Cover-Bild Die silberne Riesin
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13,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Michael Wagner Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 344
  • Ersterscheinung: 14.03.2022
  • ISBN: 9783710767593
Jeannine Meighörner

Die silberne Riesin

Als Maria Theresia das Nashorn traf. Ein historischer Roman
Eine zahme Bestie auf Grand Tour d’Europe: Nashorn trifft Kaiserin!

Das erste Nashorn, das nach Jahrhunderten Europa lebend erreichte
Maria Theresia, Voltaire, Madame Pompadour – sie alle wurden zu Nebenfiguren, als sie in Europa eintraf: die gefürchtete und gefeierte Nashorndame Clara. Wieso schrieb ihr Casanova ein Liebesgedicht? Was hat Clara mit Tabak und Bier zu tun? Und wie konnte sie für die Menschen gleichermaßen eine Höllenbestie und eine Salonschönheit sein?
Jeannine Meighörner erzählt eine außergewöhnliche und einzigartige Geschichte: die Reise der Nashorndame Clara, die, nachdem Wilderer ihre Mutter ermordeten, in Gefangenschaft geriet – und dort wie ein Schoßhündchen aufwuchs. Bis sie ihre Reise von Indien über Kapstadt nach Wien, Rom und Versailles antrat, wo sich die Monarchen, Künstler und Philosophen um eine Audienz rissen. Denn niemand in Europa hatte seit Jahrhunderten je ein lebendes Nashorn zu Gesicht bekommen.

Politische Machtspiele inbegriffen
Es ist aber nicht nur ein idyllisches Bild von menschlicher Neugier und Zuneigung zu diesem Wundertier, das Meighörner zeichnet, sondern auch ein aufregender Einblick in die Machtkämpfe zwischen den europäischen Adelsfamilien des 18. Jahrhunderts, die diesem Schauspiel zugrunde lagen. Clara traf das Who-is-Who des europäischen Adels. Maria Theresia wurde sogar vor dem Treffen gewarnt: „’s Monstrum schauen" könnte ihrem ungeborenen Kind schaden. Es wagten aber auch noch andere: Friedrich der Große, König Ludwig XV. mit seiner Madame Pompadour genauso wie Diderot, Rousseau, Johann Sebastian Bach und Casanova. In allen europäischen Zentren mit all ihren kulturellen Besonderheiten: Wien, Rom, Venedig, Zürich und Versailles.

Mit allen Sinnen eintauchen in Claras Geschichte
Clara ist für manche von Meighörners Figuren eine unselige Missgeburt, für andere das Wunder von Leiden oder die Orangenprinzessin – in jedem Fall aber eine silberne Riesin.
Dass sie Claras Geschichte auf Papier erzählt, hält Meighörner aber nicht davon ab, die ganze Bandbreite unserer Sinne zu bedienen: Wer wissen will, wie eine kahl rasierte Glatze in der brütenden Hitze Indiens unter einer zu stark gepuderten Perücke juckt, der kann das bei Meighörner nachfühlen. Und was Maria Theresia bei ihrem ersten Treffen mit Clara gerochen hat, steigt von den Buchseiten direkt in die Nase. Es war überraschend, so viel sei verraten!

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2022

Nashorn Clara

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1740 lernt der holländische Kapitän Douwe Moul bei einer Reise nach Bengalen das Rhinozeros Clara kennen.Der Kapitän ist bei dem Direktor Jan Schichtermann eingeladen .Schichtermann hat das Nashorn als ...

1740 lernt der holländische Kapitän Douwe Moul bei einer Reise nach Bengalen das Rhinozeros Clara kennen.Der Kapitän ist bei dem Direktor Jan Schichtermann eingeladen .Schichtermann hat das Nashorn als Weise aufgezogen.Nach einem Vorfall erwirbt der Kapitän Mout das Nashorn Clara und nimmt es mit in die Niederlande.Das ändert sein Leben,er quittiert seinen Dienst und reist mit Clara durch Europa.So kann er die hohen Lebensunterhaltungskosten für das Nashorn und desen Betreuer Arun sicherstellen.Viele gekrönte und ungekrönte Häupter bestaunen das Nashorn und es gibt einige die es verteufeln.

Die Autorin Jeannine Meighörner erzählt die Geshichte von Nashorn Clara um 1746 in Wien.Da will Maria Theresia sie anschauen,aber es wird ihr abgeraten sich das Monstrum anzusehen.Es könnte einer Schwangerschaft schaden….

Die Geschichte erzählt die Autorin so anschaulich und sehr interrisannt -das man meinte dabei zu sein und alles mitzuerleben.Ich tauchte in eine längst vergangen Zeit ein und erlebte die Menschen-wie sie das Nashorn Clara bewunderten und verteufelten.Sehr gerne für die interrisannte Reise 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.05.2022

Großartiger historischer Roman um die Reisen eines Nashorns

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Die silberne Riesin von Jeannine Meighörner erzählt die außergewöhnliche Geschichte der Nashorndame Clara. Jung verwaist und an menschliche (und ziegische) Gesellschaft gewöhnt wurde sie im 18. Jahrhundert ...

Die silberne Riesin von Jeannine Meighörner erzählt die außergewöhnliche Geschichte der Nashorndame Clara. Jung verwaist und an menschliche (und ziegische) Gesellschaft gewöhnt wurde sie im 18. Jahrhundert eine Sensation und Publikumsmagnet in Europa. Und was viele Menschen bewegt, gewinnt natürlich immer auch eine politische Bedeutung.
Mit feinsinnigem Humor und anschaulichen Beschreibungen wird der Leser gemeinsam mit Clara auf eine Reise durch bekannte und doch so zeitlich-fremde Orte geleitet, deren Wunder, Missstände und Alltag lebendig werden.
Neben der augenfälligen großartigen Recherche der Autorin hat mir nicht zuletzt ihr Umgang mit historischen Personen sehr gut gefallen. Auch im Falle kurzer bzw. einmaliger Auftritte gliedern sich diese harmonisch und natürlich in den Handlungsverlauf ein.
Ohne jeden Zweifel ist das Nashorn Clara das Herzstück des Romans und sie wird dem mehr als gerecht. Sie ist unglaublich sympathisch und charakterstark geschrieben, mit ihr fiebert man wieder und wieder mit. Deshalb fünf Orangen für sie und das Buch.
Alles in allem möchte ich diesen Roman jedem uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 07.05.2022

Ein wunderbarer Roman

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1740 ist Kapitän Douwe Mout wegen eines Auftrages für die Vereinigte Niederländische Ostindien Kompanie in Bengalen und bei deren Direktor Jan Albert Sichtermann eingeladen, wo er Clara kennenlernt, ein ...

1740 ist Kapitän Douwe Mout wegen eines Auftrages für die Vereinigte Niederländische Ostindien Kompanie in Bengalen und bei deren Direktor Jan Albert Sichtermann eingeladen, wo er Clara kennenlernt, ein Nashorn, das Sichtermann als Waise aufgezogen hat. Nach einem Vorfall erwirbt Mout das Tier und nimmt es mit in die Niederlande. Um die hohen Lebensunterhaltungskosten des Tieres und dessen Betreuers Arun sicherstellen zu können, stellt er Clara vor Publikum aus und macht sich schließlich auf eine Tour durch Europa, wo sie viele gekrönte und ungekrönte Häupter bestaunen, teilweise aber auch verteufeln.

Die Autorin zeichnet „Madame Claras Grand Tour“ nach, wobei sie mit dem Besuch bei Maria Theresia in Wien 1746 startet, und erst danach chronologisch erzählt, und nicht nur das, der Roman startet sogar aus der Perspektive der Monarchin, der man abgeraten hatte, Clara zu sehen, da ein Besuch beim „Monstrum“ einer Schwangeren schaden könnte. Dieser Part ist – genau wie der ganze Roman – sehr unterhaltsam zu lesen.

Erst danach setzt die Chronologie ein, wir lernen Mout und Clara näher kennen und erfahren mehr über die Beziehung der beiden. Schon die Reise nach Europa, 235 Tage auf See, ist kaum vorstellbar, aber auch die Tour bietet höchste logistische Herausforderungen, und ist für Mensch und Tier nicht immer leicht. Dass Clara nicht nur lebend in Europa ankam, sondern auch 18 Jahre mit Mout auf Tournee ging, ist schier unglaublich, aber tatsächlich so passiert.

Zu den einzelnen Stationen der Reise weiß die Autorin mehr oder weniger viel zu erzählen, nicht überall ist Bemerkenswertes passiert, dafür gibt es von anderen Orten viele nette Anekdoten, die einfließen. Jeannine Meighörner hat zweifellos sehr gut recherchiert. Immer einmal wieder wird Clara von bekannten Künstlern gezeichnet, die Bilder kann man gut googeln, und bekommt eine Vorstellung von dem Tier, ja, man kann sogar Arun oder Mout entdecken. Mir hat das zusätzlich viel Spaß gemacht.

Der Erzählstil mit seinem Humor gefällt mir sehr gut. Neben Maria Theresia wird einer weiteren historischen Persönlichkeit eine eigene Perspektive eingeräumt, Madame Pompadour, auch das hat mir sehr gut gefallen. So sind mir auch diese beiden Frauen ein Stück näher gekommen, vor allem aber natürlich Douwe Mout und Arun, und ganz besonders der Star des Romans, Clara selbst, die mir sehr ans Herz gewachsen ist, die Autorin hat es geschafft, dass ich manchmal das Gefühl hatte, Clara persönlich kennengelernt zu haben. Nebenbei hat man viel erfahren, über die Seefahrt, die einzelnen Länder, das gesellschaftliche Leben, Künstler und Monarch:innen. Auch der Epilog, das Nachwort der Autorin, ist unbedingt lesenswert.

Ein wunderbarer Roman, der sehr unterhaltsam zu lesen ist, und einem die Protagonistin, das Nashorn Clara, sehr nahe bringt. Ich vergebe gerne volle Punktzahl und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.05.2022

Clara, das Nashorn unter seltsamen Kreaturen (Menschen)

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Dieses Buch ist ein regelrechtes Sittengemălde und sagt sehr viel über den Menschen aus. Es reflektiert exzellent, wie sein Umgang mit Tieren ihn entlarvt, wie er selber tickt. Über Tiere wurde schon viel ...

Dieses Buch ist ein regelrechtes Sittengemălde und sagt sehr viel über den Menschen aus. Es reflektiert exzellent, wie sein Umgang mit Tieren ihn entlarvt, wie er selber tickt. Über Tiere wurde schon viel spekuliert und ebenso viel unterstellt. Sie könnten angeblich keine Schmerzen spüren, hätten keine Intelligenz oder Emotionen usw. Aber wie erwähnt: DAS sagt mehr über den Menschen als das Tier aus.

Ab 1740: Die Welt hat noch durchaus viele weiße Flecken. Und "merkwürdige" Lebewesen aufzuweisen, die für die Europäer Spezies incognita darstellten.

Ein holländischer Kapitän bringt Clara, eine Nashorndame via Schiff nach merry old Europe.

1746 bekommt sogar Maria Theresia sie höchstpersönlich sie zu Gesicht. Man bewunderte Clara, hielt sie aber ebenso für ein Monstrum.

Dabei war sie ein sehr sanftes, liebenswertes Individuum, die zum Beispiel Orangen liebte. Dennoch wurde ihr zugemutet, fast zwei Dekaden durch den Kontinent gezerrt zu werden. Casanova schätzte durchaus ihr Charisma.

Sie wurde dennoch geliebt und für Scharmützel der politischen Art benutzt.

Das Buch ist exzellent recheriert und in einer Plastizität geschrieben, dass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Mit großer Liebe und Zärtlichkeit hat die Autorin der einst realen Clara hier ein Denkmal gesetzt. Ich bin der Meinung: Das war schon lange überfällig.

In einem Nachwort prangert sie sehr engagiert und zu Recht Missstände an, was gefährdete Spezies angeht, auch und vor allem die Nashörner. Der allerletzte Absatz ist ganz besonders: Ja, Clara hinterließ Fußstapfen in der Geschichte. Große Fußstapfen. Doch wir, die wir heutzutage noch immer Tiere missbrauchen und sie als Geschöpfe minder achten, haben nicht verdient, darin zu gehen.

Ein großartiges Buch! Ich liebe Clara. Dafür gibt es fünf liebevolle Stupser von fünf Nashörnern. Danke, Jeannine Meig(nas?)hörner!

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Veröffentlicht am 14.04.2022

Eine interessante Reise

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Clara, war so berühmt und einzigartig, dass ihr ein sehr detaillierter Wikipedia-Artikel gewidmet wurde. Manche Schauspieler dürfen mit weniger zufrieden sein.
Jeannine Meighörner hat Clara in ihrem aktuellen ...

Clara, war so berühmt und einzigartig, dass ihr ein sehr detaillierter Wikipedia-Artikel gewidmet wurde. Manche Schauspieler dürfen mit weniger zufrieden sein.
Jeannine Meighörner hat Clara in ihrem aktuellen historischen Roman DIE SILBERNE RIESIN neues Leben eingehaucht. Anhand des Untertitels und des Covers bin ich davon ausgegangen dass Maria Theresia eine größere Rolle spielt, zumal Jeannine Meighörner in ihren früheren Büchern über starke Frauengestalten schrieb (zumindest wenn ich nach den Klappentexten gehe, gelesen habe ich von der Autorin noch nichts) , andererseits … auch Clara ist eine starke Frau, nur anders als erwartet.
Meighörner fällt es leicht den Leser in Claras Zeit zu versetzen und ihm das Gefühl zu geben, hautnah dabei zu sein. Das 18. Jahrhundert wird lebendig und der Leser trifft auf interessante Schauplätze und Persönlichkeiten (von denen Maria Theresia nur den Anfang macht).
Ist DIE SILBERNE RIESIN nun ein Frauenroman? Die Hauptperson ist ein Nashorn, und jeder der ein Interesse an Nashörnern hat sollte dieses Buch lesen. Wikipedia hin oder her, hier wird (mit den üblichen künstlerischen Freiheiten, welche den Stoff erst lebendig machen und nicht so trocken wie einen Lexikoneintrag lesen lassen) der Leser direkt an Claras Reise beteiligt. Und das auf sehr kurzweilige Weise.

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