Cover-Bild Das Elend des Konjunktivismus

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49,80
inkl. MwSt
  • Verlag: Shaker
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 290
  • Ersterscheinung: 13.08.2019
  • ISBN: 9783844067835
Hubert Kiesewetter

Das Elend des Konjunktivismus

Eine Analyse von Methodenfragen der Geschichtswissenschaft
Der Altmeister der Geschichtsforschung, Leopold von Ranke, hat im 19. Jahrhundert eine analytische Methode entwickelt, die Generationen von Historikern übernommen haben. Johann Gustav Droysen u. a. haben dann versucht, mit der sogenannten Historik eine eigene Deutungsmethode der Geschichtswissenschaft, die intuitive Verstehenslehre, aufzustellen, die sich explizit von naturwissenschaftlichen Vorgehensweisen abgekoppelt hat. Nach 1945 blühte dann unter ammerikanischem Einfluß eine 'theoretische' Geschichtsforschung auf, die historische Gesetze und historische Theorien aufstellen zu können glaubte. Seit den 1980er Jahren hat Alexander Demandt u. a. die Was wäre gewesen, wenn?-Geschichtsschreibung in verschiedenen Veröffentlichungen propagiert, die von mir als Konjunktivismus bezeichnet wird. Trotz wilder historischer Spekulationen gaukeln deren Vertreter gutgläubigen Lesern vor, daß sie damit neue Erkenntnisse und tiefergehende Einsichten über menschliche Handlungen in der Vergangenheit erlangen können. In diesem Buch kritisiere ich diese phantastischen Geschichtsinterpretationen mit logischen, erkenntnistheoretischen und inhaltlichen Argumenten, denn sie entfernen sich von jeder realistischen Basis und enden im erkenntnistheoretischen Elend. Das eigentliche Anliegen dieses Buches ist jedoch die systematische Darstellung einer historischen Methodologie, die auf der erkenntnistheoretischen Grundlage der modernen Naturwissenschaften gehaltvermehrende und erklärungsstarke Interpretationen historischer Sachverhalte ermöglicht. Dadurch wird die Geschochtswissenschaft auf ein neues methodologisches Fundament gestellt, mit dessen Hilfe Historiker in die Lage versetzt werden, gehaltvollere, d. h. wahrere, Interpretationen mit einem höheren wissenschaftlichen Status zu erarbeiten. Anhand von vielfältigen historischen Beispielen von der griechischen Antike bis zur Gegenwart wird dargestellt, welche vemeidbaren Schwächen und welche erkenntnistheoretischen Gewinne möglich sind.

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