Guter zweiter Teil, aber einige Logikfehler
„Bonds of Hercules – Liebe das Monster in mir“ von Jasmine Mas ist der zweite Teil der „Villains of Lore“-Reihe und kann auch nur im Zusammenhang mit Band eins gelesen werden, da beide Teile aufeinander ...
„Bonds of Hercules – Liebe das Monster in mir“ von Jasmine Mas ist der zweite Teil der „Villains of Lore“-Reihe und kann auch nur im Zusammenhang mit Band eins gelesen werden, da beide Teile aufeinander aufbauen. Ich muss gestehen, dass ich erst nicht wusste, ob ich diese Fortsetzung überhaupt lesen soll, da mich Teil eins nicht einmal ansatzweise überzeugen konnte, im Gegenteil. Ich hatte aber auch etwas ganz anderes erwartet. Dieses Mal wusste ich, worauf ich mich einlasse. Gewalt, toxische Beziehungen und alles, daher dachte ich, es ist dieses Mal sicherlich etwas anderes, weil ich keine schöne Romanze erwartet habe, wie der Klapptext von Band eins irrtürmlich vermuten lässt. Mit diesem Wissen war es so viel angenehmer, das Buch zu lesen. Vielleicht lag es aber auch daran, dass es nicht diesen langweiligen Alltag gab, wo Alexis nur lernt und ihre Ausbildung macht, sondern dieses Mal ging es um die Beziehung zu ihren Ehemännern, wie sie reifen soll usw. Das hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass ich das Buch deutlich mehr mochte. Ich kam auch gut rein und die Autorin hat dafür gesorgt, dass gleich wieder die wichtigsten Charaktere da sind und die Action hat auch nicht allzu lange auf sich warten lassen. Die Beziehungen zwischen Alexis und den Männern war natürlich wieder recht toxisch, auch wenn sich Augustus und Kharon bessern wollten und es manchmal auch geklappt hat, aber eben nicht immer, da beide sehr starke Charaktere sind, die es eben gewohnt sind, dass man auf sie hört. Aber dieses Mal habe ich beim Lesen auch gemerkt, wie wichtig ihnen Alexis ist. Das kam im ersten Band für mich nicht so ganz rüber. Kharon kam mir manchmal aber etwas charakteruntypisch vor. Sicherlich wollte er sich für Alexis ändern, aber manchmal fand ich es doch etwas arg unpassend von ihm. Die Actionszenen, sei es der Kampf gegen Titanen oder die Übungskämpfe, wurden auch gut beschrieben. Die Autorin hat wirklich einen angenehmen Schreibstil, sodass sich das Buch gut lesen lässt, aber das war zum Glück auch im ersten Band so. Was auch hier wieder vorkam, waren viele Fehler, sei es falsche Wörter oder fehlende Buchstaben. Ganz schlimm fand ich wieder die Logikfehler, die immer wieder mal vorkamen. So gibt es zum Beispiel die sogenannten Spartan Gladiator Competition, kurz SGC, die jedes Jahr abgehalten werden. In denen kämpfen auch die großen Götter wie Artemis oder Hades. Und bei den Kämpfen wird beschrieben, wie überrascht und schockiert die Zuschauer von deren Kräften sind, aber das ist für mich völlig sinnfrei. Die Kämpfe werden jedes Jahr gezeigt und jedes Jahr müssen auch die Großen ran, die ihre Gegner platt machen. Wie können die Zuschauer dann noch schockiert sein? Die müssten es doch gewohnt und eher gelangweilt sein, aber nein. Es wurde so beschrieben, als würden es alle zum ersten Mal sehen und das entbehrt sich jeglicher Logik für mich. Solche Sachen kamen leider immer wieder mal vor, was für mich ein sehr großer Minuspunkt ist. Der Humor war dieses Mal ein bisschen weniger, aber dennoch gut, gerade wenn Nyx wieder ihre Anfälle hat, wen sie tot sehen will. Es wurde einiges aufgeklärt, aber leider auch nicht alles. Zudem lässt das Ende darauf schließen, dass es eine weiterführende neue Reihe rund um Patro und Achilles geben wird, weil noch einiges aufgelöst werden muss und die Story einfach noch nicht zuende ist. Ich fand das Buch alles in allem deutlich besser als Band eins und würde es nicht so viele Fehler geben, gerade in der Logik, würde ich auch vier Sterne geben, aber so werden es nur drei.