Wendungen und Verdächtigen. Hier wäre weniger tatsächlich mehr gewesen. Was die feministische Analyse des Thrillers betrifft, bin ich zwiegespalten, weil es zwar viele Dinge gibt, die die Autorin richtig macht (starke Protagonistin, sexualisierte Gewalt wird kritisiert), ihr teilweise aber (vor allem bei den kleinen Dingen) noch das Bewusstsein für Geschlechterstereotypen und Sexismus fehlt (nur Frauen werden beim Putzen und Kochen gezeigt, es fällt ganze 6x die frauenfeindliche Beleidigung Schlam++). Die überzeugende Auflösung (mit ihren überraschenden Enthüllungen) und das runde Ende, das alle offenen Fragen klärt, ließen mich zufrieden das Buch zuschlagen. Ob ich die Fortsetzung lesen werde, weiß ich noch nicht, da für mich die Geschichte eigentlich abgeschlossen ist. Trotz kleinerer Schwächen kann ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Wer als Kind immer gerne Detektiv oder Detektivin gespielt hat, dem wird es großen Spaß machen, gemeinsam mit Pippa zu ermitteln und nach der Wahrheit zu graben!

Bewertung

Idee: 5 Lilien ♥
Inhalt, Themen, Botschaft: 4 Lilien
Umsetzung: 4 Lilien
Worldbuilding: 3,5 Lilien
Einstieg: 4 Lilien
Ende / Auflösung: 5 Lilien ♥
Schreibstil: 4 Lilien
Protagonistin: 4 Lilien
Figuren: 4 Lilien
Spannung: 4 Lilien
Atmosphäre: 3 Lilien
Emotionale Involviertheit: 4 Lilien
Feministischer Blickwinkel: 3 Lilien

Insgesamt:

❀❀❀❀ Lilien

Dieses Buch bekommt von mir vier Lilien!

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Veröffentlicht am 20.11.2020

Wer ist der Mörder?

0

Ein 5 Jahre alter zurück liegender Mordfall in einem amerikanischen Städtchen wird wieder aufgerollt. Die Schülerin Pippa hat sich den Fall als Schulprojekt ausgesucht.
Was zunächst eine einfache Recherche ...

Ein 5 Jahre alter zurück liegender Mordfall in einem amerikanischen Städtchen wird wieder aufgerollt. Die Schülerin Pippa hat sich den Fall als Schulprojekt ausgesucht.
Was zunächst eine einfache Recherche werden soll, führt zu einem spektakulären Ergebnis.
Ein Junge wurde des Mordes am seiner Freundin bezichtigt, kurz darauf findet man ihn im Wald, es sieht wie Selbstmord aus. Sehr schnell sind sich die Bewohner von Little Kilton einig, ganz klar, Sal hat Andie getötet. Einige Unstimmigkeiten lassen Pip aufhorchen und sie kniet sich tief in den Fall hinein. Dabei vernachlässigt sie andere Dinge und wird allmählich unaufmerksam in der Schule. Dabei muss sie dringend ihre College Bewerbung fertig machen.
Die Recherche entwickelt sich zu einem Kriminalfall, der sehr viele Lücken aufweist und immer mehr verdeutlicht, Sal war unschuldig. Pippa gräbt Dinge aus, die aus einer dunklen Vergangenheit stammen und sie gerät in Gefahr. Manche Geheimnisse sollten in Ruhe gelassen werden, aber Pip gibt nicht auf, sie lässt sich nicht einschüchtern.

Das Buch gewinnt sehr schnell an Tempo, die Spannung steigert sich enorm. Ich habe die Geschichte kaum beiseite legen können, so sehr hat mich Pip mitten rein gezogen. Die Entwicklung der Auflösung des Falls Andie/Sal ist extrem gut geschrieben. Man fiebert mit, wenn Pip recherchiert und zittert, wenn es brenzlig wird. Nebenbei ist der Humor große Klasse. Pippa ist cool und wortgewandt, sie lässt sich nicht ausbremsen. Mit ihrem Mut und ihrer Willenskraft schafft sie eine Aufklärung, mit der niemand gerechnet hat.
Der Schreibstil ist fantastisch, sehr anziehend und süchtig machend. Die Charaktere sind bunt gemischt und interessant. Von Pip würde ich gerne mehr lesen, Potential zu einer Fortsetzung gibt es auf jeden Fall. Es ist ein Jugendbuch, aber auch für Erwachsene absolut empfehlenswert.

  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.09.2020

Spannender Jugendthriller

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Darum geht es:

Eigentlich ist der Fall abgeschlossen: Vor fünf Jahren wurde die Schülerin Andie Bell von ihrem Freund Sal Singh ermordet. Die Polizei ist sich sicher, dass es so war. Die ganze Stadt ist ...

Darum geht es:

Eigentlich ist der Fall abgeschlossen: Vor fünf Jahren wurde die Schülerin Andie Bell von ihrem Freund Sal Singh ermordet. Die Polizei ist sich sicher, dass es so war. Die ganze Stadt ist sich sicher. Alle - außer Pippa. Für ein Schulprojekt will sie den Fall noch einmal aufrollen. Bewaffnet mit ihrem Laptop, einer Diktiergerät-App und viel Mut beginnt Pippa, Fragen zu stellen. Doch bald merkt sie, dass nicht alle wollen, dass die dunklen Geheimnisse der Vergangenheit gelüftet werden ...

Meine Meinung:

Der Schreibstil der Autorin hat mir unglaublich gut gefallen, da er sehr leicht zu lesen ist und man dadurch schnell in die Geschichte findet und dieser dann auch sehr gut folgen konnte. Neben der eigentlichen Handlung, die aus der Sicht von Pippa geschrieben wurde, gab es auch immer wieder Protokolle, Interviews, SMS und vielen anderem, dass die Ermittlung noch viel authentischer gemacht hat.

Pi hat mir von Seite 1 an unglaublich gut gefallen, da sie sehr sympathisch, hartnäckig, aufmerksam und lebensfroh ist.
Ich fand es toll, dass sie unerschrocken versucht hat der Wahrheit auf die Spur zu kommen und niemals aufgegeben hat, auch wenn vieles gegen Sal gesprochen hat. Allgemein gibt es viele Wendungen mit denen ich nicht gerechnet hätte, auch wenn das gegen Ende etwas nachgelassen hat und Pippa der Zufall oder nennen wir es mal glückliche Fügung immer wieder in die Karten gespielt hat. Man muss aber auch dazu sagen, dass es sich hierbei um einen Jugendthriller handelt und ich es dementsprechend nicht wirklich schlimm fand.
Allgemein ging es nicht nur um die Ermittlung von Pippa und darum die Geheimnis rund um den Tod von Andie aufzudecken sondern auch um viele andere wichtige Themen wie Rassismus, Drogen und Gewalt, was die Autorin, meiner Meinung nach, sehr schön und sensibel umgesetzt hat, eben passend zu der Altersgruppe für die das Buch angelegt ist.

Mein Fazit:

Mir hat der Jugendthriller wirklich sehr gefallen. Klar er ist nicht zu vergleichen mit Fitzek oder anderen Thriller- Autoren, aber ich fand ihn spannend und er war ein guter Einstieg für mich, da ich mich sonst nicht so viel in diesem Genre bewege.

Für mich 5 von 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 04.06.2020

Spannender Jugendkrimi

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Worum geht es?

Die 16jährige Pippa hat es sich für ein wichtiges Schulprojekt zur Aufgabe gemacht, den Mordfall an Andie Bell, die vor 5 Jahre auch auf Pippas Schule ging, neu aufzurollen, denn sie ist ...

Worum geht es?

Die 16jährige Pippa hat es sich für ein wichtiges Schulprojekt zur Aufgabe gemacht, den Mordfall an Andie Bell, die vor 5 Jahre auch auf Pippas Schule ging, neu aufzurollen, denn sie ist sich ziemlich sicher, dass Andies damaliger und außerdem sehr netter Freund Sal nichts mit dem Verbrechen zu tun haben kann. Gemeinsam mit Sals Bruder geht sie auf Spurensuche und erweist dabei ihr Geschick als Detektivin. Und was sie Unglaubliches aufdeckt, verändert alles...

Meine Meinung zum Buch:

Das Buch konnte halten, was der Klappentext bereits versprach.
Ich habe mich von Anfang an völlig in Pippas Geschichte verloren und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Ganz toll fand ich beim Lesen den ungewöhnlichen Schreibstil - die Protokolle und Interviews... eine super Idee!
Die Handlung verläuft zu jeder Zeit spannend und hierbei fand ich besonders interessant wie anders als erwartet sich viele der Protagonisten herausstellen.
Gerne würde ich Pippa raten, später zur Polizei zu gehen, denn sie ist für mich eine echte Meisterdetektivin!

Fazit:

‚A good girl‘s guide to murder‘ ist ein sehr spannender Jugendkrimi mit einem starken weiblichen Hauptcharakter. Wenn man auf einen Spannungsbogen bis zur letzten Sekunde und einem unglaublichen Ende steht, ist man hier genau richtig!
5 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 12.05.2020

Ein spannender Jugendthriller mit ein paar Überraschungen

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Pippa hat sich für ihr Schulprojekt etwas ganz besonderes einfallen lassen, sie möchte wissen, was hinter dem Mord an der Schülern Andie Bell vor 5 Jahren steckt. Während ihrer Recherchearbeiten stellt ...

Pippa hat sich für ihr Schulprojekt etwas ganz besonderes einfallen lassen, sie möchte wissen, was hinter dem Mord an der Schülern Andie Bell vor 5 Jahren steckt. Während ihrer Recherchearbeiten stellt sie allerdings auch unangenehme Frage und nicht alle sind von Pippas Neugier begeistert.

Der Erzählstil hat mir sehr gut gefallen, man liest in Pippas Aufzeichnungen mit, bekommt Einblicke in verschiedene Interviews und ist so stets an ihren Gedanken beteiligt. Pippa ist sehr mutig und direkt, trotzdem wirkt sie sehr natürlich, ist aber auch nicht unfehlbar. Bei einigen Aktionen von Pippa musste ich schon manchmal die Luft anhalten vor Anspannung.

Die Figuren sind sehr vielschichtig und nicht immer leicht zu durchschauen. So fand ich auch Ravi, den Bruder des mutmaßlichen Mörders, sehr interessant. Als Leser hat man immer genügend Möglichkeiten um zu spekulieren, was damals wohl passiert sein könnte und wer dahintersteckt. Ich habe so manche Theorie im Laufe der Geschichte immer wieder über den Haufen werfen müssen, so was mag ich.

Es handelt sich zwar hier um ein Jugendbuch, aber es ist durchaus auch für erwachsene Thrillerleser sehr gut geeignet, denn es bleibt stets spannend und abwechslungsreich.

Ich habe das Buch jedenfalls nicht weglegen können und vergebe hier 5 Sterne.

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