Cover-Bild Zusammen sind wir Helden
17,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Carlsen
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 31.01.2018
  • ISBN: 9783551556851
Jeff Zentner

Zusammen sind wir Helden

Ingo Herzke (Übersetzer)

Ohne seine Gitarre wäre Dills Leben wirklich trostlos: Sein Vater ist im Gefängnis, seine Mutter unglücklich, und nach der Schule soll er im örtlichen Supermarkt arbeiten, um die Schulden abzubezahlen. Aber Dill sehnt sich nach einem anderen Leben, irgendwo da draußen. Seine Träume teilt er mit seinen beiden besten Freunden: Lydia, selbstbewusst und mit dem festen Plan, als Modebloggerin nach New York zu gehen, und Travis, der halb in seiner geliebten Fantasy-Serie lebt. Zusammen, glauben sie, können sie alles schaffen …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.11.2018

Eine geballte Ladung an Emotionen...

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Bei diesem Buch habe ich gelacht und geweint, manchmal vor Freude, oft auch wegen Trauer.
Dill, Lydia und Travis wachsen als Außenseiter in der Kleinstadt Forrestville in Tennesee auf, die nach einem ...

Bei diesem Buch habe ich gelacht und geweint, manchmal vor Freude, oft auch wegen Trauer.
Dill, Lydia und Travis wachsen als Außenseiter in der Kleinstadt Forrestville in Tennesee auf, die nach einem Rassisten benannt ist. Jeder von ihnen hat sein eigenes Päckchen zu tragen und wird aus einem anderen Grund auf der High School geärgert und doch sind sie die besten Freunde.
Die Geschichte dreht sich vor allem um Freundschaft, das Erwachsenwerden und auch das Abschiednehmen.
Während Lydia auf ein weit entferntes College in New York gehen möchte, muss Dill in Forrestville bleiben, arbeiten und Geld für seine Mutter verdienen. Ihm fällt es unglaublich schwer, Lydia gehen zu lassen und muss lernen, dass er sie nicht automatisch verliert, nur weil sie fort ist. Lydia muss lernen, dass ihre Freunde nicht weniger wert sind, nur weil sie keine großen Zukunftspläne haben und Travis merkt, dass er so viel mehr ist als sein Vater und er ihm die Stirn bieten und ein gutes Leben führen kann.
Es ist eine wunderschöne Geschichte, die alles enthält was ein gutes Buch braucht. Freunde, Familie, etwas Drama, Musik und eine geballte Ladung an Emotionen.
Das Buch hat mich zwar sehr mitgenommen, aber es hat mich auch tief berührt und ich werde ihm auf jeden Fall einen besonderen Platz in meinem Bücherregal bewahren.

Veröffentlicht am 04.10.2018

Eins der Besten Bücher in diesem Jahr!

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Handlung

Dill, Travis und Lydia sind unzertrennbar. Die drei Freunde lernen sich dadurch kennen das sie alle Aussenseiter an ihrer Schule sind. Dill, weil sein Vater im Gefängnis ist. Travis weil er übergewichtig ...

Handlung

Dill, Travis und Lydia sind unzertrennbar. Die drei Freunde lernen sich dadurch kennen das sie alle Aussenseiter an ihrer Schule sind. Dill, weil sein Vater im Gefängnis ist. Travis weil er übergewichtig ist und seine größte Leidenschaft eine Fantasy-Buchreihe ist. Und Lydia weil sie einen bekannten Modeblog besitzt und sich in der Kleinstadt nicht wirklich zugehörig fühlt. Jeder der drei hat eigene Hürden im jeweiligen Leben. So wollen Dills Eltern zum Beispiel nicht das er studiert oder sich der Musik widmet, sondern im städischen Supermarkt arbeitet um die Schulden des Vater abzuarbeiten. Travis Vater wünscht sich einen Sohn der in seinen Augen „männlicher“ ist, und sein Leben nicht nur in Büchern lebt. Und Lydia versucht an der Uni in NYC aufgenommen zu werden und ihren beiden Freunden das Leben ein wenig erträglicher zu machen. Gemeinsam müssen sie ihr letztes Schuljahr absolvieren und blicken einer unbestimmten Zukunft entgegen.

Meinung

Ich war echt skeptisch was dieses Buch betrifft, da ich vor ein paar Monaten „Goodbye Days“ von dem Autor begonnen habe, und es mich echt nicht gepackt hat (bin immernoch bei der Hälfte). Aber als ich dann ein paar Seiten gelesen hatte war ich sofort begeistert. Vor allem Lydia fand ich interessant, da sie einen bekannten Mode Blog hatte und eine sehr tolle Freundin ist. In Travis und Dills Alltagsprobleme mit ihren Familien kann man sich durch den Schreibstil sofort einfühlen. Das schaffen nur wenige Bücher bzw. Autoren bei mir und bei dem Buch war es einfach schon nach wenigen Seiten so das ich mich mit den Protagonisten mitgefreut (und auch mitgeweint) habe. Und ja: das Buch hat auch viele traurige Momente und ich war dankbar nicht in Familien wie von Dill und Travis aufwachsen zu müssen. Trotzdem konnte ich es nicht weglegen und habe es verschlungen, da ich wissen wollte was am Ende mit den Protagonisten passiert und ob sie ihre Träume verwirklichen könnnen.

Fazit

Ich liebe Highschool Geschichten, vor allem wenn sie auch etwas tiefer gehen als wenn sie nur eine Standard 0815 Lovestory sind, und dieses Buch hat einfach alles richtig gemacht! 2018 fängt mit einem tollen Lesehighlight an!

Veröffentlicht am 19.03.2018

Poetisch, berührend und voller sympathischer Auenseiter, die Päckchen zu tragen haben

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Klappentext
„Ohne seine Gitarre wäre Dills Leben wirklich trostlos: Sein Vater ist im Gefängnis, seine Mutter unglücklich, und nach der Schule soll er im örtlichen Supermarkt arbeiten, um die Schulden ...

Klappentext
„Ohne seine Gitarre wäre Dills Leben wirklich trostlos: Sein Vater ist im Gefängnis, seine Mutter unglücklich, und nach der Schule soll er im örtlichen Supermarkt arbeiten, um die Schulden abzubezahlen. Aber Dill sehnt sich nach einem anderen Leben, irgendwo da draußen. Seine Träume teilt er mit seinen beiden besten Freunden: Lydia, selbstbewusst und mit dem festen Plan, als Modebloggerin nach New York zu gehen, und Travis, der halb in seiner geliebten Fantasy-Serie lebt. Zusammen, glauben sie, können sie alles schaffen …“

Gestaltung
Das Covermotiv passt für mich ideal zur Geschichte, denn es visualisiert die Protagonisten des Buches, die zusammen auf einem Gerüst hocken und auf eine Stadt blicken. Diese Stadt im Hintergrund finde ich sehr gelungen, da sie mit den verschiedenen Farben super harmoniert und durch das Gerüst und die Jugendlichen auf dem Cover kommt zudem eine schöne Perspektive in das Bild rein. So wirkt es, als würde ich als Betrachter gemeinsam mit den Jugendlichen auf die Stadt blicken. Ich mag auch die weiße Schrift des Titels und das Symbol mit den Sternen sehr gerne, da sich dieses vor dem dunkleren Hintergrund sehr schön abhebt und ins Auge sticht.

Meine Meinung
Meine Erwartungen an dieses Buch waren tatsächlich sehr hoch. Ich kann gar nicht genau sagen, wieso das so war, aber nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, hatte ich eine sehr bedeutsame Geschichte über Außenseiter, Träume, Zusammenhalt und Freundschaft erwartet und genau das habe ich auch bekommen. Das Debüt von Jeff Zentner setzt sich in „Zusammen sind wir Helden“ mit der rauen Realität und der Suche nach der Zukunft auseinander und berührt so auf sehr vielen verschiedenen Ebenen.

In dem Buch geht es um die drei Freunde Dill, Lydia und Travis, die alle ihr Päckchen zu tragen haben und deswegen zu den Außenseitern zählen. Dill wird von den Menschen gemieden und verurteilt, weil sein Vater, der Pfarrer der Kleinstadt, grausame Dinge getan hat. Travis leidet unter seinem gewalttätigen Vater und dem Verlust seines Bruders und Lydia hat zwar ein stabiles Elternhaus, wird aber in der Schule aufgrund des Erfolgs ihres Modeblogs von anderen gemieden. Diese drei Figuren halten dafür umso stärker zusammen und ihre Beziehung hat mich wirklich zutiefst bewegt. Sie ist im Buch so realistisch dargestellt, dass ich mir manchmal vorkam, als wäre ich ein Teil dieser Freundschaft. Es kommt auch mal zum Streit zwischen den Figuren, aber dennoch stehen sie einander immer bei.

Zudem befinden sie sich mit dem nahenden Schulabschluss in einer Situation, die mir (und sicher auch vielen anderen) nicht unbekannt ist, wodurch der Identifikationsfaktor nochmal erhöht wurde. Aber nicht nur durch dieses Gefühl des Gefangenseins im Hier und Jetzt und des Vorwärts-bewegens in Richtung Zukunft, sondern auch durch die verschiedenen anderen Themen und Schicksale der Figuren schafft der Autor es, eine Ebene zu erschaffen, die den Leser mit den Figuren mitfühlen und -leiden lässt. So war ich immer unmittelbar im Geschehen und fühlte mich den Erlebnissen verbunden und nahe.

Aber nicht nur die Beziehung zwischen diesen Figuren konnte mich überzeugen, auch die Vielfalt dieser Protagonisten und vor allem ihre sympathischen Charakterzüge gingen mir unter die Haut. Mein persönlicher Liebling war dabei Travis, denn seine Geschichte hat mich zu Tränen gerührt, weil sie so traurig ist. Dass er dabei so liebenswert, verträumt und tapfer geblieben ist, fand ich super! Auch Dill hat mich immer wieder emotional mitleiden lassen, denn ich konnte mich super in ihn und seine Gefühlslage hineinversetzen. Der Abschluss steht bevor und damit gibt es so viele Unsicherheiten und Ungewissheiten. Gleichzeitig tat er mir auch immer so leid, wenn andere über ihn geurteilt haben, ohne ihn wirklich zu kennen. Nicht so ganz ins Bild passte für mich Lydia, bei der ich etwas länger gebraucht habe, um mit ihr warm zu werden. Sie ist eine Art Freigeist, der nicht so wirklich in das Kleinstadtleben passt und deswegen immer aneckt.

Das Buch hat bei mir Emotionen wie am Fließband ausgelöst. Von zutiefst bewegt über ein zufriedenes Gefühl des Sanftmuts über Trauer bis hin zu einem dicken Klos im Hals und Tränen in den Augen war wirklich alles dabei. „Zusammen sind wir Helden“ ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die selbst mit dem Lesen der letzten Seite nicht endet, denn dieses Buch nimmt man mit in seinen Alltag. Viele der Sprüche in der Geschichte sind wunderschöne Zitate, die man im Herzen behält und die einem Licht im Alltag spenden. Es gab so viele schöne Passagen in diesem Buch, die mich wie Pfeile mitten ins Herz trafen und mich sehr berührt haben.

In engem Zusammenhang dazu steht der grandiose Schreibstil von Jeff Zentner, der mir Gänsehaut über die Arme gejagt hat. Poetisch, lebendig und gefühlvoll. Dadurch, dass er die Geschichte abwechselnd aus den drei Perspektiven von Dill, Lydia und Travis schildert, konnte ich sehr gut Einblicke in all ihre Gedanken erhalten und mich so noch besser mit ihnen auseinandersetzen und identifizieren. Zudem empfand ich Zentners Schreibstil als sehr atmosphärisch, denn der Autor fängt die Stimmung der Jugendlichen und der amerikanischen Kleinstadt passgenau ein und überträgt sie auf den Leser.

Fazit
„Zusammen sind wir Helden“ ist ein bewegendes Buch über Träume, Zukunft, Ängste und Zusammenhalt. Jeff Zentners Debütroman war für mich eine sprichwörtliche Achterbahnfahrt der Gefühle, bei der Tränen, Freude und vor allem Mitgefühl im ständigen Wechsel standen. Vor allem diese Emotionen sind es, die den Leser in eine Spirale aus Lesesucht und unfassbarer Berührung hineinziehen und nicht mehr loslassen. Der poetische, atmosphärische Schreibstil des Autors und der Wechsel der Erzählperspektiven der drei Protagonisten sorgt dabei für ein hohes Identifikationspotenzial und das Gefühl, mitten in der Geschichte zu stehen. Ein wirklich bewegendes Debüt, das mir direkt unter die Haut gegangen ist!
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 08.02.2018

Überraschend tiefgründig.

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Zusammen sind wir Helden erzählt die Geschichte drei grundverschiedener Jugendliche, die aber doch mehr gemeinsam haben, als man zunächst annimmt. Es gibt drei Erzählperspektiven, wodurch man einen detaillierten ...

Zusammen sind wir Helden erzählt die Geschichte drei grundverschiedener Jugendliche, die aber doch mehr gemeinsam haben, als man zunächst annimmt. Es gibt drei Erzählperspektiven, wodurch man einen detaillierten Einblick in die verschiedenen Gedanken erhält. Zu Beginn werden nacheinander die völlig unterschiedlichen Familien vorgestellt, indem der Autor eine vermutlich typische Situation darstellt, die jeden der drei Jugendlichen in Interaktion mit der Familie zeigt.

Dill wurde scheinbar sehr religiös erzogen, denn sein Vater war der Prediger in der örtlichen Gemeinde, bevor er ins Gefängnis wanderte, aber auch seiner Mutter war die Religion sehr wichtig, was man auch in alltäglichen Situationen merkte. So war es Dills Aufgabe, Geld für die Familie zu verdienen, was er neben seiner Schullaufbahn macht. Danach sollte er Vollzeit in dem Job einsteigen, denn Studieren hielt seine Mutter für keine gute Idee.

Travis lebte zusammen mit seiner lieben Mutter und seinem recht tyrannischen Vater in einem Haushalt. Schnell wurde klar, dass es auch dort einige Probleme gibt, insbesondere scheint Travis‘ Vorliebe für Fantasy-Geschichten und seine eher ungewöhnlichen Outfits ein Dorn im Auge seines Vaters zu sein.

Lydia hat es scheinbar am besten getroffen, denn ihre Familie wirkt liebevoll und intakt. Sie lebt mit ihren fürsorglichen und humorvollen Eltern zusammen, das Miteinander der drei Personen empfand ich als herzerwärmend, es stellte einen angenehmen Ausgleich zu den anderen Familien dar und zeigte auf, dass aber auch dabei nicht immer alles rund läuft, man Konflikte aber durchaus lösen kann, wenn man zusammenhält und miteinander redet.

„Wir müssen uns ein besseres Leben schaffen. Wir müssen endlich anfangen, die Dinge zu tun, vor denen wir uns fürchten.“
[Travis, Zusammen sind wir Helden, S. 232]

Zur der Thematik der Geschichte möchte ich gar nicht so viel sagen. Ich bin völlig unvoreingenommen an das Buch herangegangen und kann euch empfehlen, das genauso zu machen. Ich wurde positiv überrascht und hätte nicht gedacht, dass es inhaltlich so tiefgründig und bedrückend wird, sodass ich zwischendurch pausieren und andere Bücher lesen musste. Es gab mehrere Ereignisse (besonders ein bestimmtes), die mich total schockiert haben. Der Autor schaffte es, mich durch einen angenehmen Schreibstil und einen ruhigen, aber dennoch spannenden Verlauf, in die Geschichte zu reißen. Themen waren unter anderem Depressionen, Tod, aber auch Freundschaft, Zusammenhalt und der Aspekt, mehr vom Leben zu wollen, als das vorgegebene System so hergibt. Bei den drei Charakteren handelte es sich um drei wahrliche Helden, die ausbrechen wollten. Egal, wie das familiäre System ist, alle drei wollten mehr vom Leben, als das, was ihnen bisher geboten wurde.

Gelungen fand ich aber vor allem, dass diese Depressionssache nicht aufdringlich auf dem Präsentierteller geboten wurde, sondern eher nebenbei angeschnitten und total glaubhaft dargestellt wurde, ohne, dass ich ein Gefühl der Beklommenheit verspürte. Ich wurde von vielen Aspekten total überrascht, zumal ich aufgrund des Klappentextes so etwas wie eine jugendliche, roadtripmäßige Comig of Age-Story erwartet hatte, aber dieses Buch ist so viel mehr – und etwas ganz besonderes.

Wen ich von den Personen am sympathischsten fand kann ich gar nicht sagen, weil sie alle besonders waren. Jeder hatte so seine Macken und seine Eigenarten, aber genau das hat sie so authentisch gemacht. Ich habe die Interaktionen zwischen den dreien sehr genossen, besonders aber Lydias Schlagfertigkeit. Spannend fand ich die Integration von Lydias Blog in den Verlauf, der zum Ende hin noch eine coole Wendung bereithielt, aber auch den Aspekt der Musik, der durch Dill hereingebracht wurde. Am besten gefielen mir aber natürlich die Fangirl.. ehm boy-Momente von Travis, wenn er von einer Buchreihe schwärmte.

„Ich kann in viele Ärsche gleichzeitig treten. Reihenweise Ärsche. Ich reiße Löcher ins Raum-Zeit-Kontinuum, in so viele Ärsche kann ich gleichzeitig treten. Stephen Hawking musste sich eine Theorie von Paralleluniversen ausdenken, um meine arschtretende Allgegenwart zu erklären.“
[Lydia, Zusammen sind wir Helden, S. 86]

Am Ende konnte ich das Buch mit einem guten Gefühl zu klappen. Ich würde mir wirklich wünschen, dass ganz viele Menschen die Geschichte von Dill, Travis und Lydia lesen, besonders auch jugendliche Bücherwürmer.

Zusammen sind wir Helden hat mich durch die überraschende Tiefgründigkeit ziemlich beeindruckt. Bei den drei Jugendlichen handelt es sich um drei wahrliche Helden aus einem kleinen religiösen Ort, die aus ihren vorgegebenen Systemen ausbrechen und mehr vom Leben wollen.

Vielen Dank an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 08.02.2018

Eine Geschichte die berührt

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Ein wunderbares Buch, das mich eine Achterbahn an Gefühlen fahren lassen hat. Es hat mich alles fühlen lassen, von traurigkeit bis hin zum geliebt werden. Vorallem geht es in dem Buch über Freundschaft, ...

Ein wunderbares Buch, das mich eine Achterbahn an Gefühlen fahren lassen hat. Es hat mich alles fühlen lassen, von traurigkeit bis hin zum geliebt werden. Vorallem geht es in dem Buch über Freundschaft, Liebe, Verständnis und Zusammenhalt.

Dill, der Sohn eines Pfarrers der im Gefängnis sitzt, lebt in ärmlichen Verhältnisse mit seiner Mutter zusammen. Die Leute meiden ihn und er wird immer wieder, für die tat seines Vaters, verurteilt. Dadurch ist er einsam. Doch er hat zwei beste Freunde und er hat seine Gitarre, mit der er immer wieder neue Songs komponiert.

Unter seinen besten Freunden ist einmal Lydia. Sie ist eine starke Persönlichkeit und ist nicht unbeliebt. Vorallem führt sie einen Blog, der schon eine große Reichweite hat. Dort postet sie neue Secondhandläden, die sie besucht hat und ihrer Meinung nach gut oder schlecht sind. Sie wohnt auch in besseren Verhältnisse und wird nach der Schule, in New York studieren.

Dann ist da noch Travis. Er ist zwar der zurückhaltender von der Clique, aber er ist liebevoll, freundlich und ein guter zuhörer. Er ist auch ein großer Fantasyliebhaber und hat dadurch so seine Macken. Aber auch er hat ein schreckliches Zuhause. Dort wird er von seinem Vater nicht so akzeptiert, wie sein verstorbener Bruder. Jedesmal wird er mit seinem Bruder vergliechen und er solle doch das selbe machen wie sein Bruder. In den Augen seines Vaters ist er die größte Lachnummer die es gibt. Wenigstens hält seine Mutter zu ihm.

Alle drei Charakter waren so wundervoll und man hat auch gleichzeitig mit ihnen gelitten und sich mit ihnen gefreut. Ich habe alle drei schnell ins Herz geschlossen, vorallem Travis tat mir leid, das er wirklich nur mit anderen verglichen wurde. Man merkt auch sofort, das es dabei um die wirklich wichtigen Dinge im Leben geht. So viele Menschen haben Probleme in den eigenen vier Wänden. Sie wissen nicht, was sie mit sich anfangen sollen und was sie tun sollen oder dürfen. Das bringt das Buch sehr schön rüber und man macht sich selbst erstmal Gedanken, wie sein eigenes Leben so abläuft. Das Buch zeigt aber auch, wie viel man gewinnen kann, obwohl man eigentlich am Boden ist. Am liebsten hätte ich allen drei irgendwie geholfen und ihnen meine unterstützung angeboten.

Der Schreibstil von Jeff Zentner ist dabei flüssig und einfach emotional. Mich hatte das Buch schon ab der ersten Seite an in den Bann gezogen. Man liest auch aus drei Sichten, die sich immer wieder abwechselt. So bekommt man einen besseren Einblick, wie es Dill, Lydia und Travis so geht. Er bringt auch sehr schön die Leidenschaft rüber, die alle Drei haben. Zwar sind diese so verschieden aber dennoch halten sie zusammen und helfen einander. Das Buch ist wirklich wundervoll und eine definitive Kaufempfehlung.