Gelungene Mischung aus Drama und Liebe
Finn und Emily, genannt Mimi halten nach dem tragischen Tod der Eltern im idyllischen Cornwall ihr Green Cottage und den kleinen Fährbetrieb aufrecht. Wirtschaftlich ist beides nicht, so dass der Verlust ...
Finn und Emily, genannt Mimi halten nach dem tragischen Tod der Eltern im idyllischen Cornwall ihr Green Cottage und den kleinen Fährbetrieb aufrecht. Wirtschaftlich ist beides nicht, so dass der Verlust ihres Zuhauses droht. Ihre letzte Hoffnung ist eine Londoner Privatbank.
Schon auf der ersten Seite taucht die Leserin mit Mimi in die wunderschöne Setting ein. Sehr lebendig beschreibt Jo Weil sowohl die Landschaft und der kleine Ort als auch seine Protagonisten. Sie stehen sofort vor dem geistigen Auge, insbesondere die hübsche, fröhliche und vielleicht etwas naive Mimi mit ihrem natürlichen Auftreten. Ihr Bruder Finn ist ruhiger und möchte seine Schwester vor allen Problemen schützen, was natürlich nicht gelingen kann.
Jo Weil entwickelt in einer ruhigen Art eine sehr schöne Geschichte mit vielen Details, die zu dem Gesamtbild beitragen. Eine Entwicklung ist etwas vorhersehbar, was dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut, die zweite, sehr charmante, möglicherweise auch. Überflüssig hingegen fand ich Mimis Tagträumereien mit den Protagonisten des von ihr gelesenen Soft-Pornos (ein historischer Roman ist das eher weniger), das Sichtbarmachen ihrer Gedankengänge hätte besser auf eine andere Art und Weise erfolgen sollen. Ungeachtet dessen freue ich mich auf den nächsten Band.
Passend zum Titel ist dieser erste Band der Trilogie in Grün- und Sandtönen gehalten.
Fazit: ein sehr gelungener Auftakt