Cover-Bild Drei Tage im Schnee
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20,00
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  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Seelenleben
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 176
  • Ersterscheinung: 09.10.2025
  • ISBN: 9783462009477
Ina Bhatter

Drei Tage im Schnee

Roman | Von der Suche nach dem Leuchten in uns

Eine Geschichte über den Mut, auf die eigene Stimme zu hören. Und darüber, wie wir den Menschen finden, der wir werden wollten, als wir klein waren.

Hannah führt ein turbulentes Großstadtleben. Sie hetzt von einem Termin zum nächsten und verbringt ihre Tage damit, auf Dinge zu reagieren, die von außen auf sie einströmen, findet kaum Zeit für sich selbst. Um abzuschalten, mietet sie sich für ein paar Tage ein kleines Holzhaus an einem See, eingebettet in weiß verschneite Natur. Plötzlich taucht dort ein Kind in einem roten Schneeanzug auf: die kleine Sophie. Die beiden freunden sich an.

Während sie in der entrückten Winterwelt Iglus bauen und Schneeengel machen, kommt Hannah so allerlei in den Kopf, was sie längst verloren glaubte: alte Freundschaften, vergessene Sehnsüchte und Talente. Etwas verschiebt sich und alles ordnet sich neu an. Allmählich beginnt Hannah, ihr Leben und die Welt in einem neuen Licht zu sehen: bunt und echt wie in ihrer eigenen Kindheit.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2025

Vom Mut, innezuhalten

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Das Buch Drei Tage im Schnee von Ina Bhatter ist ein leises, nachdenkliches Werk, das den Blick auf die kleinen, oft übersehenen Momente des Lebens richtet.
Die Protagonistin Hannah scheint alles zu haben ...

Das Buch Drei Tage im Schnee von Ina Bhatter ist ein leises, nachdenkliches Werk, das den Blick auf die kleinen, oft übersehenen Momente des Lebens richtet.
Die Protagonistin Hannah scheint alles zu haben – ein gut bezahlter Job, finanzielle Sicherheit und ein Leben, das nach außen hin perfekt wirkt. Viele würden sie beneiden. Doch hinter dieser Fassade fühlt Hannah eine wachsende Erschöpfung, eine Leere, die sie nicht mehr ignorieren kann. Schließlich beschließt sie, sich eine Auszeit zu nehmen – in einer kleinen, abgelegenen Hütte, fernab von ihrem Alltag.
Dort begegnet sie Sophie, einem kleinen Mädchen im roten Schneeanzug, das mit seiner unbeschwerten Art und seinen überraschend klugen Fragen etwas in Hannah berührt. Sophie bringt sie dazu, über ihr Leben nachzudenken – über eine alte Freundschaft, die sie hat einschlafen lassen, über die Fähigkeit, auch einmal Nein zu sagen, und über das, was sie auf ihrem Weg verloren hat.
Bhatter gelingt es, viele stille, aber kraftvolle Gedanken anzusprechen, die nicht nur Hannah bewegen, sondern auch die Lesenden dazu einladen, innezuhalten und in sich hineinzuspüren.
Die Geschichte erzählt von Selbstfindung, dem Mut zur Auszeit, dem Wiederentdecken vergessener Sehnsüchte und der Rückkehr zu kindlicher Leichtigkeit. Sophie erscheint dabei fast symbolisch – als Spiegel und Impulsgeberin, die Hannah hilft, ihre Perspektive zu verändern und das Wesentliche wiederzusehen.
Ich kann dieses Buch als kleine literarische Auszeit nur empfehlen. Viele der Gedanken habe ich mir zu Herzen genommen – sie wirken nach, lange nachdem man das Buch geschlossen hat.

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Drei Tage im Schnee

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Das Buch "Drei Tage im Schnee" hat mich von der ersten Seite an berührt. Es erzählt die Geschichte von Hannah, einer Frau Anfang dreißig, die mitten im Berufsleben steht, in einer Stadt lebt und sich innerlich ...

Das Buch "Drei Tage im Schnee" hat mich von der ersten Seite an berührt. Es erzählt die Geschichte von Hannah, einer Frau Anfang dreißig, die mitten im Berufsleben steht, in einer Stadt lebt und sich innerlich leer fühlt. Ihr Alltag besteht nur noch aus Arbeit, Terminen und To-do-Listen, alles wirkt grau und eintönig. Obwohl sie sich vieles leisten kann, merkt sie, dass Geld und Besitz die innere Leere nicht füllen. Sie ist erschöpft, einsam und sehnt sich nach einem Leben, das sich wieder lebendig anfühlt.

Um Abstand zu gewinnen, nimmt sie sich eine Auszeit und fährt allein für drei Tage in eine kleine Holzhütte auf dem Land. Dort, mitten im Winter, umgeben von Schnee und Stille, versucht sie, zur Ruhe zu kommen und wieder zu sich selbst zu finden. Anfangs fällt ihr das schwer, weil sie die Hektik und den Lärm der Stadt so sehr gewohnt ist. Das Gedankenkarussell dreht sich weiter und weiter.

Eine besondere Wendung nimmt die Geschichte, als Hannah auf ein kleines Mädchen namens Sophie trifft. Sophie sprüht nur so vor Lebensfreude und Neugier. Sie sieht in jeder Schneeflocke und in jedem Sonnenstrahl etwas Wundervolles. Durch sie erkennt Hannah, wie sehr ihr dieser kindliche Blick auf die Welt verloren gegangen ist. Das Mädchen erinnert sie daran, dass Glück oft in den kleinen Dingen steckt und dass wir uns diesen offenen, neugierigen Blick im Erwachsenenalter viel zu selten erlauben.

Als Leserin habe ich mich beim Lesen gefragt, ob Sophie überhaupt real ist oder ob sie vielleicht eine Art Spiegel von Hannah selbst darstellt – vielleicht ihr inneres Kind, das sie wiederzufinden versucht. Ich finde es schön, dass diese Frage offen bleibt und Raum für eigene Interpretationen lässt.

Das Buch behandelt Themen, die viele von uns betreffen: Erschöpfung, Einsamkeit, Sinnsuche und die Sehnsucht nach echtem Lebensglück. Es ist kein Ratgeber, sondern eine ruhige, tiefgehende Geschichte, die sehr zum Nachdenken anregt. Viele Passagen haben mich persönlich berührt, weil sie Gedanken aussprechen, die man selbst oft hat, aber selten in Worte fassen kann.

"Drei Tage im Schnee" ist ein stilles, aber unglaublich starkes Buch. Es zeigt, wie wichtig es ist, innezuhalten und wieder zu lernen, das Leben bewusst wahrzunehmen. Ich habe es in einem Rutsch gelesen, weil es mich emotional so gepackt hat. Es ist berührend, ehrlich und wunderschön geschrieben. Wer sich nach mehr Leichtigkeit und Lebensfreude sehnt oder einfach mal zur Ruhe kommen möchte, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Es ist ein kleines Highlight, das noch lange nachklingt.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Ein Roman zum nachdenken

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Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite tief ergriffen. In Drei Tage im Schnee begleiten wir Hannah, gefangen im Hamsterrad der Großstadt, auf ihrem mutigen Schritt in die stille Winterlandschaft ...

Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite tief ergriffen. In Drei Tage im Schnee begleiten wir Hannah, gefangen im Hamsterrad der Großstadt, auf ihrem mutigen Schritt in die stille Winterlandschaft – und erleben mit ihr, wie sie in drei Tagen voller Schnee und Begegnung wieder zu sich selbst findet.

Die zarte Freundschaft zu Sophie, dem Mädchen im roten Schneeanzug, öffnet Hannahs Herz für das, was sie längst vergessen hatte: Neugier, Freude, Kindheitsträume.
Die Winterlandschaft wirkt fast greifbar – man spürt das Knirschen des Schnees unter den Füßen und die klare Luft, während man mit Hannah wächst.

Der Stil ist schlicht und doch kraftvoll, voller Wärme und leiser Einsichten. Ich fühlte mich getragen – und inspiriert, über mein eigenes Leben nachzudenken. Ein kleines Herzenswerk, das zeigt: Manchmal genügen drei Tage – und ein bisschen Schnee –, um sich selbst wiederzufinden. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Was ist wichtig im Leben?

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Drei Tage im Schnee von Ina Bhatter, erschienen im Kiepenheuer&Witsch Verlag und als ungekürztes Hörbuch, gelesen von Nora Schulte, erschienen im Argon Verlag am 09.10.2025.

Hannah hat sich, nachdem ...

Drei Tage im Schnee von Ina Bhatter, erschienen im Kiepenheuer&Witsch Verlag und als ungekürztes Hörbuch, gelesen von Nora Schulte, erschienen im Argon Verlag am 09.10.2025.

Hannah hat sich, nachdem sie in Tränen aufgelöst auf der Badematte gesessen hat kurzfristig ein verlängertes Wochenende auf einer Hütte an einem See gebucht. Es ist alles zu viel. Auf der Arbeit, im Privaten … Als sie ankommt, beginnt es zu schneien und als sie sich eingerichtet hat, sieht sie ein Kind, welches sich in den Schnee legt. Sie spricht das Kind an, was es da macht. Ein Schneeengel will es machen. Hannah denkt nicht lange nach, und macht das Spiel mit.

Das Kind Sophie ist so viel geerdeter als Hannah, die sich grau und ausgebrannt fühlt, der die Farbe und damit der Spaß aus dem Leben entwichen ist.

Das Buch hat einen warmen Ton, wo Sophie erscheint. Sophie ist offen, unabhängig und tut das, was sie will. Sie ist Zirkus, ohne laut zu sein und bringt Hannahs Gedanken zurück in die heile Welt der Kindheit, mit Glitzer, Zeit füreinander und Fokus auf das, was einem gut tut.

Das Buch eignet sich hervorragend dafür sich auf sich selbst und das, was wirklich wichtig ist im Leben zu konzentrieren. Ich fand es zauberhaft zu lesen, auch wenn ich meinem inneren Kind schon lange die Hand gereicht habe, um mit aufgeschlossenem Herzen das zu machen, was mir guttut und was mich glücklich macht.

Nora Schulte hat ausgezeichnet gelesen, man hat fast schon das Knistern des Feuers gehört.

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Veröffentlicht am 18.10.2025

Innehalten und überlegen, was im Leben wichtig ist

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Hannah geht es wie vielen Menschen: sie ist im Hamsterrad gefangen und vergisst zwischen Arbeit und Rücksicht auf andere Leute nehmen, sich selbst. Was möchte sie wirklich vom Leben? Kann das alles gewesen ...

Hannah geht es wie vielen Menschen: sie ist im Hamsterrad gefangen und vergisst zwischen Arbeit und Rücksicht auf andere Leute nehmen, sich selbst. Was möchte sie wirklich vom Leben? Kann das alles gewesen sein? Die 33-Jährige nimmt sich eine Auszeit und mietet eine Hütte in der Einsamkeit. Hier begegnet sie Sophie und das kleine Mädchen hält ihr vor Augen, was sie alles im Leben verpasst.

Von Anfang an konnte ich mich sehr gut in die Gedanken der Protagonistin hineinversersetzen. Sie hatte viele Träume, die alle auf der Strecke geblieben sind. Hannah arbeitet viel, bürdet sich zusätzlich Lasten auf, weil sie nicht Nein sagen kann und stresst sich auch noch in der Freizeit. Weil sie beispielsweise auf Werbung hört und vermeintlich Schnäppchen kauft. »Du kannst Geld sparen, indem du Geld ausgibst?«, fragt Sophie. Was für eine tolle Frage, ich glaube, an dieser Stelle muss jeder nachdenken. Und auch Hannah fragt sich, ob sie wirklich so viel Kleidung, Taschen und Schuhe braucht. Nein, tut sie nicht. Ich konnte den Spaß fühlen, den Hannah zum ersten Mal wieder hatte, während sie mit Sophie ein »Schneinhorn« und ein Iglu gebaut hat. Und sie denkt an ihre Freundin, mit der sie sich aus nichtigen Gründen zerstritten und den Kontakt abgebrochen hat.
Da ich bereits zu den älteren Semestern gehöre, waren viele der Gedanken zum Leben für mich nicht neu. Auch die Metapher mit dem Glas, in das man Steine, Kieselstein und Sand hineingibt, war mir bekannt, allerdings kann man sie immer wieder hören. Ich fand es großartig, wie die Autorin Gedanken über das Leben in eine kleine Geschichte verpackt hat. Besonders berührend war für mich Hannahs Briefe an den (Baby)Sohn ihrer Freundin Julia und an diese selbst. Ich empfehle dieses Büchlein uneingeschränkt weiter, es ist zum Nachdenken, Wohlfühlen, Innehalten und vielleicht das eigene Leben zu überdenken. Es ist nie zu spät, sich auf das wirklich Wichtige zu besinnen.

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