Cover-Bild Die Fliegerinnen
(3)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: GRAFIT
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Historisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Ersterscheinung: 22.09.2022
  • ISBN: 9783894257941
Jeanette Limbeck

Die Fliegerinnen

Roman
Stalins Elitekämpferinnen. Freundschaft und Verrat in den Wirren des Krieges

Oktober 1941. Die Sowjetunion lässt junge Frauen in großer Zahl zu Kampfpilotinnen ausbilden. Auch die Kunstfliegerin Katja will einen Beitrag zur Verteidigung ihres Landes leisten. Ein Staatssicherheitsoffizier verschafft ihr einen Platz in einem der Frauenregimenter, doch er verlangt dafür einen hohen Preis: Katja soll die anderen Fliegerinnen ihrer Truppe bespitzeln – und im Austausch Informationen zum Verbleib ihrer Eltern erhalten, die vor dem Krieg interniert wurden. Katja lässt sich auf das gefährliche Spiel ein, doch je mehr sie über ihre Kameradinnen herausfindet, desto weniger kann sie ihnen trauen. Denn jede von ihnen hat ein eigenes Geheimnis ...

Weitere Formate

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.09.2022

Zwei Seiten

0

Sokolowa, Jekaterina Pawlowna, oder kurz Katja, hat ein Visum erhalten, das sie dazu berechtigt, Moskau zu verlassen. Es ist Oktober im Jahre 1941 und nur relevante Personen dürfen ausreisen. Katja als ...

Sokolowa, Jekaterina Pawlowna, oder kurz Katja, hat ein Visum erhalten, das sie dazu berechtigt, Moskau zu verlassen. Es ist Oktober im Jahre 1941 und nur relevante Personen dürfen ausreisen. Katja als Mitarbeiterin eines Rüstungsbetriebes darf reisen. Der Zug ist übervoll und alle werden streng kontrolliert und überwacht. Und dann kommt alles ganz anders, in sprichwörtlich letzter Minute, bevor der Zug Richtung des Ural ausfährt, wird Katja herausgeholt. Ihr Traum soll tatsächlich Wirklichkeit werden - denn sie darf in ein weibliches Regiment eintreten und kämpfen. Für ihr Vaterland gegen den Feind wird sie an der Front kämpfen und zwar als Fliegerin. Das will sie, dafür brennt sie. Was sie da noch nicht weiß, ist, dass sie für die Erfüllung ihres Traumes einen hohen Preis bezahlen muss.

In wundervoller und anregender Sprache verfasst ist dieser historische Roman. Die einzelnen Szenen sind beeindruckend aufgebaut, alles kann ich mir gut und bildlich vorstellen. Die Wirren des Krieges, die Verzweiflung der Menschen sind hervorragend dargestellt und vor allem wirken sie komplett authentisch. Die einzelnen Schicksale bewegen mich zutiefst. Ich hatte nur mal kurz in das Buch hinein schnuppern wollen und dann konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Die Charaktere stecken voller Blut und Leben, sie sind alle unterschiedlich und spielen doch wunderbar zusammen. Trotz der schwierigen Zeiten lasse ich mich gerne mitnehmen und fiebere mit den Figuren und ihrem Schicksal mit. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir ausnehmend gut. Die verzwickte Situation der Hauptfigur Katja wird dramatisch klar, mein Herz konnte sie von Beginn an erobern. Überhaupt unterhält das Buch enorm durch seine Vielseitigkeit, die ungewöhnliche Rolle der Frauen im Regiment und dazu das Schlamassel der Katja, ist brillant erzählt.

Von Herzen gebe ich diesem Roman wohlverdiente fünf von fünf Sternen und spreche ihm meine absolute Leseempfehlung aus. Hier wird die Rolle der Frauen in der Zeit des Zweiten Weltkrieges erstklassig präsentiert. Liebhaber von historischen Romanen gerade aus dieser Zeit werden sich für das Buch erwärmen können, ich bin darin versunken und liebe die Geschichte samt ihrer Figuren!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2022

Genialer Roman über eine unbekannte weibliche Facette des 2.Weltkriegs

0

Oktober 1941 in Russland: Der zweite Weltkrieg ist in vollem Gange und die Deutschen überrennen die Russen. In dieser Zeit werden nun auch Frauen zu Fliegerinnen/Pilotinnen ausgebildet-Regimenter von Stalin ...

Oktober 1941 in Russland: Der zweite Weltkrieg ist in vollem Gange und die Deutschen überrennen die Russen. In dieser Zeit werden nun auch Frauen zu Fliegerinnen/Pilotinnen ausgebildet-Regimenter von Stalin höchstselbst bewilligt. Dazu greift man auf die Besten der Besten zurück, viele von ihnen sind Kunstfliegerinnen und stellen sich der höheren militärischen Ausbildung. So auch Katja. Sie will nicht nur ihr Land verteidigen, sondern ebenso ihre Eltern retten, die als Saboteure verraten worden sind. Doch Mukijenko, ein Offizier der Staatssicherheit verlangt für ihren Platz im Regiment verschiedene Dienstleistungen – so soll sie hauptsächlich gegenüber ihren Kameradinnen und Freundinnen als Spionin agieren. Damit verwickelt sich Katja nicht nur in den Ereignisstrudel der verschiedenen Kriegsschlachten, es wird auch zunehmend schwierig auseinanderzuhalten und abzuwägen wer Freund oder Feind ist und auf wen man sich überhaupt noch verlassen kann.
Das Buch „Die Fliegerinnen“ stammt von Jeanette Limbeck. Es handelt sich dabei um ihren Debütroman. Die Autorin greift historische Gegebenheiten auf, um sie mit ihren fiktiven Romanfiguren zu verknüpfen bzw. um einen ungefähren Ablauf der Ereignisse nachzustellen. Mich hat aber zunächst das Cover des Romans sehr neugierig gemacht, denn dieses empfinde ich als sehr passend und man hat sofort den Eindruck, dass es sich um einen Roman mit historischem Hintergrund handelt und dieser vermutlich von starken weiblichen Persönlichkeiten begleitet wird. Die Kurzbeschreibung hat ebenso mein Interesse geweckt, denn bis dato wusste ich nichts von Frauen, die im 2.Weltkrieg einen solchen Einsatz bewältigt haben. Ich finde den Roman damit an erster Stelle erstmal sehr lehrreich, denn er beleuchtet eine Facette, die mir persönlich bis jetzt verborgen geblieben ist und ich bin beinahe sprachlos über diese starken Fliegerinnen. Der Schreibstil ist dabei immer flüssig, egal aus welcher Perspektive gerade geschrieben wird. Der Sprachstil der Autorin ist sehr umfangreich und damit gehoben. Sie bedient sich hin und wieder einiger Fachwörter und vieler russischer Namen oder Bezeichnungen. Da ich persönlich gar nicht in der russischen Sprache bewandert bin, fand ich das Glossar sehr hilfreich. Außerdem hilft die vorn beigefügte Karte im Buch die Route der Frauen zu verstehen und die Ortschaften kennenzulernen. Die Geschichte selbst ist umfangreich und umfassend aber meiner Meinung nach durch die hervorragende Verknüpfung mit historischen Fakten äußerst authentisch. Durch wechselnde Erzählperspektiven (aus Sicht von jeweils unterschiedlichen Charakteren) wird die Spannung von Anfang an erzeugt und hochgehalten. Beeindruckend fand ich die Beschreibungen, wie es zur damaligen Zeit im russischen Militär ablief und das Argwohn, Neid, Missgunst und Denunziation nicht nur eine Erfindung der Nationalsozialisten unter Hitler war. Stellenweise traut man seinen Augen kaum beim Lesen, dass selbst Kleinigkeiten mit größeren Strafen geahndet werden und dass der Mensch an sich eigentlich keinen Wert hat, denn er ist beliebig austauschbar. Ohne jetzt damit das gesamte russische Militär der Kriegszeit über einen Kamm scheren zu wollen – ich kann es mir absolut lebhaft vorstellen. Das hat mich insgesamt ebenfalls sehr an dem Buch begeistert: Die Lebhaftigkeit der gesamten Geschichte und dieses vollständig herüber gebrachte Misstrauen, beinahe Wahnvorstellungen gegenüber allem und jedem, was irgendwie nicht zu 100 % ins eigene Konzept passt. Genauso immer wieder dieses ungute Bauchgefühl, dass es eigentlich nichts wert ist sich zu erklären, sondern dass man bereits dank Vorurteile oder seiner Herkunft ein Stigma mit sich führt. Als Leser fühlt man sich dadurch sofort und ständig mitten im Geschehen und beginnt mitzufiebern und seine eigenen Ideen und Nachforschungen anzustellen. Die Suche nach dem eigentlichen Verräter und die Aufklärung am Ende des Buches ist durchweg gelungen.
Mein Fazit: Das neue Lesejahr 2022 ist noch jung und dieses Buch ist bereits jetzt schon ein absolutes Highlight. Es hat mich gefesselt, in seinen Bann gezogen und sprachlos gemacht. Außerdem bin ich begeistert über die tapferen russischen Fliegerinnen und über ihren Mut sich Luftschlachten zu stellen (obwohl oft den Deutschen zahlenmäßig unterlegen) und so ihr Vaterland zu verteidigen. Ich kann nur eine absolute Leseempfehlung und volle 5 von 5 Sternen für das Buch vergeben!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.02.2022

Fliegen ist ihr Leben und ihre Leidenschaft, Russlands geheime Heldinnen.

0

Der vielversprechende Klappentext und das schöne Buchcover haben mich neugierig auf die Geschichte werden lassen.
Eine spezielle und interessante Erzählung um eine von Russlands geheimnisvollste Fliegerstaffel ...

Der vielversprechende Klappentext und das schöne Buchcover haben mich neugierig auf die Geschichte werden lassen.
Eine spezielle und interessante Erzählung um eine von Russlands geheimnisvollste Fliegerstaffel von Frauen.
Mitten im 2. Weltkrieg 1941 in Moskau erleben wir ihre persönliche Kämpfe auf einem Gebiet das von Männern dominiert wird.
Wir lernen unter anderem Katja, Natascha, Leysan, Inna, Sascha mit ihren verschiedenen Charakterzügen kennen und wechseln in der Geschichte zwischen ihren Erlebnissen.
Es gibt einiges an Schicksalsschlägen, Überraschungen, Intrigen, Mißgunst, kommunistischer Gehorsam und auch noch unbeglichene Rechnungen aus der Vergangenheit.
Da es in die Zeit der Russlandoffensive fällt wird es auch sehr dramatisch das wird detailreich dargestellt so das man einfach mitfiebern muss.
Die fliegenden Frauen werden natürlich nicht ernst genommen und müssen sich ihre Daseinsberechtigung mit allen Mitteln und aus Überzeugung erarbeiten.
Die Handlung wird komplett aufgeklärt was mich gut mit der Geschichte abschließen lässt.
Das Buch ist zwar eine fiktive Erzählung hat aber reale Geschehnisse und Personen zum Vorbild was die ganze Sache noch interessanter und spannender macht, darauf geht die Autorin im Nachwort ein.
Der Schreibstil ist gut zu lesen wenn auch keine leichte Kost und ich habe öfter überlegen müssen wer jetzt grad im Fokus steht.
Das Hopsen mit den teilweise ausgeschriebenen russischen Namen ist am Anfang gewöhnungsbedürftig doch mit der Zeit fand ich es machbar und natürlich macht es die Sache insgesamt auch sehr authentisch.
Von mir gibt es 4 Sterne für eine spannende historisch wertvolle Geschichte.

Erscheinungsdatum 17.03.2022 von Grafit im Emons Verlag

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere