Cover-Bild Olivensommer

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Diana
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 13.03.2017
  • ISBN: 9783453359093
Isabelle Broom

Olivensommer

Roman
Uta Rupprecht (Übersetzer)

Seit dem Tod ihrer Mutter ist Holly Expertin darin, Menschen auf Abstand zu halten. Doch als sie einen unerwarteten Brief ihrer Tante aus Zakynthos erhält, beginnen die Mauern zu bröckeln. Holly reist auf die griechische Insel und versucht, den Spuren ihrer Familie zu folgen – einer Familie, von deren Existenz sie zuvor nichts wusste. Warum hat ihre Mutter nie von ihrer Schwester erzählt? Und was hat es mit der handgezeichneten Karte auf sich, die Holly und ihr Nachbar Aidan in einem alten Haus finden?

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.04.2017

Geheimnisse und griechisches Sommerflair

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Zum Inhalt:
Seit dem Tod ihrer Mutter ist Holly Expertin darin, Menschen auf Abstand zu halten. Doch als sie einen unerwarteten Brief ihrer Tante aus Zakynthos erhält, beginnen die Mauern zu bröckeln. ...

Zum Inhalt:
Seit dem Tod ihrer Mutter ist Holly Expertin darin, Menschen auf Abstand zu halten. Doch als sie einen unerwarteten Brief ihrer Tante aus Zakynthos erhält, beginnen die Mauern zu bröckeln. Holly reist auf die griechische Insel und versucht, den Spuren ihrer Familie zu folgen – einer Familie, von deren Existenz sie zuvor nichts wusste. Warum hat ihre Mutter nie von ihrer Schwester erzählt? Und was hat es mit der handgezeichneten Karte auf sich, die Holly und ihr Nachbar Aidan in einem alten Haus finden?
(Kurzbeschreibung gem. Diana Verlag)


Die Autorin:
Isabelle Broom, geboren 1979 in Cambridge, hat Medienwissenschaft an der University of West London studiert und arbeitet als Redakteurin und Autorin. Eine Europareise nach ihrem Studium führte sie auf die griechische Insel Zakynthos, wo sie unvergessliche Monate verbrachte. Olivensommer ist ihr Debütroman.
(Quelle: Diana Verlag)


Meine Meinung:
In "Olivensommer" reisen wir mit der Protagonistin Holly auf die griechische Insel Zakynthos.
Zakynthos ist mit einer Fläche von etwa 408 km² nach Korfu und Kefalonia die drittgrößte und südlichste der größeren Ionischen Inseln und die zehntgrößte Insel Griechenlands nach der Fläche. (Quelle: Wikipedia)
Die Autorin verbrachte im Rahmen einer Europareise mehrere Monate auf Zakynthos, was man deutlich spürt. Sie beschreibt die Insel und auch die Menschen die dort leben sehr liebevoll, bildhaft und detailreich. Auch die griechische Lebensweise und Kultur vermittelt sie sehr gut. Das erzeugt insgesamt eine schöne Kulisse und Atmosphäre mit viel Sommerflair für diese Familien- und Liebesgeschichte, was mir sehr gut gefallen und mich regelrecht durch die Geschichte getragen hat.

Die Protagonistin Holly fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Sie lebt in einer Beziehung ohne wirklich verliebt zu sein und passt sich ihrem Partner Rupert komplett an, wobei sie sich selbst immer hinten an stellt. Ich hatte fast den Eindruck, sie tut alles für diese Beziehung, weil sie Angst hat, keinen anderen Partner zu finden.
Das war für mich zunächst unverständlich, doch im Verlauf der Geschichte erfährt man dann woran es liegt, dass Holly so wurde wie sie ist. Es war richtig schön zu erleben, wie sich Holly während ihres Aufenthalts auf Zakynthos mehr und mehr verändert. Sie öffnet sich, lässt Nähe zu und beginnt sich wohl zu fühlen, so wie sie ist.
Eigentlich war Holly nur auf die Insel gereist, um sich das Haus anzuschauen, das sie von ihrer Tante Sandra geerbt hat und es dann zu verkaufen.
Von der Existenz dieser Tante, einer Schwester ihrer Mutter, wusste Holly bisher nichts. Im Haus der Tante findet Holly einige Hinweise und Hollys Interesse und Neugier wächst. Durch Briefe von Hollys Mutter Jenny an ihre Schwester Sandra erfährt man nach und nach die Ereignisse aus der Jugendzeit der Schwestern, die zu dem Zerwürfnis geführt haben.

In einem sehr schönen, flüssigen und bildhaften Schreibstil erzählt die Autorin diese Familiengeschichte.
Es war schön, Holly bei ihrer Spurensuche auf Zakynthos zu begleiten und zu erleben, wie sie immer mehr von ihrer Familie erfährt und sich auch gegenüber Einheimischen, die sie alle nett aufnehmen, öffnet und Freundschaften schließt. Besonders bei ihrem Nachbarn Aidan, der sich auch um sie kümmert und sie unterstützt, stellt sich bald ein Knistern ein.
Aber bis Holly alle Geheimnisse gelüftet und alle Fragen geklärt hat, soll noch viel geschehen und einige Zeit vergehen. Und so war ich durchgängig von der Geschichte gefesselt und gespannt, wie sich alles für Holly fügt und welche Entscheidungen sie trifft.

Diese schöne und besonders stimmungsvolle Familien- und Liebesgeschichte hat mich mit ihrem spannenden Plot und viel griechischem Sommerflair überzeugt und bestens unterhalten.
Ein gelungener Debütroman, der Lust auf mehr macht und auch darauf, die Insel Zakynthos einmal zu besuchen!


Fazit: 5 von 5 Sternen


© fanti2412.blogspot.de

Veröffentlicht am 24.03.2017

Schwierige Protagonistin ...

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INHALT

Holly hat ein geordnetes Leben in London: Ein Mann, der sie liebt und einen Job, in dem sie sich zwar mit einer fiesen Chefin abgeben muss, den sie aber dennoch mag. Nach dem Tod ihrer Mutter ist ...

INHALT

Holly hat ein geordnetes Leben in London: Ein Mann, der sie liebt und einen Job, in dem sie sich zwar mit einer fiesen Chefin abgeben muss, den sie aber dennoch mag. Nach dem Tod ihrer Mutter ist diese Ordnung notwendig für die bald Dreißigjährige, und der Wunsch danach, bloß nicht aufzufallen, wächst stetig. Als Holly dann aber unerwartet einen Brief von ihrer verstorbenen Tante erhält, die auf der griechischen Insel Zakynthos gelebt hatte und von der Holly bis dahin nichts wusste, beginnt eine Reise, die sie nicht nur an einen wunderschönen Fleck Griechenlands bringt, sondern die sie vor allem zu sich selbst finden lässt.


MEINUNG

Das Cover ist wunderschön, typisch griechisch. Da ich letzten Sommer selbst einen wunderbaren Urlaub in Griechenland verbracht habe, hat mich der Roman ganz besonders gereizt. Leider wurden meine sehr hohen Erwartungen nicht gänzlich erfüllt.

Mit der Protagonistin Holly wurde ich einfach nicht warm. Zwar lernt man im Laufe des Buchs ihre Geschichte kennen, für mich war ihre Vergangenheit allerdings keine Entschuldigung für ihre doch sehr seltsame Art. Sie machte nie wirklich einen traurigen oder gar unzufriedenen Eindruck, beschwerte sich aber doch ständig über ihr Leben und über ihren Freund Rupert, den sie, in eigenen Worten, „vielleicht irgendwann lieben würde“. Auf der anderen Seite wird ebendieser Mann von der Autorin aber immer wieder als herzensguter, zuvorkommender Mann beschrieben, der höchstens hin und wieder mal ein Bier zu viel trinkt. Diese Marotte aber scheint Holly nicht im Geringsten zu stören, obwohl es in meinen Augen das einzig Negative an Rupert darstellte.

Holly hält tatsächlich alle Menschen um sie herum auf Abstand und das machte es in meinen Augen schwer, das Buch in Gang zu bringen. Als sie ihren Nachbar Aiden und viele andere nette Bewohner Zakynthos kennenlernt, taut sie endlich etwas auf, kann ihre zurückweisende Art aber bis zum Ende nicht gänzlich ablegen.

Alle anderen Charaktere sind schön durchdacht und werden einem beim Lesen – im Gegensatz zu Holly – direkt sympathisch.

Das Ende war sehr schön und sehr herzerwärmend, war andererseits aber auch sehr vorhersehbar. Während Hollys Ankunft in Griechenland und ihre Entdeckungen auf der Insel wunderschön beschrieben wurden und auch die Entwicklung zwischen Aiden und ihr immer mehr an Fahrt aufnimmt, wird das Ende für meinen Geschmack etwas zu schnell abgehandelt. Längen, die der Roman in seinem Mittelteil hatte, hätte die Autorin „ans Ende dranhängen können“.

Nichtsdestotrotz hat der Roman es geschafft, mich einmal mehr vom wunderschönen Griechenland überzeugen können, hat mir die Kultur und die Lebensweise der Griechen nähergebracht. Die offene Art der Inselbewohner ist unglaublich gut eingefangen.



FAZIT

Ein Roman, der einem eine wunderschön Insel näherbringt, der inhaltlich aber leider zu viele Längen aufzuweisen hatte und dessen Protagonistin mir einfach nicht sympathisch werden wollte

Veröffentlicht am 20.03.2017

hier findet Vergangenheitsbewältigung ohne Gesülze statt

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Mit ihrem Debütroman hat die Autorin bei mir "voll ins Schwarze" getroffen.

Dies fängt bereits beim Cover an, das detailreich und äusserst liebevoll gestaltet ist. Hier wurde sowohl in der Farbgebung ...

Mit ihrem Debütroman hat die Autorin bei mir "voll ins Schwarze" getroffen.

Dies fängt bereits beim Cover an, das detailreich und äusserst liebevoll gestaltet ist. Hier wurde sowohl in der Farbgebung wie auch in den Abbildungen auf ein Gleichgewicht geachtet, welches auch mit dem Inhalt des Buches stimmig ist. Auch die Haptik sucht hier seinesgleichen. Ist immer wieder super angenehm, das Buch in Händen zu halten.



Der Schreibstil weckt eine gewisse Düsterkeit, die oftmals zum Innehalten und Pausen-einlegen verpflichtet. Dies ist auch sehr passend zum Grundthema, welches in vielerlei Hinsicht mit Vergangenheitsbewältigung einhergeht. Die Themen, die angesprochen werden, sind bodenständig und so oder etwas anders kann sicherlich der ein oder andere Leser auch ein Lied davon singen. Also, eben einfach authentisch.



Die jeweiligen Szenen werden ebenso realistisch wie auch spannend dargestellt und geben immer wieder ein komplettes Bild ab.

Die passenden Kapitel untermalt die Autorin gekonnt mit Briefen, die von der Mutter der Protagonistin stammen, die Rätsel aufgeben, die es sich zu erkunden lohnen. Hier wird Spannung miteingebettet.



Die detailreichen Begebenheiten werden durch bildhaftes Lokalkolorit gelungen herausgehoben und man fühlt sich als Leser, als würde man sich selbst an den jeweiligen Orten befinden. Sehr interessante und wissenswerte Informationen, die Lust machen, die Gegend selbst zu erkunden.



Die Charaktere werden mit ihren jeweiligen Stärken und Schwächen gekonnt geschildert. Man kann hier die Begebenheiten intensiv und authentisch miterleben.



Mein Fazit: hier findet Vergangenheitsbewältigung ohne Gesülze statt