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6,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Kirschbuch Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Dystopische und utopische Literatur
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Science Fiction
  • Ersterscheinung: 22.09.2020
  • ISBN: 9783948736088
Jana Taysen

Wir Verlorenen

Dein Verstand weiß, dass du niemandem mehr trauen kannst – aber was tust du, wenn dein Herz etwas anderes verlangt?

Smilla führt mit ihrer kleinen Schwester Jera ein tristes Leben in der Eifel. Die Welt, wie wir sie kannten, gibt es seit einer verheerenden Katastrophe nicht mehr. Wo vorher Gesetze und Ordnung herrschten, treibt nun der grausame Clan der Verlorenen Jungs sein Unwesen.
Smilla weiß, dass es in dieser Welt keinen Platz für Liebe und Glück mehr gibt. Bis sie ihren einstigen Nachbarn Falk wiedertrifft ...

Doch dann gerät Smilla selbst in eine Spirale aus Verrat und Lügen, die sie an allem zweifeln lässt, woran sie noch glaubte. Wem kann sie noch vertrauen, wenn es um das eigene Überleben geht? Und welche zwielichtige Rolle spielt Falk bei all den Ereignissen?

Ein spannungsgeladener Roman voll Leidenschaft und Philosophie, der uns dabei zu den wichtigen Fragen des Lebens führt.

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Veröffentlicht am 06.10.2020

Dystopie in der Eifel

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Vielen Dank an NetGalley und den Kirschbuch Verlag für das Rezensionsexemplar.

"Wir Verlorenen" von Jana Taysen ist der erste Teil einer Reihe, in der es um einige Überlebende in der Eifel geht. Nach ...

Vielen Dank an NetGalley und den Kirschbuch Verlag für das Rezensionsexemplar.

"Wir Verlorenen" von Jana Taysen ist der erste Teil einer Reihe, in der es um einige Überlebende in der Eifel geht. Nach einer Seuche ist fast die ganze Menschheit ausgelöscht und die, die übrig geblieben sind, müssen sich nun durchbeißen. Es gibt kein System mehr, kein Recht, kein Schutz, keine Ordnung. Jeder ist auf sich alleine gestellt, denn wem sollte man noch trauen?

Smilla und ihre kleine Schwester Jera haben nach dem Tod der Mutter Köln verlassen, um ihren Vater zu finden. Jedoch war der Weg zu beschwerlich und so landeten sie bei einer kleinen Gruppe Überlebender in der Eifel. Eines Tages trifft Smilla am Fluss auf Falk, einen früheren Bekannten aus Köln. Doch kann sie ihm vertrauen? Was ist aus ihm durch die Seuche geworden?

Diese Geschichte hat mich sehr berührt, da sie gar nicht so unvorstellbar ist. Ein Virus hat dafür gesorgt, dass die Welt, wie wir sie kennen, nicht mehr existiert. Die ganze Technik ist ausgefallen, keine Telefone, elektrisches Licht oder Internet. Auch das Geld hat keinen Wert mehr. Um sich etwas beschaffen zu können, muss man etwas zum Tauschen haben. Smilla hat sehr mit dieser Situation zu kämpfen. Sie hofft, dass die "alte" Welt bald wieder existiert. In Brüssel soll angeblich alles wieder aufgebaut sein.

Der Schreibstil der Autorin ist bildhaft und flüssig. Die Geschichte war sehr angenehm zu lesen. Die Charaktere sind authentisch und lebendig. Smilla ist sehr sympatisch und hilfsbereit. Das bringt sie auch in Schwierigkeiten. Sie ist sehr besorgt um ihre Schwester.
Falk ist von Anfang an sehr zwielichtig. Ich konnte ihm nicht so über den Weg trauen. Er hat sich durch das Geschehen sehr verändert, was auch in Smilla etwas Misstrauen weckt. Es gibt eine Szene auf dem Markt, in der er sein wahres Gesicht zeigt.
Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an mitgerissen. Es wird gezeigt, was aus Menschen werden kann, wenn sie ums nackte Überleben kämpfen. Im letzten Drittel nimmt das Geschehen Fahrt auf. Es passiert so einiges und am Ende bleibt der Leser mit so vielen Fragen zurück.Ich bin so sehr auf den nächsten Teil gespannt.

Dieses Buch ist eine absolute Leseempfehlung. Die Geschichte regt zum Nachdenken an.


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Veröffentlicht am 05.10.2020

Spannende, tiefgründige deutsche Dystopie mit starker, sympathischer Heldin!

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Spoilerfreie Rezension!

Inhalt

Eine Pandemie hat die Welt, wie wir sie kennen, zerstört. An einem Ort voller Gefahren – Hunger, Krankheiten, Kannibalenringe, fanatische Sekten und Menschenhändler – ...

Spoilerfreie Rezension!

Inhalt

Eine Pandemie hat die Welt, wie wir sie kennen, zerstört. An einem Ort voller Gefahren – Hunger, Krankheiten, Kannibalenringe, fanatische Sekten und Menschenhändler – versucht Smilla zusammen mit ihrer kleinen Schwester und anderen Menschen in einem Bunker zu überleben. Doch als unvorhergesehene Ereignisse eintreten, muss sich Smilla fragen, wem sie noch vertrauen und woran sie überhaupt noch glauben kann…

Übersicht

Einzelband oder Reihe: Band 1 einer Reihe (Band 2 erscheint im Herbst 2021)
Erzählweise: Figuraler Erzähler, Präteritum
Perspektive: weibliche Perspektive
Kapitellänge: lang
Tiere im Buch: - Es werden verschiedene Tiere für Nahrung getötet, um zu überleben (Kaninchen, Rehbock, Fische, Hühner, Meerschweinchen), ein Hund wird in Notwehr verletzt. Die Beschreibungen gehen nur selten ins Detail. Es werden keine Tiere gequält.
Triggerwarnung: Tod von Tieren, Tod von Menschen, sexualisierte Gewalt (versuchte Vergewaltigung), Trauer;

Warum dieses Buch?

Da gibt es viele Gründe: Das Buch wurde mit einer Software entdeckt, was ich unheimlich interessant finde. Außerdem wird die Geschichte als „deutsche Antwort auf die Tribute von Panem“ beschrieben und sogar die ZEIT und der ZDF werden laut Verlag über die Dystopie berichten. Deshalb führte für mich an diesem Buch kein Weg vorbei.

Meine Meinung

Einstieg (4 Lilien)

„Die Plage war vor etwas mehr als vier Jahren in Nordamerika ausgebrochen und hatte sich in rasender Geschwindigkeit auf die ganze Welt ausgeweitet. Die Inkubationszeit war kurz, der Tod folgte schon wenige Stunden nach Ausbruch der Krankheit. Alles ging so schnell, dass Forschung und Pharmaindustrie keine Zeit geblieben war, ein Gegenmittel zu entwickeln.“ E-Book, Position 154

Der Beginn der Geschichte fühlte sich für mich etwas langsam an; es war aber trotzdem interessant, Smillas Welt kennenzulernen. Ich habe gut ins Buch gefunden.

Schreibstil (5 Lilien ♥)

„Ihr Treffen hatte kein würdiges Ende genommen. Es war einfach abgerissen und blutete nun in ihr Bewusstsein wie eine offene Wunde.“ E-Book, Position 1672

Den Schreibstil der Autorin habe ich als sehr anschaulich, angenehm und flüssig wahrgenommen – man fliegt nur so durch die Seiten! Die Sprache und vor allem die Satzstrukturen sind dabei für ein Jugendbuch überraschend komplex, aber nicht zu schwer zu verstehen. Jana Taysen traut ihrem Zielpublikum durchaus etwas zu, was ich sehr erfrischend finde! Auch die Dialoge wirkten auf mich sehr lebendig und authentisch – ich habe sie sehr gerne gelesen. Den Humor mochte ich ebenfalls.

Idee, Inhalt, Themen & Ende (5 Lilien ♥)

„‘Ich kann mit den Dingen leben, die ich getan habe, um zu überleben. Kannst du es?‘“ E-Book, Position 4111

Mit „Wir Verlorenen“ hat Jana Taysen eine spannende, tiefgründige deutsche Dystopie geschrieben, die zwar für mich nicht ganz an „Die Tribute von Panem“ (eines meiner absoluten Lieblingsbücher!) herankommt, die mich aber dennoch einige Stunden sehr gut unterhalten konnte. Am Beginn gibt es zwar manche Parallele zum genannten Buch, doch mit jeder gelesenen Seite merkt man deutlicher, dass die Autorin hier etwas Eigenständiges geschaffen hat.

In kleinen Häppchen erfahren wir immer mehr über die gefährliche Realität, in der Smilla mit ihrer Schwester lebt – auf ausuferndes Infodumping wird dabei zum Glück verzichtet. Und es ist eine interessante Welt, in die wir hier eintauchen dürfen – unweigerlich erkennt man Parallelen zur aktuellen Pandemie-Situation. Thematisch stehen die Herausforderungen des täglichen Überlebens (wie Körperpflege, Ernährungsbeschaffung etc.), das Erwachsenwerden in einer dystopischen Welt, die erste Liebe, Familie, Trauer und die ständige Angst im Vordergrund. Auch moralische und philosophische Fragen werden tiefgründig diskutiert – das ist für mich eine der größten Stärken dieses Jugendbuches! Die Autorin stellt Fragen wie: Wie weit kann, darf und muss man vielleicht sogar gehen, um zu überleben? Wie viel Schuld lädt man dabei auf sich? Ab wann verliert man sich dabei selbst? Und: Ist es das wert?

Man merkt, dass die Geschichte sehr gut durchdacht ist, denn größere Logiklöcher sind mir nicht aufgefallen. „Wir Verlorenen“ gipfelt schließlich in einem großartigen, intensiven Ende (mit Cliffhanger natürlich, wie sich das bei einem Reihenauftakt gehört!), das zumindest bei mir große Vorfreude auf die Fortsetzung geweckt hat. Diese werde ich auf jeden Fall auch lesen – ich kann es kaum erwarten!

Protagonistin & Figuren (5 Lilien ♥ & 4 Lilien)

Mit Smilla hat Jana Taysen eine sehr sympathische Heldin geschaffen, die ich wirklich gerne begleitet habe. Sie ist einerseits empathisch und sensibel, hat sich aber andererseits, um in dieser harten Welt überleben zu können, auch eine härtere Schale zugelegt. Smilla kann besonders Mädchen als Vorbild dienen: Sie ist stark und mutig und lässt sich von keinem etwas sagen. Im Laufe des Buches macht sie eine glaubwürdige Entwicklung durch. Die Autorin schildert ihre Gedanken- und Gefühlswelt, ihre Zweifel und Hoffnungen sehr intensiv, sodass Smilla sehr echt und dreidimensional wirkt. Ich konnte ihr Verhalten fast immer nachvollziehen und fühlte mich ihr beim Lesen sehr nah.

Auch die anderen wichtigen Figuren sind gut gelungen, lediglich ein paar der Nebenfiguren bleiben ein wenig blass, was ich aber gerne verzeihe. Besonders gefallen hat mir hier, dass es einige Figuren gibt, die sich nicht so leicht in „gut“ und „böse“ einteilen lassen (Falk, Giorgio, Nadja).

Liebesgeschichte (2 Lilien)

Das Einzige, was mir an diesem Buch nicht gefallen hat, waren die Liebesgeschichte und der Love Interest an sich. Falk ist zwei Jahre jünger als Smilla, war vor der Plage ihr Nachhilfeschüler und hat sie in seiner Freizeit gerne gestalkt. Ich bin selbst Nachhilfelehrerin und fühle mich von dieser Konstellation und von Falks gruseligem Verhalten (Smilla sagt selbst, dass er ein „Creep“ ist, und das stimmt!) nicht angesprochen. Ein Kribbeln wollte sich bei mir beim Lesen deshalb nicht einstellen.

Trotzdem fand ich die Beziehung zwischen den beiden sehr interessant, da sie oft sehr unterschiedliche Ansichten haben und Falk Smilla mit seinen oft drastischen Aussagen auch immer wieder aus ihrer Komfortzone lockt und zum Nachdenken bringt. Als harmonisch kann dieses Paar jedenfalls nicht bezeichnet werden, da die beiden eigentlich immer, wenn sie den Mund aufmachen, zu streiten beginnen. Es ist erfreulich, dass Smilla so stark ist und sich nicht „unterbuttern“ lässt, denn Falk vertritt seine Meinung sehr bestimmt – eine schwächere Frau wäre neben ihm wohl untergegangen.

Spannung (4 Lilien) & Atmosphäre (4 Lilien)

Trotz der etwas längeren Kapitel gelingt es der Autorin, von Beginn an langsam Spannung aufzubauen und diese bis zum Ende zu steigern. Irgendwann konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Ich fand das Erzähltempo gerade richtig, da trotzdem auch Zeit für ruhige Momente und für die Charakterentwicklung war.

Das Buch enthält einige sehr atmosphärische Szenen. Besonders jene Momente, in denen Figuren düstere Seiten offenbaren oder Smilla Angst bekommt, fand ich sehr mitreißend und gelungen geschildert. Man bekommt zudem ein gutes Gefühl für die dystopische Welt – den langweiligen Alltag, den beklemmenden, engen Bunker, die ständige Angst, die harte körperliche Arbeit –, in der Smilla und ihre Schwester leben.

„[…] jede neue Bekanntschaft stellte eine weitere unbekannte Variable in der Gleichung des Überlebens da.“ E-Book, Position 746

Feministischer Blickwinkel (4 Lilien)

Bechdel-Test (zwei Frauen mit Namen sprechen miteinander über etwas anderes als einen Mann): bestanden!
Frauenfeindliche / gegenderte Beleidigungen: Miststück

Ich würde das Buch als recht feministisch beschreiben: Es hat (neben anderen starken weiblichen Figuren) eine mutige Heldin, die sich nichts sagen lässt, besteht den Bechdel-Test locker und bricht mit Geschlechterstereotypen. Problematisch finde ich nur die Verwendung des Wortes „Pu++y“, die einmalige Aussage, dass Frauen schutzbedürftig seien, und das gruselige Stalker-Verhalten von Falk, das mir zu sehr romantisiert wird. Ich bin jedenfalls insgesamt mit diesem Buch zufrieden – so kann es auch in Band 2 weitergehen!

Mein Fazit

Mit „Wir Verlorenen“ hat Jana Taysen eine spannende, tiefgründige deutsche Dystopie geschrieben, die zwar für mich nicht ganz an „Die Tribute von Panem“ (eines meiner absoluten Lieblingsbücher!) herankommt, die mich aber dennoch einige Stunden sehr gut unterhalten konnte. Überzeugen konnten mich der angenehme, anschauliche und überraschend komplexe Schreibstil, die starke, mutige Hauptfigur, die interessanten Nebenfiguren, die sich nicht in „gut“ und „böse“ einteilen lassen, die Spannung, die Atmosphäre, die tiefgründige Behandlung der Themen und die moralischen Fragen, die im Buch gestellt werden. Lediglich die Liebesgeschichte konnte mich aufgrund der Vergangenheit der beiden und Falks Stalker-Verhalten nicht überzeugen. Die Fortsetzung werde ich auf jeden Fall lesen – ich kann es kaum erwarten! Ich kann euch dieses Buch deshalb nur wärmstens ans Herz legen.

Bewertung

Idee: 5 Lilien ♥
Inhalt, Themen, Botschaft: 5 Lilien ♥
Umsetzung: 4,5 Lilien
Worldbuilding: 4 Lilien
Einstieg: 4 Lilie
Ende / Auflösung: 5 Lilien ♥
Schreibstil: 5 Lilien ♥
Protagonistin: 5 Lilien ♥
Figuren: 4 Lilien
Liebegeschichte: 2 Lilien
Spannung: 4 Lilien
Atmosphäre: 4 Lilien
Emotionale Involviertheit: 5 Lilien ♥
Feministischer Blickwinkel: 4 Lilien

Insgesamt:

❀❀❀❀,5 Lilien

Dieses Buch bekommt von mir viereinhalb Lilien!

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Veröffentlicht am 22.09.2020

Das Leben im "Danach"

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Inhalt: Nach einer verheerenden Pandemie hat sich die Welt vollkommen verändert. Alle Annehmlichkeiten unserer Gesellschaft sind dahin und so müssen die verbliebenen Menschen täglich ums Überleben kämpfen.
So ...

Inhalt: Nach einer verheerenden Pandemie hat sich die Welt vollkommen verändert. Alle Annehmlichkeiten unserer Gesellschaft sind dahin und so müssen die verbliebenen Menschen täglich ums Überleben kämpfen.
So auch die junge Smilla, die sich mit ihrer kleinen Schwester und ihrer Gruppe auf den Winter vorbereiten muss. Gefahren lauern an jeder Ecke und fremde Leute bedeuten meistens Gefahr. Dann jedoch trifft Smilla auf ihren ehemaligen Nachbarn Falk. Doch kann sie ihm wirklich vertrauen?

Meinung: „Wir Verlorenen“ ist ein gut gemachter Endzeitroman, der es schafft, auch ganz ohne Zombies und Co., eine düstere Stimmung zu verbreiten.
Im Mittelpunkt steht Smilla, die einfach zu weich und zu mitfühlend für die neue Welt ist. Sie verstößt öfter gegen die Regeln ihrer Gruppe und ist dort auch eher geduldet als willkommen. Smilla ist klug und immer um ihre Schwester besorgt. Sie vermisst das „Davor“ und wirkt nicht wie eine typische Buchheldin, sondern wie das Mädchen von nebenan, mit dem man sich einfach gut identifizieren kann.
Einzig zu ihrer kleinen Schwester Jera hat sich ein liebevolles Verhältnis. Bei ihrem Gruppenmitglied Giorgio fühlt sie sich zwar eigentlich auch verstanden, jedoch gibt es hier neuerdings kleinere Streitigkeiten. Der Rest der Gruppe besteht aus einer Familie. Und so ist es kein Wunder, dass Smilla lieber außerhalb des Bunkers, der als Zuhause dient, umherstreift.
Aber es gibt sehr viele Gefahren. Praktisch jeder Fremde kann tödlich sein, oder schlimmeres. Die beiden bedrohlichsten Gruppen in der Gegend sind „Die Verlorenen Jungs“, eine ehemalige Fußballmannschaft, die mit Menschen handelt und „die Sekte“, die Menschen opfert. Wobei man bei letzter nicht weiß, ob sie nur eine Legende ist.
Die Menschen im „Danach“ (der Zeit nach der großen Pandemie) leiden Hunger und haben von allem zu wenig. Alles ist wertvoll und alle fürchten den nahenden Winter.
Smillas Welt ist hoffnungslos und erdrückend und der einzige Lichtblick seit langem ist Falk.
Falk ist Smillas ehemaliger Nachbar und Nachhilfeschüler und der einzige, mit dem sie sich richtig über das „Davor“ unterhalten kann. Mit ihm kann sie wieder lachen und alles vergessen.
Falk ist stark und mitfühlend. Allerdings hat er auch eine dunkle Seite und man merkt schnell, dass er etwas verheimlicht.
Die Geschichte ist spannend und gut gemacht. Sie beschäftigt sich viel damit, was Menschen bereit sind zu tun, wenn es um das nackte Überleben geht.
Außerdem ist es schön, mal einen Endzeitroman mit einem deutschen Schauplatz zu lesen.

Fazit: Gut gemachter Endzeitroman, der mal ganz ohne Zombies und Co. auskommt. Sehr zu empfehlen.

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