Cover-Bild Königsfall – Die Geisel

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14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 13.05.2019
  • ISBN: 9783453320161
Jeff Wheeler

Königsfall – Die Geisel

Roman
Johann Birken (Übersetzer)

Seit Jahrhunderten befindet sich Königsfall im Krieg mit seinen Nachbarn, und auch im Inneren des Reiches herrschen Intrigen und Kämpfe. König Severn, so munkelt man, tötete sogar seine eigenen Neffen, um an die Macht zu gelangen. Verrat bestraft er augenblicklich mit dem Tod. Als ihn einer seiner Lords hintergeht, fordert Severn dessen schüchternen Sohn Owen als Geisel, der wie ein Lamm unter Wölfen zu sein scheint. Bis der Junge Verbündete am Hof findet und erkennt, dass in ihm etwas ganz Besonderes steckt ...

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 7 Regalen.
  • 3 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.
  • Dieser Titel ist das Lieblingsbuch von 1 Mitgliedern.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2019

Intrigen, Politik und ein wenig Fantasy

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Der achtjährige Owen muss als Geisel an den Hof des grausamen Königs Severn, nachdem sein Vater dem König in der Schlacht seine Unterstützung verwehrt hat. So will der König sicherstellen, dass der Lord ...

Der achtjährige Owen muss als Geisel an den Hof des grausamen Königs Severn, nachdem sein Vater dem König in der Schlacht seine Unterstützung verwehrt hat. So will der König sicherstellen, dass der Lord ihn nicht verrät. Owen ist nun ganz seiner Herrscherwillkür ausgesetzt. Er trifft viele Menschen, die ihm unterschiedlich wohl gesonnen sind und es ist nicht ganz klar, welche Ziele diese verfolgen. Einige sind von der Quelle mit einer Gabe gesegnet und auch Owen scheint eine magische Begabung zu besitzen, mit Hilfe derer er dem König gegenüber bestehen könnte.



Die Geschichte um Owen hätte mich durchaus überzeugen können, wenn der Schwerpunkt weniger auf der Politik und den königlichen Kriegen und Intrigen gelegen hätte. Dabei darf das durchaus sein, doch es war einfach für mich sehr verworren: wer von wem die Krone abgenommen hat, wo welche Thronerben sind, was die Lords damit zu tun haben und so weiter... Das war mir einfach zu undurchsichtig und zu raumeinnehmend. Ich mag Fantasy, die einen Tupfen königlicher Geschichte etc. hat, aber Hauptaugenmerk sollte meiner Meinung nach auf der Magie liegen. Das tut es hier leider nicht. Nicht klar wurde mir, welche Rolle die Königinwitwe spielt bzw. was ihre Interessen sind. Es schien mir gegen Ende, als würden sich die Rollen von "gut und böse" vertauschen...

Das Buch konnte mich so leider nicht wirklich begeistern, tatsächlich fand ich es recht anstrengend.



Sicher wird in den Folgeteilen viel passieren, dazwischen liegen einige Jahren, in denen sich Owens Gabe entwickeln wird, doch ich werde ihm da nicht mehr folgen. Es trifft einfach nicht so recht meinen Geschmack.

Veröffentlicht am 22.08.2019

Eines meiner Lesehighlights 2019

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Im zarten Alter von gerade mal acht Jahren kommt der junge Owen Kiskaddon an den Hof des amtierenden Herrschers, König Severn. Dieser gilt als Kindesmörder und als sehr hart. Verräter lässt er hinrichten ...

Im zarten Alter von gerade mal acht Jahren kommt der junge Owen Kiskaddon an den Hof des amtierenden Herrschers, König Severn. Dieser gilt als Kindesmörder und als sehr hart. Verräter lässt er hinrichten und Dank einiger Vorkommnisse ist Owen nun als Geisel bei ihm. Der König macht dem ängstlichen und scheuen Jungen gewaltig angst und auch sonst tut sich Owen zunächst schwer sich an seine neue Situation zu gewöhnen. Doch er ist nicht so allein, wie er zu Anfang glaubt. Bereits nach kurzer Zeit hat der liebenswerte Junge die Herzen der Köchin, der Prinzessin, das der Giftmischerin und weiterer Personen gewonnen.
Klingt jetzt vielleicht wenig spannend, aber da täuscht man sich. Denn man merkt beim Lesen die unsichtbare Gefahr die über das Schicksal des Jungen entscheidet, sie ist immer präsent. Dank des wirklich sehr schönen locker, leichten Schreibstils des Autors ist man als Leser auch sehr schnell mitten in der Handlung und bangt um Owen. Zahlreiche Intrigen, Gefahren und spannende Vorkommnisse runden für mich den gelungenen Erstband ab. Toll fand ich auch das Magiesystem, das hier aus der “heiligen Quelle” besteht. Die Idee war meiner Meinung nach sehr stimmig in die Geschichte eingebaut. Auch die Tagebucheinträge fand ich super, die waren sozusagen das I-Tüpfelchen der Geschichte. Ich hoffe das wir im zweiten Band auch welche zu lesen bekommen.

Charaktere:
Hier fand ich auch besonders toll, das sich der Autor sehr viel Zeit genommen hat seinen kleinen Protagonisten zu schildern. Er ist sensibel und auf eine kaum zu beschreibende Art und Weise sehr liebenswürdig.
Als dann Lady Mortimer, die im gleichen Alter ist wie Owen zu ihm in den Palast kommt, blüht Owen richtig auf und die beiden Kinder sorgen für so manches Schmunzeln beim Leser und auch bei den anderen Figuren. Ich persönlich fand es wahnsinnig bezaubernd wie die beiden dargestellt wurden. Aber auch die Giftmischerin war so tiefgründig und mit Liebe zum Detail beschrieben, das ich sie beim Lesen ins Herz geschlossen habe. Super fand ich persönlich das in diesem Buch nicht alles schwarz und weiß ist. Damit meine ich das Charaktere die auf den ersten Blick als die Bösen gelten, es nicht unbedingt auch sein müssen. Ich möchte auch nicht näher darauf eingehen, denn sonst müsste ich zuviel verraten. Gefallen hat mir auch noch, das sogar die Nebencharaktere eine kleine persönliche Note hatten. Ich sag nur Köchin, sie mochte ich auch gleich sehr gerne. Das gelingt leider nicht vielen Autoren, auch den Nebenfiguren genug Seele zu verleihen.

Fazit:
Ich bin so froh das mir dieses Buch zwischen die Finger gekommen ist. Was hätte ich da verpasst. Es ist eine wunderschöne Erzählung die mit dem jungen Alter des Protagonisten beginnt und sich über einen längeren Zeitraum hinweg ziehen wird. Mir hat es unglaublich gut gefallen, wie gut Owen,Elysabeth und Co dargestellt und beschrieben wurden. Diese Geschichte hat einfach alles was mein Fantasy-Herz begehrt: eine tolle Handlung, klasse Charaktere, einen echt wahnsinnig tollen Erzählstil, der Bilder vor den Augen des Lesers entstehen lässt, Intrigen usw. Sowie eine schöne und spannende Handlung die mich voll in ihren Bann gezogen hat.

Veröffentlicht am 18.08.2019

Packende mittelalterliche Fantasy!

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Eigentlich war ich, nachdem ich das Cover gesehen hatte und den Inhaltstext sah, nicht so begeistert davon. Es landete nicht mal auf meiner Wunschliste! Es war einfach nicht reizvoll genug und fast hätte ...

Eigentlich war ich, nachdem ich das Cover gesehen hatte und den Inhaltstext sah, nicht so begeistert davon. Es landete nicht mal auf meiner Wunschliste! Es war einfach nicht reizvoll genug und fast hätte ich es verpasst…bis ich mal aus Langeweile in die Leseprobe geschaut hatte und meine Meinung schnell änderte!

Im Grunde geht es hier um einen den 8-jährigen Jungen Owen, der im Vordergrund steht, von dem aus wir das meiste erleben und dieser Junge wird in einen Strudel von Intrigen, Verrat, Machtspielen und Gefahren reingezogen.
Er ist auch kein ganz normaler Junge, das merkt man gleich, aber er weiß das selbst noch nicht und als Leser sitzt man angespannt da, weil man die ganze Zeit erwartet das was passiert.
Und es passiert auch ganz schön viel! Die Geschehnisse um ihm herum hören gar nicht auf sich zu drehen und ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen, weil ich wusste, dass gleich wieder was passiert.

Neben der stetigen Spannung, gibt es noch zahlreichen Charaktere, Gute, wie Böse, die interessant und lebendigt dargestellt werden. Der Autor hat wirklich ein Händchen dafür schnell einen tiefen und aufregenden Charakter zu zeichnen, der einerseits so klassisch ist und andererseits einfach nur spannend zu lesen ist.
Besonders Manzini, Evie und die Giftmischerin hatten mir gleich gefallen und Owen selbst natürlich auch.
Besonders gut stellt der Autor die Weiterentwicklung von Owen dar, die ganz langsam passiert und der Junge wächst mit den Situationen um sich herum, manchmal fällt er auch zurück, aber das macht ihn nur noch authentischer.

Mit einem sehr guten Tempo wird die Geschichte rund um Owen herum erzählt und die flüssige Sprache tat da seinen Rest, sodass ich das Buch in zwei Tagen fertig lesen konnte.
Und der Mix aus mittelalterlichen Welt, etwas Magie, alten Geheimnissen und der leicht düsteren Stimmung tat seinen Rest, dass das Buch mir mit jeder Seite immer mehr gefiel.

Es ist jetzt gerade schwer mehr zum ersten Band von KÖNIGSFALL zu schreiben, weil ich sonst zu viel verraten würde. Aber ich denke ihr könnt gut rauslesen, dass es sich hierbei um einen packenden neuen Start einer Fantasyreihe handelt, die ich sehr gerne gelesen hatte. Mit seinen lebendigen Figuren und mitreißenden Überraschungen wird der Autor wohl einige von euch begeistern können und wenn ihr Fans von mittelalterlicher Fantasy seid, müsst ihr das Buch zur Hand nehmen!

Veröffentlicht am 25.07.2019

Ein interessanter Reihenauftakt mit einem großartigen Helden

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Viele Fantasyromane haben einen historischen Flair, was mir immer gut gefällt. In »KÖNIGSFALL«, dem ersten Band einer in den USA sehr erfolgreichen Fantasy-Trilogie, ist diese Atmosphäre besonders ausgeprägt ...

Viele Fantasyromane haben einen historischen Flair, was mir immer gut gefällt. In »KÖNIGSFALL«, dem ersten Band einer in den USA sehr erfolgreichen Fantasy-Trilogie, ist diese Atmosphäre besonders ausgeprägt und es fühlte sich anfangs so an, als würde man einen historischen Roman lesen, der in England im 15. Jahrhundert spielt. Und tatsächlich hat der Autor Jeff Wheeler die historischen Ereignisse, nachdem Richard III. 1483 den englischen Thron bestiegen hatte, als Grundlage für seine ganz eigene Geschichte genommen.

Im Mittelpunkt steht der 8-jährige Owen Kiskaddon, dessen Kindheit eine unerwartete Wendung hinnehmen muss. Er wird nach dem Treubruch seiner Eltern als Geisel zum Hof des Königs gebracht. Die gesamte Geschichte im ersten Band erzählt wie Owen seinen Trennungsschmerz überwinden und einen Weg finden muss, zu überleben und irgendwie auch seine zum Tode verurteilte Familie zu retten. Gemeinsam mit einer gefürchteten Giftmischerin und dem gleichaltrigen Wirbelwind Elysabeth Victoria Mortimer entwickeln sie einen Plan, der durch Täuschung (und vielleicht auch mithilfe einer magischen Gabe) die Kiskaddons retten soll.

Durch einen einfachen aber einnehmenden Schreibstil findet man schnell in die Handlung ein und die historische Atmosphäre fand ich grandios. Sowohl die Haupt- als auch die Nebencharaktere wurden facettenreich gezeichnet und den kleinen Protagonisten Owen, der sofort alle Beschützerinstinkte weckte, hat man gerne zur Seite gestanden. Zum Ende der Handlung kann man eine große, persönliche und vielleicht auch magische Entwicklung bei ihm erkennen. Allein seinetwegen möchte man den zweiten Band »DAS PALADIN« lesen, um zu erfahren, wie es mit ihm weitergeht.

Auch wenn mir dieser Auftaktband sowohl atmosphärisch als auch story- und charaktertechnisch sehr gut gefallen hat, empfand ich die Stimmung kapitelweise etwas zu ruhig und manche Szenen unspektakulär. Vielleicht liegt es auch daran, dass der Autor komplett auf Zeitsprünge verzichtet hat und der immer gleiche Alltag der Schlossbewohner nicht immer für Aufregung sorgt.
Dadurch entstehen leider einige Längen, die der Geschichte nicht guttun. Trotzdem kann ich diesen Roman, in dem der Fantasyanteil in den Folgebänden bestimmt größer werden wird, weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 11.06.2019

Ein vielversprechender Reihenauftakt voller Intrigen, Verrat und Magie

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"Die Geisel" ist der erste Band der Reihe „Königsfall" und stammt aus der Feder von Jeff Wheeler. Da die Handlung des Buches entfernt auf den englischen Rosenkriegen aus der Zeit von Richard III basiert, ...

"Die Geisel" ist der erste Band der Reihe „Königsfall" und stammt aus der Feder von Jeff Wheeler. Da die Handlung des Buches entfernt auf den englischen Rosenkriegen aus der Zeit von Richard III basiert, war ich wahnsinnig gespannt auf diesen Reihenauftakt. Der Autor verbindet eine interessante Welt voller Verrat, Intrigen und Machtspiele mit starken Charakteren und einem Hauch Magie.

Das Reich Königsfall wird zerrissen von Intrigen und Machtkämpfen. Es geht das Gerücht um, das König Severn sogar seinen eigenen Neffen getötet hat, um an die Macht zu gelangen. Der Ruf des Königs eilt ihm weit voraus, denn er regiert sein Reich mit harter Hand. Gegner werden umgehend beseitigt und grausam ermordet. Auch Owens Vater verrät seinen eigenen König. Als Strafe wird der achtjährige Owen als Geisel gefordert. Unzählige Gefahren erwarten den verängstigten Jungen am Hof, doch nach und nach findet er Verbündete. Das Schicksal der Menschen in Königsfall wird nicht nur durch einen grausamen König beherrscht, sondern durch eine zweite Kraft: Die Macht der Quelle, die für Owen eine wichtige Rolle spielen wird.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des angenehmen und flüssigen Schreibstils sehr leicht gefallen. Der Leser begleitet den achtjährigen Owen an den Königshof, wo er als Geisel gehalten werden soll. Die Darstellung des Jungen wirkt sehr authentisch und glaubwürdig. Gerade zu Beginn ist Owen sehr verängstigt und ein sehr ruhiges Kind. Erst als er auf die junge Lady Mortimer trifft, kommt er etwas aus sich heraus. Elysabeth Victoria Mortimer ist ein richtiger kleiner Wirbelwind mit jeder Menge Flausen im Kopf. Obwohl ich Elysabeth am Anfang recht anstrengend fand, entwickelt sie sich im Laufe der Zeit zu einer mutigen und loyalen kleinen Person, die der Leser gerne begleitet. Der Fokus der Geschichte liegt bei diesem ersten Band auf der Entwicklung der beiden Kinder und dem Entwirren der politischen Verhältnisse, sodass man einen guten ersten Einblick in die Welt erhält. Besonders gut hat mir die Entwicklung von Owen gefallen. Zu Beginn ist er sehr introvertiert und verängstigt, doch seine Position als Geisel zwingt ihn dazu, schnell erwachsen zu werden. Owens Gedankengänge wirken zum Ende hin sehr reif und könnten von einem Erwachsenen stammen, doch da es sich bei "Königsfall" nicht um ein Kinderbuch handelt, ist es natürlich auch sehr schwer, ein Kind authentisch darzustellen, ohne dass ein erwachsener Leser das Interesse verliert. Aus meiner Sicht hat der Autor diesen Konflikt perfekt gelöst und ich habe Owen sehr gerne begleitet. Was mir allerdings gefehlt hat, waren detaillierte Beschreibungen. Ich wäre gerne noch tiefer in die von Jeff Wheeler erschaffene Welt eingetaucht, aber mir fehlten hin und wieder einfach die Bilder im Kopf. Abgesehen davon konnte mich dieser Reihenauftakt richtig begeistern. Es gibt eine Vielzahl an Charakteren, die interessant gezeichnet wurden. Gerade die Giftmischerin Ankarette und der Großvater von Elysabeth haben es mir angetan. Aber auch der hinterlistige Dominic Mancini ist ein interessanter Charakter. Aus seiner Sicht finden sich im ganzen Buch immer wieder Tagebucheinträge, die ich sehr spannend fand. Mit Magie kommt man in diesem Reihenauftakt noch nicht ganz so viel in Berührung, doch das, was der Leser erfährt, macht mehr als neugierig auf den nächsten Band.

Mit "Königsfall - Die Geisel" hat Jeff Wheeler einen vielversprechenden Reihenauftakt geschaffen, der mich begeistern konnte. Verrat, Intrigen, Magie und starke Charaktere lassen das Leserherz höherschlagen. Von mir gibt es vier Sterne und ich bin sehr gespannt auf den zweiten Band, der einige Jahre nach dem Reihenauftakt spielt. Der erste Band lässt vieles noch offen, wodurch sich ein sehr großes Potenzial für den Folgeband ergibt. Ich kann es daher kaum erwarten, wieder in "Königsfall" eintauchen zu können.