Cover-Bild Nevernight - Das Spiel
(48)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

22,99
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER Tor
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Episch
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 704
  • Ersterscheinung: 25.04.2018
  • ISBN: 9783596297597
Jay Kristoff

Nevernight - Das Spiel

Roman
Kirsten Borchardt (Übersetzer)

»Nevernight – Das Spiel« ist der zweite Band der epischen Fantasy-Serie von »New York Times«-Bestseller-Autor Jay Kristoff.
Die epische Rachegeschichte geht weiter. Nachdem Mia einen der Männer umgebracht hat, die für die Zerstörung ihrer Familie verantwortlich sind, bleiben noch zwei über: Kardinal Duomo und Konsul Scaeva. Beide sind jedoch vor der Öffentlichkeit abgeschirmt und für Mia unerreichbar. Schlimmer noch: Die Rote Kirche selbst scheint Scaeva zu schützen …
Um an ihn heranzukommen, geht Mia ein großes Risiko ein: Sie kehrt der Kirche den Rücken und begibt sich selbst in die Sklaverei, um als Gladiatorin an den Großen Spielen in Gottesgrab teilzunehmen. Mia merkt schnell, dass sie diesmal zu weit gegangen ist, denn auf dem blutigen Sand der Arena gibt es keine Gnade und nur eine Regel: Ruhm und Ehre – oder Tod.
»Nevernight – Das Spiel« ist bildgewaltige Fantasy für die Leser von Anthony Ryan (»Das Lied des Blutes«), Patrick Rothfuss (»Der Name des Windes«), Sarah J. Maas (»Throne of Glass«) und Leigh Bardugo (»Das Lied der Krähen«).

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.06.2018

Speziell, abgefahren, spannend und absolut genialer Fantasy vom Feinsten!

0

Was soll ich nur zu dieser Fortsetzung sagen? Es ist einfach schwer, denn meine Begeisterung ist enorm, auch wenn sich diese Reihe jedesmal als wirklich sehr intensive Lektüre herausstellt.

Zum einen ...

Was soll ich nur zu dieser Fortsetzung sagen? Es ist einfach schwer, denn meine Begeisterung ist enorm, auch wenn sich diese Reihe jedesmal als wirklich sehr intensive Lektüre herausstellt.

Zum einen liegt es definitiv daran, dass Autor Jay Kristoff mit einer sehr spektakulären, bildgewaltigen und explosiven Art, seine Leser fesselt und begeistert. Zum anderen ist es die Art und Weise, wie er die Geschichte aufbaut und zu Papier gebracht hat. Was das genau heißt? Also ich probiere es einmal kurz und knapp zu machen ( wenn das überhaupt möglich ist).

Die Geschichte baut auf einer Rückblende und einer Gegenwart auf und berichtet so zum einen wie Mia sich unter die Gladiatoren mischt um ihrer Rache an Kardinal Duomo und Konsul Scaeva näher zu kommen. Diese Rückblenden fand ich sehr bewegend und sie haben mich total gefesselt. Die intensive Art, die Mia an den Tag legt, egal welche Konsequenzen ihr Tun beherbergen, sind richtig gut inszeniert und strotzen nur so vor Lebendigkeit.
Die Gegenwart fand ich teilweise eher irritierend. Man merkt zwar, dass Mia sehr kaltschnäuzig an ihre Sachen herangeht, aber dennoch ihr Herz am rechten Fleck trägt. Dennoch erwecken gerade diese Szenen den Eindruck, als ginge Mia´s Erfolg nur im Schritttempo voran und sie macht eigentlich mehr Schritte rückwärts als vorwärts. Und auch wenn es nun komisch klingen mag - Genau diese Sache macht diese Handlung so mega spannend und interessant.

Ich habe den Eindruck gewonnen, dass ich Mia noch ein Stückchen näher gekommen bin, sie besser kennen gelernt habe, auch von einer ganz anderen Seite und sie so besser einschätzen kann.

Auch hier arbeitet Jay Kristoff mit einer auktorialen Erzählerperspektive in der Gegenwart. Zwar geht dieser dieses Mal ohne eine ordentliche Portion Sarkasmus an die Sache heran und doch macht er es einem leicht sich voll und ganz in die Geschichte fallen zu lassen.

Und auch hier arbeitet der Autor erneut mit Fußnoten. Es sind deutlich weniger als bei Band eins und doch zauberten sie mir als ein Schmunzeln auf die Lippen oder festigten die Geschehnisse durch detaillierte Beschreibungen.

Zum Cover gibt es nicht viel zu sagen, außer „Das ist die absolute Verkörperung unserer Protagonistin Mia!“

Fazit:

Speziell, abgefahren, spannend, blutig, bildgewaltiger und absolut genialer Fantasy vom Feinsten!

Veröffentlicht am 02.06.2018

Die legendärste Reihe, die ich jemals gelesen habe!

0

Ich gehöre ebenfalls in die Ecke der Nevernight-Begeisterten. Eigentlich schon eher der Nevernight-Fanatiker. Mia hat mich im ersten Teil schon beeindruckt mit ihren genialen Plänen während der Ausbildung.
Jetzt ...

Ich gehöre ebenfalls in die Ecke der Nevernight-Begeisterten. Eigentlich schon eher der Nevernight-Fanatiker. Mia hat mich im ersten Teil schon beeindruckt mit ihren genialen Plänen während der Ausbildung.
Jetzt begibt sie sich auf die Jagd nach ihren anderen beiden Zielen: Scaeva und Duomo.


Jay Kristoff schreibt wieder genial. Er ist ein Genie der sarkastischen Fußnoten und der unerwarteten Pointen. Die letzten Kapitel habe ich wie in Trance gelesen und bin mir immer noch nicht sicher, ob ich ihn lieben oder hassen soll dafür, dass er mich so fertig macht.


"Sanguii e Gloria." Mia schüttelte den Kopf. "Den Ruhm kannst du behalten. Ich will nur das Blut."


Natürlich liegt Jay Kristoffs große Stärke in der Handlung und seinem Schreibstil, aber die Charaktere finde ich fast ebenso legendär. Mia, unsere Antiheldin, ist in diesem Buch sehr interessant gestaltet. Wir lernen sie besser kennen, lernen eine völlig neue Seite kennen. Sie findet Freunde und wird langsam weich auf dem Sand der Arena. Über ihre Fähigkeiten als Dunkelinn erfahren wir nach wie vor wenig, es werden nur noch mehr Fragen aufgeworfen.

Neue Freunde, alte Feinde, Herrscher und Götter. Bei Jay Kristoff kann man niemandem vertrauen.


"Weil ich keine verdammte Heldin bin, Furian. Wenn sie Hilfe brauchen, müssen Sie sich selbst helfen."


Die Götterwelt hat der Autor auch wieder sehr schön ausgebaut, wenn auch nicht so ausführlich wie im ersten Band. Die Atmosphäre hier ist im Gegensatz zum ersten Teil, in dem Mia hauptsächlich im Schatten geschlichen ist, offener und stellenweise habe ich mich an Tribute von Panem erinnert gefühlt.

Kristoff schreibt auch nicht mehr ganz so poetisch, sondern actionreicher, was er auch sehr gut beherrscht. Die Seiten fliegen nur so vorbei und ich erwarte jetzt schon wieder sehnsüchtig den das nächste Buch, was sicherlich auch dem riesigen Cliffhanger am Ende geschuldet ist.


Fazit: Bis zur Hälfte war ich mir nicht sicher, ob dies dieser Teil an den ersten herankommt, aber der Autor hat wieder ein grandioses Finale hingelegt.

Absolute Suchtgefahr!

Veröffentlicht am 26.05.2018

Blutig, spannend, sarkastisch

0

Oh wie habe ich mich auf Band 2 gefreut! Ich liebe einfach diesen Sarkasmus und diese andere Art von Geschichte. Auch in Band 2 wird es wieder sehr blutig und überraschend.

Wieder lesen wir aus der Sicht, ...

Oh wie habe ich mich auf Band 2 gefreut! Ich liebe einfach diesen Sarkasmus und diese andere Art von Geschichte. Auch in Band 2 wird es wieder sehr blutig und überraschend.

Wieder lesen wir aus der Sicht, des sarkastischen Erzählers, der uns Mias Geschichte erzählt. Dabei werden auch gerne mal Fußnoten benutzt, die ich nicht immer gelesen habe, aber es lohnt sich teilweise, denn es wird nicht nur die trockene Geschichte der dunklen Fantasy Welt erklärt, sondern auch gerne noch eine Prise Humor mit reingestreut.

Mia ist durch ihre Tat und die Rettung der Roten Kirche in Band 1 doch noch zur Klinge benannt und bekommt ihre Aufträge von der Roten Kirche. Doch ihr letzter Auftrag verlief nicht wie gedacht. Denn wir werden in die Geschichte geschmissen, wo sie sich freiwillig an Sklavenhändler aushändigt. Durch Rückblicke wird dann erklärt, wie es soweit kommen konnte.
Schnell merkt man, dass Mia einen Plan verfolgt, immer noch getrieben von den Rachegelüsten, ihren Vater zu rächen. Auf diesem Weg kommt sie in ein Haus als Sklavin, die in den Gladiatoren Spielen kämpfen soll. Doch der Plan läuft natürlich auch nicht ganz wie geplant und sie erfährt auch noch so einige Dinge rund um ihre Familie. Wie weit wird sie für ihre Rache gehen ? Und wie viele wird sie dafür opfern ? Wen kann sie vertrauen ?

Nevernight ist und bleibt blutig. Doch gerade das mag ich mal zwischen den ganzen seichten Jugend - Liebes - Fantasy Gedöns. Mia ist immer noch ein toller Charakter, die zwar tödlich ist, aber eben auch menschlich bleibt. Sie sucht auch nach Liebe und findet diese in überraschenden Ecken. Im Buch hat sie mich immer wieder überrascht, mit ihrem Einfallsreichtum und ihrem Willen, ihrem Ziel zu folgen. Es gab auch immer wieder überraschende Wendungen und einen großen Cliffhanger !!! grrr.
Wir treffen einige Charaktere aus Band 1 wieder, auch den einen oder anderen, mit dem man nicht mehr gerechnet hat. Und natürlich wird Mia wieder von ihren Schatten Mr. Freundlich und Eclipse begleitet und wie es bei Hund und Katz so ist, die dann auch noch sprechen können, gibt es nicht selten sehr unterhaltsame Diskussionen. Hilfreich sind die beiden trotzdem, denn sie kann beide von sich lösen und auf Erkundungstour schicken.


Fazit:
Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, denn ich wollte wissen, wie Mia ihren Plan in die Tat umsetzt und ob sie ihrem Ziel näher kommt. Bei der ein oder andere Szene musste ich mich vor Ekel ein wenig schütteln, aber wie gesagt, es ist mal eine schöne Abwechslung. Die Zahl der Todesopfer von Mia und allgemein in diesem Buch kann man wohl kaum noch zählen, aber auch zwischen diesem ganzen Gemetzel, sind immer wieder unerwartete Plot Twists drin und man muss seine Einschätzung zu Mia öfters mal überdenken.
Da ich mich diesmal an die Erzählart, das Blut und auch die Fußnoten gewöhnt hatte und durchgehend unterhalten war, bekommt das Band zwei 5 Cupcakes von mir.

Veröffentlicht am 18.05.2018

Fesselnd und Packend - die Fortsetzung eines brillianten Auftakts der nicht-Heldin

0

Der erste Band Nevernight - Die Prüfung hat mich sofort in den Bann gezogen. Ich LIEBE die Geschichte der nicht-Heldin Mia Corvere, der erste Band war ein wirklich gelunger Auftakt. Dementsprechend war ...

Der erste Band Nevernight - Die Prüfung hat mich sofort in den Bann gezogen. Ich LIEBE die Geschichte der nicht-Heldin Mia Corvere, der erste Band war ein wirklich gelunger Auftakt. Dementsprechend war ich sehr glücklich als ich endlich den zweiten Band in den Händen hielt.
Aber lohnt sich der zweite Band?

Inhalt:
Mia will nur eins : Rache für ihren Vater. Und um die zu bekommen, muss die Scaeva und Duomo. Aber wie kommt man schon an den Konsul und den Kardinal heran ohne eine engste Verbündete in den Reihen des Machthabers zu sein? Die Antwort lautet : Das Magni.

Mia tüftelt einen Plan aus und wendet sich kurzer Hand gegen die Rote Kirche, inoffiziell versteht sich. Sie kehrt zurück in die Wüste um von Sklavenhändlern gefangen genommen zu werden, um sich als Sklave an eine Staffel verkaufen zu lassen um eine Gladiatii zu werden.
Das Herz jedes Gladiatiis schlägt für das Magni. Die Champions der Staffeln kämpfen in dem Magni um ihr Leben, wer zuletzt steht, gewinnt und ist frei. Das Sklavenmal wird weggebrannt und man kann sich frei durch Itreya bewegen. Leider interessiert sich Mia nicht dafür, das einzige was sie vor ihren Augen sieht, ist die Tatsache, dass Scaeva und Duomo ihr den Siegerkranz überbringen. Ohne Waffen. Ohne Kleidung. Und Duomo ohne die Dreieinigkeit.
Ashlinn taucht wieder auf und hilft Mia bei der Planung und verrät Mia Einzelheiten über die verschiedenen Gladiatii Kämpfe die stattfinden.. Während Herrn Freundlich und Mia der Dona Järnheim nicht über den Weg trauen, scheint sich doch eine stärkere Verbindung zwischen den zweien aufzubauen.

Meine Meinung:
So sehr ich den ersten Band auch liebe, kann ich den zweiten Band auch in mein Herz schließen. Als ich fertig war kamen Freudentränen über meine Wangen - warum müsst ihr selbst herausfinden meine werten Freunde. Der Schreibstil ist Klasse und passt zu dem Buch. An keiner Stelle stockt es oder zieht sich mit dem Lesen, man liest es relativ zügig durch und es ist permanent spannend, so dass man das Buch kaum aus den Händen legen will - was könnte nicht alles noch passieren ?!
Ich freue mich jetzt schon riesig auf den 3ten und auch letzten Band und kann nur sagen, jeder der den ersten Band in sein Herz schloss, wird auch seine Freude an dem 2ten Band haben.

Veröffentlicht am 12.05.2018

Ein Buch für all diejenigen, die eine epische Fortsetzung über (k)eine Heldin lesen wollen.

0

#rezensionsexemplar

Heute möchte ich mal wieder ein Buch vorstellen, welches ich für Janine von Büchersüchtiges Herz³ rezensiere. Diese Rezension wird in den nächsten Tagen also auch auf ihrem Blog veröffentlicht ...

#rezensionsexemplar

Heute möchte ich mal wieder ein Buch vorstellen, welches ich für Janine von Büchersüchtiges Herz³ rezensiere. Diese Rezension wird in den nächsten Tagen also auch auf ihrem Blog veröffentlicht werden. Nevernight – Das Spiel ist der zweite Teil einer Reihe. Wenn du den ersten Teil noch nicht kennst, solltest du meine Rezension nicht lesen. Ich werde dir nichts zum Inhalt verraten. Aber ich werde den Klappentext des zweiten Teils abbilden. Dort wird natürlich das Wissen aus dem ersten Teil wie immer als bekannt vorausgesetzt.

Allgemeines:

Nevernight – Das Spiel ist der zweite Teil der fantastischen Reihe um Protagonistin Mia Corvere. Auch der zweite Teil der Reihe ist vor Kurzem bei Fischer TOR erschienen. Für die Leserschaft bedeutet das wieder, dass es sich nicht um ein Jugendbuch handelt, denn Jugendbücher erscheinen im Fischer Verlag bei Fischer KJB oder FJB.

Im Gegensatz zum ersten Band hat Das Spiel leider keinen farbigen Buchschnitt mehr. Aber auch dieses Mal kann das Cover sich sehen lassen. Beinahe schon etwas beängstigend oder?

Inhalt:

„Die epische Rachegeschichte geht weiter. Nachdem Mia einen der Männer umgebracht hat, die für die Zerstörung ihrer Familie verantwortlich sind, bleiben noch zwei über: Kardinal Duomo und Konsul Scaeva. Beide sind jedoch vor der Öffentlichkeit abgeschirmt und für Mia unerreichbar. Schlimmer noch: Die Rote Kirche selbst scheint Scaeva zu schützen …
Um an ihn heranzukommen, geht Mia ein großes Risiko ein: Sie kehrt der Kirche den Rücken und begibt sich selbst in die Sklaverei, um als Gladiatorin an den Großen Spielen in Gottesgrab teilzunehmen. Mia merkt schnell, dass sie diesmal zu weit gegangen ist, denn auf dem blutigen Sand der Arena gibt es keine Gnade und nur eine Regel: Ruhm und Ehre – oder Tod.“ (Quelle: Fischer TOR)

Meine Meinung:

„Der Wolf hat kein Mitleid mit dem Lamm. Der Sturm bittet die Ertrinkenden nicht um Vergebung.

Mantra der roten Kirche“ (S. 15)

Liebe Leser, dieses Buch ist erbarmungslos. In jeder Hinsicht. Ihr solltet euch gut überlegen, ob ihr es lesen wollt, denn, wenn ihr erst einmal mit der Lektüre begonnen habt, habt ihr keine Chance mehr. Es wird euch nicht loslassen. Ihr werdet fluchen, ihr werdet lachen, ihr werdet versinken. In eine Welt voller faszinierender Dinge. Voller Dinge, die ihr so oder so ähnlich noch nie gelesen habt. Die ihr teilweise auch gar nicht lesen wolltet. Die aber dazugehören. Zu Mia Corveres Spiel. Zu ihren Machenschaften. Zu ihrer Rache. Und die wird fürchterlich sein, dass kann ich euch versprechen.

Zu Beginn der Lektüre erwartet euch erst einmal ein harmloses Verzeichnis der Dramatis Personae. Das ist sehr nützlich und vor allem zweckdienlich. Wer soll sich schon nach dieser Wartezeit noch an alles erinnern? Fast alles, okay. Aber alles wusste ich tatsächlich auch nicht mehr. Wer sich noch bestens informiert fühlt, kann das Verzeichnis auch getrost auslassen. Es enthält nur bereits bekannte Informationen.

Und dann beginnt es. Mias zweites episches und bildgewaltig beschriebenes Abenteuer. Abenteuer? Eigentlich ist das falsche Wort. Mia ist keine Abenteurerin. Mia ist diejenige, die von Abenteurern und Helden gefürchtet wird. Und Mia ist auf der Suche nach Rache. Dabei findet sie auch viele andere Dinge. Zwischenmenschliche Beziehungen spielen in diesem komplexen zweiten Band eine etwas größere Rolle als im ersten. Aber vor allem geht es um Rache. Dabei wird es blutig. Sehr blutig.

«„Du wolltest gute Tonerde, um daraus etwas zu formen, Executus? Hier hast du Stahl.“ Der Hüne sah Mia mit schmalen Augen an. „Stahl bricht, bevor er sich verbiegt.“» (S. 117)

Wenn du also ein sehr zart besaiteter Mensch bist, dann ist auch der zweite Band von Jay Kristoffs epischer Geschichte nichts für dich. Aber solltest du hartgesotten sein und eine Geschichte lesen wollen, in der die Protagonistin eigentlich keine Heldin ist, dann aber irgendwie doch diese Rolle einnimmt, dann los. Schnapp dir Nevernight – Das Spiel und durchlebe, was die rote Kirche und Mia Corvere erlebten.

Dabei wirst du dich ärgern. Ärgern über diesen verflucht genialen Autor, der unsägliche Dinge tut und im Zuge dessen einen verflucht genialen zweiten Band geschrieben hat. Unsägliche Dinge, die du nicht vorhersehen kannst, egal, wie sehr du es versuchst. Kristoff wird dich verletzen, dich zum Staunen bringen und dich sprachlos machen. Einfach, weil er es kann.

„Nein.

Ich höre, wie ihr das Wort sagt, als säße ich mit euch im Zimmer. Ich sehe euch, als wäre ich in die Schatten zu euren Füßen geflossen, wie ihr euch über das Buch in euren Händen beugt, die Stirn gerunzelt und mit einem Fluch auf den Lippen. Jetzt dämmert sie euch, die Erkenntnis, dass es keine weiteren Seiten mehr gibt. Ich kann es hören. Ich kann es sehen.“ (S. 697)

Habe ich schon erwähnt, dass ich Kristoffs Humor liebe?

Fazit:

Ein Buch für all diejenigen, die eine epische Fortsetzung über (k)eine Heldin lesen wollen.