Cover-Bild Cyrus Doyle und der dunkle Tod

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau TB
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 12.04.2019
  • ISBN: 9783746635170
Jan Lucas

Cyrus Doyle und der dunkle Tod

Kriminalroman
»Victor Hugo ermordet!«.

Auf Guernsey findet ein internationales Victor-Hugo-Symposium statt, denn die Insel wurde während seines Exils zur Heimat für den Autor. Bei einer Filmvorstellung geschieht das Unfassbare: Als die Lichter angehen, ist ein Victor-Hugo-Double tot. Erschossen. Doch galt der Angriff wirklich ihm? Cyrus Doyle, der selbst im Publikum saß, und seine Kollegin Pat übernehmen die Ermittlungen. Eine Spur führt zu Pats gewalttätigem Exmann. Düstere Geheimnisse aus der Geschichte Guernseys treten ans Tageslicht. Als schließlich ein Victor-Hugo-Forscher spurlos verschwindet, beginnt für Cyrus Doyle ein Wettlauf gegen die Zeit.

Ein charismatischer Chief Inspector ermittelt vor atemberaubender Kulisse.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 8 Regalen.
  • 3 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.06.2019

Ein solider who-dun-it-Krimi in toller Kulisse

1

„Pat ließ ihren Blick über das sich bis zu den Klippen hin erstreckende Grün schweifen, über die sich empor reckenden Felsspitzen und schließlich über das mal grün, mal türkis, mal tiefblau schimmernde ...

„Pat ließ ihren Blick über das sich bis zu den Klippen hin erstreckende Grün schweifen, über die sich empor reckenden Felsspitzen und schließlich über das mal grün, mal türkis, mal tiefblau schimmernde Meer, das sich bis zum fernen Horizont erstreckte.“ (S. 206)

Meine Meinung:
Dies ist bereits der vierte Band der Krimi-Reihe um den sympathischen Ermittler DCI Cyrus „Cy“ Doyle. Obgleich ich die drei Vorgängerbände noch nicht kenne, hatte ich keinerlei Schwierigkeiten in die Handlung hineinzufinden und mit den Protagonisten warm zu werden.

Während eines internationalen Victor-Hugo-Symposiums wird ein Hugo-Doppelgänger erschossen. Sensationsheischend titelt die lokale Presse „Hugo-Doppelgänger in Anwesenheit von Guernseys DCI ermordet“, was Doyle natürlich unter Zugzwang setzt. Darüber hinaus ist auch nicht klar, ob das Opfer gezielt ermordet worden ist oder aufgrund einer möglichen Verwechslung zu Tode kam. Die Story folgt somit einem klassischen „who dun it“-Aufbau, denn im Folgenden wird gleich eine ganze Reiher potenziell verdächtiger Personen eingeführt. Hier muss man sich natürlich erstmal einen Überblick verschaffen, was mir aber nicht so schwer fiel und ganz hervorragend zum miträtseln und theoretisieren eingeladen hat. Während das Ermittler-Duo Cyrus Doyle und Pat Holburn (das Nicht-Beziehungs-Wirrwar zwischen den beiden nervte stellenweise etwas) die einzelnen Spuren verfolgt, folgt man den beiden als Leser quer über die Insel zu diversen stimmungsvollen Settings, wie etwa dem Hauteville House (wo ehemals Victor Hugo gelebt hat – und in dem es damals gespukt haben soll) oder auch einem Cottage mit dem wunderbaren Namen „Le Beau Nuage“ – die schöne Wolke. Autor Jan Lucas hat schon ein Händchen dafür, viel Guernsey-Lokal-Kolorit zu transportieren („Die Sonne stieg über dem tiefen Blau des Atlantiks in das hellere Blau eines fast wolkenlosen Himmels auf.“ - S. 59). Der Spannungsbogen des Kriminalfalls ist über die meisten Strecken intakt, Längen habe ich persönlich wenige empfunden. Einige Wendungen sorgen hierbei für die ein oder andere Überraschung und auch für einen guten Schuss Dramatik (kleines Wortspiel) etwa zur Hälfte des Buches. Am Ende präsentieren die Ermittler nach nur vier Tagen eine Lösung, die in sich stimmig und nachvollziehbar ist. Alles in allem ein grundsolider Krimi!

FAZIT:
Klassische Krimi-unterhaltung zum Miträtseln vor der sehr atmosphärischen Kulisse Guernseys.

Veröffentlicht am 16.06.2019

Krimi mit toller Atmosphäre

1

Ich kenne bereits die vorigen Bände aus der Reihe um den sympathischen Ermittler Cyrus Doyle und habe mich darauf gefreut, ihn wieder beim Ermitteln auf Guernsey begleiten zu können.
Dieses Mal bekommt ...

Ich kenne bereits die vorigen Bände aus der Reihe um den sympathischen Ermittler Cyrus Doyle und habe mich darauf gefreut, ihn wieder beim Ermitteln auf Guernsey begleiten zu können.
Dieses Mal bekommt es Cyrus mit dem Mord an einem Victor-Hugo-Double zu tun. Der Mann wurde während einer Filmvorführung, die im Rahmen des Victor-Hugo-Symposium stattfindet, erschossen. Zufällig sind Cyrus Doyle und seine Kollegin Pat Holburn im Publikum, so dass sie sich gleich mit den Ermittlungen beginnen können.
Das Buch lässt sich wieder sehr schön flüssig lesen. Die Beschreibungen der Örtlichkeiten machen Lust auf einen Guernsey-Urlaub. Nebenbei erfährt man viel über Land und Leute und die Historie der Kanalinsel, denn die Nazis haben dort ihre Spuren hinterlassen. Außerdem hat Victor Hugo dort sein Exil verbracht.
Cyrus Doyle ist ein sympathischer und kompetenter Ermittler mit kleinen Schwächen. Eine davon sind schnelle Sportwagen. Aber auch die Kollegen gefallen mir gut, allen voran die sympathische Pat Holburn. Es knistert immer noch zwischen Pat und Cyrus. Langsam könnten die beiden mal klären, wie es nun mit ihnen weitergeht.
Die Ermittlungen sind nicht so einfach, denn da es einen Sitzplatztausch gegeben hat, ist nicht klar, ob die richtige Person zum Opfer wurde.
Auch wenn sich die Spannung in Grenzen hält, so hat mich auch dieser Krimi wieder gut unterhalten.

Veröffentlicht am 15.06.2019

„Victor Hugo ist ermordet worden.“

1

Zum vierten Mal schon ermittelt Cyrus Doyle in „Cyrus Doyle und der dunkle Tod“ auf der britischen Kanalinsel Guernsey. Dieser 352-seitige Band ist im April 2019 im Aufbau Taschenbuch erschienen.
Während ...

Zum vierten Mal schon ermittelt Cyrus Doyle in „Cyrus Doyle und der dunkle Tod“ auf der britischen Kanalinsel Guernsey. Dieser 352-seitige Band ist im April 2019 im Aufbau Taschenbuch erschienen.
Während eines internationalen Victor Hugo-Symposiums wird ein Double dieses Schriftstellers im Rahmen einer Kinovorstellung erschossen. Gleich zu Beginn stellt sich die Frage: Galt das Attentat wirklich dem Opfer? Schließlich wurden vor Beginn des Films die Sitzplätze getauscht. Gemeinsam mit seiner Kollegin Pat macht Cyrus Doyle sich daran, den Fall zu lösen, was die beiden tief in die Vergangenheit Guernseys führt …
Obgleich dieses der erste Band dieser Krimireihe ist, den ich gelesen habe, war ich von Anfang an mitten im Geschehen angekommen. Jan Lucas gelingt es geschickt, alle wichtigen Informationen aus den vorangegangenen Bänden so in den aktuellen Fall einzubauen, dass auch Neueinsteiger/innen in die Reihe dem Geschehen problemlos folgen können.
Der Fall an sich ist interessant konstruiert, durch neu auftauchende Motive sowie Verdächtige und überraschende Wendungen wir die Aufmerksamkeit der Lesenden aufrechterhalten. Das Spannungslevel ist, abgesehen von einer Durststrecke im Mittelteil, eher gleichbleibend, aber permanent vorhanden. Die Auflösung am Ende überrascht, ist jedoch logisch nachvollziehbar.
Die Faszination dieses Buches liegt zum einen in der atemberaubenden Kulisse und zum anderen in der Sympathie, die von den Ermittelnden ausgeht.
Neben Landschaftsbildern bringt Lucas vor allem zwei historische Ereignisse aufs Tapet, die für die Geschichte dieser britischen Insel bis heute von Belang sind: Von 1856 bis 1870 lebte Victor Hugo im Exil auf dieser Insel, und noch heute kann man seine damalige Wohnstätte, Hauteville House, besichtigen. Überbleibsel der deutschen Besatzung während des Zweiten Weltkriegs schließlich prägen noch heute dieses Eiland. Beide Ereignisse spielen in diesem Roman eine Rolle, und Lesende erfahren hier im Nebenbei viel Wissenswertes. In einem Nachwort erläutert Lucas knapp die historischen Hintergründe, und mich selbst haben diese Informationen dazu veranlasst, mich darüber hinaus ein wenig kundig zu machen. Zwei kleine Landkarten zu Beginn des Textes helfen, die Wege, die die Ermittler/innen auf der Insel zurücklegen, mitzuverfolgen.
Cyrus Doyle und seine Kollegin, Pat Holburn, sind ein wirklich sympathisches Ermittlerteam. Private Ereignisse im Leben der beiden lassen sie menschlich und realitätsnah erscheinen. Hier gibt es keine „Superbullen“, sondern Menschen wie du und ich. Ein wenig gestört hat mich allerdings im Laufe des Lesens, dass die gescheiterte Liebesbeziehung zwischen Cyrus und Pat doch teilweise recht großen Raum einnahm, was das Lesen gerade im Mittelteil etwas langatmig erscheinen ließ.
Das Cover, das einen Yachthafen vor der Silhouette der Insel zeigt, ist farblich harmonisch und sehr ansprechend gestaltet, versprüht also sowohl Insel- als auch Urlaubsflair. Es macht auf jeden Fall Lust, das Buch in die Hand zu nehmen.
Alles in allem handelt es sich bei Jan Lucas‘ „Cyrus Doyle und der dunkle Tod“ um einen Kriminalroman, der unblutig daherkommt und seinen Reiz weniger aus der Spannung, als vielmehr aus dem wirklich wunderschönen Ambiente und der Historie schöpft. Für Freund/innen solider Kriminalliteratur eine auf jeden Fall empfehlenswerte Lektüre und für mich ein Anreiz, mir bei Gelegenheit auch die Vorgängerbände zu Gemüte zu führen.

Veröffentlicht am 02.06.2019

Unterhaltsamer Urlaubskrimi

1

Der Auftakt des neuen Cyrus Doyle Krimis führt uns ins Kino. Während des Victor-Hugo-Symposiums wird zur Auflockerung eine alte Hollywood Produktion gezeigt, die auf einem seiner Romane beruht und unfreiwillig ...

Der Auftakt des neuen Cyrus Doyle Krimis führt uns ins Kino. Während des Victor-Hugo-Symposiums wird zur Auflockerung eine alte Hollywood Produktion gezeigt, die auf einem seiner Romane beruht und unfreiwillig komisch erscheint. Cyrus, zusammen mit Kollegin Pat Holburn ganz privat bei der Aufführung, wird wieder gefordert. Im Anschluss der Vorführung sollte ein Victor Hugo Double auf der Bühne erscheinen, doch der Schauspieler sitzt tot auf seinem Platz.


Galt der Anschlag dem Schauspieler oder sollte das Symposium gestört werden? Es gibt einige Spuren und sie führen wiederum in die Vergangenheit Guernseys.


Die Kanalinsel als Schauplatz finde ich immer wieder faszinierend, vor allem weil der Autor jedem seiner Krimis eine andere historische Begebenheit als Hintergrund zuordnet. Guernsey war während des Zweiten Weltkriegs von den deutschen Truppen besetzt und viele Bunker zeugen noch heute davon. Hat es eine Bedeutung, dass ein deutscher Literaturwissenschaftler den gleichen Namen wie ein damaliger Besatzungsoffizier trägt? Aus der besonderen Stellung der Insel zwischen Frankreich und England und der anglo-franko Mischung seiner Bewohner ergeben sich viele reizvolle Details, die in die Ermittlungsarbeit einfließen.


Es ist nun schon der 4. Band der Guernsey Krimis und habe die Entwicklung der Protagonisten voller Interesse verfolgt. Cyrus ist ein durch und durch sympathischer Ermittler und ich kann seine Faszination für seinen historischen Sportwagen durchaus nachvollziehen, wünschte mir aber, es würde inzwischen nicht so oft thematisiert werden. Ähnlich ergeht es mir mit seiner schwebenden Beziehung zur Kollegin Pat Holburn. Sie waren mal ein Paar, trennten sich allerdings als Cyrus auf’s Festland versetzt wurde. Beide wünschten sich, das wäre nicht geschehen, beide wollen aber auch jetzt nicht nachgeben. Das Werben von Cyrus und die Ziererei von Pat wirken nicht sonderlich erwachsen und auf die Dauer auch fade. Wann reden die beiden endlich Klartext?


Ich mag diese Reihe sehr und finde die Verbindung von Krimi, Geschichte und Location sehr gelungen. Die geschichtlichen Hintergründe sind kenntnisreich geschildert und haben mich schon einige Male inspiriert, mich mit der Vergangenheit der Insel zu beschäftigen. Außerdem kann Jan Lucas sehr geschickt Spannung aufbauen und den Leser mit diversen Spuren und Wendungen unterhalten. Trotzdem muss ich gestehen, es war für mich nicht der beste Band aus der Reihe.



Veröffentlicht am 13.06.2019

Mehr Roman als Krimi

0

Der inzwischen 4. Band mit dem sympathischen Ermittler Cyrus Doyle spielt auf der Kanalinsel Guernsey.
Zu Ehren des Schriftstellers Victor-Hugo, der dort einige Zeit gelebt hat, findet gerade ein internationales ...

Der inzwischen 4. Band mit dem sympathischen Ermittler Cyrus Doyle spielt auf der Kanalinsel Guernsey.
Zu Ehren des Schriftstellers Victor-Hugo, der dort einige Zeit gelebt hat, findet gerade ein internationales Symposium statt. Während einer Kinovorführung geschieht ein Mord- und wer sitzt auch im Publikum? Richtig, Cyrus Doyle und seine Kollegin Pat.
Beide stecken recht schnell in den Ermittlungen, denn es ist nicht klar, ob das Opfer direkt gemeint war oder aber vielleicht jemand anderer. Dabei erfährt man als Leser*in viel über diese faszinierende Insel und ihre Sehenswürdigkeiten, wie z. B. das Haus von Victor Hugo, und auch die dunkele historische Vergangenheit Guernseys wird beleuchtet. Das ist durchaus interessant, hat für mich aber wenig mit dem eigentlichen Krimi zu tun gehabt. Die kriminalistischen Handlungen sind für mich eher in den Hintergrund geraten. Im Mittelpunkt stand für mich eher das verbale Geplänkel zwischen Cyrus und Pat, seiner Kollegin und Ex-Lebensgefährtin oder „nur“-Freundin oder wie auch immer man die Beziehung zwischen den beiden nennen will. Ich glaube, das wissen sie selbst nicht so genau. Der Teil war zwar recht unterhaltsam, aber nicht das, was ich erwartet hatte. Mir fehlte definitiv mehr Krimihandlung und Spannung.
Ich bin gut in die Geschichte hineingekommen, auch ohne Vorkenntnisse der Vorbände, und der Schreibstil war sehr angenehm. Allerdings ist für meinen Geschmack vieles zu oft wiederholt worden, wie z. B. die Liebe zu seinem Oldtimer.
Richtig gut gefallen hat mir aber die Beschreibung der Insel, die schon länger auf meiner Reiseziel-Wunschliste steht und diesen Wunsch nur verstärkt hat.
Insgesamt ein unterhaltsamer „Krimi“, den man schnell mal nebenher lesen kann.