Cover-Bild Maschinen wie ich

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Diogenes
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 22.05.2019
  • ISBN: 9783257070682
Ian McEwan

Maschinen wie ich

Bernhard Robben (Übersetzer)

Charlie ist ein sympathischer Lebenskünstler Anfang 30. Miranda eine clevere Studentin, die mit einem dunklen Geheimnis leben muss. Sie verlieben sich, gerade als Charlie seinen ›Adam‹ geliefert bekommt, einen der ersten lebensechten Androiden. In ihrer Liebesgeschichte gibt es also von Anfang an einen Dritten: Adam. Kann eine Maschine denken, leiden, lieben? Adams Gefühle und seine moralischen Prinzipien bringen Charlie und Miranda in ungeahnte – und verhängnisvolle – Situationen.

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 8 Regalen.
  • 5 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.
  • Dieser Titel ist das Lieblingsbuch von 1 Mitgliedern.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2019

Lesenswert

0

Künstliche Intelligenz ist das Thema in Ian McEwans neuem Buch 'Maschinen wie ich'. Die Geschichte handelt von Charlie, der sich einen sogenannten ‚Adam‘ anschafft, den ersten lebensechten Androiden, und ...

Künstliche Intelligenz ist das Thema in Ian McEwans neuem Buch 'Maschinen wie ich'. Die Geschichte handelt von Charlie, der sich einen sogenannten ‚Adam‘ anschafft, den ersten lebensechten Androiden, und welche folgenreichen Auswirkungen dieses Ereignis auf Charlies Leben hat. Ich habe 'Maschinen wie ich' gelesen, weil ich mich in letzter Zeit für Cyborgs, Roboter und Androide interessiere und das Buch daher wie gerufen für mich kam.

Eigentlich spielt die Handlung in den 80ern. Doch bei diesem Buch sollte man sich nicht darauf verlassen, denn McEwan war so frei, sich seine eigene Wirklichkeit zu kreieren, indem er wichtige historische Ereignisse verändert. So ist beispielsweise Alan Turing immer noch kerngesund, obwohl wir alle wissen, dass er seit den 50ern nicht mehr lebt. Eine weitere Kuriosität stellt die fortgeschrittene Technologie dar, die eher in das Jahr 2019 passt. Doch sobald man sich von der ungewöhnlichen Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart erholt hat, wird man als Leser_in mit der Zukunft konfrontiert.

In Anbetracht der Tatsache, welche Rolle Technologie bereits in unserem Leben spielt, ist es erschreckend, wie das Zusammenleben mit der KI einmal aussehen könnte. Durch Charlie erleben wir sowohl Hoffnungen und Chancen als auch Zweifel und Probleme, die sich durch das Einbeziehen eines lebensechten Androiden ergeben. Und genau daran wird der gravierende Unterschied zwischen Mensch und Maschine sichtbar. So ist Adam beispielsweise sehr intelligent, attraktiv und bis zu einem gewissen Grad anpassungsfähig, aber er kann es nicht mit einem Kind aufnehmen, wenn es darum geht, Freude beim Spielen zu empfinden. Als Mensch ist es hingegen Charlie nicht möglich all das zu wissen, was Adam weiß, dennoch besitzt er die emotionale Reife, die bei dem Androiden noch nicht vollkommen ausgereift ist.

Um zu zeigen, dass Adam beziehungsfähig ist, wird das ganze Dilemma um den menschenähnlichen Androiden mit einer Liebesbeziehung ausgeschmückt, indem Charlie und Adam um die Aufmerksamkeit der Studentin Miranda buhlen. Auf diese Art wird gezeigt, dass die Maschine durchaus dazu in der Lage ist, den Menschen in jeder Lebenslage nachzuahmen. Fakt ist, dass dies nur bis zu einem gewissen Punkt möglich ist und dass ein Mensch keine Maschine sein kann und eine Maschine kein Mensch. Mal schauen, was die Zukunft diesbezüglich für uns noch bereithält.


Fazit

'Maschinen wie ich' von Ian McEwan eröffnet zwar keinen neuen Blickwinkel auf das Zusammenleben von Maschine und Mensch, aber es zeigt eine alternative Realität, die uns dazu veranlasst, die Vergangenheit zu hinterfragen.

Veröffentlicht am 30.06.2019

Grandios

0

Heutzutage werden Maschinen immer häufiger eingesetzt ob in der Industrie oder zuhause. Alexa wohnt bereits in sehr vielen Haushalten und dreht die Musik auf Befehl lauter oder leiser oder ähnliches. Doch ...

Heutzutage werden Maschinen immer häufiger eingesetzt ob in der Industrie oder zuhause. Alexa wohnt bereits in sehr vielen Haushalten und dreht die Musik auf Befehl lauter oder leiser oder ähnliches. Doch was passiert, wenn wir die Kontrolle verlieren? Können Maschinen fühlen? Können Maschinen uns beeinflussen oder gar manipulieren?
Der Bestsellerautor , Ian McEwan, widmet sich diesmal dem Thema künstliche Intelligenz und landet auch mit diesem Roman auf der Bestsellerliste.
Inhalt:
Dieser Roman spielt in 1982. Die Welt ist technisch bereits weit fortgeschritten.
Charlie und Miranda verlieben sich in einander. Zeitgleich wird Adam geliefert. Adam ist einer der ersten lebensechten Androiden. Ziemlich bald zweifelt Charlie bereits ob es die richtige Entscheidung war Adam zu kaufen. Wird Adam Macht gewinnen und in der Lage sein Charlie und seine Gefühle zu Miranda zu beeinflussen? Kann eine Maschine Gefühle aufbauen und wenn ja was passiert dann?
Meine Meinung:
Dieser Roman spielt nicht in der Zukunft, sondern als Großbritannien den Falklandkrieg gegen Argentinien führte in 1982. Hier verliert Großbritannien den Krieg und dadurch steckt Margaret Thatcher mehr oder weniger in der gleichen Situation wie Theresa May. Es ist äußerst interessant, doch die Politik bleibt im Hintergrund.
Künstliche Intelligenz ist ein sehr aktuelles Thema, das auch mich sehr interessiert. Darüberhinaus hat es Ian McEwan mal wieder geschafft mich mit seinem Schreibstil in den Bann zu ziehen. Ich weiß auch nicht wie er es macht, aber er soll nie damit aufhören. Seine Worte zergehen wie Schokolade auf der Zunge. Es macht einfach richtig Spaß es zu lesen.
Dazu muss ich erwähnen, dass ich bis jetzt Ian McEwans Romane immer auf Englisch gelesen habe und seinen Schreibstil liebe. Dies ist mein erster Roman von ihm, den ich auf Deutsch lese und ich muss sagen die Übersetzung von Bernhard Robben ist einfach grandios.
Solche Romane sind genau nach meinem Geschmack, nüchtern , schlicht , gut recherchiert, flüssig, spannend , sprachlich ein Schmaus und auch noch kurzweilig. Was will man mehr?!
Der Roman ist aus der Ich-Perspektive von Charlie geschrieben. Jedoch hat man als Leser trotzdem noch eine gewisse Distanz, da es nicht zu emotional ist.
"Anfang der Achtziger Jahre waren wir es seit langem gewohnt , mit Maschinen zu reden, in unseren Autos, daheim , bei Telefonaten mit einem Call-Center oder der Arztpraxis. Aber Adam hatte das Gewicht meines Hähnchens quer durch die Küche präzise geschätzt und sich für einen überflüssigen Rat entschuldigt....Er verschränkte die Finger und stützte das Kinn in die Hände. Und das war Adam ohne Persönlichkeit." (S.46)
Dieser Roman ist brandaktuell, scharfsinnig und einfach nur genial und landet somit auch auf meine Highlight Liste des Jahres.

Veröffentlicht am 27.06.2019

Wenn ein Roboter das Liebesglück bedroht

0

London im Jahr 1982: Der Falkland-Krieg ist für Großbritannien verloren, doch dank der Forschung von Alan Turing gibt es inzwischen Internet, Handys und selbstfahrende Autos. Auch bei der Entwicklung von ...

London im Jahr 1982: Der Falkland-Krieg ist für Großbritannien verloren, doch dank der Forschung von Alan Turing gibt es inzwischen Internet, Handys und selbstfahrende Autos. Auch bei der Entwicklung von Robotern ist man in der alternativen Vergangenheit schon weit fortgeschritten: Künstliche Menschen, die täuschend echt anmuten, sind käuflich zu erwerben. Charlie Friend, ein 32-jähriger Lebenskünstler, wagt die teure Investition und kauft Adam, einen der ersten Androiden, die auf den Markt kommen. Bald aber merkt Charlie, dass Adam für ihn ein Rivale dargestellt, denn er kommt ihm bei der 22-jährigen Studentin Miranda in die Quere, in die er verliebt ist…

„Maschinen wie ich“ von Ian McEwan ist ein vielschichtiger Roman über das Thema Künstliche Intelligenz.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus zehn recht langen Kapiteln. Erzählt wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Charlie – in chronologischer Reihenfolge, aber mit einigen Rückblenden. Dieser Aufbau wirkt gut durchdacht.

Der Schreibstil ist recht nüchtern, schnörkellos und wenig emotional, aber anschaulich und sprachlich sehr gelungen. Der Einstieg in die Lektüre erfordert Aufmerksamkeit vom Leser, um sich in der alternativen Vergangenheit zurechtzufinden. Dennoch lässt sich die Geschichte ohne Probleme nachverfolgen.

Einen wirklichen Sympathieträger gibt es für mich in diesem Roman nicht. Mit den beiden Protagonisten, Charlie und Miranda, kann ich mich nicht identifizieren. Allerdings wirken sie durchaus authentisch. Adam wird ebenfalls recht ambivalent dargestellt, da er zwar über viele positive Eigenschaften und Fähigkeiten verfügt, aber auch eine unheimliche, dunkle Seite zu haben scheint.

Die mehr als 400 Seiten bleiben kurzweilig, denn der Autor hat eine Fülle an Aspekten in den Roman gepackt. Bisweilen wirkt die Handlung ein wenig konstruiert und übertrieben, was mich aber nicht gestört hat.

Die große Stärke des Romans ist einerseits, dass er ein brisantes und aktuelles Thema in den Mittelpunkt rückt. Die literarische Bearbeitung des Themas Künstliche Intelligenz (KI) gibt die Möglichkeit, sich mit den Chancen und Risiken moderner Technologien auseinanderzusetzen und Szenarien aufzuzeigen, wie unsere Zukunft in Teilen aussehen könnte. Dabei werden wichtige Fragen aufgeworfen wie: Worin werden sich ein Mensch und eine hochentwickelte Maschine künftig unterscheiden? Kann eine KI ein Bewusstsein oder sogar Gefühle haben? Wie muss eine Maschine beschaffen sein, um dem Menschen nicht zu schaden? Wie lassen sich diese Roboter kontrollieren? Andererseits ist es ein weiteres Plus des Romans, moralische und ethische Konflikte und Grenzfälle zu behandeln. Dies verleiht der Geschichte zusätzlich an Tiefe. Beide Aspekte sorgen dafür, dass der Roman immer wieder zum Nachdenken anregt und interessante Impulse liefert. Trotzdem wird die Geschichte nicht zu düster und schwerfällig, denn auch humorvolle Passagen fehlen nicht.

Das vom Verlag gewohnt reduzierte Cover passt inhaltlich ganz gut, was die drei Hauptpersonen angeht, stellt aber leider keinen Bezug zur Künstlichen Intelligenz her. Erfreulicherweise hat man sich beim deutschen Titel jedoch eng an der Originalausgabe („Machines like me“) orientiert.

Mein Fazit:
Mit „Maschinen wie ich“ ist Ian McEwan ein komplexer und lesenswerter Roman gelungen, der nachdenklich macht und noch eine Weile nachhallen wird.

Veröffentlicht am 26.06.2019

„Maschinen wie ich“ kommt meiner Meinung nach nicht an seiner früheren Werke heran.

0

Ian McEwan, Maschinen wie ich, Diogenes 2019, ISBN 978-3-257-07068-2

Ian McEwan, der 1948 geborene britische Erfolgsschriftsteller, von dem zwei Romane (zuletzt „Kindeswohl“ mit Emma Thompson) erfolgreich ...

Ian McEwan, Maschinen wie ich, Diogenes 2019, ISBN 978-3-257-07068-2

Ian McEwan, der 1948 geborene britische Erfolgsschriftsteller, von dem zwei Romane (zuletzt „Kindeswohl“ mit Emma Thompson) erfolgreich verfilmt wurden, hat mit seinem neuen Roman „Maschinen wie ich“ eine literarische Dystopie vorgelegt, in der er sich neben vielen anderen Themen, die er anschneidet, mit der Frage der künstlichen Intelligenz beschäftigt.

Sein Ich-Erzähler ist Charlie, ein durchaus sympathischer junger Mann Anfang dreißig, der in seinem bisherigen Leben neben einem Studium der Anthropologie so manche, meist gescheiterte berufliche Stadien hinter sich gebracht hat. Er interessiert sich schon lange für künstliche Intelligenz. Als nun im 1982 (McEwan verlegt die Handlung seines Buches in dieses Jahr, warum blieb mir unklar) die ersten echten lebensechten Androiden verkauft werden, investiert er sein ganzes Erbe und kauft sich einen „Adam“. Die ebenfalls angebotenen „Eves“ waren schon ausverkauft.

Charlie hat eine jüngere Nachbarin namens Miranda. Gerade als Adam geliefert wird, ist Charlie dabei, sich in Miranda zu verlieben, und so kommt es, dass es in ihrer jungen Beziehung von Anfang an einen Dritten gibt: Adam.

Kann, so überlegen die beiden, eine Maschine (nichts anderes ist ja Adam doch wohl)denken, kann sie leiden, ja kann sie auch lieben? Bald stellt sich heraus, dass sie das sehr wohl kann, und Adams Gefühle und moralische Prinzipien, auf die Charlie ihn vorher nach einem dicken Handbuch programmiert hat, bringen das junge Liebespaar Charlie und Miranda in viele ungeahnten und auch verhängnisvolle Situationen.

Adam lernt schnell, weil er auf sämtliches Wissen zugreifen kann, das in den vielen Online-Datenbanken verfügbar ist, auf die er mit seinem fast unbegrenzten Speicher zugreift. Schon nach kurzer Zeit ist Adam kaum noch von einem Menschen zu unterscheiden und hat seinen nicht dummen Besitzer sowohl intellektuell als auch kräftemäßig überflügelt.

Soweit so gut. Als jedoch Adam sich in Miranda verliebt, beginnen unlösbar scheinende Probleme.

Wie schon in früheren Romanen hat Ian McEwan auch in „Maschinen wie ich“ neben seinem Hauptthema, dem Zusammenleben zwischen fehlbarem Mensch und unfehlbar logisch handelnder Maschine, noch viele andere Themenstränge in seinen Roman hineingepackt. Es geht unter anderem um den Falkland-Krieg, um Margaret Thatcher und um viele weitere philosophische und literarische Themen, die er oft nur in Anspielungen erwähnt.

Der Roman wirkt dadurch im Gegensatz zu früheren Werken leicht überladen, liest sich bei aller sprachlichen Brillanz des Autors etwas schwerfällig. Was er mit seiner Dystopie wirklich zum Ausdruck bringen möchte, die Botschaft des Romans also, ist mir an vielen Stellen unzugänglich geblieben, was den Lesegenuss seines neuen Buches für mich geschmälert hat. „Maschinen wie ich“ kommt meiner Meinung nach nicht an seiner früheren Werke heran.




Veröffentlicht am 02.06.2019

Ein Android unter meinem Dach

0

Charlie Friend ist Anfang 30 und kommt mit Börsenspekulationen am heimischen Computer über die Runden. Als seine Mutter stirbt, nutzt er das gesamte Erbe, um einen der ersten Androiden zu kaufen. Die Eves ...

Charlie Friend ist Anfang 30 und kommt mit Börsenspekulationen am heimischen Computer über die Runden. Als seine Mutter stirbt, nutzt er das gesamte Erbe, um einen der ersten Androiden zu kaufen. Die Eves waren schon ausverkauft, darum lebt nun ein Adam bei ihm. Gemeinsam mit seiner Nachbarin Miranda, in die er heimlich verliebt ist, weckt er die Maschine auf und versucht, dessen Persönlichkeit zu formen. Doch Adam verhält sich schnell menschlicher als erwartet, und er hat durchaus einen eigenen Willen.

Der Roman nimmt den Leser mit in eine alternative Version der 1980er Jahre. Großbritannien hat den Falkland-Krieg verloren und diskutiert über den Austritt aus der EU. Gleichzeitig hat die Forschung vor allem dank Alan Turing große Fortschritte gemacht, sodass es das Internet schon lange gibt und man nun die ersten Androiden erwerben kann. Dadurch fühlt sich das Umfeld dieses Romans vertraut und fremd zugleich an.

Den Protagonisten Charlie lernt man kennen, kurz nachdem dieser Adam erworben und in seine Wohnung getragen hat. Als studierter Anthropologe und Technik-Begeisterter ist seine Neugier auf dieses neue Wunderwerk groß, sodass er es kaum erwarten kann, dass Adam fertig geladen ist. Auch seine Nachbarin Miranda zeigt sich interessiert. In der Hoffnung, ihr näher zu kommen, macht Charlie Adam zu ihrem gemeinsamen Projekt. Jeder soll die Hälfte der Persönlichkeitsmerkmale bestimmen. Der Autor baut die Spannung gelungen auf, sodass auch ich auf den Moment hinfieberte, in dem Adam zum Leben erwacht.

Wie würden Androiden in unsere Gesellschaft passen? Ist ein Zusammenleben möglich? Welche Entwicklung löst die Umwelt bei ihnen aus, und wie würden Menschen auf sie reagieren? Fragen wie diese werden im Roman gestellt und mögliche Antworten darauf gesucht. Der Leser begleitet Adam von seinen ersten Minuten an über mehrere Monate, in denen er dank seiner künstlichen Intelligenz rasante Lernfortschritte macht und erstaunliche Entscheidungen trifft. Dabei taucht man häufig ins Charlies Gedanken ein, der sich ausführlich mit Adams Verhalten beschäftigt. Diese Episoden waren für meinen Geschmack an mancher Stelle zu lang, vor allem in Kombination mit den Beschreibungen der fiktiven Gesellschaftssituation.

Bald kommen Adam und Miranda in so manche heikle Situation. Denn statt zu Charlies Vertrautem zu werden, gesteht Adam, selbst in Miranda verliebt zu sein. Können Maschinen wirklich Gefühle entwickelt, und wie geht man damit um? Wie reagieren sie, wenn sie die Ungerechtigkeit der Welt realisieren? Und was passiert, wenn man von ihnen verlangt, zu lügen? Die Art und Weise, wie der Autor seine Charaktere in Situationen wie diese schickt, fand ich gelungen. Die Situation spitzt sich immer weiter zu und ich war gespannt, wie Charlie, Miranda und Adam sich verhalten werden.

„Maschinen wie ich“ stellt wesentliche Fragen im Hinblick auf Menschlichkeit, Mensch sein und der Abgrenzung von Maschinen. Dabei werden dem Leser sowohl philosophische Überlegungen als auch heikle Situationen im Umgang miteinander präsentiert. Ein intelligentes Gedankenspiel!